Tönnes-Nachfolger: Wirds Wichert?

Börje Wichert Foto: Privat

Wenn sich am späten Nachmittag die Spitzen der den Regionalverband Ruhr bestimmenden Kenia-Koalition aus SPD, Union und Grünen treffen,  wird ein Thema die Nachfolge von Noch-RVR-Chefplaner Martin Tönnes sein. Die Grünen wollen Tönnes, dem in erster Linie das Scheitern des Regionalplans angelastet wird loswerden – wenn Union und SPD denn auch zu personellen Zugeständnissen bereit sind.

Auch einen Nachfolger für Tönnes sollen die Grünen schon gefunden haben: Börje Wichert, den ehemaligen Chef der Ruhrgebiets-Grünen, der zur Zeit als „Hub-Manager“ im Bereich „Green-Tech“ bei der Business-Metropole Ruhr, der Wirtschaftsförderung des Ruhrgebiets, die dem RVR gehört, beschäftigt  ist.

Im Kreis der Koalitionspartner findet die Personalie Wichert Unterstützung, obwohl Wichert, der nur ein abgebrochenes Jurastudium vorzuweisen hat, kein gelernter Stadtplaner ist – was rechtlich auch keine Voraussetzung für die Stelle ist. Gesprächspartner dieses Blogs sehen zwar ein Risiko darin, Wichert zum Chefplaner zu machen, sind aber von seinen Führungsfähigkeiten und seiner politischen Vernetzung überzeugt. Wicherts Familie ist eng mit der SPD vernetzt, er soll über gute politische Kontakte verfügen. Das alles könne die fachlichen Defizite ausgleichen.  Auf eine Anfrage dieses Blogs hat Börje Wichert bislang nicht geantwortet. Sollte sie noch kommen, werden wir sie zeitnah einfügen.

 

8 Kommentare

Aber Martin Tönnes soll es laut diesem Blog an "Qualifikation mangeln"… Abgebrochenes Jurastudium gegen Raumplaner mit städtebaulichem Referendariat.
Die Region sollte dringend lernen an einem Strang zu ziehen und sich nicht permanent selbst zu zerlegen.

Please: No!
Ich hatte mal das zweifelhafte Vergnügen den mit Tönnies zusammen zu erleben (aushalten zu müssen). Ich habe mich für das Ruhrgebiet fremdgeschämt …

man kann nicht sagen, dass er keine Qualifikationen hätte. Typischer grüner Radfahrer. Treten und buckeln kann er gut. So hat er maßgeblich die grüninterne Kritik an Eon Datteln platt gemacht, mit Rausschmiss für Abweichler bei den RVR-Grünen gedroht und für die Landtagsfraktion einen Koalitionsstreit vermieden. Das zahlt sich jetzt für ihn wohl aus. Er hat schon früh ausschließlich auf die Schiene Berufpolitik gesetzt und da braucht man bei Grünen ja kein Studium, sondern muss sich nur hochbuckeln.

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