Was tut Dortmund gegen Rechtsrock-Terroristen?

In einer Pressemitteilung macht die “Autonome Antifa 170” aus Dortmund auf ein am Montag geplantes Rechtsrockkonzert mit dem Berliner Neonazi Michael Regener aufmerksam. Die Antifaschisten fordern Stadt und Polizei dazu auf gegen die Neonazi-Veranstaltung aktiv zu werden. Hier ihre Erklärung im Wortlaut:

Am kommenden Montag wollen Dortmunder Neonazis einen Balladenabend mit dem Rechtsrockmusiker Michael Regener alias „Lunikoff“ veranstalten. Das neonazistische Konzert sollte konspirativ durchgeführt werden, explizit forderten die Veranstalter auf, es nicht in sozialen Netzwerken zu bewerben. Tobias Schmidt, Sprecher der Autonomen Antifa 170 erklärt: „Geheime Konzerte sind zentraler Bestandteil der neonazistischen Erlebniswelt. Junge Nazis werden über die Subkultur an die Szene gebunden, älteren Kadern dienen die Konzerte für den Austausch. Regelmäßig werden bei solchen Konzerten auch verbotene Materialien verkauft.“

Mit Regener kommt, zum wiederholten Male, einer der „Stars“ der Rechtsrockszene nach Dortmund. Früher war Regener Sänger der Band „Landser“, die als kriminelle Vereinigung eingestuft und verboten wurde. „Landser und Lunikoff liefern den Soundtrack zu Mord und Terror, zu ihren Klängen putschen sich Neonazis zu Hetzjagden auf!“, kommentiert Tobias Schmidt.

Dass die Dortmunder Nazis sich mit Regener gut verstehen, ist kein Wunder. Schließlich hat man mit Marco Gottschalk, dem Sänger der Band „Oidoxie“, auch einen Rechtsrock-Terroristen in den eigenen Reihen. Vor einigen Jahren war Gottschalk am Aufbau einer Zelle der Terrorgruppe „Combat 18“ beteiligt. Nach einer kurzen Auszeit in Schweden ist er wieder in die Dortmunder Szene eingebunden und tritt bundesweit regelmäßig auf.

Am Montag wollen sich also zum Terrorismus bereite Neonazis zu einem Konzert in Dortmund oder dem Umland treffen. Jüngst fand eine ähnliche Veranstaltung in Schwerte statt. „Wenn Stadt und Polizei ihre Haltung gegen Rechts ernst meinen, dann sollten sie alles dafür tun, das Konzert am Montagabend für die Nazis so unangenehm wie möglich zu machen.“, fordert Tobias Schmidt abschließend.

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