Wenn aus Borussia Dortmund plötzlich Tasmania Berlin würde – Das Franchisesystem der NHL

Haben Sie schon gehört? Borussia Dortmund soll im nächsten Sommer seine Koffer packen und mit Mann und Maus nach Berlin verlegt werden! Und dann geht das komplette Team mit Trainer Jürgen Klopp im nächsten Herbst als Tasmania Berlin in der Bundesliga auf Punktejagd! Unvorstellbar? Von unserem Gastautor Robin Patzwaldt

Bei uns hier vielleicht schon, im nordamerikanischen Eishockey aber nicht ungewöhnlich. Erst im letzten Herbst hat es wieder einen spektakulären Umzug eines Teams gegeben, und es war nicht das erste Mal.

Die Nordamerikanische Profieishockeyliga NHL (National Hockey League) begann vor ca. 100 Jahren mit zunächst 6 Teams. Im Laufe der Jahre wurde die Anzahl der Teams von 6 über 12 schrittweise bis auf aktuell 30 Mannschaften heraufgesetzt.

Seit dem Jahre 2000, als die ‚Minnesota Wild‘ neu gegründet wurden, sind nun die derzeit 30 Teams aus den USA und Kanada an der Jagd nach der begehrtesten Trophäe des Eishockeysports, dem Stanley Cup beteiligt.

Diese 30 Teams sind jeweils im Besitz einzelner Eigentümer bzw. kommerziell tätiger Unternehmen, es sind keine Vereine, wie hier bei uns üblich. Diese Eigentümer erwerben die Lizenz zum Betreiben eines solchen Teams, einer ‚Franchise‘. Häufig macht man mit ‚seinem Team‘ aber keinen Gewinn. Es handelt sich vielmehr um das Spielzeug von ein paar sportbegeisterten Millionären.

Hierbei spielt es zunächst einmal auch gar keine Rolle wo ein solches Team eingesetzt wird bzw. in welcher Stadt es spielt.

Nach Abstimmung mit der Ligaleitung in New York kann theoretisch jeder Eigentümer sein Team dort platzieren wo er mag, wo er sich die besten Geschäfte verspricht. Natürlich müssen die anderen Eigentümer dem Standort zustimmen, niemand soll in den Markt eines Anderen eindringen und ihm die Geschäfte dort erschweren.

So haben sich im Laufe der letzten Jahrzehnte Teams in fast allen Landesteilen angesiedelt. Es gibt sogar Hockeyfranchises an Orten wo man eigentlich nicht unbedingt an Eishockey denken würde, zum Beispiel in der Wüste Arizonas, in Phoenix.

Die dortigen Phoenix Coyotes kamen im Laufe der 1990er-Jahre in die Wüste, als die Eigentümer der ‚Winnipeg Jets‘ die Zelte ihres Teams in Kanada, aufgrund des damals besonders schwachen kanadischen Dollars, abbrachen. Der Umrechnungskurs des Dollars war damals (und ist auch heute noch) sehr wichtig, denn bezahlt werden alle Leistungen/Gehälter an Spieler und die Liga in New York in US-Dollar. Ist der kanadische Dollar im Vergleich zum US-Dollar sehr schwach, dann steigen somit die Spielergehälter, während die Einnahmen durch die Umrechnung entsprechend sinken.

Man versprach sich somit bessere Geschäfte im Süden der USA, da dort auch die Einnahmen in US-Dollar erzielt werden würden, und siedelte nach Phoenix um. Nebenbei bemerkt ging die Rechnung bisher nicht auf, auch die Phoenix Coyotes sind ein Verlustgeschäft geblieben, so wie eben fast alle Hockey-Franchises.

Was diese nun jüngste Teamumsiedlung vom letzten Herbst aber nun doch zu etwas ganz Besonderem macht, ist die Tatsache, dass in diesem Sommer die Franchise der ‚Atlanta Thrashers‘, welche ebenfalls nicht gerade als Zuschauermagnet bekannt war, ihre Zelte in Georgia abbrach und nun die neue Franchise im kanadischen Winnipeg werden sollte. Sinniger Weise gab man sich dort angekommen dann erneut den Namen ‚Jets‘, welcher den Fans noch aus der Zeit von vor ca. 20 Jahren geläufig war. Spielen tut dort in diesem Winter aber das Team aus Atlanta, welches komplett umgesiedelt wurde, während die ‚Original‘-Jets seit 1996 als Phoenix Coyotes in Arizona zu bestaunen sind. Die neuen ‚Winnipeg Jets‘ haben mit den ‚Altern‘ also nur den Namen gemeinsam.

Mir hat diese Vorstellung früher immer Bauchschmerzen bereitet, war ich doch auch an das System mit Auf- und Abstieg, sowie mit tief in der Tradition verwurzelten Sportmannschaften gewöhnt, welches ich vom hiesigen Fußball her kannte. Für mich war es immer unvorstellbar, dass ein Team komplett entwurzelt wird, sich neue Fans in einer neuen Stadt, unter neuem Namen suchen muss.

Die Deutsche Eishockeyliga (DEL) hat vor Jahren mal eine ähnliche Erfahrung gemacht, hat zur Saison 2002/2003 das DEL-Team aus München, die Barons, nach Hamburg umgesiedelt, wo es seither als ‚Hamburg Freezers‘ an den Start geht. Damals sorgte das für großes Aufsehen.

Schön finde ich dieses Vorgehen nach wie vor nicht. Aber die NHL-Geschichte hat seit Jahrzehnten geleert, dass es geht. Man darf eben nur nicht zu emotional verwurzelt sein mit ‚seinem‘ Lieblingsteam. Man muss Sport als das sehen was es inzwischen wohl auch hier bei uns mehr und mehr ist, ob es einem gefällt oder nicht, als Unterhaltungsindustrie. Hat man das einmal akzeptiert, dann kann man auch Teams samt Trainer und Betreuer umsiedeln. Erleben möchte ich es beim hiesigen Fußball, gerade auch im Falle meines BVB, aber trotzdem lieber nicht…

12 Kommentare

Wie wenig das Verlegen von Teams in Deutschland funktioniert sieht man in Hannover. Trotz der Meisterschaft im letzten Jahr ist das hierhinkommandierte Team der Scorpions ein Fremdkörper geblieben, die einheimische Traditionsmannschaft der Indians ist trotz Unterklassigkeit wesentlich beliebter.

@FS: Das Beispiel stimmt. Als Gegenbeispiel könnte man aber die ‘Hamburg Freezers’ nennen, die ja ursprünglich aus München kamen. Trotz anfänglich großer Skepsis ‘funktionierten’ die in Hamburg nach dem Umzug besser als von vielen erwartet. Es entwickelte sich in der Stadt Hamburg regelrecht eine Art Eishockey-Euphorie nach dem Umzug des Teams. Es kann also auch klappen.

Gab es nicht sowas auch mal vor ein paar Jahren im Baskettball? Ein erfolgreicher Dorstener Basketballclub musste nach Oberhausen umziehen, um die Köpi-Arena zu füllen und änderte auch seinen Namen. Gingen die nicht sang und klanglos unter?

Ein sehr interessanter Artikel. Gerade der Fußball unterscheidet sich durch die starke Bindung seiner Vereine an Städte und Regionen von Sportarten wie z.B. der Formel I (deutscher Fahrer, italienisches Auto, britischer Konstrukteur), und das ist gut so! Ein Umzug eines Teams in eine andere, zudem noch entfernt liegenden Stadt wäre ein absolutes No-Go, eine Horrorvision!

Selbst Red Bull, die ja in Salzburg die Tradition der Austria incl. Vereinsfarben ausradiert, oder die in Leipzig RB aus der Taufe gehoben haben, sind nicht so weit gegangen und haben wenigstens den Standort erhalten.

Solch ein Vorgehen im Fußball würde die Seele des Sports – die lokale Verwurzelung der Vereine und der Fans – komplett zerstören und weit mehr Schaden anrichten, als Mäzene, reiche Scheichs und Firmen wie Red Bull!

Gottseidank ist dies im Fußball nicht möglich. Ein “Wechsel” geht nur innerhalb einer Stadt, wie z.B. vom Meidericher Sport Verein zum MSV Duisburg, oder eine Fusion zweier benachbarter Vereine auch über eine Stadtgrenze hinweg, und das ist gut so und muss auch so bleiben!

@ Stefan Laurin: Es war ein Team aus Herten und zwar der “TUS Herten”. Er spielte in der 1. Bundesliga vor ständig Ausverkauften ( ca. 1000 Zuschauer) Haus in der Hertener Gesamtschule. Dann meinten auch einige “pfiffige Akteure den Verein nach Oberhausen in 10000 Zuschauer fassende Köpi zu verlegen und den Verein den Namen “Ruhr Devils” zu geben. Der Verein ist so gut wie gar nicht in OB angekommen. Fast alle Zuschauer kamen aus Herten und den umliegenden Städten. …und man kann sich Vorstellen das die Stimmung selbst bei 1500 bis 2000 Zuschauer in einer so großen Halle untergeht.
Während in der Hertener Gesamtschulhalle der Bär steppte.
Der vorher gut funktionierende Verein war schon nach einem Jahr Geschichte.
Glücklicherweise wurde in Herten ein Nachfolge Verein gegründet der solide Wirtschaftet und erfolgreich in der 2. Bundesliga – Pro B, vor wieder rechten vollem Haus mit super Stimmung in der Hertener Gesamtschule spielt.

@Robin Patzwaldt: Obwohl ein Umzug des BVB nach Berlin das hätte was. 😉

@DEWFan: Danke für das Lob! 🙂

@M.Kamps: Dann wäre es aber so weit zu den Heimspielen…. 😉

zur NHL: Die Umzüge von Teams in der NHL waren auch nur teilweise erfolgreich. Es gab Teams die auf Anhieb funktioniert haben (z.B. Dallas) und auch entsprechende Gegenbeispiele (z.B. Carolina). Eine Regel ist für mich dabei bisher nicht zu erkennen gewesen. Auch bei sogenannte Expansion-Teams (bei Erweiterung der Ligagröße, also quasi ‘Neugründungen’ von Teams) gab es unterschiedliche Erfahrungen. Los Angeles trägt mit den Los Angeles Kings und den Anaheim Ducks (beides ‘Neugründungen’) inzwischen sogar zwei Teams inzwischen. Minnesota ist sofort ein riesiger Hit gewesen. Städte wie Miami (Florida Panthers) oder Nashville (Predators) tun sich dagegen, wie Atlanta (Thrashers; jetzt als Team in Winnipeg (Jets)), eher schwer ihre ‘neue’ NHL-Franchise zum Erfolg zu machen. Dort sind die Zuschauerzahlen seit Jahren eher bescheiden.

@Robin Patzwaldt: Das wäre Die Riesengroße Chance sich einen vernünftigen Verein zu suchen. 😉

Aber jetzt Spaß beiseite.

Ich hoffe das das Gebahren das im US und Canadischen Sport üblich ist, hier nicht um sich greift. Gerade die Fans eines Vereins der Mannschaftssportarten sind so sehr Emotional mit Ihren Verein Verbunden. Was ja auch den Reiz ausmacht. Das man mit den Wechseln der Vereine oft über viele Kilometer hinweg den Sport bzw. das Fantum kaputt macht.

Negativ ist auch hier das Beispiel Profi – Football in Deutschland. Da wurde eine Liga (NFLE) von der Amerikanischen NFL in Europa gegründet, mit ihr so einige Teams. Schnell wurde dann der eine oder andere Verein wieder aufgelöst und an anderer Stelle ein neuer gegründet. Wenn die Zuschauerzahlen nicht auf Anhieb passten. Bis Schluss endlich die komplette Liga wieder gecancelt wurde. Besonders Schade für die Vereine Rhein Fire und Frankfurt Galaxy die immerhin Zuschauerzahlen hatten, von denen andere Sportarten in Deutschland nur Träumen können. Aber auch Schade für die Fans der anderen Teams. Besonders auch weil die Fankultur unter den Anhängern der Vereine, so herrlich -positiv- anders war, wie man es hier leider oft beim Fußball feststellen muß.
Bestes Beispiel, die jeweiligen Endspiele (World Bowl), da wurde während des Spiels mit aller Macht sein eigenes Team angefeurt und nach dem Spiel mit den Fans aller NFLE Vereine gemeinsam gefeiert.

@M.Kamps: Ich sehe das ja ähnlich. Auch ich bin seit frühester Kindheit als Dortmunder mit ‘meinem’ Fußballverein verbunden. Deshalb habe ich in den ersten Jahren in denen ich die NHL intensiver verfolgt habe mit diesem System in Übersee nicht so recht anfreunden können. Löst man sich aber von seinem Lieblingsteam und sieht den Sport etwas distanzierter als ‘Unterhaltungsindustrie’, dann sieht die Betrachtung etwas ‘neutraler’ aus.
Ich finde diese Fragen recht spannend.
Seit Jahren frage ich mich beispielsweise, was ich machen würde wenn mein Team plötzlich ‘entwurzelt’ würde…
Als der BVB vor 6-7 Jahren vor der totalen Pleite stand, habe ich mich auch gefragt was ich im Falle einer ‘Zerschlagung’ des Klubs gemacht hätte. Eine solch emotionale Bindung zu einem Team wie zum BVB hätte ich jetzt, als ‘Erwachsener’, so glaube ich, gar nicht mehr aufbauen können.
Da ich aber schon ca. 30 Jahre alt war, als ich vor ca. 10 Jahren begann mich intensiver mit der NHL zu beschäftigen, habe ich diese Liga damals schon relativ ‘neutral’ betrachtet. Da gibt es mehrere Teams die ich mag. Das erleichtert die ‘neutrale’ Betrachtung der Entwicklungen in einer Liga ungemein. Das hat auch klare Vorteile: Ich freue mich mehr über ein schönes Spiel, egal wer gewinnt. 🙂

Ich finde solch eine Entwurzlung und Umbenennung wirklich unpassend. Riecht dann wirklich nur danach Geld zu machen auf Teufel komm raus. Wenn sie zum Beispiel meinen Verein den 1. FC Köln umbennen würden wäre der Verein für mich gestorben. Ich würde dann auch die Sportart wechslen der ich meine wertvolle Freizeit opfere 😉 Hab gehört Schach soll auch spannend sein. Spaß bei Seite. Also ich finde innerhalb mancher Sportarten ist es möglich solch ein Verfahren anzuwenden. Aber es müssen auch kulturelle Gegebenheiten berücksichtig werden. In Deutschland wäre es im Bereich Fußball meiner Meinung nach nicht umzusetzen. Jedoch in Randsportarten wie dem Volleyball oder Basketball ist es möglich. Aber in Amerika wundert mich es auch nciht das es damit nicht unbedingt schwierigkeiten gibt. Ich glaub den Amis ist es teilweise egal wen sie anfeuern hauptsache sie haben Spaß 😉

Ein Beispiel für dieses Thematik wird unter dem folgendem Link diskutiert

http://openpetition.de/petition/kommentare/frankfurt-tu-was-keine-bauruine-fuer-18-millionen-tribuenenumbau-jetzt/?id=4653317&action=thumbs_up

Ein anderes Eishockeybeispiel:
Aus dem EC Ratingen wurde 1997 die Revierlöwen Oberhausen (inzwischen verschwunden wegen Insolvenz).

Oder Basketball: Bayer Giants Leverkusen verkaufte 2008 die BBL Lizenz an Giants Düsseldorf. Die Düsseldorfer Trägergesellschaft ist inzwischen Pleite, die Mannschaft zweitklassig.

Soetwas kann man nur machen, wenn die Fans für den Verein keinerlei Bedeutung haben. Die Gefahr besteht beim BVB zum Glück wirklich nicht.

An den Fall, EC Ratingen kann ich mich noch gut erinnern. Hier haben die Fans aber mehrheitlich entschieden, nicht mitzumachen und sich lieber die Spiele der unterklassigen Ratinger Ice Aliens anzuschauen. Mit dem Ergebnis, die Aliens gibt es immer noch, die Revierlöwen sind längst Geschichte.

Schön zu lesen, wenn Leute mit “Halbwissen” Informationen geben!

EV Ratingen

Der EC Ratingen (Ratinger Löwen) eV hatte lediglich die Profimannschaft
nach Oberhausen verlegt. In Ratingen spielten in 1997 ca 180 Jugendliche
eine Juniorenmannschaft und eine Herrenmanschaft in der Regionalliga.

Die Neugründung “ice Aliens” wurden mit der ersten Mannschaft (weitere
Mannschaften gab es nicht) ebenfalls in die Regionalliga eingeteilt. Daher
spielten in 1997 “zwei” Ratinger Mannschaften in dieser Liga!

Für die Saison 98/99 wurde den Ratinger Löwen die Eiszeiten so stark
durch die Stadt gekürzt, dass ein Trainings- und Spielbetrieb für die
10 Mannschaften nicht mehr möglich war und der Sportbetrieb wurde
eingestellt! Erst danach wurden von den Ice Aliens auch Jugendarbeit
betrieben!

Der Verein (Ratinger Löwen) hat alle Verbindlichkeiten, trotz der
Einstellung des Sportbetriebes beglichen (zB Mieten Stadt Ratingen etc)!

Die Ratinger Löwen wurden am 01.06.2006 im Vereinsregister,ohne
Insolvenzverfahren, gelöscht.

Revier Löwen Oberhausen

Die “Revier Löwen” Oberhausen GmbH mussten den Spielbetrieb ein-
stellen, da keine Spielfläche vorhanden war. Der angebotene Mietvertrag
für das Centro war nicht zu bezahlen und eine andere Spielmöglichkeit
gab es nicht. Die bereits erteilte Lizenz wurde daher zurückgegeben und
die Gesellschaftsanteile an den Nachrücker verkauft. Auf Grund einer
gesellschaftsrechtlichen Vereinbarung musste vom Verkaufspreis je
1/3 an den Insolvenzverwalter der Moskitos und an die Berlin Capitals
abgegeben werden (beiden wurde die Lizenz wegen Insolvenzverfahren
entzogen).

Zur Insolvenz der Revier Löwen kam es durch eine Forderung des Finanzamtes (aus einer
Prüfung zu Lohnsteuern für “steuerfreie Zuschläge” und Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, nach Rückgabe der Lizenz und Einstellung des Spielbetriebes (da keine Umsätze mehr generiert wurden). Die Finanzver-
waltung hatte die Fahrten zu den verschiedenen Trainings- und Spielstätten
als “Arbeitsstellen” bezeichnet und Steuern gefordert. Da die Abrechnung
der Zuschläge auf die Saison erfolgt waren, wurde die Steuerfreiheit versagt.
Die Klagen beim Finanzgericht wurden dann durch den Insolvenzverwalter
durch einen Vergleich erledigt. Beide Sachverhalte sind zwischenzeitlich
durch den Bundesfinanzhof jedoch so entschieden worden, wie es die
Revierlöwen gehandhabt haben (leider für die Revierlöwen zu spät).

Standortverlegung

Grundsätzlich bin ich auch gegen Standortverlegung eines Sportvereines
(zB München/Hamburg u.a.). Im Fall von Ratingen war jedoch nur eine
Verlegung des Spielortes in die nächstgelegene größere Halle (28Km
entfernt). Dies halte ich grundsätzlich für machbar, wenn der Vereinssport
in vollem Umfang erhalten bleibt. Dies war in Ratingen angedacht, wurde
jedoch von allen Beteiligten (Stadt,Fanclubs etc) nicht akzeptiert. Das
Ergebnis in Ratingen ist jedoch ERSCHRECKEND!

Amerikanische Verhältnisse sind für uns Deutsche nicht zu akzeptieren. Aber
ob dieses ENGE DENKEN (Spielort,Auf- und Abstieg) richtig ist, wage ich
zu bezweifeln! Ein Abstieg macht für mich nur dann SINN, wenn auch die
beteiligten Spieler für diese Liga ein Jahr gesperrt sind. Dies wird sich
jedoch allein aus dem Arbeitsrecht nicht umsetzen lassen. Solange
jedoch alle Spieler eines “Absteigers” bereits Wochen vor Saisonende
einen neuen Vertrag bei einem anderen Verein haben, gebe ich kein
Geld mehr für einen Stadionbesuch aus.

Sry für diese “langen” Darlegung zu den Thema und Ausführungen anderer.

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