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Abfallgesellschaft Ruhr – Mal wieder eine Nachricht

In der vergangenen Woche wollte ich was Positives über die AGR schreiben. Ich hatte gehört, dass die Müllfirma des Regionalverbandes Ruhr, nach den Katastrophenjahren, nun endlich in 2007 wieder einen Gewinn eingefahren hat. Bei einem Umsatz von 100 Mio Euro zwar nur 7 Mio. Aber: Immerhin. Nach all den Hunnenmeldungen, die in der Vergangenheit kamen, dachte ich, schön mal was anders zu schreiben.

Ich habe also nachgefragt, wie es steht. Vor allem wollte ich den Jahresabschluss einsehen, damit man überprüfen kann, was sich hinter der Jubelmeldung verbirgt. Überraschend wurde mir mitgeteilt, dass der Jahresabschluss noch unter Verschluss sei, und nur die Eckzahlen, also die Jubelmeldung, verbreitet würde. Den echten Abschluss gebe es erst, wenn das Ruhrparlament den Abschluss abgesegnet habe.

Klar? Die Jubelarien soll man singen, aber man darf nicht nachschauen, welche Melodie gespielt wird. Seltsam.

Ich habe mir dann die Pressemeldung genau angesehen. Und dann sehe ich, dass die AGR immer noch überschuldet ist. Und zwar mit 3 Mio Euro. Gut, normalerweise muss die AGR deshalb ihren Betrieb einstellen und Insolvenz anmelden. Sonst macht sich der Geschäftsführer strafbar wegen Insolvenzverschleppung.

Schon wieder AGR? Leider…..

Wie ich erfahren habe, will sich der Regionalverband Ruhr (RVR) in seiner kommenden Verbandsversammlung mit der Abfallgesellschaft Ruhr beschäftigen. Dabei soll vor allem meine Berichterstattung über die bilanzielle Überschuldung der Müllfirma thematisiert werden. Der Geschäftsführer der AGR, soll dazu Stellung nehmen und meine "Falschberichterstattung" zurückweisen. Ich nehme an, über die Mülltransorte aus Neapel nach Herten, die die AGR derzeit durchführt, will keiner der Verantwortlichen plaudern – auch nicht darüber, ob unter dem legalen Müll auch die eine oder andere Tonne Giftdreck gepanscht war…

Wie dem auch sei. Damit es einfacher wird, fasse ich hier kurz die Kernpunkte meiner Berichterstattung zusammen, auf die der AGR-Geschäftsführer Stellung nehmen soll.

Aus dem Bundesanzeiger geht hervor, dass die AGR zum 31. Dezember 2006 eine bilanzielle Überschuldung von 80.694.775,98 Euro im Konzern hatte. Die Bilanz…

Der Regionalverband Ruhr und die Krisen-AGR

Diese Geschichte von dem Ende der Ökomedia GmbH kann man von zwei Seiten betrachten. Man kann schreiben, dass sich die Abfallgesellschaft Ruhr (AGR) von unnötigem Ballst befreit und zielgerichtet auf ihr Kerngeschäft konzentriert. Man kann aber auch schreiben, dass in der Krise die Einschläge langsam näher kommen, nah heran ans Haupthaus. Ein Treffer und alles bricht zusammen.

Wie gesagt, es geht um die Firma Ökomedia. Das ist eine hundertprozentige Tochter der AGR. Die Abfallgesellschaft selbst ist wiederrum eine hundertprozentige Tochter des Regionalverbandes Ruhr (RVR). Der Geschäftsführer der Ökomedia heißt Heinz Struszczynski. Das ist der Pressesprecher der AGR. Ein naher Kontakt ist ja manchmal nützlich. In diesem Fall zum Beispiel für Kredite, die die AGR in die Ökomedia gepumpt hat. Nach den Vorliegenden Unterlagen waren das ein paar hunderttausend Euro, die da…

Schnapsgläser voll Gas und der Filz rund um die AGR

Die Abfallgesellschaft Ruhr (AGR) wehrt sich gegen die Abdeckung ihrer vor zehn Jahren stillgelegten Mülldeponie Rheinberg. Das Vorhaben würde mehrere Millionen Euro kosten, heißt es. Eigentlich müsste das egal sein, weil die Bürger die Sanierung der Kippe schon mit ihren Müllgebühren bezahlt haben. Das findet auch der Landrat des zuständigen Kreis Wesel Ansgar Müller (SPD). Doch die AGR meint, die Abdeckung der Deponie sei jetzt falsch, erst müsse die Kippe ausgasen. Um ihre Aussage zu stützen, hat die AGR ein Gutachten der Universität Duisburg-Essen, Siedlungs- und Abfallwirtschaft vorgelegt.

Doch das Gutachten macht stutzig, denn aus der Kippe entweichen laut Gutachten nur 200 Kubikmeter Gas im Jahr. Das ist umgerechnet nur ein Schnapsglas Pupsgas am Tag auf der Fläche eines großen Badezimmers. Das ist nicht besonders viel. Jede Kuhwiese läßt mehr Pupsgas an die frische Luft. Zudem ist die AGR verdammt klamm, da sie nach eigener Aussage Geld aus den Deponierückstellungen in den Bau des RZR II gesteckt hat und zudem mit dem Baren Forderungen des Brochier-Insolvenzverwalters bedient hat. Die AGR gehört zu 100 Prozent dem Regionalverband Ruhr, einem Zusammenschluss alles Städte im Revier.

Nun kann man auch feststellen, dass der Gutachter des Rheinberger Deponie-Gutachtens, Professor Renatus Widmann, mit dem ehemaligen AGR-Geschäftsführer Michael Vagedes im Beirat der Uni-Duisburg-Essen, Fachbereich Bauingenieurwesen sitzt. Michael Vagedes – das ist der Mann, der die Müllfirma AGR in die Fast-Pleite geritten hat und als damaliger Chef gleich zwei Dienstwagen von der AGR gestellt bekam.