Schlingensief in Bochum nur knapp gescheitert

Anselm Weber wird ab 2010 neuer Intendant des Schauspielhauses Bochum. Die Stadt hätte allerdings auch gerne Christoph Schlingensief geholt.

Foto: Schlingensief Homepage

Die Berufung Schlingensiefs scheiterte aber vielleicht nicht nur, wie der Regisseur in einem Interview mit der WAZ es darstellt, an Bochums Kulturdezernenten Michael Townsend, sondern auch daran, dass ein Partner Schlingensiefs nicht nur Verfügung stand: Die Doppelspitze Schlingensief als künstlerischer Direktor und ein nicht inszenierender Intendant gelang nicht, weil die für die Intendanz vorgesehene Person, wohl Schlingensiefs Freund Armin Petras, Intendant des Gorki-Theaters in Berlin, zum vorgesehenen Zeitpunkt nicht nach Bochum kommen konnte.

Schlingensief, so ein Mitarbeiter der Kulturverwaltung Bochums, sei natürlich ein großer Wurf gewesen. "Schade dass es nicht geklappt hat, aber mit Weber haben wir nun…

Anselm Weber wird ab 2010 neuer Intendant des Schauspielhauses Bochum. Die Stadt hätte allerdings auch gerne Christoph Schlingensief geholt.

Foto: Schlingensief Homepage

Die Berufung Schlingensiefs scheiterte aber vielleicht nicht nur, wie der Regisseur in einem Interview mit der WAZ es darstellt, an Bochums Kulturdezernenten Michael Townsend. Möglicherweise lag es auch daran, dass ein Partner Schlingensiefs nicht nur Verfügung stand – das erzählte zumindest ein Mitarbeiter der Bochumer Kulturverwaltung den Ruhrbaronen: Die Doppelspitze Schlingensief als künstlerischer Direktor und ein nicht inszenierender Intendant sei nicht gelungen, weil die für die Verwaltung vorgesehene Intendant, wohl Schlingensiefs Freund Armin Petras, Intendant des Gorki-Theaters in Berlin, zum vorgesehenen Zeitpunkt nicht nach Bochum kommen konnte.

Schlingensief, so der Mitarbeiter der Kulturverwaltung Bochums, hätte natürlich ein großer Wurf werden können. Aber so ist das halt: "Schade dass es nicht geklappt hat, aber mit Weber haben wir nun auch einen großartigen Intendanten."

     

5 Kommentare

ach du liebe Güte! müssen wir uns darauf einstellen, in Zukunft keinen Satz mehr über Kulturpolitik ohne das Wörtchen “Schlingensief” zu lesen?
Das sieht so ein bißchen nach verpeiltem Aufsatz aus: “Der Elefant” _ der Elefant ist größer als die Maus; die Maus ist grau oder weiß oder schwarz, hat … . !!! Thema verfehlt.
Ich schlage vor: Herr Laurin kriegt eine faire Chance und liefert uns ein paar aktuelle Infos über Herrn Weber nach – einfach so, um zu zeigen, dass er es kann.

Na gut, wir werden die Schlingensieferisierung dieses Blogs sofort beenden. Schade eigentlich. Das Layout für den neuen Namen (Ruhrchance 2000) war schon fertig und unsere Neubearbeitung des Rings werden wir nun auch in die Tonne kloppen können.

🙂 schön, dass ich wenigstens hier was zu sagen hab
aber ehrlich: dieser Herr Weber hat es nicht verdient, mit Hilfe von Herrn Schlingensief stumm geschaltet zu werden. oder? gibt es nichts über ihn? gar nichts?

*jetzt bin ich gespannt, wie weit mein starker Arm reicht*

*erscheint aus dem Hintergrund* Ich möchte unregelmäßige Leser/innen von ruhrbarone.de auf die regelmäßigen Erwähnungen von Herrn W.(‘s Arbeit am Essener Grillo) in “3 FÜR 7” hinweisen und bitten, von dem Ruf nach einem Portrait o.ä. abzusehen, da Herr W. dadurch sozusagen als “eingeführt” gilt.
Eine persönliche Randbemerkung: Ich empfinde Webers Konzept als Intendant als (noch) besser als viele der in Essen gezeigten Stücke und daher Bochum (auch aufgrund der Infrastruktur des Theaters und seines Umfeldes) als richtig für ihn und Bochum. Schlingensief ist halt auf Dauer zu einseitig, und Essen soll mal zeigen dass es schafft nicht hinter Weber zurückzufallen. Dann gerne mehr zu diesem Thema. *tritt zum Publikum hin ab und verschwindet über den Gang nach draußen*

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