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Guten Morgen, Herr Rüttgers

Bochum atmet auf; – das ist natürlich Quatsch. In Bochum atmet man weiterhin aus und ein und aus und ein und so weiter. Daran ändern auch neue Nachrichten nichts: Am Morgen hat der GM-Europachef Nick Reilly so etwas wie eine Standortgarantie für das Opelwerk in Bochum abgegeben und die Regierung Jürgen Rüttgers´.

Foto: ruhrbarone

Nicht ganz klar sind die Morgenworte des Managers überliefert. Sagte Reilly nun "Bochum will be an important location in the future"? Oder: "Bochum remains an important part of the resources of General Motors in Europe going forward"? Oder auch: "Bochum wird auch in Zukunft ein wichtiger Standort für General Motors bleiben"? Oder aber: "Das Opelwerk in Bochum bleibt ein wichtiger Standort für den US-Autokonzern in Europa"?

Wie auch immer…

Liveschalte zum Werkstor

Heute um 16 Uhr will Jürgen Rüttgers ein Pressestatement am Bochumer Opelwerk 1 abgeben. Der Ministerpräsident ist gerade Gast der Betriebsversammlung der Automobilwerker. Und ganz gleich, wie man den Einsatz der Regierenden aus den Opelländern, aus USA und Russland zur Opelrettung beurteilt – in diesem Fall ist der Ort die Nachricht. Die Staatskanzlei hat extra SMSen herumgeschickt, trommelt kräftig die Presse zusammen. Damit Rütte, wie gewünscht, gleich vorm "Werkstor 1" stattfindet – ein Symbolbild. Oder: Wenn Politik Wirklichkeit trifft.

Fotos: ruhrbarone.de

Wo Nachrichten Wirklichkeit werden, da lagern die Übertragungswagen, Reporter, Techniker. Professionelle Schaulustige. Und ich frage mich schon lange, ob das sein muss? Wozu das gut ist? Ich frage mich das spätestens seit der Nokiatragödie.

Damals musste ich ein paar Stunden nach der überraschenden Nachricht…

Nokia: Kündigung zu Weihnachten

Haben Sie Ärger mit ihrem Nokia Handy? Seien Sie froh – in Zukunft könnte alles noch schlimmer werden.

Denn nachdem Nokia in diesem Jahr neben der Produktion auch sein Entwicklungscenter mit 400 Ingenieuren in Bochum geschlossen hat ist noch lange nicht Schluß mit dem Abbau der Entwicklerkompetenz: Wie die Vancouver Sun heute meldet, hat Nokia in seinem Forschungszentrum in Vancouver die Hälfte der Ingenieure rausgeworfen. 200 Entwickler bekamn pünktlich zu Weihnachten ihre Kündigung.

Nokia baut damit weitere Forschungskapazitäten ab und setzt auf die sogenannten "Services" – die sind vor allem eine Ansammlung an Online-Diensten, die unter dem Namen Ovi vieles bieten, was andere schon längst haben: Eine Foto-Community, oder einen Musik-Online-Store.  Telefone werden da scheinbar langsam zur Nebensache.    …