„Willkommen auf Deutsch“

Willkommen auf Deutsch – Kinotrailer from Joachim Bornemann on Vimeo.

In knapp zwei Wochen startet mal wieder ein Film in den Kinos dieses Landes, wie er aktueller wohl kaum sein könnte, welcher aber sicherlich doch nicht so in den Blickpunkt einer größeren Öffentlichkeit geraten dürfte, wie es der Bedeutung des Themas wohl entspräche.

Ich möchte daher hier und heute schon einmal kurz die Gelegenheit nutzen, und auf `Willkommen auf Deutsch‘ aufmerksam machen. Ein Film, welcher am 12. März 2015 in den Kinos anlaufen wird.
Der Streifen zeigt nämlich was passieren kann, wenn in der unmittelbaren Nachbarschaft plötzlich Asylbewerber einziehen.
‚Willkommen auf Deutsch‘ wirft dabei die Frage auf, was einem nachhaltigen Wandel der Asyl- und Flüchtlingspolitik tatsächlich im Wege steht.

Geschildert werden die Probleme, die durch die stetig wachsenden Flüchtlingszahlen entstehen. Die Doku setzt bei der vermeintlichen bürgerlichen Mitte Westdeutschlands an mit all ihren Sorgen und Vorurteilen: Landkreis Harburg, 240.000 Einwohner, Backsteinhäuser, Weideland. Die Welt scheint hier vordergründig noch in Ordnung zu sein.
Über einen Zeitraum von fast einem Jahr begleitet der Film Flüchtlinge, Anwohner sowie den Bereichsleiter der überlasteten Landkreisverwaltung, stellvertretend für die 295 Landkreise bundesweit.

Das Ergebnis ist ersten Reaktionen zufolge kontrovers, emotional, auch amüsant und zeigt, dass die Situation schwierig, aber eben auch nicht hoffnungslos ist.

Klingt spannend!
Weitere Infos: www.willkommen-auf-deutsch.de

5 Kommentare

“In knapp zwei Wochen startet mal wieder ein Film in den Kinos dieses Landes… ”

In NRW sind es gerade einmal zwei Kinos, in denen der Film gezeigt wird: Im Babylon in Hagen und im Kamera Filmkunsttheater Bielefeld. Nach den Vorfällen – gerade in Nordrhein-westfälischen Flüchtlingsunterkünften – finde ich zwei Kinos verhältnismäßig armselig.

@dda: Absolut! Ja, das Thema hätte durchaus wesentlich mehr Beachtung verdient, wie auch ich finde. Man kann nur hoffen, dass sich da kurzfristig bei den Filmtheaterbetreibern/Filmclubs usw. vielleicht noch etwas mehr Interesse einstellt. Ich habe heute Mittag z.B. auch von Fußballfans im hohen Norden gehört, die sich da aktuell zusammenschließen und Aufführungen organisieren wollen. Vielleicht wächst das Interesse an öffentlichen Aufführungen ja auch hier in der Gegend noch etwas, auch wenn der Film sicherlich ohnehin bald auch schon im Fernsehen zu sehen sein dürfte, wenn man sich den Abspann des Trailers so ansieht…. 😉

Naja, der Trailer entsprach dem, was man erwarten konnte und fast täglich in den Reportagen sieht. Ich kann mir nicht vorstellen, dafür in ein Kino zu gehen. Die Musik erinnert stark an Slapstick Filme.

Aktuell fehlen mir in der Flüchtlings-Debatte Lösungen, wie die Ursachen der Flüchtlingsbewegungen bekämpft werden können.
Wie kann bspw. eine Gruppe von 5000 IS Kämpfern eine ca. 3 Mio Einwohnerstadt wie Mossul kontrollieren und ihre Weltanschauung inkl. der Vernichtung von historischen Kulturgütern durchsetzen?
Warum verlassen so viele Mensche ihre Heimat im Kosovo und wie soll dort eine Verbesserung der Situation erreicht werden?

Die Schwächsten der Gesellschaft werden nicht in die Ferne flüchten können bzw. auf der Flucht scheitern. Deshalb muss der Fokus endlich stärker auf die Bekämpfung der Ursachen der Flüchtlingsbewegungen gelegt werden. Zurzeit werden zu viele Siedlungen, Kulturgüter etc. zerstört. Trotzdem erfahren wir kaum etwas über die Historie und das Leben der Menschen vor und nach den Krisen. Viele Orte, die ich bspw. gerne in Syrien besucht hätte, sind jetzt zerstört.

@Birte: Ich werde mal beim Chef nachfragen, wie es aktuell grundsätzlich um die Finanzierbarkeit solcher Wünsche bestellt ist. 😉

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