Ruhrgebiets-Tatort: Mut zur Fiktion

Nachdem WDR-Chefin Monika Piel einen Ruhrgebiets-Tatort angekündigt hat, wird darüber diskutiert, in welcher Pottstadt er spielen soll. Die Antwort ist ganz einfach: In keiner.

Für Dortmunds OB Ullrich Sierau ist klar, wo der Ruhrgebiets-Tatort spielen soll: In Dortmund. Und als Hauptdarsteller wünscht er sich Dietmar Bär, der jetzt den Kommissar im Sozialarbeiter-Tatort aus Köln gibt. Bochum wünscht ihn sich natürlich in Bochum – mit Armin Rohde als Kommissar. Bochum geht gar nicht. Rohde schon. Der hat sich in den ZDF-Serie Nachtschicht als Fahnder empfohlen.

Bleibt die Frage nach der Stadt: Dortmund? Bochum? Wieder Essen? Bottrop? Duisburg? Eine mit einem lustigen Namen? Castrop-Rauxel? Wanne-Eickel?

Alles Unsinn. Wie früher beim Fahnder sollte keine Stadt genannt werden. Ich schlage vor: Der Tatort spielt im Ruhrgebiet, die ganze Region ist eine einzige Stadt und das Autokennzeichen ist RU. Damit würde der Tatort in einer fiktiven Stadt spielen, einem zusammengewachsenen Ruhrgebiet. Die Auswahl an Locations wäre gewaltig. Die Möglichkeiten für Geschichten auch: Von bräsigen   Bauern über lüsterne Luden bis zu peinlichen Politiker würde alles gehen. Für jede Story gäbe es einen glaubhaften Hintergrund. Und ich will Action und Humor. Härte. Und bitte kein Sozialgesülze und keine Currywurstromantik.

9 Kommentare

Du hast vollkommen Recht. Das ganze Dingen hier ist ein Gewurschtel, das muss so ein Tatort abbilden. Den Kristof Kryszinski interessiert auch nicht, ob er gerade in Mülheim oder Essen Murks macht. Statt Tatort-Kommissar sollte es eher ein Profiler sein. Und bitte nicht diese ganzen alten Namen aus den 80ern. Ralf Richter schön und gut, aber das ist doch auch die alte Malocher-Ästhetik. Ein smarter Typ (Mann/Frau egal), der beim Nelson in der “Schote” sein Dinner nimmt und aussieht wie Paul Wallfisch, das würde ich gut finden.

Sehr gute Idee, dass der Tatort im ganzen Ruhrgebiet spielen soll! Das würde vielleicht sogar ein bisschen an Ruhr.2010 erinnern. Allerdings finde ich, dass der Tatort “Tatort Ruhr” heißen sollte, weil das “Ruhrgebiet” immer nur an die Industrie und ranzige Wohnviertel erinnert.

ich sage der Typ von der Bulle. Von der neuen Sat1 Serie. Die hat zwar in Essen gespiellt, aber war recht Authentisch.

UND JAAAAAAAAA BITTE IM RUHRGEBIET, AM BESTEN MIT RU KENNZEICHEN

Bei näherer Betrachtung ist das Ruhrgebiet ein einziges große Verbrechen an Mensch und Natur. Tatort Ruhr passt also perfekt. Die anstehenden Filmtoten sollten entsprechend mit dem Bibelspruch “Ruhr in Frieden” begraben werden. 😉

[…] Ruhrgebiets-Tatort: Mut zur Fiktion (Ruhrbarone) – Während in den Medien ruhrauf- und ruhrabwärts jetzt überall sinniert wird, warum die Stadt XYZ unbedingt heimat des neu geplanten Tatortes im Ruhrgebiet werden soll (aktuell Bochum und auch Wattenscheid), argumentiert Stefan Laurin von den Ruhrbaronen für mehr Mut zur Fiktion und möchte, dass der Ruhrgebiets-Tatort in der (noch?) fiktiven Ruhrstadt spielt. […]

And the winner is: Dortmund.

Wie einfältig. Warum muss es ausgerechnet Dortmund sein. Fällt denen beim WER in Köln immer nur Dortmund ein. Die Stadt wird ungerechterweise immer schon bevorzugt, vom Bund, vom Land, vom DFB und eben vom WDR.
Ich könnte k…..

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