Update: Wulff will sich durchmenscheln / Interview im O-Ton

Christian Wulff Foto: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Folgt man dem DPA-Ticker auf Twitter, der die Ausstrahlung des Wulff-Interviews auf dem Kanal der Bundespressekonferenz covert, versucht Wulff sich durchzumenscheln. Ein Befreiungsschlag ist das nicht.

Der Anruf bei Bild-Chef Kai Dieckmann tut ihm leid und es war ein Fehler, zu den Urlauben bei Freunden steht er und er wollte von Bild nur einen Tag Aufschub, damit der Artikel über seine Hausfinanzierung nicht während seiner Auslandsreise erscheint. Wulff versucht sich durch die Krise zu menscheln. Krieg gegen Springer? Rubikon überschreiten? Zumindest im DPA-Ticker auf Twitter ist davon nichts zu lesen.

400 Fragen, sagt Wulff, habe Bild ihm geschickt – auf der mittlerweile  von Bild veröffentlichten Anfrage an Wulff finden sich nur sechs Stück. Und auch wenn es mehr gewesen sein sollten: Nicht Wulff muss sie persönlich einzeln beantworten, sondern seine Mitarbeiter und Anwälte. Er muss nur den Überblick behalten. Kein einfacher Job, aber niemand hat ihn gezwungen, ihn zu ergreifen.

Wulff versucht Zeit zu gewinnen. Ob ihm das gelingt? Abwarten. Nur noch ein kleines, neues Detail und die Strategie des netten Kerls bricht endgültig zusammen.

Update:

Das Wulff-Interview gibt es im O-Ton auf Netzpolitik.org und gespiegelt hier

Eine Abschrift des Interviews haben die Piraten online gestellt.

14 Kommentare

Es gab gerade eine sehr kurze Tagesschau-Sondersendung mit Auszügen aus dem Interview: ich war peinlich berührt.

Eine unglaubliche Lachnummer…

Sogar Hindenburg war rhetorisch besser, selbst Lübke war gedankenschneller. Tatsache ist nun offiziell: Wir haben das peinlichste Staatsoberhaupt seit SA-Mann Carstens. Leider passt dieser Bundespräsident zu einer Bananenrepublik, in der Neonazis jahrelang morden dürfen, in der eine Kanzlerin sich zur neuen Führerin Europas aufspielt… Wenn auswandern nicht so teuer wäre….

PS: Dass ARD und ZDF diese Inszenierung mitmachen, ist allein Grund die Haushaltsabgabe mit allen Mitteln zu boykottieren.

Erich Honecker hätte im August 1989 der Aktuellen Kamera der “DDR” kein besseres Interview geben können!

@Lokalo: Aber er hätte sich darauf verlassen können, dass er mit der gleichen Härte wie Wulff befragt werden würde.

Habe ich das eben richtig verstanden: Wulff hat nicht nur eine Immobilie, sondern zwei?!?!?

Ich bleibe, nachdem ich jetzt die Gesamtschau erleben und erleiden durfte, bei meiner Meinung:”Eine bemitleidenswerte, um Mitleid bittendende Person; soweit so gut oder so schlecht . Der Präsident der Republik Deutschland? Nein, spätestens mit seinem heutigen Auftritt hat Herr Wulf bewiesen, daß er das nicht ist und nie sein kann, sondern nur seine Karikatur. Zugegeben, daß dem meine vermutlich nicht zeitgemäße Auffassung -verfassungsrechtlich,verfassungspolitisch-vom Präsidentenamt und dementsprechend von der Persönlichkeit seines Amtsinhabers zugrunde liegt.

@68er: sind das wirklich fantasien? ich frag nur, weil alle paar wochen überall seiten verschwinden. und das schon seit nem jahr.

Das eigentliche Geschehnis, das zum Skandal führt, war eine Frage im Niedersächsischen Landtag, ob es geschäftliche Beziehungen zu Herrn Geerkens gibt oder gab. Wie hinlänglich bekannt ist, verneinte Wulff diese Frage.

Der Kreditvertrag, der formal mit Frau Geerkens abgeschlossen war, läuft der Frage nach einer Geschäftsbeziehung mit Herrn Geerkens in ihrer Formulierung nicht zuwider. Da der Kredit aber auf das gemeinsame Konto der Eheleute Geerkens zurückgezahlt wurde, hat alleine die Verneinung der Frage schon ein “Geschmäckle”.

Bedenkt man, dass Herr Geerkens sowohl den Kredit durch seine Gattin als auch später durch die BW-Bank vermittelt hat, so wirkt Frau Geerkens wie die Strohfrau ihres Gatten.

Noch dazu ist Frau Geerkens eine frühere Angestellte ihres Gatten. Er als Unternehmer und sie, die kein nennenswertes Vermögen einbrachte, sollen ja Gütertrennung vereinbart haben. So fragt sich, weshalb das gemeinsame Konto durch einen Kredit, den nur einer von beiden Ehepartnern gibt, genutzt wird.
Es drängt sich die Frage auf, ob das Konto eventuell gar nur für diesen Kredit eingerichtet wurde.

Insgesamt bleibt also schon beim Kredit selbst mehr als ein Geschmäckle. Bestand hat bislang aber nur, dass der Weg zum Kredit und der Weg des Kredites selbst nicht nachvollziehbar ist. Und das, wo doch ein Kredit Privat an Privat üblicherweise vergeben wird, weil es einfacher ist…

Natürlich hatten schon etliche Politiker undurchsichtige Geschäftsbeziehungen – und es werden wohl auch noch etliche folgen.

Aber das Verhalten, das Herr Wulff nun aber im Rahmen der Berichterstattung an den Tag legt, entspricht nicht den Ansprüchen ans das Auftreten ernzunehmender Politiker.
Scheibchenweises Zugehen auf die Wahrheit – immer nur soweit, wie durch Recherchen und Veröffentlichungen anderer bekannt ist – hat auch schon Herrn Guttenberg den Job gekostet. Auch er baute sich ein “so war es nicht – es war ganz anders”-Bild auf, in dem er offenbar den Überblick verlor — ganz so, wie er es für seine Dissertation auf “mindestens 80 Datenträgern” behauptete. Aus diesem Gebilde fand er nicht mehr heraus, es wurde zum Dilemma. Selbiges könnte nun auch dem Bundespräsidenten drohen.

Wer ein Amt bekleidet, das seine Macht bezieht aus der moralischen Integrität des Amtsträgers und dem Anspruch, Vorbild als “Vater der Nation” (bzw. irgendwann auch “Mutter der Nation”) zu sein, der muss diese Integrität auch haben – und als Vorbild dienen können. Die “Scheibchen-Taktik” Wulffs untergräbt diese Integrität. Und nach den Drohungen, die gegenüber Pressevertretern geäußert wurden, eignet sich Wulff auch nicht mehr als Vorbild. Schließlich müssen politische Vorbilder Demokratie und Rechtsstaatlichkeit repräsentieren. Wer Presseberichte verhindert, kann dies nicht ernsthaft tun.

So ist letztlich festzuhalten: Die Vorgänge um den Kredit selbst sind fragwürdig, der Umgang des Herrn Wulff mit der Berichterstattung disqualifiziert ihn als politischen Amtsträger. Deshalb:

Herr Wulff,
Treten Sie mit sofortiger Wirkung zurück – und verzichten Sie auf ihren Ehrensold, den Sie für ihre bundespräsidentielle Amtszeit erhalten. Sollte dies rechtlich nicht möglich sein, spenden Sie den Sold an gemeinnützige Zwecke.
Als Bundespräsident sind Sie nicht mehr glaubwürdig.

Das neue Detail, die neueste Variante, hat der BP gerade eben selbst geliefert – ich habe mir das gerade auf ARD angetan.
Da sagte der – und das ziemlich schnell und nahezu belanglos nebenbei: seine Sponsorin habe ihm das Geld gegeben um das Geld durch ihn anzulegen, und das wegen der Wirtschaftskrise. Damit wäre es sogar er gewesen der da dann auch noch das “Risiko” trage, er sei der Wohltäter.
Das ist so etwas das mir vor den Kopf stößt.
Aber: das hat mich jetzt auf eine Idee gebracht! Und so möchte ich die Gelegenheit zu einem Aufruf in eigener Sache nutzen: Ich suche noch Leute die ihr Geld in Sicherheit bringen wollen, auch ich stelle mich dazu gerne zur Verfügung, und kann zusichern: ich werde niemanden der bei mir sein Geld in Sicherheit bringen möchte abweisen, auf meinem Konto ist noch irre viel Platz, und Häuser die ich dann kaufen werde kann ich auch in ausreichender Menge besorgen: ich nehme dazu Geld von jedem der kommt, und egal woher auch immer. Und bei mir braucht auch niemand befürchten daran in einen Polit-Skandal hineingezogen zu werden; da habe ich dem BP sogar noch was voraus. Also – auf los gehts los: Los!

@ Ziggi
Sich der Haushaltsabgabe zu entziehen ist zu gegebener Info recht einfach.
Hier die Info (hier recht einfach, nimm es einfach so wie ich sage): vor einigen Jahren verschwanden meine Frau und ich durch Verbrechen an uns die bis heute andauern spurlos von der Bildfläche, also aus allen Behörden. Wir haben auch keine Steuernummer etc., wir existieren nicht.
Zu diesem Verschwinden war auch die GEZ beteiligt. Im Zuge dieses Verschwindenlassen unserer Personen stellte sich dieser Vorgang aus strafrechtlicher Sicht als Terroranschlag einer im Sinne unserer Rechtsordnung Terroristischen Vereinigung heraus.
Dann kam es dazu aus Tätersicht zu Komplikationen zu denen die versuchten das Hotelzimmer in dem wir uns seither aufhalten (seit weit über sechs Jahren nun) als unseren Hauptwohnsitz anzugeben, uns das noch immer im Zuge deren Verbrechen aufzuzwingen, hier uns nicht unserer Haus wieder herausgeben zu müssen, und auch das alles nur als Suggestion nur für uns, also noch immer nicht offiziell in Behörden, nicht auf unser Haus zu kommen, aber dazu solche offenen Posten loszuwerden, wie etwa hier die GEZ Gebühren, die ja irgendwie bei Nichtbezahlen erklärt werden müssen wieso das so lange Zeit nie bezahlt worden ist – das sind ja Fragen die Täter auffliegen lassen der Frage “wo sind die”.
So setzten sich die Täter (es sind vornehmlich Richter die das tun mein Haus für sich kassieren wollen) mit der GEZ in Verbindung und wiesen die dort deren Zusammenarbeit mit den Tätern an: uns hier ins Hotelzimmer die Rechnung für deren Rundfunkgebühr zuzustellen. Das war dann aber keine Rechnung wie normale Leute die erhalten. Aufgelistet waren nur die Geldbeträge, auf welches Objekt, welche Adresse diese lauten, zu welchem Anschluss, all das stand da nicht drauf. Wie ich schon immer erwartet hatte, wollten die nun ihre Offenen Posten der vergangenen Jahre bezahlt bekommen, so, als ob es diese Anschläge auf uns nie gegeben habe.
Dazu sandte ich der GEZ zwei Emails worin ich die fragte ob die noch alle beisammen haben. In der zweiten Mail erklärte ich denen auf deren Bettelbriefe (denn nichts anderes war das, es waren tatsächlich einfach nur Überweisungsformulare auf Geld, wo nicht klar war wofür genau diese Zahlung erfolgt wäre): das sie einmal in ihre Unterlagen schauen sollen, so werden sie feststellen, dass deren Adresse die sie da gebrauchten: ein Hotelzimmer sei auf das sie bereits Gebühren erhalten. Die sehen das ja, wem die Post schicken, und zu uns haben die ja auch ein Konto das auf unseren Wohnsitz läuft etc. Doppelt abrechnen geht nicht: Fazit: die Rechnung werde verbucht auf mein Haus, ohne das für uns aus der Rechnung hervorgehen solle, dort, wo die Verbrecher sich breit gemacht haben, und wir da derzeit unter schlimmsten Drohungen gegen uns keinen Zugang mehr haben, aber die Gebühr dafür zu bezahlen, weil die Verbrecher das selbst nicht machen können, dafür sind wie dann schon noch tauglich. Ein Thriller! Mehr dazu habe ich natürlich schon vor Jahren von denen erfahren, da die hier bei mir um die Ecke sind – aber diese Story erzähle ich dann später mal in meinem Blog genauer. Ich habe hier zwar einen Fernseher: aber der ist ja schon bezahlt: vom Hotel. Die schickten mir also eine Rechnung auf mein Haus, so als ob ich da noch wäre, die Tat nie passiert sei. Sie wollten dazu auch das Geld bekommen zu dem die Verjährungsfrist schon abgelaufen war, die mehrere Jahre betrug, also den Verlust durch die Mittat den Richtern sich einzuschleimen damit auch noch auszugleichen versuchten, als auch den Eindruck zu erwecken es habe da nie einen Nicht-Zahlungseingang gegeben, also nie eine Zahlungslücke gegeben, die ja auch erklärt werden müsse. Die GEZ arbeitet da eng mit Einwohnermeldeämtern zusammen, die fragen dort regelmäßig bei Vermissten alle drei Monate nach ob der Vermisste wieder aufgetaucht sei – und das taten die bei uns ja auch, wie die mir persönlich sagten. Die waren sogar mit Außendienstlern bei uns zu Hause (das aber bestritten sie) – und dort ist denen von den Tätern dann erklärt worden: wieso sie besser nicht mehr nach uns suchen sollten. Und so fand die GEZ den Kontakt zu den Tätern, den Richtern. Alle Tatfolgen bei denen suchten die zu vertuschen und so verschwinden zu lassen. Verschwunden bin ich bis dahin aber noch immer.
Zu dieser Zweiten Mail erklärte ich der GEZ dann: dass deren Verbrechen worin sie da verwickelt sind Terroranschläge seien, und das es in Deutschland sogar per Strafandrohung verboten ist solchen Organisationen Geld oder sonst eine Unterstützung zukommen zu lassen: und ich denen auf keinen Fall mehr zu irgendeiner Zeit jemals wieder eine Gebühr zahlen werde, bei dem was die uns da antun und daran beteiligt sind.
Unter Ankündigung das auf meinem Blog zu veröffentlichen hatte das sofort die Wirkung: ich bislang von denen nichts mehr gehört habe. Und das ist auch schon wieder viele Monate her. Seit dem versuchen es die Terror-Richter hier anderswie. Die GEZ möchte sich solcher Aussichten wieder in die Obhut der Drahtzieher begeben und auf einen besseren Moment warten – den es nicht mehr geben wird. Die GEZ verzichtet weiterhin, zu Gunsten nicht nur der Tat, lieber auf eben nur meine Gebühren, als dass sie auf alle Gebühren der übrigen Gebührenzahler verzichtet: denn Terroristen zu unterstützen ist unter Starfdrohung verboten. Und es wird auch keinen Ministerpräsidenten geben der das so offen einforderte, würde das hier ausreichend bekannt werden: die GEZ wäre erledigt. Und auch das will kein Ministerpräsident haben. Und darüber wird so ein Terror-Richter zu einem für die GEZ nicht mehr ganz so gutem Schutzschild wie die sich das einmal ausgemalt hatten.
Jeder Gebührenzahler kann mit Verweis auf meinen Fall jedwede Zahlung an die GEZ sofort einstellen, verweigern, ja es ist sogar genau genommen jedem der meinen Fall kennt verboten das weiterhin zu unternehmen. – So einfach ist das.

So, nach Beendigung meiner höchstpersönlichen Fernsehpflichten bin ich nun auch endlich dazu gekommen, mir das Interview anzusehen.

Ich verstehe, ehrlich gesagt, die Kritik an der Art und Weise des Interviews nicht. So und nicht anders hätte ich, bei den vorhandenen Zeitvorgaben, die Fragen auch gestellt. Das war nicht mehr und nicht weniger, als man in diesem Rahmen hat erwarten dürfen. Kritik an Deppendorf und Schausten halte ich von daher für völlig unangebracht…

Christian Wulffs Antworten kann man kritisieren, auch wenn er das eine oder andere gesagt hat, was ich richtig finde. Die Sache mit den Freunden, z.B. bei denen man übernachtet oder die man bei sich übernachten lässt oder von denen man sich auch mal Kohle leiht, das ist alles grundsätzlich in Ordnung… wenn es denn tatsächlich Freunde sind und keine “Freunde”… und nur mal so am Rande… Wenn Schausten angibt, ihren Freunden, wenn sie dort mal zu Besuch ist, auch mal 150 Ocken pro Nacht in die Hand zu drücken… nun, dann finde ich das auch ziemlich merkwürdig (Wulff übrigens auch). Zum einen bin ich natürlich froh, daß meine Freunde nicht von mir erwarten, 150 Euro zu bekommen, wenn ich bei ihnen auf der Couch einpenne, zum anderen finde ich es ziemlich doof, daß ich nur Freunde habe, die bei mir umsonst pennen wollen, damit entgeht mir eine Einnahmequelle.

Peinlich sind die Antworten von Christian Wulff in der Art, und auch in dem Rahmen, in dem sie gegeben worden sind. Es war wieder das Lavieren, Scharwenzeln um Spitzfindigkeiten, das bewußt falsche Verstehen und damit auch falsch Beantworten von Fragen, “Salamitaktik”!

Wulff hat Schausten angeboten, sie könne die 400 Fragen gerne haben, wenn sie sie haben wolle. Ich sage: Her damit! Ich würde mir diesen Katalog gerne mal ansehen, bis in die 70iger soll er ja zurückreichen. Das wäre von daher interessant weil das der Zeitraum ist, seit dem ein väterliches/freundschaftliches Verhältnis zu Gerkens bestehen soll… dann könnte man dieses Verhältnis vielleicht mal besser einordnen, was ich durchaus für wichtig halte.

Kommentar verfassen