Will Jako auf Baade zugehen? Firma könnte sich Bloggerdruck beugen

Der Sportartikelhersteller Jako und seine Anwältin Iris Sanguinette von der Kanzlei Horn & Kollegen versuchen den Blogger Trainer Baade fertig zu machen.

Der hatte im Frühjahr einen längst offline gestellten Text über das neue Jako Logo veröffentlicht, eine Abmahnung kassiert und eine Unterlassungserklärung unterschrieben. Soweit so schlecht. Den Artikel kenne ich nicht, aber damit müsste die Geschichte, auch wenn Trainer Baade Unfug geschrieben haben sollte, auch mal erledigt sein. Ganze 400 Leute haben den Text auf seinem Blog gelesen.  Sie ist aber nicht erledigt – mittlerweile wollen Jako und  Sanguinette 5100 Euronen von Trainer Baade. Eine ganze Menge Geld für einen Blogger. Die ganze unglaubliche Geschichte kann man bei Allesaussersport nachlesen.

Trainer Baade soll angeblich durch Schmähkritik über das neue Logo der Marke geschadet haben – nun gut, ich kannte bislang Jako dem Namen nach nicht, das Logo erinnert mich an einer der vielen längst untergegangenen Ostblock-Fluggesellschaften und und dass sie Ausrüster von Dynamo Dresden sind interessiert mich auch nicht. Das die Eintracht mit  Trikots mit diesem Logo auflief, war für mich  immer ein Zeichen der  wirtschaftlichen Schwäche  der Frankfurter – zu erfolglos für Nike, Adidas und Puma. Aber die Sache mit Trainer Baade, die interessiert mich.

Andrea Hay von der Jako-Pressestelle räumt im Gespräch mit den Ruhrbaronen ein, dass sie den Imageschaden den Jako durch die laufende Berichterstattung erlitten habe, nicht abschätzen könne und will auf Trainer Baade zugehen um mit einer gemeinsamen Erklärung die "Sache richtig zu stellen." Für sie ist das alles ein Mißverständis. Für Trainer Baade allerdings einen finanzielle Belastung. Näher auf den Fall eingehen wollte Hay aber am Telefon nicht. Man wolle andere Wege der Kommunikation suchen. Ein solcher Weg wäre eine Erklärung, aus der hervorgeht, dass man sich eine andere Anwaltskanzlei nimmt und Baade in Ruhe lässt.

 

Der Sportartikelhersteller Jako und seine Anwältin Iris Sanguinette von der Kanzlei Horn & Kollegen versuchen den Blogger Trainer Baade fertig zu machen.

Der hatte im Frühjahr einen längst offline gestellten Text über das neue Jako Logo veröffentlicht, eine Abmahnung kassiert und eine Unterlassungserklärung unterschrieben. Soweit so schlecht. Den Artikel kenne ich nicht, aber damit müsste die Geschichte, auch wenn Trainer Baade Unfug geschrieben haben sollte, auch mal erledigt sein. Ganze 400 Leute haben den Text auf seinem Blog gelesen.  Sie ist aber nicht erledigt – mittlerweile wollen Jako und  Sanguinette 5100 Euronen von Trainer Baade. Eine ganze Menge Geld für einen Blogger. Die ganze unglaubliche Geschichte kann man bei Allesaussersport nachlesen.

Trainer Baade soll angeblich durch Schmähkritik über das neue Logo der Marke geschadet haben – nun gut, ich kannte bislang Jako dem Namen nach nicht, das Logo erinnert mich an einer der vielen längst untergegangenen Ostblock-Fluggesellschaften und und dass sie Ausrüster von Dynamo Dresden sind interessiert mich auch nicht. Das die Eintracht mit  Trikots mit diesem Logo auflief, war für mich  immer ein Zeichen der  wirtschaftlichen Schwäche  der Frankfurter – zu erfolglos für Nike, Adidas und Puma. Aber die Sache mit Trainer Baade, die interessiert mich.

Andrea Hay von der Jako-Pressestelle räumt im Gespräch mit den Ruhrbaronen ein, dass sie den Imageschaden den Jako durch die laufende Berichterstattung erlitten habe, nicht abschätzen könne und will auf Trainer Baade zugehen um mit einer gemeinsamen Erklärung die "Sache richtig zu stellen." Für sie ist das alles ein Mißverständis. Für Trainer Baade allerdings einen finanzielle Belastung. Näher auf den Fall eingehen wollte Hay aber am Telefon nicht. Man wolle andere Wege der Kommunikation suchen. Ein solcher Weg wäre eine Erklärung, aus der hervorgeht, dass man sich eine andere Anwaltskanzlei nimmt und Baade in Ruhe lässt.

63 Kommentare

Vielen Dank, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, Kontakt zum Unternehmen zu suchen. Ich bin sehr gespannt, wie Jako sich in den nächsten Stunden (unwahrscheinlich) oder Tagen verhält oder auch nicht.

(ungefragter Hinweis: in der finanziellen “Belastung” steckt noch ein Tipper)

“das Logo erinnert mich an einer der vielen längst untergegangenen Ostblock-Fluggesellschaften und und dass sie Ausrüster von Dynamo Dresden sind interessiert mich auch nicht”

Der Trainer Baade ist für viel harmloseres abgemahnt worden. Er sagte etwas wie JAKO das ALDI und LIDL unter den Sportartikelherstellern.

In letzter Konsequenz müsstest du nun abgemahnt werden. Zahlen und zustimmen.
In 2 Monaten entdeckt dann die Kanzlei, dass dein Beitrag im Google-Cache oder in einem Newsaggregator oder so etwas immer noch gespeichert ist, obwohl du es in deinen AGBs etc. verboten hast ohne deine Einwilligung deine Beiträge zu kopieren oder gar zu veröffentlichen. Trotzdem wirst du kostenpflichtug in Höhe von 5.100? + Anwaltskosten erneut abgemahnt. Im Übrigen hat dein Flugliniensatz oben einen Streitwert von wenigstens 20.000 ?.

Mal sehen wie Konsequent JAKO ist. ^^

Da gibt es nur eines:

NIE mehr JAKO Produkte?

Und ich spreche da nicht nur für mich, sondern für den ganzen FC in meiner Kleinstadt, von dem ich Vorsitzender bin!

Und ich wette ich bekomme da auch noch ein paar andere Vereine mit ins Boot?

So nicht!

@Michael Jäger: Vielen Dank.
DeJan: Ich kann den Vorfall nicht ganz beurteilen, weil ich den Text von Trainer Baade leider nicht kenne – aber nachdem was Du schreibst hätten wir die Abmahnung nicht unterschrieben. Klar, Schmähkritik ist nicht erlaubt – aber ist es eine Schmähung in eine Reihe mit so erfolgreichen Unternehmen wie Lidl und Aldi gestellt zu werden? Geht das ganze nicht als Satire durch? Das hätte eine Richter klären sollen.

Es ist ziemlich niederträchtig einen Privatmenschen wegen einer solchen Lapalie das Leben zur Hölle zu machen.

Anstatt sich darum zu bemühen, mit dem Gegner, der sich ja sogar _kooperativ_ gezeigt hat, das Problem aus der Welt zu schaffen, wird dieser noch weiter bedrängt. Wohl wissentlich, dass dieser wohl kaum die Mittel hat sich zu wehren. Armes Deutschland, dass wir solche Firmen haben. Ich für meinen Teil werde einen Bogen um Jako machen.

Gerade per Email an Jako gesendet:

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Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihnen mitteilen, dass Ihr Verhalten bzw. das der von Ihnen beauftragten RA-Kanzlei in Bezug auf “Trainer Bade” sowie den Newsaggregator Newstin für mich nicht nachvollziehbar und weltfremd (oder besser “internetfremd”) ist.

Aus diesem Grund werde ich beim bevorstehenden Kauf der Firmen-Laufshirts für den Frankfurt Marathon 2009 genau darauf achten nicht aus Versehen Jako-Shirts bei Sport Dönisch in Wiesbaden zu kaufen.

Anyhow, congratulation zum gelungenen Marketing. Hauptsache man spricht über Ihre Firma …..

Wenn Ihnen “sozialgericht blog” oder “Weinreich Zwanziger” nichts sagt, googlen Sie einfach mal danach. Das ging auch bös´ nach hinten los. Das “Netz” vergisst nichts und Sie werden noch lange bei Google mit der “Aktion” gelistet sein.

Mit freundlichen Grüßen

Brock

———–

GottseiDank gibt es auch andere Hersteller von Sportkleidung ….
🙂

Mediatorin? Das heißt ja nicht, dass sie sich mit den Gesetzen der Strasse, äh des Internets auskennen muss. Mediatorin heißt ja nur, dass sie zwischen 2 Parteien vermitteln kann / darf / muss, in dem Fall hat sie jetzt 2 zusätzliche Kunden, denn Trainer Baade und JAKO…

[…] Eine weitere Firma bekommt gerade schmerzhaft zu spüren, was es mit dem Social Web auf sich hat: Jako. Wer von denen noch nicht gehört hat: Jako ist laut Wikipedia zweitgrößter Hersteller von Teamsportkleidung in Deutschland. Ein Blogger hatte sich wohl über ihr neues Logo lustig gemacht und war dafür offenbar abgemahnt worden. Als sein inzwischen gelöschter Artikel später anderswo erneut auftauchte, bekam er anscheinend erneut Post und soll inzwischen über 5.000 Euro Strafe zahlen. Einen ausführlichen Beitrag dazu gibt es hier bei allesaussersport. Und wer zuschauen möchte, wie die Welle der schlechten PR für Jako durchs Web schwappt, schaut wie immer am besten bei Rivva. Angeblich will Jako inzwischen auf den betroffenen Blogger zugehen, wie man hier bei ruhrbarone lesen kann. […]

Unser Sportverein kauft jedes Jahr im Schnitt 30 Trikot-Sätze für unsere Mannschaften. Als ich vorhin gelesen habe, was sich die JAKO AG hier gegenüber Kritikern erlaubt, habe ich beschlossen, dieses Thema auf die Tagesordnung unserer Jahreshauptversammlung im Dezember zu setzen. Wir werden einen solchen Konzern und seine Anwälte nicht (mehr) unterstützen.

Ein Trainer und Vereinsvorstand

Andrea Hay meint also: “Man wolle andere Wege der Kommunikation suchen.”

Was sind das bei Jako nur für ***** *****? Liebe Fr. **** Hay: Sie brauchen nicht mit Hr. Baade reden. Überweisen sie ihm sein Geld zurück. Entschuldigen sie sich öffentlich. Wechseln sie die Kanzlei. Lassen sie Blogger in Ruhe. Das können sie alles direkt durchführen ohne vorher mit jemandem reden zu müssen. Ihre dummlaberei können sie **** ***** **** **** ****. Überzeugen sie durch taten!

[…] Stefan Laurin konnte immerhin bereits mit JAKO reden: ?Andrea Hay von der Jako-Pressestelle räumt im Gespräch mit den Ruhrbaronen ein, dass sie den Imageschaden den Jako durch die laufende Berichterstattung erlitten habe, nicht abschätzen könne und will auf Trainer Baade zugehen um mit einer gemeinsamen Erklärung die “Sache richtig zu stellen.” Für sie ist das alles ein Mißverständis. Für Trainer Baade allerdings einen finanzielle Belastung. Näher auf den Fall eingehen wollte Hay aber am Telefon nicht. Man wolle andere Wege der Kommunikation suchen. Ein solcher Weg wäre eine Erklärung, aus der hervorgeht, dass man sich eine andere Anwaltskanzlei nimmt und Baade in Ruhe lässt.? […]

“Das die Eintracht mit Trikots mit diesem Logo auflief, war für mich immer ein Zeichen der wirtschaftlichen Schwäche der Frankfurter – zu erfolglos für Nike, Adidas und Puma.”

Vorstandschef Heribert Bruchhagen hat seinerzeit, warum auch immer, ein Angebot von NIKE abgelehnt.

“Für sie ist das alles ein Mißverständis”.

“Missverständnis”, na klar. Die klassische Lüge der PR, wenn man ertappt wurde. Dann ist immer alles nur ein “Missverständnis” gewesen. Dann menschelt es ganz gewaltig.

Wer Anwälte beauftragt, der will nicht menscheln, der will einen Skalp. Wären die skandalösen Vorgänge nicht an an die Öffentlichkeit geraten, dann hätte sich Jako den Skalp in den Trophäensammlung gehangen und zufrieden zurückgelehnt. Die Jako-Rechtsabteilung hätte den Fall als WIN im nächsten internen Bericht aufgezählt und sich ihre Streicheleinheiten vom Management abgeholt. Hoffentlich gibts diesmal statt Streicheleinheiten ein paar unmissverständliche Arschtritte für Rechtsabteilung, PR und den Entscheidungsträger, der der Meinung war die Bluthunde loshetzen zu lassen.

“Das hätte ein Richter klären sollen.”

@Stefan: Das sehe ich genauso. Aber damit kommen wir zu dem Problem, dass Recht haben und Recht bekommen hin und wieder an den mangelnden finanziellen Ressourcen scheitern kann.

Der Fall zeigt für mich, dass Abmahnung scheinbar öfters mit Raubrittertum verwechselt wird.

Viel wichtiger als die gemeinsame Erklärung ist, dass JAKO dem Trainer die ursprünglich gezahlten ca. 1000? zurückzahlt, als Entschädigung für das unmögliche Abmahnverhalten der von ihnen engagierten Anwaltskanzlei. Dann noch in Zukunft über die Website auf das Blog vom Trainer verlinken und dann würde ich das ganze “quitt” nennen.

Es ist manchmal erstaunlich und auch erschreckend, wie hellsichtig man manchmal sein kann. Schon in der Mitte der 80er Jahre fand ich die Klotten von Jacko ziemlich albern…

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Michael_Jackson_Reagan_Pete_Souza_1984_cropped.jpg

Toll, nur ein Handschuh für den Torwart, das Trikot hängt unerlaubt über der Buxe und mit den Schuhen kriegste nie ‘nen ordentlichen Abschlag hin… immerhin orientiert sich die Schärpe an der ursprünglichen Spielkleidung von Traditionsvereinen…

Beiträge für den Sport?

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Smooth_criminal_patent.png

Na ja, vielleicht hilft es beim Sternschritt…

Das ist so eine Geschichte die, grundsätzlich ernst, mich Albernheiten assoziieren lässt. Ich betrachtete das Logo und mir kam etwas in den Sinn, was ich aus berufenerem Munde als meinem hier bestätigt fand:

http://www.designtagebuch.de/jako-mit-neuem-logo/

Mir geht der Gedanke nicht mehr aus dem Kopf, daß sich hier jemand langfristig eine

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Narrenkappe.JPG&filetimestamp=20070202171053

aufgesetzt hat…

Wie auch immer, ich bin jedenfalls froh, daß sich mitlerweile wohl eine gütliche Einigung abzeichnet, wobei sich mir schon wieder die Frage aufdrängt, ob dabei vielleicht ein Mediator hilfreich zur Seite stand…

Besonders witzig: Frau Sanguinette ist als Rechtsanwältin und MEDIATORIN bezeichnet. Nach Wikipedia: Mediation (lat. ?Vermittlung?) ist ein strukturiertes freiwilliges Verfahren zur konstruktiven Beilegung oder Vermeidung eines Konfliktes.
Ohoh, da ist zumindest im 2. Tätigkeitsbereich jemand eine ziemliche Nullnummer ?
Vielleicht wäre es langsam Zeit, die Dame direkt anzugehen, die Mitarbeiter von Jako können ja eher wenig für das Tun der GL oder gar der Kanzlei …

Will Jako auf Baade zugehen? Firma könnte sich Bloggerdruck beugen » ruhrbarone…

Bei den Ruhrbaronen wird erörtert, ob die Firma Jako auf den Fußballblogger Trainer Baade im Fall seiner Abmahung zugehen will. Es ist möglich, dass die Firma Jako sich dem massiven Druck der Blogger beugt. Ein PR-Gau ist es jetzt schon….

Wenn Stefan Laurin sagt, dass ihn das Logo an das Logo einer Ostblockfluggesellschaft erinnert, dann sagt Stefan Laurin, dass es ihn persönlich daran erinnert. Und weil wir in Deutschland in einem freien Land leben, darf Stefan Laurin dies im Rahmen der Meinungsfreiheit kundtun. Wen er dieses kleine bisschen Freiheit nicht hätte, wäre Journalist echt ein beschissener Beruf.

[…] “…Andrea Hay von der Jako-Pressestelle räumt im Gespräch mit den Ruhrbaronen ein, dass sie den Imageschaden den Jako durch die laufende Berichterstattung erlitten habe, nicht abschätzen könne und will auf Trainer Baade zugehen um mit einer gemeinsamen Erklärung die “Sache richtig zu stellen.” Für sie ist das alles ein Mißverständis. Für Trainer Baade allerdings einen finanzielle Belastung. Näher auf den Fall eingehen wollte Hay aber am Telefon nicht…” (ruhrbarone.de) […]

Auf diese Weise höre ich zum ersten Mal von JAKO. Nun ja, ich denke, ich werde weiterhin Adidas-Artikel kaufen – und die Waren anderer Unternehmen, die auch mit A anfangen, mit denen JAKO aber nicht verglichen werden möchte. Kann man ja auch verstehen: das Logo mit dem großen A weckt positive *ssoziationen. Und jeder *rsch kennt es.

Ich dachte immer, im Netz herrscht Meinungsfreiheit? Hab ich da was verpasst?
Also wenn ich die Marke “Jako” höre, muss ich eh unweigerlich an Michael Jackson denken. Hmm, nach der Geschichte werde ich das wohl auch weiterhin tun 🙂 Da hat sich die Fa. Jako aber selbst ein Bein gestellt. *Kopfschüttel*

> ?Wir haben uns rein rechtlich überhaupt nichts vorzuwerfen?, betont
> Rudi Sprügel, ?aber rückblickend betrachtet, wäre es viel besser gewesen,

Den ersten Teil des Satzes wegzulassen, wäre gut gewesen, hätte aber wohl Stolz gekostet. So kostet es Sympathie.

Schade, cool wäre es gewesen, einfach ein moralisches Foul durch zugekaufte Spieler einzugestehen, dem Gegner ohne “Eigentlich hatten wir doch recht” die Auslagen zu erstatten und ein Paket Trikots zur gefälligen Überprüfung der Produktqualität und zum Spiel gegen die Werksmannschaft zukommen zu lassen.

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