Wirre Verschwörungstheorien um Udo Ulfkottes Tod: “Alter Schwede – das Imperium kennt keine Gnade!”

Ulfkotte bei einer Pegida-Demonstration im Januar 2015 Foto: blu-news.org Lizenz: CC BY-SA 2.0

Der Autor Udo Ulfkotte ist am Freitag an einem Herzinfarkt gestorben. Ulfkotte hatte zahlreiche Verschwörungsbestseller geschrieben. Sein journalistisch daherkommendes Werk zeichnete sich vor allem durch eine blühende Fantasie, verdrehte Fakten und eine ordentliche Portion Hetze aus. Und was passiert, wenn ein Verschwörungstheoretiker wie Ulfkotte stirbt? Seine Fans wittern eine Verschwörung. Hier ein paar Beispiele von den Facebookseiten von Ulfkotte und der rechten Wochenzeitung Junge Freiheit, die als erste seinen Tod gemeldet hatte:







 

 

18 Kommentare

Naja, solange keine stichhaltigen Youtube-Beweise für einen natürlichen Tod vorliegen ist es doch sehr gewagt, von einem solchen auszugehen.

Ulfkotte stirbt und Erika Steinbach tritt aus der CDU aus. Alles am gleichen Tag. Das kann doch kein Zufall sein…

Übrigens: Ignatz Bubis wäre am letzten Donnerstag 90 Jahre alt geworden. Gab tatsächlich mal eine sehr gute Doku im "Ersten" dazu. Wer sucht, der findet.

Und wer die Geschichte gesehen hat, der ahnt, dass der Jakob Augstein vermutlich gar nicht anders werden konnte: Sein leiblicher Vater, der Walser Martin, ein lupenreiner Antisemit, sein Namensgeber, der Augstein Rudolf: noch viel schlimmer: http://m.spiegel.de/spiegel/print/d-7085973.html

Und was hat das alles mit Ulfkotte zu tun? Sehr viel, zu viel! Verschwörer wo man hinschaut.

@benjo:
kuck dir mal die Kopfzeilen der vermeintlichen Ulfkotte-Mails an. In der ersten Mail an Danisch lautet Ulfkottes Adresse udo[Leerzeichen]@ulfkotte.de . In seiner "Dankesmail" dann udo@ulfkotte.de. Ich bin gerade mehr als baff. Leerzeichen in Mailadressen? 😉

@Fuerchtegott Krause: Innerhalb von Anführungszeichen (oben) wäre streng genommen vor dem @ und dem Host-Teil einer Mailadresse eigentlich alles erlaubt, z.B. so: "Ich bin's nur, der Horst;))"@example.de
Aber hier tippe ich mal auf misslungenes Copy+Paste oder Tippfäheler (ja, manche Spacken tippen auch Mails händisch ab).

@ bob hope 8 Zu Ignaz Bubis folgende kleine Geschichte. Im Jahr 92 stellt die SGE der Jüdischen Gemeinde FFM 150 Freikarten zur Verfügung. Wenige Tage vor dem Spiel gg. den HSV Anruf der Geschäftsstelle der SGE bei Bubis: "Ihre Landsleute haben noch keine Karten abgeholt." Bubis: "Das kann nicht sein, ich habe gerade in der Zeitung gelesen, dass bereits 30.000 Karten von meinen Landsleuten gekauft wurden."

Im Bonus-Material zu "Die Mondverschwörung" wird ein Polizist interviewt, bei dem sich so Chemtrail–und-Co.-Menschen regelmäßig melden und Anzeige gegen den Staat erstatten wollen.

Diese Menschen kommen alle als tragisch-komische Gestalten rüber.

Es muss einem schon viel Schlimmes im Leben passiert sein, dass man so abdriftet; mir tun die irgendwie schon auch leid. 🙁

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