Uli Hoeneß: “Steuerhinterziehung war der Fehler meines Lebens”

 

Uli Honeß Foto: Harald Bischoff Lizenz: CC 3.0
Uli Honeß Foto: Harald Bischoff Lizenz: CC 3.0

Uli Hoeneß akzeptiert das gestrige Urteil, geht ins Gefängnis und legt alle Ämter nieder. 

Hier seine persönliche Erklärung:

Nach Gesprächen mit meiner Familie habe ich mich entschlossen, das Urteil des Landgerichts München II in meiner Steuerangelegenheit anzunehmen.

Ich habe meine Anwälte beauftragt, nicht dagegen in Revision zu gehen. Das entspricht meinem Verständnis von Anstand, Haltung und persönlicher Verantwortung.

Steuerhinterziehung war der Fehler meines Lebens. Den Konsequenzen dieses Fehlers stelle ich mich.Außerdem lege ich mit sofortiger Wirkung die Ämter des Präsidenten des FC Bayern München eV und des Aufsichtsratsvorsitzenden der FC Bayern München AG nieder.

Ich möchte damit Schaden von meinem Verein abwenden. Der FC Bayern München ist mein Lebenswerk und er wird es immer bleiben. Ich werde diesem großartigen Verein und seinen Menschen auf andere Weise verbunden bleiben, solange ich lebe.

Meinen persönlichen Freunden und den Anhängern des FC Bayern München danke ich von Herzen für ihre Unterstützung.

Uli Hoeneß

Ein respektables Verhalten von Hoeneß. Ich hoffe, er kommt nach dem Knast wieder in die Spur. 

22 Kommentare

Seltsamerweise ist mir Hoeneß erst durch diesen Steuerhinterziehungsfall sympathisch geworden. Allen Kritikern zun Trotz zeigt Hoeneß wahre Größe im freien Fall. Einige der Elite könnten sich hier was annehmen.

Jetzt mal ehrlich Leute, er hatte überhaupt keine Alternative. Aber er hat das Beste daraus gemacht. Also auch von mir Respekt.

Der Rücktritt von den Ämtern beim FC Bayern München war aus meiner Sicht längst überfällig. Der Verzicht auf die Revision ist eine ihm hoch anzurechnende Kehrtwende, aber vielleicht auch nicht ganz frei von Kalkül.
Für sein nun konsequentes Handeln hat sich Uli Hoeneß auch meinen Respekt verdient!

Sollte Hoeneß es so meinen, wie er es gesagt hat, hat er dafür Respekt verdient.

Ich hoffe nur für ihn, es stellt sich nicht irgendwann heraus, dass der FCB an der Steuerhinterziehung beteiligt war und Hoeneß mit seiner Aktion nur den Verein und/oder persönlich Beteiligte Dritte schützen wollte.

@2: Natürlich hatte er eine Alternative, nämlich die Revision. Wenn auch die Aussichten auf Erfolg gering wären, würde es ihm immerhin einen Aufschub von ganz grob sechs bis achtzehn Monaten bedeuten, in dem ihm der Knast vorerst erspart bleiben würde.

@Klaus: Ob ein reiner ‚Aufschub‘ aber so angenehm wäre? Die Sache hätte er doch auch in der Zeit vor der Haft immer im Hinterkopf. Also ich persönlich wäre dann der Typ, der das Unangenehme dann möglichst rasch hinter sich bringen würde. Vielleicht tickt Hoeneß da ähnlich. Denn wenn er nun möglichst rasch die Haft antritt, dann hat er sich in gut einem Jahr, wenn die Revision ungefähr anstünde, vielleicht so schon so gut wie hinter sich. Vielleicht ist Hoeneß da ähnlich gestrickt und bringt die Sache nun lieber möglichst rasch hinter sich. Dann kann er sich auch schneller wieder anderen Dingen widmen. Könnte ich jedenfalls als Begründung für sein Handeln auch sehr gut verstehen.

Dreieinhalb Jahre Gefängnis ist gar nicht so lang. Bei guter Führung sind das nur 2 Jahre und 4 Monate, mit etwas Glück sogar nur 1 Jahr und 9 Monate und weil der Uli jetzt bestimmt nichts mehr anbrennen lässt, wird er vorher bereits in den offenen Vollzug kommen, also morgens raus aus dem Knast zum Arbeiten in seinen Würstchenbuden und erst abends zum Schlafen wieder rein; am Wochenende wäre noch genügend Platz für Fußball.

Die verbleibenden Zeit, die er hinter Gittern verbringen muss, könnte er dann nutzen, um ein Buch zu schreiben. “Mein Verein”, oder “Mein größter Fehler”. Die JVA Landsberg, ein (zumindest von Außen) optisch sehr ansprechender und unter Denkmalschutz stehender Bau des königlich-bayrischen Stararchitekten Hugo von Höfl soll diesbezüglich eine sehr inspirierende Wirkung haben.

Wie dem auch sei. Uli ist zumindest auf dem besten Wege, sowohl seinen Anhängern als auch seinen Kritikern das Gefühl zu geben, dass er es mit seiner Einsicht und seinen Reuebekundungen ernst meint und vermutlich wird, wenn er denn seine Strafe verbüßt hat, nichts mehr dagegen sprechen, Straßen, Gebäude oder sonst was nach ihm zu benennen, so wie man bei uns in Gelsenkirchen beispielsweise auch eine Straße nach dem rechtskräftig verurteilten Verbrecher Reinhard Libuda benannt hat, der wie seine Teamkollegen Klaus Fischer, Klaus Fichtel, Rolf Rüssmann, Dieter Burdenski (insgesamt ein gutes Dutzend) 1975 vom Essener Landgericht rechtskräftig wegen Meineides verurteilt wurde und dem deutschen Fußball und seinem Verein sicherlich einen wesentlich größeren Schaden zufügte, als der Uli mit seiner Steuerhinterziehung. Aber wer will das heutzutage wirklich noch wissen?

Fußballern kann unsere Gesellschaft schnell und vor allem alles verzeihen. Ihr sportliches Engagement wird von deutschen Gerichten als Lebensleistung bewertet und trägt mitunter nicht unerheblich zur Strafmilderung bei. Ob bei einem Bayern wie unser Uli, oder unseren Schalkern aus Gelsenkirchen, die – im Gegensatz zu unserem Uli – noch nicht einmal in den Knast gehen mussten, was bei einem Verbrechen wie Meineid alles andere als üblich ist. Wer böses plant oder im Schilde führt, der sollte auf jeden Fall auch gut Fußball spielen können. Das erhöht die Chancen auf ein relativ mildes Urteil – ganz egal von wem auch immer.

@6: Das sehe ich ähnlich. Mir ging es darum zu widersprechen, dass die Akzeptanz “alternativlos” sei. Weitere Aspekte für die Annahme des Urteils dürften sein, dass eine Akzeptanz des Urteils erster Instanz auch bei späteren Fragen (offener Vollzug, Freigänge etc.) sich eher positiv auswirkt. Weiterhin kann ich mir gut vorstellen, dass hinter den Kulissen ein Gentlemen-Agreement mit der Staatsanwaltschaft geschlossen worden wurde (Verteidigung verzichtet auf Revision, also verzichtet auch die staatsanwaltschaft darauf).

Juristisch gab es natürlich eine Alternative. Aber strategisch gab es keine, Klaus. Hoeneß geht es vor allem um die Wiederherstellung seines ehemalig guten Rufes. Auf den hat er nämlich immer den höchsten Wert gelegt und dafür hat er, jenseits seines Steuerbetruges, alles getan was er tun konnte. Der diesbezügliche Imageverlust ist für solch einen Menschen weitaus dramatischer als der finanzielle Schaden.

Letzterer ist aber sowieso nicht mehr zu vermeiden. Ebenso wenig wie eine Haftstrafe. In dieser Situation hätte ihm eine Revision nur geschadet, denn sie hätte seinen Ruf noch weiter in den Keller gerissen . Es gab also nur den Weg, den er jetzt beschritten hat.

Klar ist das Schuldeingeständnis ein Witz, nachdem man per Gericht zweifelsfrei für schuldig erklärt worden ist. Aber er hat es geschickt mit einer weiteren Reueerklärung verbunden und steht damit nicht nur alsTäter sondern zugleich als Mahner dar. Zusammen mit guter Führung im Gefängnis ist das geradezu der Königsweg zu seiner gesellschaftlichen Rehabilitation.

Warum aber, Don Altobelle, sollte man keinen Respekt vor Jemanden haben, der seine gesellschaftliche Anerkennung zurück haben will? Oder ist Steuerbetrug für sie eine ewige Sünde? Ein Vergehen für das es keine Wiedergutmachung gibt? Ein Makel den man bis zu seinem Lebensende zu tragen hat?

Mitleid hatte ich mit diesem Mann allerdings nie. Er war an allem selber Schuld. Er hat obendrein getarnt und getrixt was das Zeug hält. Wer sich damit solidarisch erklärt ist selber schuld. Ich bin aber kein Moralist, der sich selbst eine solche Tat unter entsprechenden Bedingungen niemals zutrauen würde. Gier ist eine menschliche Eigenschaft die mir selbst nämlich nicht fremd ist.

Jeder der schon mal in der Lage war, mehr zu bekommen als ihm zusteht, bzw. ganz schnell überdurchschnittlich viel Geld zu verdienen, weiß wie verführbar einen eine solche Situation macht. Deswegen gibt es ja Polizei und Gerichte, Kontrollöre und Fahnder. Weil der Mensch unter anderem auch zur Gier neigt, egal wie nett er sonst zu seiner Umwelt ist.

Ich weiß nicht aber es gibt soviel miese Kommentare im Netz als hätte er jemanden totgeschlagen. Dabei geht es nur ums schnöde Geld.
Vielleicht sucht er sich seinen Vorteil, wer täte das nicht-und scheisse baut jeder einmal-sodann Glück auf

Der Uli könnte doch einen Antrag stellen, um seinen offenen Vollzug in der Krümmede in Bochum abzusitzen. Tagsüber geht er auf die andere Strassenseite zum VFL und hilft denen ein bisschen (als Präsident). Eine Fanfreundschaft existiert ja. Und abends zum schlafen geht er dann wieder rüber. Resozialisierung vom allerfeinsten.

wieso diese nachricht ohne jeden journalitischen beigeschmack auf ruhrbarone lesen? der berechenbaren kommentare willen? der unvollständigkeit halber? versteh das nich …
hab nochma zurück gescrollt.da sind ja doch 2 sätze von S.L. naja, der hängt ja auch einem verein an, dessen chef in wurst macht – nix für ungut 😉

@ Arnold Voss Als Mahner? Nein, das ist vorbei. Eher als warnendes Beispiel für Steuersünder, dass es jeden erwischen kann, selbst einen Hoeneß.

Sie haben wohl Recht, OWL Baron. Aber als warnendes Beispiel nützt er natürlich noch viel mehr. Die Angst erwischt zu werden ist weitaus wirksamer als jede moralische (Selbst)Ermahnung.

@ der der auszog. Das mit dem Schaden sehe ich etwas differenzierter. Der Skandal flog 71 auf, 72Europameister, 74 Welt meister, Bayern 74-76 Meistercupgewinner, BMG 73 Finalist, 75 UEFA_CUP Gewinner, ergo die erfolgreichste Zeit des dt. Fußballs. Vielleicht bräuchte es mal wieder so einen Skandal.
Geschadet hat er dem Ligafußball ab 72/73, in dem die Zuschauerzahlen vor allem in der BL dramatisch zurück gingen.
Libuda war gewiss kein Verbrecher. Er war ein begnadeter Fußballer, aber sonst eher schlicht. Der hat das Ganze nicht überblickt. Bei den Herren Rüßmann und Burdenski aber….hm hm.

Müssen wir zukünftig jedem verurteilten Enkeltrickbetrüger und U-Bahn-Schläger Respekt zollen, nur weil er das Urteil eines rechtstaatlichen Prozesses ohne Berufung einzulegen akzeptiert und direkt in den Bau wandert?
Zumal noch ohne erkennbare Reue oder auch nur ein Wort der Entschuldigung?

Verstehe ich nicht.

@OWL-Baron (#16)

Es ist müßig sich mit den Argumenten eines Fußballfan “etwas differenzierter” auseinanderzusetzen, zumindest, wenn am Ende der differenzierten Betrachtung als Ergebnis herauskommt, “Libuda, war gewiss kein Verbrecher”, was als Behauptung völliger Schwachsinn ist, weil ein Mensch, der ein Verbrechen begeht nun mal ein Verbrecher ist, erst recht, wenn er auch noch von einem Gericht dafür rechtskräftig verurteilt wurde.

Aber weil Du mit Deiner Behauptung, “Libuda war gewiss kein Verbrecher. Er war ein begnadeter Fußballer usw…”eine Kernaussage meines Kommentars (nämlich die, dass unsere Gesellschaft Fußballern schnell und vor allem alles verzeiht) ohne es zu wollen bestätigst, geh ich jetzt doch noch auf zwei Punkte ein:

1. Unser Strafrecht unterscheidet in der Systematik zwei Arten von strafbaren Handlungen: Das eine sind Vergehen, das andere sind Verbrechen. Vergehen sind sogenannte minderschwere Verstöße, Verbrechen sind schwere Verstöße gegen die Rechtsordnung einer Gesellschaft. Bei Verbrechen ist sowohl die Planung als auch die Anstiftung strafbar, bei Vergehen ist das i.d.R. nicht der Fall. Die wesentliche Unterscheidung ist allerdings über das Strafmaß definiert. Ein Vergehen ist als minderschwere Straftat mit einer geringen Haftstrafe oder mit einer Geldstrafe bedroht, während bei einem Verbrechen immer eine Haftstrafe von mindestens einem Jahr vorgesehen ist, was nicht automatisch bedeutet, dass eine Freiheitsstrafe über ein Jahr automatisch ein Verbrechen und damit kein Vergehen mehr ist.

Als Beispiel nehmen wir jetzt mal unseren Uli. Auch wenn Ulis Steuerhinterziehung nicht nach dem Strafgesetzbuch (StGB) sondern nach der Abgabenordnung (AO) geregelt ist und auch wenn der Uli zu drei Jahren und sechs Monaten verurteilt wurde, wird seine Steuerhinterziehung von dem Gericht in München als Vergehen, also als minderschwere Tat geahndet. Dir rotgrüne Bundesregierung unter Schröder hatte 2001 zwar versucht, Steuerhinterziehung per Gesetz auch als Verbrechen, also schwere Straftat zu definieren (§ 370a AO), aufgrund der Unverhältnismäßigkeit ist dieser Paragraph allerdings u.a. vom BGH als verfassungswidrig gerügt und zum 1.1.2008 von der damaligen Großen Koalition wieder rückgängig gemacht worden. Unser Uli hat sich also nicht eines Verbrechens sondern eines Vergehens schuldig gemacht.

Und jetzt kommen wir zu Stan Libuda. Stan Libuda hat mit seiner Mannschaft am 17.4.1971 ein Fußballspiel manipuliert und zwar das gegen Arminia Bielefeld. Für insgesamt 40.000 DM verloren die Schalker als Gegenleistung mit 0:1. Im Vergleich zu dem, was der Uli sich geleistet hat, ist das sicherlich Peanuts, zumal die 40.000 DM auch noch unter einem Dutzend Spieler aufgeteilt wurden und auch eine nicht geringe Anzahl weiterer Bundesligaspiele mit Beteiligung anderer Vereine ebenfalls gekauft waren. Der Unterschied zu den anderen in den Skandal verstrickten Vereinen lag allerdings darin, dass die Spieler von Schalke nach Auffliegen der Kiste weiterhin eine Manipulation bestritten, aus Angst vom DFB gesperrt zu werden, während (fast) alle anderen ihr Fehlverhalten einräumten und die Manipulationen zugaben. Das Fass zum überlaufen brachte dann eine Unterlassungsklage von Stan Libuda und 10 seiner Schalker Spielgefährten gegen den Bielefelder Jürgen Neumann, der bereits vom DFB auf Lebzeiten gesperrt wurde und die Schalker Spieler erheblich belastetet. Es stand nach der Unterlassungsklage quasi 11:1 für Schalke gegen Neumann, allerdings wollte der von seinen Aussagen par tous nicht lassen und so kam es, dass alle Beteiligten vor dem DFB unter Eid aussagen mussten.

Es dauerte noch eine Zeit, bis die Schalker der Lüge überführt waren und weil auch Neumann die Schalker angezeigt hatte, beschäftigte sich nicht nur der DFB sondern auch die deutsche Gerichtsbarkeit mit der Angelegenheit. Am 8.1.1976 wurde Stan Libuda und die anderen in den Skandal verstrickten Mitglieder von Schalke 04, die bis zum Schluss meinten, an ihren Lügen festhalten zu müssen, wegen Meineids vorm Essener Landgericht verurteilt.

Meineid, mein lieber Ostwestfale, ist im Gegegensatz zu Steuerhinterziehung ein Verbrechen und wenn wir unseren Uli und unseren Stan miteinander vergleichen, dann hat der Uli eine minderschwere Tat und der Stan eine schwere Tat begangen und darf ohne wenn und aber ein Verbrecher genannt werden, unabhängig davon, wie begnadet er Fußball spielen konnte.

Aber es gibt noch einen weiteren Unterschied zwischen Stan und Uli. Während der Uli vor Gericht keinen nennenswerten Promibonus hatte, worüber sich die Staatsanwaltschaft allerdings noch nicht recht sicher zu sein scheint, haben die Schalker vor dem Landgericht Essen auf jeden Fall davon profitiert, dass sie prominente Fußballspieler waren, denn eigentlich sieht das Strafgesetzbuch bei Meineid eines Mindeststrafe von einem Jahr Haft vor und die wäre eigentlich auch bei Libuda und Co. fällig gewesen. Bei den Schalker wurde allerdings davon abgesehen und so sind sie mit einer Geldstrafe davon gekommen.

2. Durch den Bundesligaskandal verlor die Bundesliga 1,3 Millionen Zuschauer, so dass die Stadien bei Bundesligaspielen im Schnitt nur noch von etwas über 16.000 Zuschauern besucht wurden. Bei einem solch krassen Zuschauerschwund kann eigentlich niemand behaupten, dass der Fußball in Deutschland keinen Schaden genommen hätte. Das kann man vielleicht differenzierter sehen und in diesem Zusammenhang auf den Gewinn der Europameisterschaft 72 und auch andere Titel verweisen, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass ein Großteil des Fussball begeisterten Völkchens bis zur WM 1974, den Bundesligavereinen den Rücken kehrte und den Stadionbesuch verweigerte.

Und hätte der DFB die gegen die in den Bundesligaskandal verwickelten, und mit mehrjährigen, teils lebenslangen Spielverboten belegten Spieler nicht nach kurzer Zeit wieder begnadigt, dann hätte die gerade einmal 10 Jahre alte Bundesliga dicht machen und sich den Europameistertitel 1972 und die WM 1974 von der Backe putzen können.

“Respekt” für einen in seiner Deutlichkeit mehr als überführten Steuerkriminellen kann sich hier nicht einstellen, wenn man rechtsstaatlich und demokratisch einigermaßen bewandert ist. Wurst-Uli hat für sich beschlossen, die nach Aussichtslosigkeit nur so schreiende Revision zu umgehen und die unumgängliche Strafe möglichst schnell hinter sich zu bringen.

FCB-Beiratschef Stoiber hat heute abend signalisiert, dass die “Einflugschneise” für einen Kriminellen beim Comeback als AR-Chef schon jetzt für “den Uli” freigeräumt ist. Ein “respektables” Wirtschaftsunternehmen, welches derartige Pflegeregeln für Straftäter in höchsten Positionen erlaubt, kann nur allein mit Gier und krankhafter Geltungssucht Umsätze generieren. Also braucht der FCB den Uli und der Uli den FCB. That’s it.

@derderauszog
ich habe nochmal in meinen Kommentar reingeschaut. Vielleicht habens überlesen:Da habe ich von den Zuschauerzahlen geschrieben, die in den Keller rauschten. Zur Vorsicht schau ich noch einmal nach, Augenblick, nee steht da. Und so lang war mein Kommentar doch nicht als das man dies hätte überlesen können.
STGB hin, STGB her, für mich ist Libuda kein Verbrecher, da könnens noch so sehr argumentieren und mir noch so viel Paragrafen an den Kopf werfen.

Der erste der Sünder, der wieder für den DFB auflaufen durfte war Fischer, wenn ich das recht erinnere, und zwar, halten sie sich bitte fest, im April 77 gg. Jugoslawien, drei Jahre nach dem WM-Titel, den sich der DFB “hätte von der Backe pusten können” .Auch bei EM 72 war meines Wissens kein später gesperrter oder schon begnadigter Sünder zu Gange. Sie mögen juristisch beschlagen sein.ihr Wissen um des Fußballs ist eher mäßig.

@OWL-Baron

Wenn Du richtig schreibst, dass durch den Bundesligaskandal die Zuschauerzahlen in den Keller rauschten und gleichzeitig meiner Behauptung widersprichst, dass dieser Skandal dem deutschen Fußball mehr geschadet hat, als die Steuerhinterziehung von Uli Hoeneß, dann habe ich Deine Meinung natürlich zu akzeptieren. Aber dann kann ich Dir auch nicht mehr helfen.

Möglicherweise leide ich gerade an einem akuten Anfall von Leseschwäche. Aber ich finde in meinem Beitrag diese Behauptung nicht, vorsichtshalber schau ich noch mal nach, Moment bin gleich wieder da, nööö da steht nix von” davon dass Hoeneß mehr geschadet hat, auch weil ich das nicht denke. Das differenziert bezog sich auf Libuda als “Verbrecher”, vielleicht etwas missverständlich. KLARO

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