Studenten gegen höhere Preise für das Semesterticket

stadtbahn_dortmundDer Verkehrsverbund Rhein Ruhr (VRR) plant eine Erhöhung der Preise für das Semesterticket.

Für 106,62 Euro fahren Studenten zur Zeit ein Semester lang durch Ruhrgebiet. Der VRR plant nun die Erhöhung der Preise um sechs Euro – schließt aber weitere Preiserhöhungen nicht aus.  Als Vergleich führt der VRR die Preise für Monatskarten von Auszubildenden heran – sie zahlen bis zu 145,55 Euro im Monat um Busse und Bahnen nutzen zu können. Allerdings war das Semesterticket bei seiner Einführung deutlich preiswerter: 1992 kostete es 84 Euro für das Semester. Dazu kommt: Alle Studenten zahlen für das Ticket, egal ob sie es nutzen oder nicht. Der AStA der Uni Duisburg-Essen plant nun Proteste gegen die Preiserhöhung.

AStA-Referent Daniel Lucas: “Der VRR hat als Anstalt öffentlichen Rechts eine soziale Aufgabe. Anstatt Preiserhöhungsforderungen zu stellen sollten sich Azubis, Schüler, Eltern und Bezieher von Sozialleistungen dem Protest anschließen und sich für faire Ticketpreise im VRR-Bereich einsetzen!“

 

 

9 Kommentare

Lieber Stefan,

anscheinend hast du das Wichtigste einfach weggelassen. Die Proteste richten sich NICHT gegen die 6 Euro Erhöhung, sondern gegen die von der VRR-Geschäftsführung geforderte Erhöhung von 46 Euro ein Semester später.

Nun, als der Protest losging standen die 43% noch im Raum und ich möchte auch behaupten, dass sie das immer noch tun. Der VRR rudert nur massiv zurück und das ist, denke ich, ein gutes Zeichen. Aber diese ganze Genealogie von Veröffentlichungen wird zugegebenermaßen unübersichtlich – und ist äußerst skurril!

Meine Vorredner haben bereits zu Recht wiedersprochen. Was hier wieder gegeben wird ist die jetzige Position des VRR. Erst hat der VRR sich alles raus genommen und wollte um 43% erhöhen ohne seine Zahlen offen zu legen und ohne sich auf wirkliche Verhandlungen einlassen zu wollen. Dabei wurde den ASten gegenüber ganz direkt gesagt “soziale Belange spielten für sie keine Rolle.” Sie hatten aber nicht mit einer derartigen Öffentlichkeits Kampagne und allgemeiner Empörung auch in Rektoraten und in der Politik gegen sie gerechnet. Daher Rudern sie jetzt total zurück als wäre das alles nur ein Missverständnis. Es steht immer noch zu befürchten das sie Vertragsbrüchig werden und die Preise um mehr als die Vereinbarten 4% anziehen.

Der Artikel von Rolf van Raden in der akduell hat das ganze schon mal sehr gut zusammengefasst.
http://akduell.de/2013/09/semesterticket-preiserhoehung-rudert-der-vrr-zurueck/

1992 kostete ein Brötchen …
Der eine Euro, den das Ticket also jedes Jahr teurer geworden ist,
dürfte doch unterhalb der Inflationsrate liegen, oder?

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