Wenn auch langjährige Profitrainer still und leise arbeitslos werden – Lorenz-Günther Köstner vor dem Ende seiner Karriere



Immer neue, spannende, frische Gesichter im Profifußball. Davon lebt die Branche. Jedes Jahr erobern neue Stars die Szene. Das ist normal.

Doch wo ständig neue Gesichter auftauchen, da müssen zwangsläufig auch altbekannte Stars der Szene verschwinden. Die Anzahl der Jobs ist halt beschränkt.

Im Laufe der letzten Jahre begegneten mir regelmäßig plötzlich prominente Namen und Gesichter wieder, welche zwischenzeitlich, mehr oder weniger von mit völlig unbemerkt, die Profisportbranche verlassen hatten bzw. verlassen mussten.

Häufig vermisst man diese Leute eigentlich auch erst, wenn einem der prominente Name in einem anderen Zusammenhang plötzlich mal wieder auffällt. Nur wenigen Profis und Trainern ist ein Abgang im ‚Sonnenlicht‘ beschieden, gelingt ein Abgang auf dem Höhepunkt ihrer Laufbahn.

Nun droht im Sommer erneut der leise Abgang eines Altbekannten der Fußball- und Bundesligaszene: Lorenz-Günther Köstner, derzeit noch Trainer der zweiten Mannschaft des VfL Wolfsburg, bekommt keinen neuen Vertrag in der Autostadt. Er hat sich bereits, so war zu lesen, vorsorglich arbeitslos gemeldet. Mit seinen inzwischen 61 Jahren sieht er nur geringe Chancen auf einen neuen Job im Profigeschäft. Ob ihm das Arbeitsamt aber neue Perspektiven wird aufzeichnen können? Eher unwahrscheinlich…. Es droht ihm vermutlich das leise Karriereende.

Wie dem auch sei, mit Lorenz-Günther Köstner droht der Fußballbranche der Verlust eines über Jahre unterschätzten Originals.

Köstner absolvierte als aktiver Mittelfeldspieler auch immerhin 91 Erstligaspiele und 86 Zweitligaspiele für Borussia Mönchengladbach, Bayer Uerdingen sowie Arminia Bielefeld. Mit Mönchengladbach gewann er 1975 die deutsche Meisterschaft sowie den UEFA-Pokal.

Danach begann er Anfang der 80-er-Jahre seine langjährige Trainerkarriere. Er arbeitete im Laufe der Jahre als Coach für diverse Teams, darunter der SC Freiburg, der VfB Stuttgart, die SpVgg Unterhaching, der 1. FC Köln, der Karlsruher SC, die TSG Hoffenheim,  RW Essen, und nun zuletzt eben der VfL Wolfsburg.

Ich persönlich erinnere mich noch recht gut an seine vielleicht erfolgreichste Zeit bei der Spielvereinigung Unterhaching in den 1990er-Jahren.

Auch jüngeren Lesern ist er sicherlich noch durch seine erfolgreichen Kurzeinsätze als Interimstrainer der ersten Mannschaft der ‚Wölfe‘ in den Jahren 2010 und 2012 in Erinnerung. Damals wurde seitens der Clubverantwortlichen ernsthaft überlegt ihn dauerhaft zum Trainer der ersten Mannschaft zu machen. Die Arbeit Köstners überzeugte. Es kam anders. Der erfahrene Coach kehrte jeweils still und leise wieder loyal zur zweiten Mannschaft des Werksclubs aus Niedersachsen zurück.

Nun, unter neuer Führung im Club, wird Köstner offenbar nicht mehr benötigt. Im Sommer ist dort Schluss!

Ich bedaure das. Wieder ein Bundesliga-Original weniger. Und bevor das weitestgehend unbemerkt bleibt, möchte ich heute zumindest hier einmal kurz darauf aufmerksam machen….

Nicht das es nachher wieder heißt: Wo ist eigentlich der Köstner hin? War der nicht zuletzt mal Trainer in der Bundesliga in Wolfsburg? Ja, war er. Nun ist er allerdings wohl bald erst einmal arbeitslos.

3 Kommentare

Aber dafür hat Neururers Peter ja wieder einen Job gefunden; und bei dem hätte ich auch nicht mehr daran geglaubt …

Was der Typ jetzt bei Fortuna Düsseldorf abzieht, ist eine Frechheit. Nur scharf darauf jeden Cent aus dem Vertrag mitzunehmen. Von nun an wird er eh keinen Job mehr bekommen. Und der Arzt mit den gelben Scheinen verdient bestimmt etwas mit… Spätestens zum Beginn der Saisonvorbereitung wird endlich Oliver Reck zum Cheftrainer der Fortuna benannt. Hätte nie gedacht, dass Köstner so ein A-Loch ist, nur auf Kohle aus und 0,0 Interesse am Verein.

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