Think Different…

Und auf einmal findest Du dieses alte Video auf Youtube und denkst: Das war eigentlich ganz schön damals, als Apple noch nicht alles kontrollieren wollte. Und mit Rebellion und Nonkonformismus warb. Man konnte sich nicht vorstellen, dass sie so etwas wie die Apps anbieten – erst auf dem iPhone und bald auf dem Rechner. Natürlich war das damals alles auch schon nur Reklame, aber ich zumindest bin gerne drauf reingefallen. Es hat Spaß gemacht, sich für diese Computer zu streiten. Nein, mich stört nicht, das heute fast alle die ich kenne, einen Mac haben. Das macht das Leben leichter. Mich stört was aus Apple geworden ist. Aber wahrscheinlich bin ich heute nur ein wenig melancholisch. Vergesst es.

5 Kommentare

Sieh dir mal die Artikel bei Touch-This an, der Autor da schreibt nur etwas kritischer. Anscheind bist du da nicht alleine.

Und ich gehöre auch dazu.
Es gab mal eine Zeit da war Apple noch Schön. Heute ist es eine Zeit da ist Microsoft viel Schöner.

hmm, in meinem Umfeld sind die meisten, so auch ich, nach schmerzlichen Erfahrungen wieder zurückgewechselt. Einige wieder zu Windows, andere zurück zum Pinguin.
Apple hatte 2006 viel versprochen, aber es kam zu wenig, zu groß waren die Nachteile und Einschnitte. Allein das Java-Fiasko nach den großen Ankündigungen (“OS X wird DIE Java-Entwicklungsplattform…”) hat für einen hässlichen Nachgeschmack gesorgt.

So long, apple.

Tscha… mit der Melancholie ist das so eine Sache: Immer hat man das Gefühl, sie würde aus dem Nichts kommen, aber gerade um den November herum, da kommt sie mit “18, wech, 20, zwo, null, wech, Schneider, schwarz, angesagt”… da machse nix, da guckse dumm und jammerst, bei Kerzenschein, in den Mate Tee, oder in den Kakao, oder ins Pils; Wahlweise!

Jedem der bei dem, was aus Apple geworden ist, melancholisch wird, dem empfehle ich ja immer “Pirates of the silicon valley”. Steve und Apple waren niemals nimmer nicht lieb oder “different”. Schon irgendwie ironisch und bezeichnend, das heute Microsoft zum Hoffnungsträger derjenigen geworden ist, die sich auf dem Mobiltelephon ein wenig Freiheit erhoffen… that’s the way life goes.

Doppelt ironisch finde ich ja, daß es gerade Big Blue gelungen ist, mit seinen “think-different”-thinkbooks, Apple gegen das palo-alto-gebräunte Knie zu treten… wuff… die Dinger waren irgendwie immer state of the art… auch wenn sie nicht den genialen Belüftungsaufklappmechanismus oder die Meinnachbarsiehtnichtwasichsehefolie eines Vaio hatten…

Was erzähle ich, das klingt ja wie früher, als Oppa noch vom Krieg erzählte… wenn es heute einen Grund gibt um melancholisch zu sein, dann ist es die Tatsache, daß die Produktion des “Sony-Walkmen” eingestellt wurde und nur noch abverkauft wird. Wenn ich nicht noch ein champagnerfarbenes Modell hätte, ich müsste mich echt auf die Suche machen. Damals war echt alles besser, Vinyl als wirklich offener Standard, als bootleg aus Japan zur Not (oder zur Freude), auch ohne Längercode hier verwendbar.

Ich kann das alles natürlich gar nicht nachvollziehen, ich hatte nämlich niemals einen Mac!

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