RWE-Vorstand: Konzernumbau geht weiter

Der Essener Energieriese RWE soll nach dem Willen der Konzernführung weiter umstrukturiert werden. Die Zerschlagung der Dienstleistungstochter RWE Systems sei erst der Anfang, sagte RWE-Vorstand Ulrich Jobs in einem Gespräch. In über 100 Einzelmaßnahmen sollen Kosteneinsparungen von rund 1,2 Mrd Euro in den kommenden drei Jahren erreicht werden. „Davon haben wir Maßnahmen von 1 Mrd Euro bereits identifiziert.“ Neben größeren Projekten betonte Jobs vor allem die kleinen Einsparchancen, die etwa der Einkauf biete. „Wir müssen uns auch nach den kleinen Dingen bücken.“

Bei aller Umbaufreude bestätigte Jobs gleichzeitig die Beschäftigungsgarantie im RWE Konzern. „Wir stehen zu unserem Wort.“ Zwar würden in geringerem Umfang Stellen in Querschnittsfunktionen über die natürliche Fluktuation abgebaut. Gleichzeitig entstünden aber auch neue Jobs in Wachstumsbereichen.

Der Umbau des RWE war vor zwei Wochen ins Stocken geraten, als sich im Aufsichtsrat der RWE Systems eine Mehrheit gegen die Umwandlung der Aktiengesellschaft in eine GmbH gebildet hatte.

Der Essener Energieriese RWE soll nach dem Willen der Konzernführung weiter umstrukturiert werden. Die Zerschlagung der Dienstleistungstochter RWE Systems sei erst der Anfang, sagte RWE-Vorstand Ulrich Jobs in einem Gespräch. In über 100 Einzelmaßnahmen sollen Kosteneinsparungen von rund 1,2 Mrd Euro in den kommenden drei Jahren erreicht werden. „Davon haben wir Maßnahmen von 1 Mrd Euro bereits identifiziert.“ Neben größeren Projekten betonte Jobs vor allem die kleinen Einsparchancen, die etwa der Einkauf biete. „Wir müssen uns auch nach den kleinen Dingen bücken.“

Bei aller Umbaufreude bestätigte Jobs gleichzeitig die Beschäftigungsgarantie im RWE Konzern. „Wir stehen zu unserem Wort.“ Zwar würden in geringerem Umfang Stellen in Querschnittsfunktionen über die natürliche Fluktuation abgebaut. Gleichzeitig entstünden aber auch neue Jobs in Wachstumsbereichen.

Der Umbau des RWE war vor zwei Wochen ins Stocken geraten, als sich im Aufsichtsrat der RWE Systems eine Mehrheit gegen die Umwandlung der Aktiengesellschaft in eine GmbH gebildet hatte. Jobs sagte dieser Widerstand habe durch ein Statusverfahren überwunden werden können. Nach der Ausgliederung der Computersparte aus der Dienstleistungstochter werde die „Rest-Systems“ auf juristischem Wege in eine GmbH überführt.

Gleichzeitig widersprach Jobs aber Spekulationen, nach denen die Vertriebstochter RWE Energy ebenfalls zerlegt werden soll. Der RWE-Vorstand sagte, die Zwischenholding sei nötig, um die gut 400 Beteiligungen des Konzerns bei Stadtwerken und kleineren Handelsgesellschaften zu koordinieren und zu Überwachen. „Das ist in der Holding nicht zu leisten. Man darf sich nicht verzetteln in der Feinsteuerung eines Konzerns.“

Aus diesem Grund machte Jobs auch der verbliebenen Wassersparte des Konzerns keine Hoffnung auf eine Aufwertung der Aktivitäten. Das Geschäft in der RWE Aqua laufe so mit, sagte der Vorstand. Nach dem Verkauf der ausländischen Wasserbeteiligungen verwaltet RWE Aqua nur noch zwei wesentliche Gesellschaften. Den Ruhrgebietsanbieter RWW und eine Beteiligung an den Berliner Wasserwerken. Zwar sei es nicht ausgeschlossen, dass dieses Geschäftsfeld ausgeweitet werden könnte, sollten sich Gelegenheiten bieten. Jedoch sei dies eher unwahrscheinlich. Die Lage im Kerngeschäft Energie erfordere die „volle Aufmerksamkeit“ des Vorstandes.

Vor allem das Geschäft mit den Endkunden birgt für den Konzern Risiken. Nach der Strompreiserhöhung zu Anfang des Jahres hatte der Versorger bis Ende Juni unter dem Strich 200.000 Stromkunden verloren. Laut Jobs wurde aber in der vergangenen Woche eine Trendwende eingeleitet. Im August habe der Konzern erstmals wieder 6000 Kunden mehr gewonnen als verloren. „Bis zum Ende des Jahres wollen wir alle Verluste ausgleichen“, sagte Jobs.

Dabei hofft der RWE-Vorstand auf den Erfolg des Billiganbieters eprimo. Dieser habe 280.000 Kunden gewinnen können. Bis zum Ende des Jahres sollen weitere 100.000 folgen. Allerdinsg bestätigte Jobs, dass eprimo immer noch mit Verlust arbeite. „Wir hoffen in zwei bis drei Jahren kostendeckend zu sein.“

Darüber hinaus stehen die Investitionspläne des Konzerns im Zentrum der Aufmerksamkeit von Jobs. In den kommenden Jahren werde RWE über 10 Mrd Euro in neue Kraftwerkse stecken. Dazu kämen Investitionen in Projekte der Sparte für Erneuerbare Energieen in Höhe von 1 Mrd Euro. „Nimmt man diese Projekte zusammen, ist dies das größte Konjunkturprogramm der Bundesrepublik Deutschland“, sagte der Manager.

Auch im Ausland will Jobs nach der gescheiterten Übernahme der British Energy weiter wachsen. „Wir planen Investitionen in Polen.“ Dort werde in Kooperation mit einem Partner vor Ort ein Kohlekraftwerk gebaut. Zudem stünde der Bau von Kernkraftwerken in Bulgarien und Rumänien an. Selbst einen neuen Anlauf in Russland kann sich Jobs vorstellen. „Wir sind mit mehreren Partnern im Gespräch“. Erst vor wenigen Tagen musste RWE eingestehen, dass die Beteiligung an einem kleineren russischen Stromversorger gefloppt ist, nachdem die Russen nicht bereit waren die Kontrolle über den russischen Regionalversorger TGK-2 abzugeben.

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