Trump – Ein Präsident dreht am Rad

Der Trump-Sieg leitet einen Zeitenwende ein


Nein, man muss nicht psychisch krank sein, um sich wie ein Irrer zu verhalten. Aber der Bau einer viele Meter hohen Mauer an der US-amerikanischen Grenzen zu Mexiko ist genauso irrsinnig wie die Erfindung von “Alternativen Fakten”. Gleichzeitig Handelsabkommen im pazifischen Raum und mit Europa auf- und mit Brexit-England anzukündigen, ist nicht weniger verwirrend.

Einem Weltkonzern, der in den USA seine größte Auslandsfabrik gebaut hat, für die Produkte aus seinem Heimatland so hohe Strafzölle anzudrohen, dass er ins Trudeln geraten könnte, ist wirtschaftlich genauso unsinnig, wie eine Strukturkrise mit einem Konjunkturprogramm zu bekämpfen. Die USA leidet nämlich nicht an Massenarbeitslosigkeit, sondern an industrieller Unterproduktivität und diesbezüglicher Wettbewerbsschwäche.

Nichts gegen eine Flugverbotszone in Syrien, die viele Menschenleben retten und den Flüchtlingsstrom Richtung Europa bremsen könnte. Aber man kann sie nur gegen und nicht mit Putin durchsetzen und das auch nur, wenn die USA ihr militärisches Engagement in der Luft massiv erhöht und auf den Boden ausdehnt. Das wiederum werden die Türkei und der Iran genauso scheiße finden, wie Mexiko die Idee, dass es die gegen sie gerichtete Mauer auch noch bezahlen sollen.

Die zahlt natürlich am Ende der amerikanische Steuerzahler genauso wie das Infrastruktur-Konjunkturprogramm und die, bei Realisierung der Flugverbotszone, massiv steigenden Kriegskosten. Von der angekündigten generellen Modernisierung der Streitkräfte ganz zu schweigen. Das führt einerseits zusammen mit der ebenso versprochene massive Steuersenkung für Unternehmen kurz bis mittelfristig zu mehr Arbeitsplätzen.

Andererseits bedeutet es aber auch das Ende der amerikanischen Niedrigzinspolitik, was wiederum den Wert des Dollars steigen lässt, was wiederum die Wettbewerbsfähigkeit amerikanischer Produkte auf dem Weltmarkt weiter reduziert. Gleichzeitig soll China, der einzige Großgläubiger der USA dessen weiteres Geld keine Zinsspirale in Gang setzt, durch massive Importbeschränkungen geschwächt werden, was wiederum Auswirkungen auf die gesamte Weltkonjunktur hat.

Das alles und viel mehr können die Amtshandlungen und Ankündigung von nur einer Woche bedeuten, die der neue Präsident der mächtigsten Nation der Welt herausposaunt hat und das, dank Twitter, rund um die Uhr. Manisch ist dafür ein geradezu verharmlosender Begriff. Es handelt ich vielmehr um einen politischen Amoklauf der gerade erste angefangen hat und dessen Ende nicht abzusehen ist.

Offensichtlich hat ein Land, das in den letzten Jahrzehnten an sich selbst irregeworden ist, sich einen dazu passenden Staatschef gewählt. In einem ebenso irren Wahlkampf, der ganz auf Gefühle statt auf Fakten gesetzt hat. Mit einer Kommunikationsmaschinerie die genau darauf abgestimmt war und mit sensationsgeilen Medien, die genau den Mann hofiert haben, der ihren Machern danach den Dauerkrieg erklärt hat.

Es ist keine Frage, dass auch ein Teil der US-amerikanischen Elite diese Entwicklung mit verschuldet, ja das speziell die politische Klasse der USA davon sogar persönlich profitiert hat. Die immer weiter zunehmende, der gewollten kapitalistischen Dynamik geschuldeten, Gerechtigkeitslücke haben aber vor allem die verursacht, die sich in den letzten Jahrzehnten an ihr unternehmerisch und geschäftlich so sehr bereichert haben, wie nie zuvor in der Geschichte des Landes.Sichtbar an der inzwischen riesigen Unterklasse der Working Poor und der horrenden Armut in den ökonomisch niedergegangenen Staatsgebieten.

Da Trump selbst zum Personenkreis der Profiteure gehört, hat er auch nicht vor diese tiefe SPaltung der amerikanischen Gesellschaft zu beheben, egal wie gut er sich bislang als Establishment Killer verkauft. Im Gegenteil, und das ist das eigentlich Irre an der Wahl dieses Präsidenten. Die diesbezüglich systematische Verarschung eines Teils seiner Wähler war von Anfang Teil seines Programms. „America First“ ist nämlich genau das große protektionistische Heilsversprechen, das perfekt von der zentralen Frage ablenkt, wem die USA wirklich gehören und wer dort wirklich das Sagen hat.

Dasselbe, was Trump mit vielen seiner Geschäftskunden und -partner getan hat, hat er, bewusst oder nicht, auch mit vielen seiner politischen Fans gemacht: Sie über den Tisch gezogen. Das Problem ist nur, dass man dieses Geschäftsmodell nicht beliebig auf die Weltpolitik, ja auf die Politik überhaupt übertragen kann. Bei allem Machtinstinkt über den dieser „Antipolitiker“ verfügt, werden sich sehr bald die Grenzen des „Trumpismus“ und seine „Alternativen Fakten“ zeigen.

34 Kommentare

1.
Kampfansagen Trumps gegen "die ganze Welt", eben auch gegen die EU und Deutschland begegnet man nicht nur mit Gesprächsangeboten, sondern kündigt gleichzeitig eigene Kampfansagen an,
z.B: Höhere Zölle auf alle US-Importe in die EU, gezielter, massiver Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen mit Russland, mit China, mit dem Iran einhergehend mit dem sofortigen Verzicht auf alle direkten/indirekten Sanktionen.

2.
Demonstrative "nach- und werthaltige "Angebote der EU an alle hochqualizierten Wissenschaftler und Ingenieure muslimischen Glaubens, die in den USA nicht mehr willkommen sind, sich in Europa niederzulassen.

3.
Erarbeitung und Verkündung alle denkbaren Belastungen für Google pp. bezogen auf ihre Aktivitäten in Europa durch die EU!

Dass nur beispielhaft!

Trump ist nicht derjenige, der freiwillig von seinen Zielen Abstand nehmen wird bzw. der bereit ist, über Wege zu diesen Zielen mit sich reden zu lassen, die für andere Ländern weniger gefährlich/bedrohlich wären.
Auf diesen groben Klotz gehört ein mindestens so grober Keil!!

Nach wie vor offen ist für mich, wie die US-Gesellschaft selbst "über kurz oder lang" auf den "Trumpismus" reagieren wird, der ja letztendlich all das zu Grabe trägt, was dieses Land -zumindest in den letzten 7o Jahren-ausgezeichnet hat :

Eine freie pluralistische Gesellschaft, mit ihrem fortlaufenden und zunehmend erfolgreichem Bemühen, allen Formen des Rassismus zu begegnen ,(wohlwissend, das Nicht-Weiße in den USA auch heute noch nicht "voll und ganz"von der Gesellschaft als gleichberechtigt akzeptiert werden), eine freie pluralistische Gesellschaft mit einem Höchstmaß an Meinungsfreiheit, Meinungsvielfalt, Medienfreiheit, Medienvielfalt, die durch die Trumpisten bedroht ist -und zwar durch diese unverhohlen und agressiv betrieben-, eine freiheitlich-pluralistische Gesellslchaft, in der es für alle Akteure selbstverständlich schien, sich "im Prinzip" anhand von Fakten zu streiten, sich "im Prinzip" der Wahrheit verpflichtet zu fühlen und nicht als Strategie (!!) a. )das Faktenwidrige zu einer wesenlichen Grundlage eigenen Handelns zu machenund b.) die bewußte, vorsätzliche Lügerei, eine freiheitlich-pluralistische Gesellschaft, in der die Religionsfreiheit eines ihrer höchsten Güter war , eine Gesellschaft, in der jeder Fremde als willkommen galt, der bereit war, die Prinzipien der US-Verfassung einzuhalten. Eine Gesellschaft und ein Staat, auf den nicht nur die große Mehrheit der US-Bürger stolz war, sondern die weltweit vielen Menschen, die von den Werten einer freiheitlich-pluralistischen Gesellschaft und von den Prinzipien eines freiheitlich-demokratischen Staates überzeugt sind, als Vorbild galt -auch in Abgrenzung zu totalitären Regimen.

"Quo vadis" USA???

Aber auch "quo vadis" Eurpa, quo vadis Deutschland -angesichts des Systems "Trumpismus" in den USA und angesichts der Gefahr, dass sich dieser als "ansteckende Krankheit" weltweit ausbreiten könnte -Krankeitsymptome lassen sich ja schon jetzt in Europa ausmachen -partiell in Westeuropa -Deutschland, Frankreich, GB, Niederlande- und umfassend, ja systemimmanent in Polen, in Ungarn, in der Tschechei, in……
Ein noch engeres Miteinander in Europa?
Für mich kann das derzeit nur bedeuten, daß sich die Gründerstaaten von Montan-Union, EG pp. – Frankreich, Italien, Deutschland, die Benelux-Staaten- enger zusammenschließen -wie auch immer organisiert und wie auch immer verfaßt.

"Spannende Zeiten" -in den USA und weltweit- mit völlig neuen Fragestellungen infolge des Trumpismus und -hoffentlich auch mit der Folge, daß über grunsätzliche Antworten Europas und Deuschland auf diese "neuen Fragen" in den bevorstehenden Wahlkämpfen -u.a. in Frankreich und Deutschland- gestritten wird.
(Ich meine damit nicht, daß "man" sich in Deutschland z.B. an dem heute veröffentlichten Lob von Seehofer gegenüber Trump abarbeiten sollte – "politisch Irre, die sich hier zu finden scheinen-").

Nachtrag:
1.
Welche "Blüten" der Irrsinn des Einreisverbotes für Muslime aus mehrheitlich muslimischen Staaten treibt ,zeigt sich am Beispiel des Grünen-Bundestagsabgeordneten Nouripour -einem "bekennenden Transatlantiker, u.a.stellv. Vorsitzender der deutsch-amerikanischen Paralmentarier-Gruppe-, der ab sofort nicht mehr in die USA einreisen darf, weilll.l?
Weil er neben dem deutschen Pass auch noch den des Iran besitzt. Und Letzeres kann er nicht verhindern, weil der Iran niemanden aus seiner Staatsangehörigkeit entläßt.

2.
Zumindest äußerst "seltsam" mutet es an, daß von diesem Einreiseverbot Trumps diejenigen Muslime ausgenommen sind, die Staatsangehörige Saudi-Arabiens, des Libanon und der Türkei sind, Länder, in denen Trump als Unternehmer geschäftlich aktiv ist – "ein Schelm, wer Böses dabei denkt-".
3.
Erfeulich, jedenfalls für mich, daß ein US-Bundesgericht den sofortigen Einreisestopp teilweise ausgesetzt hat. Unabhängig von der Bedeutung dieser Entscheidung im konkretn Falle, könnte sie Trump daran erinnern, daß im Rechtstaat USA durch die dritte Gewalt auch einem Präsidenten Grenzen gesetzt werden können, vor allem dann, wenn er Grundwerte der US-Verfassung zu mißachten scheint.
4..
Erfreulich für mich, daß sich die Kanzlerin wider ihres üblichen Politik-Stils jetzt relativ schnell und realtiv deutlich gegen dieses Einreisverbot ausgesprochen hat.

Gerd, schon mal was von Flugzeug- und Tunnelbau gehört? Und was ist z.B. mit der Grenze nach Kanada. Müsste da nach ihrer Denkweise nicht auch eine Mauer hin?

P.s. Wussten sie, dass zu Zeit mehr Mexikaner die USA verlassen als dort hinkommen?

Warum sollte man die Grenze zu einem Land sichern aus den keine illegalen Einwanderer kommen? Weil Mexikaner nach dem Bau der Mauer den Umweg über Kanada nehmen werden? 🙂

Warum sollte ein Mann wie Trump nicht früher oder später auch die Kanadier für gefährlich halten? ?

“Ich liebe Kanada, aber…”

@Walter Stach "Zumindest äußerst "seltsam" mutet es an, daß von diesem Einreiseverbot Trumps diejenigen Muslime ausgenommen sind, die Staatsangehörige Saudi-Arabiens, des Libanon und der Türkei sind, Länder, in denen Trump als Unternehmer geschäftlich aktiv ist – "ein Schelm, wer Böses dabei denkt-".
Wenn das von der inneramerikanischen Konkurrenz als Wettbewerbsverzerrung durch den Präsidenten zugunsten eben dieses Präsidenten wahrgenommen wird, sollte sich dieser Präsident warm anziehen. Beim Geld hört jede Freundschaft auf.

eine 'irrsinnige' Grenzsicherung gibt es schon längst: man google mal nach "us border fence";
hat zu Zeiten Obamas scheinbar niemanden interessiert …

Trump ist das Resultat, nicht die Ursache, des Versagens von Obama und Hillary Clinton. Das Trump nicht eine wirkliche Lösung hat für die Abgehängten Fly-Over-States ist klar. Nur: Er hat ihr politische Potential erkannt und ausgenutzt.

Die jetzigen Aktionen dienen doch in allererster Linie der Selbstvergewisserung seiner Wähler. Seht her ich tue was ich versprochen habe. Das dies den liberalen Küstenbewohner in Ost und West nicht gefällt nimmt er dabei gelassen in Kauf.

Nicht mehr lange, Thorsten.Trump und seine Familie wohnen, wenn sie nicht in Washington sind, in New York City und nicht in Ditroit.

@ Pit # 10

Gegen das , was Trump an der mexikanischen Grenze vorhat, ist das, was da jetzt ist, eben nur ein mickriger fence.

Ach ja, ich habe grundsätzlich nichts gegen Grenzsicherung.

@Arnold
Mag sein….nur er wird die Demos vor seiner Tür geniessen….sowas schweisst seine Anhänger noch fester an ihn…..er will diese Spaltung in zwei tief verfeindete Lager und er treibt sie entschieden voran.

Er wird damit nicht aufhören solange er POTUS ist…..

Thorsten, die Demos sind das geringste Problem. Wenn der erste der Silicon Valley Konzern Chefs, die alle auch noch ein Penthouse in NYC haben, hinter verschlossenen Türen damit droht, die USA zu verlassen, dann wird es ernst. In diesen Konzernen ist Multikulti die Voraussetzung ihres Erfolgs. Das gleiche gilt für das Bankenwesen und für die Forschungseinrichtungen der USA. Die können einfach keine Hetze gegen welche Mitarbeitergruppe auch immer gebrauchen, geschweige die Abwanderung, bzw. die zu geringe Zuwanderung von Spitzenkräften.

@#9 Helmut Junge: Und 15 der 19 Attentäter des 9/11-Terrors stammten aus Saudi-Arabien.

@#2 j. federman: Dumme Versprechen in noch dümmere Taten zu verwandeln, zeugt weder von Intelligenz noch von besonderer Entschlossenheit – es sei denn, der eigene IQ liegt unterhalb des IQ eines Kreuzschlitzschraubendrehers.

@Arnold
Das wird nicht passieren…sie werden schon einen Deal mit ihm schliessen. Geld hat kein Gewissen. Auch wenn das Valley so tut…..

@ Thorsten Stumm # 17

Wenns an die Produktivität einer Firma und damit an den Kern der Profitabilität geht, dann gibts keine Deals mehr. Dann geht es ans Eingemachte.Da bin ich ganz bei KLaus Lohmann.

Die separatistische Bewegung in Kalifornien, die dabei ist, über bloße Demonstrationen hinaus jetzt "ganz förmlich" in den Prozess eines "Separationsverfahrens" einzusteigen, zeigt noch einmal "überdeutlich", welche Welten liegen zwischen den Gesellschaften, den Staaten, den Kulturen, den Menschen an der Ost- und an der Westküste der USA einerseits und anderseits zudem "was da zwischen liegt".
Da Trump keinerlei Interesse zeigt, diese tiefe Kluft ein wenig zuzuschütten, damit sich diese beiden Welten wieder näherkommen können, sondern er diese Kluft alltäglich weiter vertieft, kann derzeit nichts, gar nichts mehr ausgeschlossen werden mit Blick auf den Zusammenhalt der US-Gesellschaft und den Bestand der -noch- Vereinigten Staaten von Amerika.
Auch deshalb habe ich nach wie vor die Hoffnung, daß dieser Besorgnis wegen die Republikaner sich auf ihre Traditionen besinnen, dh. alles tun werden, damit die Einheit der Vereinigten Staaten und der Restbestand an Gemeinsamkeiten in der US-Gesellschaft dem Irrsinn des Trumpismus "geopfert werden".

Wie in mehreren Beiträgen vorab angesprochen, wird für " Sieg oder Niederlage des Trumpismus" -für seinen Endsieg oder für sein "Aus"- in den USA und weltweit- wesentlich sein, wie die US-Wirtschaft, wie vor allem die Akteure, die die riesigen Gewinne ihren globalen Aktivitäten verdanken -sh.u.a. Google u.Co; sh.aber auch die weltweiten Aktivitäten der Groß-Banken und der Hegd-Fonds- den Trumpismus und seine Folgen für ihre Geschäfte bewerten und auf Dauer hinzunehmen bereit sind oder dem Widerstand leisten werden.
Ich kann dazu klare Signale in die eine oder in die andere Richtung noch nicht ausmachen.

Helmut Junge -9-
Ja, das denke ich auch.
Was mich verwundert ist, daß die US-Wirtschaft bisher ehe zufrieden auf den "Trumpismus" als neues Wirtschaftsmodell zu reagieren scheint, ehe wohlwollend statt kritisch. Das gilt im allgemeinen und das schließt konkrete Maßnahmen/Probleme ein.
Bisher hat aus der Wirtschaft z.B. niemand, der in China produzieren läßt und der betroffen sein wird, wenn Trump das zukünftig zu unterbinden gedenkt, diesen Trump daran erinnert, daß das Unternehmen seiner Tochter in großem Umfange in China produzieren läßt !

Dass die Trump-Fans in den USA, in Deutschland, hier bei den Ruhrbaronen alle die irrsinnigen Aktivitäten, diese Widersprüchlichkeiten und Unglaubwürdigkeiten nicht wahrnehmen oder sie mit hanebüchenen Aussagen zu widerlegen versuchen ("alternative Fakten!!" ) wundert mich alledings nicht -nicht mehr-.

Denn
"fanatische Anhänger einer Bewegung" waren und sind blind für alle Daten und Fakten, die ihre Gläubigkeit ins Wanken bringen könnten; das galt z.B. für die "gläubigen Kommunisten" nach dem II.Weltkrieg in Westeuropa, die die erschreckenden Daten und Fakten aus der stalinistischen UDSSR ausgeblendet haben und daß galt für die Mehrheit der Deutschen, die als "gläubige Nazis" alle erschreckenden Daten und Fakten zu diesem Regime ausgeblendeten -und das bis zum letzten Tage des Unterganges "von Reich und Führer".
Das gilt bekanntermaßen aktuell auch für "die fanatischen Anhänger" völkisch-nationalistisch-antidemokratischer Bewegungen in Westeuropa, gegen deren Gläubigkeit offenkundig argumentativ auch nicht anzukommen ist.

Nachtrag zum Hinweis auf Tim Cook & Co.: Das Dealen von Trump in Richtung Apple – deren Fortgang aus den USA ja schon von Tim Cook vor einem Jahr angedroht wurde, falls Trump Präsident würde – ist im vollem Gange, insoweit hat Thorsten Stumm ja recht:
http://www.maclife.de/news/apple-foxconn-hohes-investment-us-produktionsstaette-geplant-10087953.html

Allerdings warnt eben auch Foxconn-Chef Terry Gou vor den hohen Produktionskosten in den USA, die halt auch Apple-Produkte über die Schmerzgrenzen beim Verkaufspreis klettern lassen würden. Ein weiterer Deal bei Grundstücks- und Strompreisen deutet auf eine Brexit-ähnliche Zukunft: die eigenen Ressourcen ala Tafelsilber verschleudern müssen, um Firmen im Land zu halten. Schlechte Deals.

Deutschland hat sich auf einen Handelskrieg mit den USA vorzubereiten -die Wirtschaft (unter Einbindung der Gewerkschaften) und die Politik und das weitestgehend miteinander abgestimmt -sh.dazu schon meine Anmerkungen unter -1-, Ziffern 1-3.

Und "Kriege" führt man rücksichtslos mit Blick auf den "Kriegsgegner", hier auf die "trumpistoide USA". Dabei muß zudem klar sein, daß jeder "Kriegsgegner" der trumpistoiden USA der "Kriegspartner" Deutschlands sein sollte.

Ich denke, so aufgestellt, so ausgerichtet, so agierend -nicht bloß auf Trump in jedem Einzelfall reagierend- kann die Wirtschaftsmacht Deutschland sich durchaus optimistisch der Kampfandrohung Trumps stellen! Und der muß ab sofort merken, wer sich weltweit gemeinsam gegen seine Kampfansage, gegen den von ihm gewollten Wirtschaftskrieg stellen wird und sich darauf vorbereitet.

Wer meint, Trump zu einer weltweit den meisten Staaten akzeptabel erscheinenden Wirtschaftspolitik "durch gutes Zureden und vernüftige Argumente" bringen zu können, irrt, und zwar gewaltig; also…sh.Oben-.

Ob den Trumpisten bewußt ist, daß ein solch weltweiter Wirtschaftskrieg -die USA gegen die Anderen- dazu führen kann, ja dazu führen muß, daß alsbald auch auf anderen Feldern und mit anderen Mitteln "Krieg geführt" wird? Das zumindest aus bisherigen Partnern Gegner und aus bisherigen Gegnern Partner werden könnten -zerstritten unterschiedlicher Interessen wegen, geeint gemeinsamer Interessen wegen?
Nehmen die Trumpisten das in Kauf oder ist das gar von ihnen so gewollt?
"USA, USA "über Alles in der Welt"?
"Wir -die USA- gegen alle Anderen?
Das kann nicht gutgehen, auch nicht für die Weltmacht USA.

Hallo Arnold, (lasse uns mal treffen 🙂
ich gebe dir Recht, dass sich Europa formieren muss, aber ich sehe die Grundproblematik noch viel tiefergehend.
Trump schottet die Statten ab. Ungarn usw. hat es auch getan. Diese christlich-nationale Abschottung verstärkt einen bereits durch sich alle Länder ziehende gesellschaftliche Spaltung. Stellvertreterkriege tun dieses ebenso.

Neben dem Krieg hat der Terror eine zweite Mutter, eng mit der ersten verbunden: das soziale Elend. Die Hauptländer des Terrorismus sind geprägt von Armut, Hunger und sozialer Hoffnungslosigkeit. Die globale soziale Ungleichheit durch den globalen Kapitalismus ist wesentliche Triebfeder des Terrorismus.

Die christlich-nationale Abschottung wird das weiter verstärken.

Für mich hat diese kulturelle Auflösungserscheinung Peter Kruse auf den Punkt gebracht.
https://www.youtube.com/watch?v=3mpgYBKig5M

Diese politischen Amokläufe wie von Trump oder Erdogan bewirken hoffentlich einen tief gehenden globalen Weckruf. leider braucht es bei großen Paradigmen Wechsel einen unerträglichen Leidensdruck = Pearl Harbor-Effekt.

Peter Kruse hat mathematisch wissenschaftlich, kulturelle Befindlichkeiten aufgezeigt. Kurz gesagt strebt die eine Hälfte der Gesellschaft nach dem leistungsorientierten Ich und die Andere nach einem solidarischen Wir. Diese Zweiteilung ist enorm und selbst eine gemeinsame Sprache ist nicht mehr gegeben. Es wundert nicht, das die Aufspaltung in Gewinner und Verlierer enorme Risiken birgt. Seiner Meinung nach ist das kulturelle Gesellschaftliche Band zum zerreißen gespannt.

Nichts anderes als die immer wieder leichtfertig genannte Schere der gesellschaftlichen Spaltung. Es gibt keine gemeinsamen Wertemuster mehr.

Meiner Meinung nach ist das lösungsverheißende Ideal der Kooperation nur durch zwei Strategien zu erreichen.
Digitale Räume sowie Analoge Räume = öffentliche Räume realisieren und implementieren Demnach eine zukunftsgerichtete Stadtplanung mit Begegnung und AushandlungsRäumen sowie globale Beteiligungs-Systeme inklusive gemeinsam ausgehandelter Werte im Netz.

Es führt letztlich überhaupt keinen Weg daran vorbei, und allen ist dies auch einigermaßen klar. Sogar der Mehrheit der Führungskräfte/Manager wissen, dass es nur noch `ergebnisoffene Prozesse´ geben kann. Dieser global-gesellschaftlichen Verantwortung kann sich niemand mehr entziehen.

Das Gewaltbereitschaft proportional zur Resignation steigt ist auch nichts Neues. Aber dazu ein Zitat von Harald Welzer und Dana Giesecke:

“Es ist eine intellektuelle und politische Selbstentmündigung, jedesmal dann, wenn ein massenmörderischer Prozess – wie in Ex-Jugoslawien oder Ruanda- sich vollzogen hat, von der dabei freigesetzten Grausamkeit so entsetzt zu sein, als wäre es das erste mal, dass so etwas passiert, anstatt sich damit auseinanderzusetzen, dass Gewalthandeln erstens eine Geschichte und sich wiederholende Aspekte hat und sich zweitens in Prozessen vollzieht, die man beschreiben kann. Es handelt sich bei kollektiven Gewaltakten in der Regel nicht um unerklärliche Eruptionen, sondern um wiederkehrende soziale Vorgänge mit einem Anfang, einem Mittelteil und einem Schluss, und diese Vorgänge werden von denkenden Menschen und nicht von amoklaufenden Berserkern erzeugt.”

Ich bin nicht der Meinung, dass Trump ein vorübergehendes Phänomen ist oder bleiben wird. Er ist nur Vollstrecker einer sich schön länger abzeichnenden Zeitenwende nach der nicht mehr so sein wird wie wir es kennen. Der linksliberale Zeitgeist der digitalen Globalisierung hat in Rausche der Möglichkeiten der schönen neuen Welt, leider diejenigen vergessen, die diese Möglichkeiten eben nicht haben, aber mit stagnierenden Einkommen dafür bezahlen müssen. Es hätte noch Spielräume gegeben dem entgegenzusteuern. Der Zeitpunkt ist meiner Meinung nach aber verpasst. Das spüren auch die CEO der grossen digitalen Weltfirmen die übrigens mittlerweile überall kräftig unter Beschuss nationaler Regierungen geraten. Potential für einen Deal mit Trump ist da, allein das riesige Geld, dass diese Firmen an europäischen Steuerbehörden vorbei in Irland geparkt haben taugt als Verhandlungsmasse. Die Zeitläufte sind in Bewegung. Wenn in Frankreich, was ich mir nicht wünsche, aber ernsthaft befürchte, LePen Präsidentin wird, zerschellt an dieser Zeitenwende auch die EU. Für mich geht es nicht mehr darum irgendein Zeichen gegen Trump oder irgendwas zusetzten. Wir brauchen einen Plan B für die Zeit nach dem grossen Knall……weiterso wie bisher ist jedenfalls keiner……

Die Amtszeit eines US-Präsidenten beträgt zunächst erst einmal vier Jahre. Zwei Jahre nach seiner Wahl werden der Senat und der Kongreß zu großen Teilen neu gewählt, um das Gleichgewicht zwischen dem Parlament und einem starken Präsidenten zu erhalten. Jimmy Carter und Barack Obama verloren damals ihre Mehrheiten. Ich bin mal gespannt, wie in zwei Jahren gewählt werden wird. Sollte Trump seine Mehrheit behalten, fände ich das nicht gut. Aber ich nenne es nach wie vor Demokratie!

Beim Thema Grenzmauer/-zaun sollten wir Europaer eher keine Steine werfen: Ceuta, Melilla, Calais, Griechenland, Bulgarien, seit neuestem auch Ungarn…

Operative Hektik durch geistige Windstille … gekoppelt mit medialer Hysterie 😉
Finden wir uns damit ab: die USA haben einen Präsidenten, der vielen nicht passt.
Aber z.B. die Idee den Krieg in Syrien zu beenden und gegen den IS vorzugehen, scheint doch gar nicht so wenig vom Pragma der Vernunft geprägt zu sein, als weniger von moralischer Hybris. Es ist und bleibt eine einfache Rechnung: Jeder Tag, den ein Krieg weniger dauert, sterben weniger Menschen. Setzen wir mal die Prämisse, dass Menschenleben eine objektive Bezugsgröße darstellen (es wird noch mehr relevante Faktoren geben).

Keine Frage, abraxasrgb, es kann mit Trump so etwas wie kolaterale Nutzen geben. Es wäre wirklich gut, wenn der Kriege in Syrien möglichst bald beendet würde. Aber Putin hat bei seiner diesbezüglichen Konferenz für eine politische Lösung bislang nichts errreicht. Ob es zusammen mit Trump klappt, waage ich zu bezweifeln, denn Assad spurt eben nicht so, wie sich Putin das nach seine bisherigen Militäreinsetzen für ihn gedacht hat. Und seine Gegner innerhalb und außerhalb des Landes auch nicht.

Wer in und um Syrien wirklich Frieden schaffen will, der muss sich auf dem Boden engagieren und mit einer großen Truppenstärke langfristig vor Ort bleiben, und selbst dann hat er mit permanentem Widerstand zu rechnen. Dazu wird weder Putin noch Trump bereit sein. Alle Großmächte haben bislang in dieser Gegen der Erde die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Und wenn Trump die in Erwägung gezogene Flugverbotszone wirklich durchsetzen will, dann wird erst gar keine friedensorientierte Zusammenarbeit mit Putin geben.

Aber wenns denn mit einem dauerhaften Frieden wirklich klappt. Wer sollte etwas dagegen haben.

@Arnold
Wir sollten in Zeiten der Medienhystrie und der Fake-News mit den Begriffen genau sein. Von einer Flugverbotszone hat Trump nicht gesprochen . Er sprach von Schutzzonen. Das ist nicht dasselbe. Zudem könnte Trump für diese Schutzzonen auch Putin mit ins Boot holen, was sehr geschickt wäre, bräuchte er dafür doch keine Bodentruppen in Syrien. Zudem ist diese Schutzzonenkonzept für zivile Flüchtende, die von allen Kriegsparteien anerkannt werden, ziemlich exakt das, was die EU zur Abwendung eines neuen Flüchtlingsstrom fordert.

@Arnold
Kollateralnutzen ist eine passende Umschreibung. Sollte sich der Syrien-Krieg zusammen mit Russland beenden lassen, wäre Trumps Plädoyer für ein Ende der Sanktionen doch ein kluger Schritt.
Evident ist eigentlich, dass die Europäer, als politisch Betroffene der "Flüchtlinge vor Krieg und IS", sich militärisch engagieren sollten. Dann wäre da noch das Ding mit dem islamischen Terror, das ohne Russland anzugehen geographisch dumm und politisch / militärisch lächerlich ist.

Neues aus "Trumpidistan":

1.
Die neueste unter den sog."alternativer Wahrheiten" aus dem Hause Trump:

Während jedermann sehen und insofern miterleben konnte, wie emotional betroffen weltweit Menschen waren, denen die z.T. seit langem geplante und per Visum gestattete Einreise in die USA verweigert wurde und wie chaotisch die Zustände an den Flughäfen waren, erklärt Trump;
"Es läuft alles gut ab. Mein Dekret wird bestens umgesetzt!".

2.
Trump-Gegner und der Umgang des Präsidenten Trump mit ihnen:

Bemerkenswert, daß sich jetzt auch offen und in deutlichen Worten prominente Republikaner kritisch mit Trump befassen -u.a. John McCain und Lindsey Graham.

Noch bemerkenswerter wie Trump darauf reagiert:
"McCain und Graham sind erbärmlich schwach".

Dass die Trumpisten , auch die hier bei den Ruhrbaronen, diese und ähnlich erschreckende Symptome des Trumpismus entweder nicht wahrnehmen oder als belanglos abtun, könnte 'was mit der "Festigkeit ihres Glauben" zu tun haben wider die " durch die vernunftbestimmte bestimmte Überzeugung von politischen Grundwerten freier und pluralistischer Gesellschaften.

3.
Neues aus dem Lager der "Trumpisten in Deutschland":
Wenn der Trumpist Seehofer meint, Trump loben zu müssen -aus einer Gesinnung, die auch seine Freundschaft mit Orban erklärt-, dann ist das a.) eines Hinweises wert und macht es b.) für mich umso erfreulicher, wenn Bürgermeister Scholz -bewußt und gezielt als demonstratives Gegenteil gemeint- den kanadischen Minsterpräsidenten Trudau nach Hamburg einlädt.

Das ist für mich zugleich ein Beispiel, das helfen könnte, klare Fronten erkennen zu können -auch mit Blick auf den Wahlkampf und die Wahlentscheidung- zwischen denjenigen, die für eine freie pluralistische Gesellschaft eintreten und denjenigen, die Freiheit personell und inhaltlich nicht wollen für "Andere und für Anderes", sondern nur für das "Wir" und für das "Unsere" und denen die Vielfalt der Menschen, der Kulturen, der Religionen, das Miteinander von "Einheimischen und Fremden" ein Graus ist.

Witzeleien wie " Treffen sich Trump, Orban und Seehofer auf dem Obersalzberg. Daraufhin beklagen die nicht eingeladenen Le Pen, Wilders, Petry den Mißbrauch dieser historischen Stätte durch…." , könnten durchaus zum Bestandteil "ernsthafter " politische Debatten werden.
4.
Trump und der Streit um die "Richtigkeit" seiner politischen Strategien:

Dass über politische Strategien zu streiten ist, ergibt sich aus ihrem Wesen.
Nur:
Verwundert bin ich, daß hier "allen Ernstes" diesem Polit-clown im Amt des 45.Präsidenten der USA strategisches Denken in der äußeren Politik der USA unterstellt wird -in Sachen Wirtschaft, Verteidigung, Auslandseinsätze der US-Streitkräfte…".
Das bezieht sich u. a. auf die Unterstellung einer politischen Strategie Trumps für den gesamten Nah-Ostkonflikt, indem Syrien zwar derzeit im Mittelpunkt eines Schreckensszenarios steht , aber nicht allein und für sich genommen den sog. Nah-Ostkonflikt ausmacht.

Wenn Trump z.B. verkündet, die US-Botschaft in Israel nach Jerusalem verlegen zu wollen, provoziert er damit eine Eskalation des Konfliktes zwischen Israel, einige arabischen Staaten und dem Iran . Ich sehe weit und breit keinen Grund, diese trumpsche Entscheidung als Produkt strategischen Denkens werten zu können. Für mich gehört diese Enscheidung zu den vielen anderen, die Trump emotional, spontan, auf kuzfristige Aufmekrsamkeit gerichtet beifallheischend trifft. Insofern können sie m.E. nicht Bestandteil einer kontroversen Diskussion über die zweckmäßigste politische Strategie sein, denn mit politischer Strategie hat das nicht zu tun.

Im übrigen -sh.abschließend -32-, bezogen auf den Kampf gegen den IS -richtiger wohl gegen jede Organisation radikal-fanatischer Islamisten- "predige" ich seit den ersten massiven Aktivitäten dieser Terroristen, daß es einer " weltweiten Kriegskoalition" all derjenigen bedarf, die die Schreckensherrschaft der radikal-fanatischen Islamisten fürchten und sie folglich bekämpfen oder dazu bereit sind, und das völlig unabhängig davon, ob die Koaltions-staaten ansonsten politisch-ideologisch-kulturell-religiös Welten trennen -die USA, Russland, China, Indien, Pakistan, die EU, Kanada, die südamerikanischen, die afrikanischen Staaten usw. Ob innerhalb der UN oder in einem speziellen Bündnis wäre zu diskutieren.

Das allerdings, so scheint mir, paßt jedoch nicht zur Selbstgewissheit der Trumpisten, zu ihrer Überzeugung, daß die USA letztendlich allein als d i e Führungsmacht der Welt erfolgreich den IS vernichten könnte; für mich ist das Überzeugung und eine Rhetorik der Trumpisten in den USA, die nicht nur realitätsfremd, sondern die m.E. sogar gefährlich ist -sie hilft letztendlich den radikal-fanatschen Islamisten, konkret dem IS!

Noch etwas Neues und ein wirklich bemerkenswerter "Rekord", den Trumpel aufstellt:

https://de.statista.com/infografik/7844/umfrage-ablehnung-us-praesidenten/?utm_source=Infographic+Newsletter&utm_campaign=e60edd319b-newsticker_DE_vormittags_33&utm_medium=email&utm_term=0_666fe64c5d-e60edd319b-295922789

"Trump wird schon nach 8 Tagen mehrheitlich abgelehnt " – beim "zweitmeistgehassten" Präsi der letzten Perioden, Bill Clinton, hat das gut eineinviertel Jahre gedauert;-)
Aber ich schätze, selbst das wird das Trumpeltier nicht zur Aufgabe seines jetzt schon fundamentalen Regierungschaos bewegen.

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