Versagen wird man künftig in Bochum auch “hanken” nennen können

Hans Hanke: Kastenbrillenträger, Kulturpolitiker und Sozialdemokrat (Foto: SPD Ratsfraktion/PR)

Hans Hanke hat sich als sich auch als Vorstand des Theatervereins Prinzregent als jemand mit überschaubarem Talenten erwiesen, was mich nicht überrascht hat. Der Kulturpolitische Sprecher der SPD ist ein guter Beleg für die weise Erkenntnis: Sozialdemokraten und Kultur – was der Herr getrennt hat, soll der Mensch nicht fügen.

Dabei war die Aufgabe, die Hanke als neuer Vorstand hatte, eigentlich so einfach, dass man kaum an ihr scheitern konnte: Einfach den Vertrag von Theaterleiterin Romy Schmidt nach drei erfolgreichen Jahren um weitere drei Jahre verlängern. Oder wenigstens zwei. Dann hätte Hanke den Theaterskandal des vergangenen Sommers beendet und umgesetzt, was alle außer dem hochsubventionierten Theaterverein, in dessen Vorstand er tätig wurde, um das angerichtete Desaster zu beenden, wollten. Eine überschaubare Aufgabe. Jede Null hätte das schaffen können. Hanke nicht. Hanke ist es gelungen, selbst an dieser schlichten Aufgabe zu scheitern. Schmidt bekommt eine Kurzverlängerung, das Theater wird gegen die Wand fahren, der Ruf ist hinüber und Hanke hat klar gestellt, dass seine Fähigkeiten sich darauf beschränken, mit einem Oberhemd, dessen oberer Knopf offen ist, auf einer Ausstellungseröffnung herum zu stehen. Chapeau – Versagen wird man künftig in Bochum auch als “hanken” bezeichnen können.

Es bleibt zu hoffen, dass Prinzregenttheater-Intendantin Romy Schmidt Alternativen hat, um dem Kulturpolitikdarsteller Hanke sein läppisches Vertragsangebot (nur noch ein letztes Jahr Verlängerung) vor die Füße zu werfen. Ja, eine Kastenbrille kann einen schlau aussehen lassen, bedeutet aber ohne den richtigen Kopf hinter den Gläsern nicht allzuviel.

11 Kommentare

Hauptsache Polemik oder will sich da ein Privatversicherter nebenbei öffentlich von dem gemeinen Volk abgrenzen, was man an Kassengestellen erkennt?

@Bebbi: Polemik? Der Artikel ist von Zurückhaltung gekennzeichnet. Und Kastenbrille bedeutet nicht Kassenbrille – es ist ein ganz anderes Wort und bezeichnet die Form:

@Lauri n man könnte natürlich die Frage stellen, inwieweit die Art des Brillengestells, welches der Gescholtene zu tragen pflegt, zur besseren Sichtbarmachung des zu beklagenden Sachverhaltes beiträgt.?

@Klaus W.: Die Brillen waren mal in der Kuktzrszene hip – und unser kleine Sozi wollte nun einmal so tun, als ob er dazugehört. Natürlich reden alle mit ihm nur weil sie hoffen, er könnte ihnen Geld besorgen 😀

@Stefan Laurin: Oh wie peinlich, dass habe ich konsequent falsch gelesen. Entschuldigung. Aber auch so ist das Äußere einer Person oder das getragene Brillenmodell völlig egal davon, seine Fähigkeiten zu beurteilen.

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