Was wurde eigentlich aus O.Vision?

O.Vision gehörte zu den spektakulärsten Projekten im Ruhrgebiet. Auf gut 60 Hektar sollte in Oberhausen ein Park rund um das Thema Gesundheit entstehen. Von den Träumen der Stadt ist nicht viel übrig geblieben.

Keine Platz für Visionen. Foto: Ruhrbarone

Ein gläserner Mensch in der Mitte, ein Wellness-Hotel und Fraunhofer-Institute mit ihren Showrooms, eingebettet in eine Parklandschaft. Und natürlich Wasser – kleine Seen für die Besucher, die vom nahen CentrO herüberkommen oder,
spektakulärer, mit der Straßenbahn aus Essen kommend im alten Stahlwerk halten sollten.
O.Vison war ein Traum, der Ende dieses Jahres Wirklichkeit werden sollte. Ein Traum, den sich das klamme Oberhausen nicht leisten konnte und der von der Landesregierung Anfang 2006 gestoppt wurde. Doch da war wohl auch den Verantwortlichen in Oberhausen schon klar, dass sich…

O.Vision gehörte zu den spektakulärsten Projekten im Ruhrgebiet. Auf gut 60 Hektar sollte in Oberhausen ein Park rund um das Thema Gesundheit entstehen. Von den Träumen der Stadt ist nicht viel übrig geblieben.

Keine Platz für Visionen. Foto: Ruhrbarone

Ein gläserner Mensch in der Mitte, ein Wellness-Hotel und Fraunhofer-Institute mit ihren Showrooms, eingebettet in eine Parklandschaft. Und natürlich Wasser – kleine Seen für die Besucher, die vom nahen CentrO herüberkommen oder,
spektakulärer, mit der Straßenbahn aus Essen kommend im alten Stahlwerk halten sollten.
O.Vison war ein Traum, der Ende dieses Jahres Wirklichkeit werden sollte. Ein Traum, den sich das klamme Oberhausen nicht leisten konnte und der von der Landesregierung Anfang 2006 gestoppt wurde. Doch da war wohl auch den Verantwortlichen in Oberhausen schon klar, dass sich die Vision nie rechnen würde und dass der Versuch, den CentrO-Erfolg aus den 90er Jahren zu wiederholen, längst gescheitert war.

Oberhausens Oberbürgermeister Klaus Wehling gab sich dann auch trotzig optimistisch, als sich im Mai 2006 mit dem irischen Unternehmen Euro Auctions ein Investor für das 60 Hektar große ehemalige Stahlwerksgelände gegenüber dem CentrO gefunden hatte: „Der Verkauf ist ein wichtiges Signal für die Weiterentwicklung der Neuen Mitte Oberhausen, für die Ansiedlung attraktiver Unternehmen und für die Schaffung von dringend benötigten neuen Arbeitsplätzen. Jetzt müssen bald konkrete Pläne und schließlich auch Kräne folgen.“
Bei der Entwicklung und Vermarktung des Grundstücks setzte Wehling auf eine enge Zusammenarbeit zwischen der Stadt und dem neuen, Optimismus versprühenden Eigentümer. Derek Keys, Inhaber der Euro Auctions Immobilien GmbH, erklärte: „Jetzt gilt es, mit ganzer Kraft die verschiedenen Nutzungsoptionen mit Leben zu füllen und anhand eines mit der Stadt gemeinsam entwickelten Masterplans abzuarbeiten.“

In der Folgezeit gab es zahlreiche Gerüchte: Eine Automeile oder ein internationales Mehrmarken-Autohaus
hätten Interesse an der Fläche. Aber mittlerweile gibt es sogar kaum noch Gerüchte.
Nun, nach zwei Jahren, sind die von Wehling so sehnlich gewunschten Kräne tatsächlich auf dem riesigen Gelände zu
sehen – ein Großmarkt fur Gartencenter errichtet auf einem guten Hektar eine Filiale.
Ein Allerweltsbau, der so auf jeder Gewerbefläche in der Nähe einer Autobahnauffahrt entstehen könnte.
Reden will niemand über das Vermarktungsdesaster– weder bei der Oberhausener Wirtschaftsförderung, die erklärt,
es sei nun nicht mehr ihr Gelände, noch beim Eigentümer Euro Auctions Immobilien.
Niemand scheint sich mehr so recht fur die Fläche interessieren. Von der Stadt Oberhausen hört man, ideal wäre ein Interessent mit einem spektakulären Projekt, der gleich einen Großteil der Fläche übernehmen wurde. Aber es gibt keinen Interessenten und schon gar kein spektakuläres Projekt. Es gibt nur eine Brache, auf der sich Busche und Unkraut ausbreiten.
Und wenn man ganz viel Pech hat, finden bald auch noch Mopsfledermäuse und Feldhamster Gefallen an den 60 Hektar.

4 Kommentare

O.Vison, ein idealer Standort im Rhein-Ruhr-Gebiet. O.Vison im Schnittpunkt von der Rheinschiene und dem Ruhrbiet liegend, ist ein einziges Vermarktungsdesaster.
O.Vison ohne den fehlenden Straßenbahnanschluss, zwischen Essen und Oberhausen, ohne den fehlenden S-Bahnanschluss, zwischen Gelsenkirchen und Oberhausen ohnehin nur ein weiteres brachliegendes Gewerbegebiet. Dabei gehören die Städte Essen und Oberhausen dem selben Regierungsbezirk Düsseldorf an. Doch alleine die Planungen für die Straßenbahn kommen nicht voran, da nicht klar ist, ob die Stadt Essen die fehlenden 5m von der Endstelle bis zur Stadtgrenze verlängert. In Essen scheint man wohl zu befürchten, die Einwohner von Frintrop könnten mit der Bahn zum Einkaufen nach Oberhausen fahren.
Schließlich hat man in Essen wohl schlechte Erfahrungen mit dem Mülheimer Rhein-Ruhr-Zentrum gemacht, und möchte daher alle blockieren. Das beste Beispiel ist ja die Frintroper Brücke

NB

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