Ruhr2010 – Eine erste Bilanz

Gut 90 Tage sind seit dem 9. Januar, dem offiziellen Beginn des Kulturhauptstadtjahres, vergangen. Zeit für eine erste Bilanz.

Sie sollte helfen, das Ruhrgebiet neu zu erfinden, für ein besseres Image sorgen und mit der Kreativwirtschaft das Ruhrgebiet ökonomisch verändern. Die Planungen zur Kulturhauptstadt sind vor vielen Jahren mit hohen Ansprüchen und markigen Sprüchen gestartet. An denen muss sie sich nun messen lassen.

“Das Ruhrgebiet leidet viel weniger an seiner Wirklichkeit als an seinem Image…” Fritz Pleitgen

Ein Blick auf die Haushaltslage der Städte und die Arbeitslosenzahlen zeigt, dass Pleitgen irrt. Das Ruhrgebiet hat  weniger ein Imageproblem als eines mit der Wirklichkeit:  Es gehört weltweit zu den wenigen Ballungsgebieten die schrumpfen und nicht wachsen. Der Nahverkehr ist eine Katastrophe. Die Forschungsleistungen der Unternehmen liegen weit unter dem Landes- und Bundesdurchschnitt. Vor allem die Qualifizierten verlassen das Ruhrgebiet. Nicht wegen des Images, sondern weil viele von ihnen  hier keine Arbeit finden.

“Herne ist ein wunderbarer Platz auch für die Kreativwirtschaft, die Industrie der Zukunft.” Fritz Pleitgen

Der Satz sagt alles. Kreativwirtschaft ist eine Modewort. Mehr nicht. Natürlich gibt es sie auch im Ruhrgebiet, aber sie wächst langsamer als im Landesdurchschnitt. Sie wird für das Ruhrgebiet nicht die Industrie der Zukunft sein. Für Herne schon mal gar nicht. Aber das Gerede über sie machte natürlich etwas her. An die Kreativwirtschaft im Revier glaubten die Kulturhauptstadtmacher nie: Mit dem 2010lab durfte sich die Wuppertaler Agentur Boros blamieren, Leitagentur der Kulturhauptstadt ist KNSK aus Hamburg. Was bleibt vom Kreativwirtschaftshype nach 2010? Gornys “european centre for creative economy” im U-Turm.

“Ziel ist es, durch strukturelle Veränderungen in der Region die kulturpolitischen Voraussetzungen für ein dauerhaftes Zusammenwachsen der Ruhrstädte zu schaffen.” Fritz Pleitgen

Ein Zusammenwachsen der Ruhrstädte ist nicht zu sehen. Und strukturelle Veränderungen sind von der politischen Agenda verschwunden. Die Kulturhauptstadtmacher haben sie allerdings zu keinem Zeitpunkt offensiv eingefordert.

“Nachhaltigkeit bedeutet für eine Kulturhauptstadt vor allem, dass sie Mut zeigt bei den Themen Städtebau und urbane Entwicklung.” Dieter Gorny

Genau diesen Mut hat das Ruhrgebiet nicht gezeigt. Mut wäre im Revier Verzicht gewesen. Mut wäre die Erkenntnis gewesen, das man als Kommune auch von den Erfolgen des Nachbarn profitiert und aufhört, in den Grenzen der eigenen Stadt zu denken.

Mut in der Planung gab es nicht. Man hätte zum Beispiel leerstehende Gebäude Kreativen günstig zur Verfügung stellen können und dann abwarten, was da so alles passiert. So etwas wurde nicht gemacht.  Was es gab war die Gieskanne: Kreativquartiere in Dinslaken, Oberhausen und Dorsten statt eine Fokussierung auf die drei Szenequartiere die es gibt. Die Kulturhauptstadt haben die Städte vor allem dazu genutzt, alte Projekte zu verwirklichen: Mal erfolgreich wie in Dortmund, wo das Museum am Ostwall in den U-Turm ziehen wird. Mal erfolglos wie in Bochum, wo man, statt auf neue Ideen zu setzen, ein weiteres Konzerthaus einfach zum Kernstück eines Kreativquartiers erklärte. Für die meisten Städte war die Kulturhauptstadt vor allem eine weitere Mitnahmegelegenheit für Subventionen. Nachhaltigkeit? Eine Seltenheit.

“Kulturhauptstadt ist kein Festival, wer das behauptet, hat das Konzept nicht verstanden.” Oliver Scheydt

Am stärksten war die Kulturhauptstadt bislang, wenn sie sich im Rahmen eines klassischen Festivals bewegte: Die Eröffnungsfeier, die Odyssee, das Henze-Projekt waren die bisherigen Höhepunkte. Auch erfolgreich waren die großen Eröffnungen: Das Ruhr Museum und das Museum Folkwang sorgten für zumeist positive Schlagzeilen und sind eine Bereicherung für das Revier. Aber immer dort, wo die Kulturhauptstadtmacher den Festivalpfad verließen, scheiterten sie. An  dem Zwang, noch das letzte Kaff in die Kulturhauptstadt integrieren zu müssen, an dem Kirchturmdenken  im Revier oder, um es auf den Punkt zu bringen, an der Provinzialität des Ruhrgebiets.

Scheiterten sie am mangelnden Geld? Nein, denn gerade dieser Mangel wäre eine gute Grundlage gewesen, Neues zu wagen und unkonventionelle Wege zu gehen. Das wurde nie ernsthaft versucht.

Wir sollten die  Modebegriffe Nachhaltigkeit und Kreativwirtschaft also ganz schnell vergessen. Metropole sowieso. Es gab bislang gut Kulturveranstaltungen. Es wird weitere gute Kulturveranstaltungen geben. Auf der A40 kann es nett werden, wenn das Wetter mitspielt. Aber im Jahr 2010 wird sehr wahrscheinlich kein neues Kapitel in der Geschichte des Reviers aufgeschlagen werden.

18 Kommentare

Zitat: Scheiterten sie am mangelnden Geld? Nein, denn gerade dieser Mangel wäre eine gute Grundlage gewesen, Neues zu wagen und unkonventionelle Wege zu gehen. Das wurde nie ernsthaft versucht”

Liegt wohl auch an der Geldgeilheit vieler Künstler, die mal schnell ihre Liebe zum Ruhrgebiet “entdeckt” haben und dann versuchten mit dieser neu gewonnen Liebe die große Kohle zu machen!

Aber, viele Künstler im Pott tun gutes und das schon seit vielen Jahren. Das knabbern am Existenzminimum, das Leben von Hartz IV, ist da schon zur bitteren Gewohnheit geworden. Fehlende Unterstützung der Städte und wenig Rückhalt in der Bevölkerung [geh’ doch mal was Richtiges arbeiten] sind da nur die Spitze des Eisbergs!

Hut ab, vor allen die noch durchhalten!

Ein Gelsenkirchener Künstler sagt dazu:

Das Leben als Künstler:

Die Brille gefunden, der Mantel geklaut

Die Rechnung läßt stunden,der Knappen gekaut.

So könnte man sagen ,auch wenn’s keiner glaubt.

Das Leben als Künstler, hat manche Moral schon mächtig versaut.

Kein Geld in der Tasche,kein Geld auf der Bank,

im Bett nur die Flasche,im Keller kein Tank.

So war es schon immer, immer wird es so sein

das Leben als Künstler, ist des öfteren spannend

aber meist garnicht so fein

“kybernetikon.de/Weltraumaffe”

@Malte: Mir liegt es fern das Loblied des armen Künstlers zu singen. Nur die Armut der Städte hätte man mit Mut und Ideen kompensieren können.

Ich sehe es ähnlich, wie Stefan. Ich bin zwar der Meinung, dass die Ruhr 2010 ein Erfolg ist, allerdings sind die Ziele und Maßstäbe bei weitem nicht so hoch wie bei Pleitgen & Co. Man sollte das Kulturhauptstadtjahr als das sehen, was es ist. Eine große Veranstaltung, die Abwechslung in die kulturelle Szene bringt und Gäste ins Ruhrgebiet holt.

Ich glaube nicht, dass das Dortmunder U ein echter Erfolg wird. Bislang sind dort nur staatlich subventionierte Einrichtungen, und hierzu gehört auch Gornys “European Center for Creative Economy”, großflächig untergekommen.

Für die Kreativen aus Dortmund und Umgebung sind die verlangten 15 € einfach zuviel. Die sind bei einem Gebäude dieser Klasse normal, können aber nur von erfolgreichen bzw. schon etablierten Unternehmen und Freiberuflern bezahlt werden.

Die sind aber meistens schon in für sie zufriedenstellende Lagen untergekommen und die liegen für die sogenannte Kreativwirtschaft in NRW vorrangig an der Rheinschiene. Weder von dort, geschweige denn aus Berlin, Hamburg oder München werden wegen des neuen schönen Us solche Mieter nach Dortmund kommen.

Ich bin also gespannt, welche weiteren Mieter am Ende die sonstigen Räume füllen. Das U liegt zwar sehr zentral, ist aber zugleich von zwei breiten Autostraßen und einer mehrspurigen Bundesbahntrasse eingeschlossen, d.h. es liegt praktisch auf einer übergroßen Verkehrsinsel und drum herum ist bislang trotz Bahnhofsnähe tote Hose.

Weder die Besucher des Museums noch die von Gornys Kreativakademie werden genug Laufkundschaft für ein neues Szeneviertel bilden können, wenn nicht auch genügen Kreative diese Insel aufsuchen bzw. dort unterkommen.

Aber vielleicht bin ich ja zu pessimistisch.

Eins muß man Stefan Laurin ja lassen, nicht Hämisch sondern nur mit dem Finger zeigt er die Problematik auf. Ihm glaubt man einfach das er das Ruhrgebiet voran bringen will.

Gruss

Ich denke, dass solche Projekte reihenweise scheitern, liegt an den Leuten, die dafür zuständig sind: Biedere, alte Männer mit Kleinstadtprominenzmentalität, die zudem noch durch ihren Rollen als Politiker, Universitätsrektoren oder Wirtschaftsfutzis geknebelt sind. Bielefeld hat der Slogan “Raum zum Querdenken” bei der Bewerbung für die Stadt der Wissenschaft 2011 auch niemand abgenommen. Gewonnen hat dann Mainz.

Vielen, die dem Ruhrgebiet konstruktiv-kritisch verbunden sind, dürfte es nach 3 Monaten Kulturhauptstadt ähnlich gehen, wie den Protagonisten dieses kleinen WebTV-Beitrags: Matthias und Jan vom raumlaborberlin werfen einen nüchternen Blick auf ihr eigenes Projekt (Odysee Europa) – und die Möglichkeiten im Kulturbetrieb Ruhrgebiet, die (noch) nicht genutzt werden.
http://www.2010lab.tv/video/berliner-im-ruhrgebiet-raumlabor-berlin-über-die-odyssee-europa-im-pott

Zur Widersprüchlichkeit der Kulturhauptstadt gehört es, dass man den von Dieter Gorny lancierten Creative City-Diskurs besser nicht wegignorieren sollte. Dieses Programmfeld von RUHR.2010 produziert zumindest Energie, Reibung, Konflikt – all das, was man von Petzinkas „Stadt der Möglichkeiten“, die ja eigentlich das urbanistische Feld bestellen sollte, bislang nicht behaupten kann.

Da bin ich ganz deiner Meinung Dirk. Aber man muss den Diskurs dringend “vom Kopf auf die Füße” stellen. Kreativwirtschaft im Ruhrgebiet wird nur geringfügig durch Neubau gefördert werden können. Neubauen ist in einem schumpfenden Ballungsraum sowieso nur eine äußerst begrenzt wirksame Strategie. Um- und Abbauen dagegen schon eher.

Die Emscherzone z.B. braucht am allerwenigsten eine neue Bauausstellung sondern eine Bildungsoffensive die sich vor allem um die Migrantenstadtteile kümmert. Und die Kreativwirtschaft im Ruhrgebiet braucht vor allem Aufträge und stärkere Zusammenarbeit. Bei der diesbezüglich wichtigen Netzwerkbildung hat – bei aller Kritik – die Kulturhauptstadt bislang ansehnliche Erfolge erzielt.

Mal btw – wer organisiert eigentlich das Folkwang Museum??? Gestern dort gewesen und es war der übelste Museumsbesuch – von mehreren 100 seit 30 Jahren im In- und Ausland, die ich hinter mir habe.

Exponate an sich natürlich top – Gebäude auch gelungen – Glückwunsch an Essen. Aber um Gottes willen wer hat denn da die ganzen Blockwarte eingestellt (1-Euro-Jobber-Überlauf-Budget??). Brüller: Mitten in der Ausstellung quatscht mich einer an: Mantel darf nicht über den Arm gelegt werden sondern muss über der Schulter liegen (kein Scherz). Dann: Damenhandtasche bis maximal Größe DIN A4 erlaubt (wird leider am Eingang nicht drauf hingewiesen). Mussten die Ausstellung verlassen und die Tasche (war ungefähr 5 cm zu hoch und 4 cm zu breit) an der Garderobe abgeben. Denken die, wir falten ein Bild mit Rahmen und verstecken das in der Handtasche?? Dann kam ständig einer und versuchte den Leuten zu sagen, wo sie beim Bildgucken stehen sollten (schwer zu erklären – echt bizarr). Waren aber froh, dass kein Nackscanner am Eingang stand.

Dann das Restaurant: Tasse Kaffee 3,60 Euro an der Bar im Stehen, dafür machte das Restaurant (auf super-edel-getrimmt) aber erst um 18 Uhr auf, obwohl sich die Kellner schon um 17.30 die Beine in den Bauch standen.
Dann noch die selbstgefällige Video-Ansprache des “Art-Directors” auf denglisch: leicht peinlich. War wahrscheinlich auch nur für die Leistungselite gedacht.
Echt Ihr Ruhrgebietler – das geht aber noch besser. Ansonsten viel Spass dieses Jahr und Glückauf aus dem Rheinland.

Ich war mit Sohn Anfang April im Ruhrgebiet. Wir wollten es mit dem Fahrrad erkunden…
Der Ruhrtalradweg war noch total verschlammt, die Brücken voller Glas und Splitt.
Die Radwegausschilderung war mißverständlich und irreführend(Vandalismus kommt noch hinzu, z.B. Henrichshütte/Brücke).
Aber die Pott und seine Alltagshelden hat das wieder wettgemacht.
Schießt die Eventbonzen zum Mond – ihr könnt es besser!

@14
“Schießt die Eventbonzen zum Mond – ihr könnt es besser!”
Den Satz sollte man sich übers Bett hängen!!

na, endlich hat sich das vehikel des kulturevents als subventionsumleitungsmaschine mit distinktiven und ideell eher konservativen denn problemlösungsorientiert-zukunftsgerichteten nebenwirkungen auch im ruhrgebiet herumgesprochen, wie es uwe lewitzky in seinem buch “kunst für alle” (2005 bei transcript erschienen) beschreibt.
insofern danke an den autor der 2010-kritik für einen weiteren mosaikstein zu merkwürdigen “verpenntheit” des ruhrgebiets, wo eben solche diskurse offenbar nicht stattfinden – wie etwa in den metropolen.
auch die österreichischen erfahrungen mit kulturhauptstadtprojekten liegen mittlerweile in buchform vor, der gesamte themenkomplex kunstinduzierter aufwertung von standorten ist wahrlich nichts neues und alleine im transcript-lieferprogramm fände ich hinreichend, mir einen rucksack damit zu füllen.
mit blick aufs ruhrgebiet verstehe ich diese ausblendung naheliegendster themen und derzeit beliebter pr-strategien im zeitalter der unternehmerischen stadt schlicht nicht, will man kulturschaffenderseits doch die kritische haltung stets für sich reklamieren.
bleibt also hinsichtlich intellektuell nahrhafter brotkrumen die hoffnung auf die quadrienale? um sich wieder an die bewährten orte und akteurskonstellationen zu halten und den pott dem braindrain und folgen auch politischer provinzialität zu überlassen, bis mal jemand die spülung zieht?

@:#14 | Jens sagt am 27. April 2010 um 18:54

Ich war mit Sohn Anfang April im Ruhrgebiet. Wir wollten es mit dem Fahrrad erkunden…
[…]
Aber die Pott und seine Alltagshelden hat das wieder wettgemacht.
Schießt die Eventbonzen zum Mond – ihr könnt es besser!
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naja, ruhr2010 war ja kein bottom-up-prozeß und als pr-maßnahme kommt er um die trendigen labels (von star-architekten bis renommierte eventlieferanten wie in duisburg), als garantierte anschlußfähigkeit (die ja vorgeführt werden soll) und gleichzeitig sicherheit betreffs des zu erwartenden, nicht herum.
gleichzeitig sähe ich einen reinen bottom-up-prozeß vor dem hintergrund einer (von wem auch immer letztlich gewünschten) metropolenbildung in anbetracht des tradierten kirchturmsdenkens als fraglich an.
allerdings würde er potentiale und charakteristika der region klarer abbilden, auch wenn die nicht im rahmen des erwünschten liegen – das wäre eben doch anders als ruhr2010, wie sich das der hier zitierte pleitgen z.b. betreffs der zulieferung wissenschaftlichen glamours für umme durch die studierenden und mitarbeiter der ude wünschte.
und da sehe ich schlicht den grundkonflikt, der sich eben auch in der -aus meiner möglicherweise schlecht informierten sicht- fehlenden alltagsorientierung niederschlägt. da wären auf der mercatorinsel z.b. auf kieloben gedrehte, derzeit nicht benötigte schubleichter als markante (temporäre) orte zu diskursiv orientiertem aufgreifen der vielen probleme weniger ehrlicher als basis-orientierter gewesen als event-tam-tam und schachtzeichen, die nur wieder in der erinnerung an vergangene zeiten popeln anstatt dies als mit der iba auf symbolischer ebene erledigt zu betrachten und den blick nach vorne zu richten. da hätte man sicherlich auch wissenschaft ins boot holen können. es hätte aber als adressaten eben nicht potentielle zuzügler individueller oder institutioneller art und deren (vermeintliches) bedürfnis nach signalen von teilhabe am globalen spiel (stichwort: palmen und granit-ästhetik/siehe hierzu vorgenannten lewitzky) gehabt, sondern alltagsorientierung autochthoner bevölkerung. aber mit den schmuddelkindern spielt man ja bekanntlich nicht (gern).

Als Ruhrgebietskind bin ich aus dem Süden beruflich für eine Zeit “nach Hause” gekommen. Ich war zunächst happy, dass das so ist. Heute überwiegen gemischte Gefühle. Das Ruhrgebiet hat viel von seinem Charme verloren, der für mich in der kleinen Schönheit dieser kraftvollen Menschen und ihren Versuchen lag, das was da war irgendwie gut zu machen und der Härte des Lebens etwas Gutes abzuringen. Heute sehe ich viel Verwahrlosung (nicht nur sozial). Da wo etwas “schön” gemacht werden soll, wächst es nicht an, bleibt fremd und wirkt häufig billig. Die Leute stehen nicht mehr dahinter. Das mag aber auch an der extremen Kluft zwischen Reich und Arm liegen, die sich hier – mehr als in anderen deutschen Regionen – immer weiter auftut.

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