Umwelt-Enzyklika: „Der Papst klingt wie jede beliebige Attac-Ortsgruppe“

Papst Franziskus (Ausschnitt) Foto:  Presidency of the Nation of Argentina Lizenz: CC BY-SA 2.0
Papst Franziskus (Ausschnitt) Foto: Presidency of the Nation of Argentina Lizenz: CC BY-SA 2.0


Papst Franziskus schließt sich in seiner Enzyklika grüner Wachstums- und Fortschrittsfeindlichkeit an und kombiniert sie mit katholischem Mystizismus und Antimodernismus. Es ist die Anleitung für ein globales Verelendungsprogramm, analysiert unser Gastautor Johannes Richardt.

Die Erde sei eine „unermessliche Mülldeponie“, unser gegenwärtiger Lebensstil „selbstmörderisch“. „Der Rhythmus des Konsums, der Verschwendung und Veränderung der Umwelt hat die Kapazität des Planeten derart überschritten, dass der gegenwärtige Lebensstil nur in der Katastrophe enden kann.“ Auf vertraute Weise säkular klingen die Botschaften aus der letzte Woche veröffentlichten Umwelt-Enzyklika „Laudato Si“ von Papst Franziskus.[1]

Was hier droht, ist nicht die Apokalypse nach meinem biblischen Namenspatron Johannes (Offb 1,1), vielmehr steht uns die Apokalypse nach Naomi Klein, Greenpeace & Co. bevor. Der oberste Hirte der katholischen Christenheit hat sich das Denken der westlichen Umwelt- und Antiglobalisierungsbewegung zu Eigen gemacht. Es ist die Öko-Litanei von der Begrenztheit der Ressourcen, vom Menschen als destruktiver Kraft und dessen Hybris, die man auf ein naturverträgliches Maß zurechtstutzen müsse – kehret um, bevor es zu spät ist.

„Der Papst klingt wie jede beliebige Attac-Ortsgruppe“

Vor allem die päpstliche Fortschritts- und Wachstumskritik dürfte hierzulande die Herzen vieler gut saturierter Grüner höher schlagen lassen. Ein zentraler Kritikpunkt ist die angebliche „Unterwerfung des Menschen unter die Technologie“ von der „geistigen Verschmutzung“ durch Soziale Medien bis zur Kritik des Stadtlebens. Zwar kann auch der Papst die unbestreitbaren Verbesserungen im Leben von Milliarden Menschen durch den – oft gegen den erbitterteren Widerstand der Kirche – erkämpften technologischen und wissenschaftlichen Fortschritt nicht einfach wegwischen, aber mit „dem Glauben an den Mythos vom unbegrenzten materiellen Fortschritt muss Schluss sein“. So ähnlich klingt das auch in jeder x-beliebigen Attac-Ortsgruppe.

Das „unverantwortliche und unersättliche Wachstum“ müsse endlich gestoppt werden. „Darum ist die Stunde gekommen, in einigen Teilen der Welt eine gewisse Rezession zu akzeptieren und Hilfen zu geben, damit in anderen Teilen ein gesunder Aufschwung stattfinden kann“. Rezessionen akzeptieren? Aha. Ist das etwa der tiefere Sinn der Selbstbeschreibung vom „Papst der Armen“? Unwillkürlich denkt man aktuell an die Menschen in Griechenland. Was die wohl von den Ratschlägen seiner Heiligkeit halten? Aber für den Papst scheint Wirtschaft ein spirituelles Nullsummenspiel zu sein: Eine Seite muss Opfer bringen, damit es der anderen Seite besser geht.

Mit der Realität modernen Wirtschaftens – globale Arbeitsteilung und Welthandel – hat dieses Denken zumindest nichts zu tun. Gerade die beschleunigte Globalisierung der letzten Jahrzehnte hat die Lebensbedingungen überall auf der Erde in einem beispiellosen Maß verbessert. Laut Vereinten Nationen ist die Armut in den letzten 50 Jahren stärker gesunken als in den vergangenen 500 Jahren – allein 500 Millionen Chinesen sind in den letzten zwei Dekaden der Armut entkommen. Durch Wirtschaftswachstum, nicht durch Rezession.

Der Klimawandel nimmt breiten Raum in der päpstlichen Enzyklika ein. Er sei laut Franziskus eine der wichtigsten Herausforderungen der Menschheit. Nach konstruktiven Vorschlägen, wie wir damit umgehen sollen, fahndet man in seinem Dokument allerdings vergeblich. Auch hier erweist er sich als orthodoxer Grüner, dem außer der weltfremden Forderung nach dem „unverzüglichen“ Ausstieg aus Kohle und Öl wenig einfällt. Die Möglichkeit, sich durch technologische Innovationen und Wohlstandsvermehrung an veränderte Klimabedingungen anzupassen oder diese bewusst zu steuern, wird selbstredend gar nicht erst in Erwägung gezogen.

Statt moderner Umweltschützer wie Björn Lomborg oder den Verfassern des kürzlich erschienenen Ecomodernist Manifesto waren etablierte Klima-Technokraten wie Hans-Joachim Schellnhuber vom Potsdam-Institut für Klimaforschung maßgeblich an der Erstellung der Enzyklika beteiligt. Dessen autoritäres Programm zur großen Transformation der Weltgesellschaft in eine kohlenstoffneutrale Mangelwirtschaft erweist sich als anschlussfähiger gegenüber der technologieskeptischen Agenda des Papstes als die Vorschläge lösungsorientierter Fortschrittsoptimisten.

„Du trennst deinen Müll nicht? Wenn das der Papst wüsste!“

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass die Ökobotschaften des Papstes Applaus auch aus jenen Kreisen bekommen, die der US-Autor Joel Kotkin in seinem Buch The New Class Conflictals neuen Klerus oder Säkularpriesterschaft bezeichnet hat. Diese meinungsbildende Schicht aus Medien, Bildungswesen, NGOs, Stiftungen, Verwaltung und Politik begreift sich im traditionellen Sinne gerade nicht als religiös. Sie sieht sich als konsumkritisch, umweltbewusst und gesellschaftspolitisch „progressiv“. Laut Kotkin dienen ihr Botschaften wie „Verbrauche weniger Ressourcen, verringere deinen ökologischen Fußabdruck oder konsumiere weniger“ vor allem dazu, ihre saturierte gesellschaftliche Stellung gegenüber Aufsteigern von Unten zu sichern.

Wie der klassische religiöse Klerus möchten sie Konformität gegenüber ihren Ideen erzwingen. Quelle ihrer Autorität ist nicht Bibel oder Tradition, sondern „die Wissenschaft“. In der Debatte um die Homo-Ehe galt ihnen der Papst noch als Verkörperung finsterer Rückständigkeit, ein paar Wochen später dient er ihnen plötzlich als über den Dingen schwebende Superautorität bei Umweltfragen: Wie, Du trennst Deinen Müll nicht? Wenn das der Papst wüsste!

Viele Kommentare sehen in der päpstlichen Enzyklika eine radikale Wende im Denken der katholischen Kirche. Das mag richtig sein. Zwar gewannen Naturthemen bereits unter seinen Vorgängern an Bedeutung. So sprach bereits Josef Ratzinger in seiner Rede vor dem deutschen Bundestag im Jahr 2011 von einer „Würde der Erde“. Aber in Franziskus „ganzheitlicher Ökologie“ erreicht diese Entwicklung eine neue Dimension. Katholischer Mystizismus verbindet sich mit grünem Nachhaltigkeitsfetischismus und Gaia-Spiritualität.

Die Erde gilt für Franziskus als gleichberechtigte „Schwester“, mit der wir in holistischer Symbiose verbunden sind: „Die Gewalt des von der Sünde verletzten menschlichen Herzens wird auch in den Krankheitssymptomen deutlich, die wir im Boden, im Wasser, in der Luft und in den Lebewesen bemerken.“ Wo die Bibel den Menschen ins Zentrum religiösen Denkens und der moralischen Lehre stellte, auch wenn wir am Ende alle der Willkür eines allmächtigen Schöpfers ausgesetzt sind, verhält sich die Kirche jetzt so, als wäre die Erde ein Selbstzweck und nicht ein Werkzeug, um dem Menschen ein besseres Leben zu ermöglichen. „Macht sie Euch untertan“ (Genesis 1, 28) war gestern.

„Es gibt kaum etwas Unmoralischeres, als den Menschen ein besseres Leben vorenthalten zu wollen“

Es scheint so, als würde der Vatikan in Sachen Zeitgeistkonformität den hiesigen Protestanten nacheifern wollen. Angesichts öko- und esoteriktrunkener Kirchentagsgänger spottete der Publizist Harald Martenstein: „Die evangelische Kirche hat doch selber gewisse historische Wurzeln im Christentum, auch wenn ihr die zehn Gebote heute peinlich sind und verboten gehören“.

Der Papst gilt nach wie vor sehr vielen Menschen überall auf der Welt als moralische Autorität. Traurigerweise werden sich viele diese Anleitung für ein weltweites Verarmungsprogramm zu Herzen nehmen. Dabei ist Vermengung von katholischem Antimodernismus und ökologischem Verzichtsdenken gar nicht so ungewöhnlich, wie sie auf den ersten Blick erscheint. Vatikan und Grünen geht es darum, den Menschen in seine Grenzen zu weisen. Die moralisierende Sprache des „Papstes der Armen“ kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es tatsächlich kaum etwas Unmoralischeres gibt, als Menschen durch die Verhinderung materieller Entwicklung ein besseres Leben vorenthalten zu wollen.

Johannes Richardt ist Redaktionsleiter von NovoArgumente. Dort erschien der Text bereits.

Papst Franziskus: „Laudato Si‘. Über die Sorge für das gemeinsame Haus““, Vatikan online, aufgerufen 24.06.2015.

7 Kommentare

"Katholischer Mystizismus"

oder doch lieber eine

Apotheose des Wachstums / Apotheose des Weiter-So à la Johannes Richardt ?

Damit hier zumindest irgend etwas _aus der Enzyklika_ erscheint, hat der Papst das Wort, über seinen Namensgeber, den Heiligen Franziskus:

"( …) Wie es uns geht, wenn wir uns in einen Menschen verlieben, so war jedes Mal, wenn er die Sonne, den Mond oder die kleinsten Tiere bewunderte, seine Reaktion die, zu singen und die anderen Geschöpfe in sein Lob einzubeziehen. Er trat mit der gesamten Schöpfung in Verbindung und predigte sogar den Blumen »und lud sie zum Lob des Herrn ein, wie wenn sie vernunftbegabte Wesen wären«. Seine Reaktion war weit mehr als eine intellektuelle Bewertung oder ein wirtschaftliches Kalkül, denn für ihn war jedes Geschöpf eine Schwester oder ein Bruder, ihm verbunden durch die Bande zärtlicher Liebe. Deshalb fühlte er sich berufen, alles zu hüten, was existiert.

Sein Jünger, der heilige Bonaventura, erzählte: »Eingedenk dessen, dass alle Geschöpfe ihren letzten Ursprung in Gott haben, war er von noch überschwänglicherer Zuneigung zu ihnen erfüllt. Auch die kleinsten Geschöpfe nannte er deshalb Bruder und Schwester.«

Diese Überzeugung darf nicht als irrationaler Romantizismus herabgewürdigt werden, denn sie hat Konsequenzen für die Optionen, die unser Verhalten bestimmen. Wenn wir uns der Natur und der Umwelt ohne diese Offenheit für das Staunen und das Wunder nähern, wenn wir in unserer Beziehung zur Welt nicht mehr die Sprache der Brüderlichkeit und der Schönheit sprechen, wird unser Verhalten das des Herrschers, des Konsumenten oder des bloßen Ausbeuters der Ressourcen sein, der unfähig ist, seinen unmittelbaren Interessen eine Grenze zu setzen. Wenn wir uns hingegen allem, was existiert, innerlich verbunden fühlen, werden Genügsamkeit und Fürsorge von selbst aufkommen. Die Armut und die Einfachheit des heiligen Franziskus waren keine bloß äußerliche Askese, sondern etwas viel Radikaleres: ein Verzicht darauf, die Wirklichkeit in einen bloßen Gebrauchsgegenstand und ein Objekt der Herrschaft zu verwandeln."

"Gerade die beschleunigte Globalisierung der letzten Jahrzehnte hat die Lebensbedingungen überall auf der Erde in einem beispiellosen Maß verbessert."
Herr Peter Brabeck-Letmathe wird sich über diesen Satz freuen.

Es freut mich auch speziell für die Chinesen, die einen Teil ihrer Obstbäume übrigens per Hand bestäuben müssen. Bienen und andere haben leider auch in beispiellosem Maß am eigenen Leib gespürt, womit die Verbesserung der Lebensbedingungen erkauft wurden.

Es freut mich auch für die armen Menschen in Afrika, jedenfalls für die paar, die was abkriegen.
(http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.china-und-afrika-afrikaner-werfen-chinesen-kolonialpolitik-vor.6035e998-1d2c-4eb1-a48b-856330554832.html)

Ach ja, und so weiter und so fort.
Herr Johannes Richardt, ihr Artikel ist so dämlich, dass ich fassungslos bin. Und "Ruhrbarone" ist so dämlich, diesen Artikel auch noch (unkommentiert) zu bringen.
Aber schön, konnte man ja mal wieder herzhaft über die Grünen herziehen, vom Papste ganz zu schweigen (der mir im übrigen am A… vorbeigeht).

Die Modernisierungskritik des Papste ist schon arg pauschal, aber MUSS Richardt dagegen in eine noch pauschalere Verherrlichung jeder Modernisierung und pauschale Ablehnung jeder Modernisierungskritik verfallen? Könnten wir das nicht auch differenzierter sehen? Es sollte doch jeder zugeben, dass auch manche Neuerungen schieflaufen und dann wieder zurückgenommen werden müssen. Ich meine, schließlich waren auch der Bolschewismus und der Faschismus mal der allerneuste Schrei.
Könnte man zugeben, dass ein produktiver Kapitalismus ganz hübsch ist, dass aber nicht alles, was im Finanzbereich passiert, produktive Wirkungen hat? Dass diese typisch kapitalistische Herumschieberei von Krediten und Schulden für Griechenland absolut nicht gut war?
Und dass es wirklich Lebensstile gibt, die sich zwar eine minoritäre Oberschicht leisten kann, aber nicht eine Bevölkerungsmehrheit? Als seinerzeit die Bürger ihre Aristokratenschicht entmachteten, da konnten sie sich auch nicht alle verschwenderischen Marotten der Hocharistokratie angewöhnen. Genauso werden sich auch die Drittweltler nicht alle Marotten der westlichen Oberschicht angewöhnen können – gescheiter wäre es, wenn man ihnen gar nicht erst ein falsches Vorbild liefert.

Dias Bemühen des Gastautors, um eine argumentative Auseinandersetzung mit der Enzykla des Papstes überzeugt mich nichtmir s "so richtig".

Deshalb nur einige an sich nebensächliche, aber mir spontan kommende Bemerkungen:

1.
Es dient keiner Sachdebatte, wenn der Gastautor bezogen auf die Grünen "von grünem Nachhalitgkeitsfetiischimus"spricht.
Was ist das, was soll das, was bewirkt es?
2.
" Viele werden …..Anleitung für ein weltweites Verarmungsprogramm..".
Ich kenne keine Gesellschaft, keinen Staat , die bzw. der ein solches Verarmungsprogramm hat oder die bzw. der über ein solches Verarmungsgrogramm nachdenkt oder an einem solchen arbeitet -nicht einmal Nordkorea, wo die Armut nicht Programm ist, sondern die Folge "ideologisch bedingter Verblödung der herrschenden Klicke."
Wer soll folglich einer solchen "Anleitung für ein Verarmungsprogramm" bedürfen und/oder an ihr interessiert sein – Nordkorea?

3.
Wenn der Gastautor formuliert " es gibt kaum etwas Unmoralischeres als………", setzt das doch voraus, daß er damit die ihm eigenen Moralvorstellungen gegenüber den Moralvorstellungen Andere, in der Intention auch gegenüber denen des Papstes, nicht nur (be-) wertet, sondern in Folge dieser (Be-) Wertung der eigenen Moralvorstellungen diese gegenüber anderen Moralvorstellungen wichtet und sie im Ergebnis für gewichtiger hält als die Anderer.
.
Das kann der Gaustautor für sich in Anspruch nehmen und das kann er dann auch so ausführen.

Nur stimmt es mich nachdenklich, wenn jemand, hier der Gastautor, seiner eigenen Moralvorstellungen wegen von "kaum etwas Unmoralischerem" bezogen auf das Denken anderer spricht.

Erängzend und "Im übrigen"::
Schon be- und nachdenkenswert, wer über Details hinausgehend aus "grundsätzlichen Erwägungen" die Enzyklia des Papstes kritisiert. Das beginnt mit dem generellen Hinterfragen pästlicher Zuständigkeit in sog. weltlichen Angelegenheiten, setzt sich fort mit dem konkreten Hinterfragen "ökologischer Zuständigkeit und Kompetenz" der kath.Kirche , speziell des Papstes und geht weiter mit dem Aufschrei all derjenigen, für die derzeitige sog. kapitalistische Wirtschafts-und Gesellschaftsordnung "eine alternativlose heilige Kuh" ist.
Da haben sich be- und nachdenkenswerte Allianzen gebildet. Allein deren Existenz zeigt mir, daß der Papst mit seiner Enzykla schon jetzt etwas bewirkt hat.

Letztendlich aber, so meine ich,
erfreulich,
daß mit dem Beitrag des Gastautors auch bei den Ruhrbaronen über die Enzykla berichtet, diese durch den Gastautor kritisch kommentiert wird und er somit eine Diskussion bei den Ruhrbaronen über die Enzyklika angestoßen hat.

Wenn Andreas Lichte in diesem Zusammenhang auf den Heiligen Franziskus eingeht, was nicht nur wegen des Namens des jetzigen Papstes, sondern vor allem wegen der Intention, dem Inhalt, der Zielsetzung dieser Enzyklika naheliegt, dann erlaube ich mir dazu eine sehr persönliche Ergänzung:

"Immer dann, wenn ich ,aus welchem Anlaß auch immer, mich mit dem Leben des Heiligen Franziskus befasse, führt das dazu, über meine Existenz – über ihr Warum, über ihr Sein, über ihr Wohin- nachzudenken als unscheinbarer, winziger Bestandteil in einer Welt mit einer unermäßlichen Vielfalt und natürlichen Einheit von Menschen, Tieren, Pflanzen und daß hat dann selbskritischen Refllexionen zur Folge.
Dazu bietet der jetzitge Papst, Papst Franziskus, atlgemein Anlaß, jetzt konkret mit seiner Enzyklika.

Ich schließe nicht aus, daß es vielen Menschen so gehen könnte wie mir und erkläre mir auch damit die weltweit große Aufmerksamkeit für die neue Enzyklika des Papstes -weit über die katholische Kirche und über ihre Mitgiieder hinausgehend-.

Man muss diesen Kommentar, der die neue Enzyklika des Papstes auf einem Rinnsteinniveau schlecht redet, auch wirklich verstehen.

Das konservative, dem guten alten calvinistischen Glauben an das ewig Gute der höchsten Kapitalverwertung anhängende Spektrum weltweit zuckt sichtlich verstört zusammen, wenn es ausgerechnet die folgende Botschaft aus dem Vatikan vernimmt:

"Als Propheten des Lebens wollen wir deshalb darauf bestehen, dass bei den Eingriffen in die natürlichen Ressourcen nicht die Interessen von Wirtschaftskreisen den Vorrang haben dürfen, die zum Schaden ganzer Nationen und sogar der Menschheit auf irrationale Weise die Quellen des Lebens vernichten. Die nachfolgenden Generationen haben das Recht, von uns eine bewohnbare Welt zu bekommen und nicht einen vergifteten Planeten".

Bei einer Recherche zur persönlichen Finanzierung des Autors ergibt sich das Fazit " Wessen Brot ich ess dessen Lied ich sing …" nur diesmal ist Herr Richard auch über die Weisung seines Herrn hinnaus geschossen – aber es taugt immer noch als Antipool für Vortragsveranstaltungen. Herzlichen Dank. Thomas Kamp-Deister

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