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7 Kommentare

@Genova: Danke für den schönen Text. Und: Ja, wir schauen uns eine Menge Blogs jeden Tag an und wenn es passt passt es. Und exportabel lese ich sehr gerne.

Der exportabel-Beitrag beruht auf einem grundlegenden Missverständnis, deshalb läuft er auch ins Leere: Sieverts spricht an keiner Stelle davon, mit „Architektur“ einen Mentalitätswandel erreichen zu wollen, sondern mit der IBA als Ganzes, die ja, wie wir Älteren wissen, als ökonomisches, ökologisches, soziales und ästhetisches Erneuerungsprogramm gemeint war. DIESEN Gedanken findet er in der Rückschau ein wenig naiv. Und Gernot Böhmes Forschungen zur Wirkung von Atmosphären in der Architektur hatten mit der IBA ohnehin nichts zu tun.

Allerdings haben sehr viele Menschen im Ruhrgebiet mit der IBA tatsächlich ihre ästhetischen Prädispositionen verändert, denn jetzt sind verrostete Hüttenwerke und zugewucherte Gleisanlagen auf einmal – schön.

Dirk,

danke für die Kritik.

Eine “Bauausstellung” kann man schon in erster Linie mit Architektur verbinden, oder? Was du schreibst von ökonomisch, ökologisch, sozial und ästhetisch: ja, aber immer via Architektur. IBA heißt, Architektur soll ein Gesellschaftsbild ausdrücken, es ging nicht um neue gesellschaftpolitische Konzepte, es ging um Anstöße via Architektur.

Ich habe mich einfach auf das Interview mit Sievert bezogen, und da redet er nun mal von sklerotischen Ruhrgebietlern, deren Mentalität man via einer Bauausstellung ändern müsse.

Dass Böhme mit der IBA nichts zu tun hatte, ok. Das behaupte ich auch nicht, Böhme ist mir nur eingefallen, weil ich gerade mit seinen Atmosphären zu tun hatte.

Dass die Akzeptanz der Industriekultur auf der IBA beruht, ja, das ist ein interessanter Gedanke, der noch am ehesten Sievert untersützen könnte, was den Mentalitätswandel angeht.

Generell: Ist es nicht praktischer, solche Beiträge dort zu publizieren, wo sie hingehören? Nämlich unter den Beitrag selbst?

Stefan,
sehr freundlich, danke.

@ genova: Eine Bauausstellung, die sehr viel mehr sein will als eine Architekturausstellung – das war ja der neuartige Ansatz der IBA Emscher Park. Gebäude, Parks Brücken etc., die in dieser Zeit entstanden bzw. transformiert wurden, sind in der Regel eingebettet gewesen in ökonomische, soziale usw. Strategien zur Erneuerung des nördlichen Ruhrgebiets. Sieverts – und das gilt auch für Ganser – ist da explizit selbstkritisch, wenn er feststellt, dass von der IBA vor allem „gebaute Strukturen“ übrig geblieben sind, andere Ziele hingegen eben nicht so recht erreicht wurden.

Als „sklerotisch“ und innovationsfeindlich bezeichneten Sieverts, Siebel und Co. nicht den Ruhrgebietler als solchen, sondern die vorherrschenden (v.a. politischen) Milieus in den Ruhrgebietsstädten. Wer das bestreiten will, hat hier nie gelebt.

@Dirk: So sehr wir uns über jeden Kommentar freuen – die Geschichte läuft auf exportabel und dort sollte auch die Diskussion laufen.

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