Radikales Rauchverbot in NRW?

Neospießerikone Barbara Steffens

SPD und Grüne planen nun auch in NRW ein radikales Rauchverbot.

Das Neospießertum kann sich freuen: Auch in NRW wird wohl bald das Rauchen ohne Ausnahme in Kneipen verboten. So steht es in einem Bericht der Rheinischen Post. Treibende Kraft: Gesundheitsministerin Barbara Steffens. Die hat früher selbst einmal geraucht, aber der Satz, die schlimmsten Kritiker der Elche waren früher selber welche trifft wohl auch hier zu.

Mir ist zwar nicht klar, warum der Staat in die Rechte einzelner Unternehmer, der Wirte, eingreifen soll. Und ich verstehe den heiligen Zorn nicht, mit dem gegen die Raucher vorgegangen wird, aber so ist das wohl in einer Zeit des Neopuritanismus, in dem jede Abweichung von der Norm, jede Form von Exzess abgelehnt und zunehmend diskreditiert wird. Lustig: In Dortmund fordern die Grünen in Saufraum für Alkoholiker in der Nordstadt. Gleichzeitig sollen alle Raucher vor die Türen getrieben und diskreditiert werden.

Ich würde mir ja eine Landesregierung wünschen, die sich weniger darum kümmert, ob ich im Intershop eine Kippe am Tresen rauche, sondern darum, zum Beispiel die Landesfinanzen in Ordnung zu bringen. Die sich um die kommenden Pensionslasten sorgt. An einer vernünftigen Infrastruktur arbeitet. Die Bürger entlastet. Aber das ist wohl alles zu anstrengend. Da ist es leichter, ein paar Raucher vor die Tür zu treiben.

Bei den Grünen gibt es etliche, die diese Politik für Unsinn halten. Bis hinein in die Landtagsfraktion. Aber den Mut gegen den Rauchverbotsquatsch den Mund aufzumachen haben sie nicht.   Und die SPD, die bislang eher für Ausnahmen war? Macht bei dem Versuch, die besseren Grünen zu werden, alles mit. Darf ich bitte Neuwahlen haben? Ich will eine Landesregierung, die mir nicht vorschreibt, wie ich zu leben habe.

97 Kommentare

Naja es wird schon Zeit für eine einheitliche Regelung und damit ein Verbot ohne Ausnahmen und Sonderregelungen. Ich würde es begrüßen endlich mal irgendwo Essen zu gehen oder ein Cocktail zu trinken ohne danach wie ein Aschenbecher zu stinken.

@Chris: In den meisten Restaurants ist das Rauchen doch längst verboten. Und wieso muss alles einheitlich geregelt sein? Die Menschen sind unterschiedlich und sie sollten das auch ausleben können. Die jetzige Regelung ist ok.

Vorschlag: Rauchen komplett verbieten bei komplettem Verzicht auf die Erhebung der Tabaksteuer. Nee, auch Mist, das würde zu einem Tabakgebot in allen öffentlichen Gebäuden führen. Doofe Bigotterie.

Ich bin auch Nichtraucherin und staune manchmal, wie sehr ich nach dem Kneipenbesuch nach Aschenbecher rieche, aber ich bin dennoch gegen ein striktes und einheitliches Rauchverbot. Stinkt dann halt überall nach Schweiß und Pups, freu ich mich jetzt schon drauf..

Sollte das wirklich das Vorhaben der Landesregierung sein, kann ich es nur ohne jeden Vorbehalt begrüßen. Wer sich giftigen Qualm in die Lungen ziehen will, soll das tun, aber draußen – und nicht da, wo er andere belästigt und schädigt, ohne dass die sich wehren können – außer zu Hause zu bleiben. Das hat mit Neospießertum weniger zu tun als mit gesundem Menschenverstand.

@Thomas: Wieso soll es keine Ausnahmen geben? Sollte die Politik nicht den Menschen ermöglichen auf die unterschiedlichsten Arten ihr Leben zu regeln? Ich mag keine Einheitsregelung – aber Rot-Grün lässt sich ja auch von einer ehemaligen Einheitspartei tolerieren. So gesehen passt da.

@Thomas: Naja, auch draußen wird man ständig von Rauchern “belästigt”, zB an der Straßenbahnhaltestelle und da stört es mich eigentlich noch viel mehr, denn da könnte jagute Luft sein.., im Gegensatz zu geschlossen Räumen mit vielen Menschen.. Ich hoffe sehr, die Regelung bleibt, wie sie ist.

Zu dem Thema ist ja nun wirklich alles gesagt. Überraschenderweise sehen Nichtraucher das meist anders als Raucher. Ich freu mich schon auf den rotgrünen Neospießerneopuritanismus. 🙂

@Barbara: Wenn Du es nötig hast, dass eine Regierung Dir sagt, wie Du zu leben hast, ist das Neospießertum die richtige Politik für Dich. Mir hingegen ist die Regierung am liebsten, die mich in Ruhe lässt.

Die Regelung, wie sie ist, ist leider ein totaler Witz, die nur dazu dient, den Nichtraucherschutz raucherfreundlich zu machen. In meiner Stadt (80000 Einwohner) gibt es keine einzige Nichtraucherkneipe. Es gibt nach meiner Kenntnis nicht einmal eine Kneipe, in der Nichtraucher am Tresen sitzen könnten und Raucher in einen Raucherraum gehen. Wenn ich scharf nachdenke, fallen mir ein paar Restaurants ein, in denen die geltenden Regeln für den Nichtraucherschutz eingehalten werden. Es ist die Minderheit. Und in Restaurants geht man üblicherweise nicht, wenn man was trinken will. Dazu: Die Regelungen sind so kompliziert, dass niemand sie kontrollieren mag oder kann – was auch nicht dazu führt, dass der bestehende Nichtraucherschutz, der eigentlich ein Raucherschutz ist, eingehalten wird. Der Nichtraucherschutz in der Lesart der alten Landesregierung ist vollständig gescheitert.

Was die Freiheit der Unternehmer angeht, die ausgerechnet hier so überraschend betont wird, so kann ich nur sagen: Schaffen wir die hemmenden Vorschriften für Gastronomen doch einfach ab. Hygiene in der Küche und auf dem Klo wird nicht mehr kontrolliert. Ob er seine Zapfanlage reinigen lässt, wird nicht mehr kontrolliert. Das kann doch der Markt und der Unternehmer entscheiden. Nein? Lieber nicht? Warum nicht?

Und was den Trinkerraum für Alkoholiker angeht, der als Argument für Qualm in Kneipen herangezogen wird, kann ich nur sagen: Lieber Raucher, wenn Du ernsthaft eine Fixerstube für Raucher willst, dann bist Du auf dem besten Weg der Selbsterkenntnis. Gratuliere, jetzt musst Du nur noch die richtigen Schlüsse daraus ziehen.

Barbara: Ich freeue mich auch darauf. Und Stefan Laurin wird dann wohl beim nächsten Mal FDP wählen müssen. Oder den Bund mündiger Bürger. Ob das im Intershop so gut ankommt?

@Thomas Kurtenbach: In Bochum gibt es beides in ausreichender Menge. Wenn es bei Dir keine Lokale für Nichtraucher gibt, ist das natürlich nicht in Ordnung.

@Stefan: Wer schreibt mir denn irgendwas vor? Die Regierung erweitert, wenn sie es denn nun hoffentlich neu regelt, meinen Aktionsradius, weil ich an mehr Orte gehen kann, ohne hinterher zu husten und zu stinken.

“Meine Freiheit nimmt ab.”

Sag das mal einem Ägypter.

Wie sagte einst der große bayerische Philosoph Hans Söllner: Von allen Freiheiten ist die Freiheit, überall rauchen zu dürfen, die allerunwichtigste.

@Thomas Kurtenbach: Meine Freiheit, meine Freizeit so zu verbringen wie ich will nimmt ab. Andere Liga als Ägypten, aber stören tut es mich doch. Und was mir wichtig ist oder nicht entscheide ich noch gerne selbst und nicht irgendwelche Seppl-Philosophen.

Ich weiß nicht, ob mein Kommentar angekommen ist. Sicherheitshalber poste ich ihn erneut:

Ich stimme dem Autor vollkommen zu. Aber was hast du von einer Volksfront anderes erwartet? Das Ergebnis kann doch nur linke Politik sein. Wie man an den Reaktionen im Bürgertum (und an einigen Kommentaren hier) erkennen kann, trägt die Jahrzehnte lange Gängelung ihre Früchte. Der Deutsche war, ist und bleibt offensichtlich Etatist und Egalitarist. „Die Neigung unserer Zeitgenossen, obrigkeitliche Verbote zu fordern, sobald ihnen etwas nicht gefällt, und die Bereitwilligkeit, sich solchen Verboten selbst dann zu unterwerfen, wenn sie mit ihrem Inhalt durchaus nicht einverstanden sind, zeigt, dass der Knechtsinn ihnen noch tief in den Knochen steckt. Es wird langer Jahre der Selbsterziehung bedürfen, bis aus dem Untertan ein Bürger geworden sein wird. Ein freier Mensch muss es ertragen können, dass seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muss es sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.“ sagte schon Ludwig von Mises 1927 völlig richtig. Bis heute hat sich offensichtlich wenig geändert – im Gegenteil; die Gleichschalterei wird immer ausgeprägter.

Es gibt doch fast nur noch Gesellschaftsklempner, die eine bürgerliche Ordnung am Reißbrett planen und den perfekten Menschen erziehen wollen. Unterschiede darf es nicht mehr geben (vgl. Antidiskriminierung, Einheitsschulen, Genderwahn, Rauchverbote, Klimaschutz, …) Das absurde Gerechtigkeitsideal, das dieser Regulierungswut zugrunde liegt, orientiert sich ausschließlich am Ziel der Herstellung von Gleichheit. Die fundamentale Frage, ob Gleichheit auch Gerechtigkeit ist, wird dabei erst gar nicht gestellt. Bin ich der Einzige, der sich bei alledem unwohl fühlt?

Dass Politik und Staat lediglich Rahmenbedingungen für eine freie Bürgergesellschaft bieten sollten, kommt offenbar niemandem mehr in den Sinn. Es handelt sich um ein großes Missverständnis: Demokratie war ursprünglich beabsichtigt, um die Macht der Regierung zu beschränken; tatsächlich hat sie deren Macht unbeschränkt gemacht.

In Restaurants kann ich ein Rauchverbot nachvollziehen, aber in Kneipen?
Hier sollte der Chef entscheiden. Einen Intershop ohne Raucher kann und mag ich mir gar nicht vorstellen.
Übrigens: ich bin Nichtraucher und kann mich und meine Klamotten waschen wenn sie nach Aschenbecher müffeln!

@Freidenker: Nein, Du bist nicht der Einzige. Aber leider haben wir nicht die Mehrheit. Grandioser Kommentar. Vielen Dank.

Freidenker, netter Versuch, die Qualmerei mit einem ideologischen Überbau zu versehen. Wir reden dennoch nur über eine Sucht.

@Thomas Kurtenbach: Nein, tun wir nicht. Wir reden über ein propagiertes Menschenbild in dem es keine Exzesse mehr geben darf und Political Correctnes zur dominierenden Ideologie wird. Der Prenzlauer Berg und die Bionade-Republik sind für mich kein Ideal sondern eine Horrorvorstellung.

Die Sucht liegt ganz woanders. Die Sucht der nur scheinbar links-fortschrittlichen Elite (die in Wahrheit erzreaktionär und moralisch verkommen ist) nach Meinungs- und Deutungshoheit ist neben dem religiösen Irrsinn die zweite große geistige Pest unserer Zeit. Das freie Denken wird unterbunden; stattdessen fröhnt man einem gefährlichen, Hirn tötenden Dogmatismus. Frei nach Max Liebermann: “Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte.”

Barbara Steffens ist halt die typische Vertreterin eines lustfeindlichen, bigotten Zeitgeistes. Die Raucherpartei SPD wird in NRW hoffentlich Schlimmeres verhindern. Alles andere wäre Verrat an Helmut Schmidt.

Besonders absurd finde ich die Pläne, in den (mit einem ausfahrbaren Dach versehenen) Fußballstadien in Düsseldorf und Gelsenkirchen das Rauchen zu verbieten. Frau Steffens war garantiert noch nie in einem Fußballstadien. Vermutlich hält sie alle Fans für Hooligans. Wer die Raucher aus den Blöcken vertreiben will, tötet ein weiteres Stück des alten Fußballs. Mein erstes Fußballspiel habe ich Ende der 70er/Anfang 80er in der damaligen Zweiten Bundesliga Nord erlebt. Es war ein Auswärtsspiel von RWO (wo wird nicht verraten). 10 bis 12.000 zuschauer waren im stadion. es war ein sonntag. fast durchweg männer verfolgten das spiel. die meisten trugen anzüge und dicke mäntel. ALLE haben geraucht. Auf den Stehplatzrängen gab es derbe Schlägereien. Es war ein unvergessliches Erlebnis – mit viel Rauch.

Ich kann die ganze Aufregung nicht wirklich verstehen. Lebe selbst in Bayern und komme aus der Gastronomie. Unser striktes Rauchverbot gehört nach nur wenigen Monaten zur Normalität. Von dem befürchteten Kneipensterben ist weit und breit keine Spur. Klar schließen einige Lokale weil sie unwirtschaftlich sind und es ist jetzt ein leichtes es auf das Nichtraucherschutzgesetzt zu schieben. In 99% der Fälle liegt es jedoch wohl am Missmanagement der Wirte. Wenn die “Raucherkneipe” ums Eck nicht mehr rentabel ist, muss man sich eben ein neues Konzept ausdenken und nicht am ewig gestrigen festhalten. Das Nichtraucherschutzgesetzt ist ein riesiger Gewinn. Vor allem für den Gesundheitsschutz der Beschäftigten in der Gastronomie

Die Freiheit eines einzelnen endet da, wo andere belästigt oder geschädigt werden. Ich persönlich habe keine Lust immer nach Aschenbecher zu stinken, wenn ich mal ein Bierchen zischen will. Ebenso habe ich keine Lust auf brennende Augen und trockenen Husten wenn ich weg gehe. Ich konnte bis jetzt auch noch kein einziges mal feststellen, daß irgendjemand so penetrant nach Schweiß riecht, wenn man in einer rauchfreien Kneipe ist. Ganz im Gegenteil, die Luft ist wesentlich besser und es macht viel mehr Spaß und das Bier schmeckt besser in einer rauchfreien Kneipe!
Außer zur Suchtbefriedigung kenne ich kein Argument, was für das Rauchen sprechen würde. Wenn ihr ein Argument für das kennt, dann sagt ihn mir bitte!
Teilweise tut ihr so als ob man das Rauchen komplett verbieten will. 🙂

Es gibt mittlerweile genügend Lokale, die eine toll funktionierende Be- bzw. Entlüftungsanlage haben. Da wird geraucht, aber es kratzt nicht im Hals und die Klamotten riechen nach dem Kneipenbesuch auch noch mehr oder weniger normal (Beispiel Fcuk Yoga in Essen).

Wenn man hingegen aber (ein Beispiel von vielen) ins Gentle M in Essen geht, da hat man schon nach einer halben Stunde eine Raucherlunge, dass man den Lungenkrebs förmlich kommen sieht… Und sowas finde ich muss einfach nicht sein.

Vielleicht sollte man als Kompromiss also eine solche Belüftung zur Pflicht machen.

@ Stefan Burger # 30

“Die Freiheit eines einzelnen endet da, wo andere belästigt oder geschädigt werden. Ich persönlich habe keine Lust immer nach Aschenbecher zu stinken, wenn ich mal ein Bierchen zischen will.”

Nicht dass ich nicht verstehe was sie meinen, Stefan. Ich bin Nichtraucher. Aber jemand der aus gutem Grunde Antialkoholiker ist, würde diesen Satz nicht akzeptieren. Alkohol kann genauso süchtig machen wie Zigaretten. Ganz abgesehen davon , dass Menschen die (zu) viel Bier trinken aus dem Mund stinken, häufig rum brüllen, auch mal gerne randalieren und bevorzugt an Hausecken und Hauseinfahrten pissen, die dann wiederum erheblich und dauerhaft stinken.

Ich bin kein strikter Nichtraucher, mich stört allerdings zum einen in Kneipen gehen zu müssen, bei denen ich als Nichtraucher erst einmal durch den Raucherraum durchgehen muss; zum anderen und das stört mich noch viel mehr, wenn Leute zum überwiegenden Teil unkontrolliert ihre Sucht befriedigen müssen und das noch mit einer Miene machen, als ob sie dazu gezwungen würden. Genussraucher sind mir angenehme Zeitgenossen, von denen gibt es aber eindeutig zu wenig! Aber diese angestrengte Nikotingesauge ist doch einfach stil-los und lächerlich.

@ All

Die Diskussion um das Rauchverbot hat einen geradezu lächerlichen Grad an Irrationalität erreicht. Jeder Nichtraucher der weiterhin regelmäßig ein brennstoffbetriebenes Fahrzeug steuert vergiftet die Lungen aller anderen mehr als es je ein Raucher tun kann, und das flächendeckenend und ganzjährig. Auch seine eigene.

Empfohlener Eigentest. Auspuffabgase des eigenen Fahrzeuges einfach mal für eine Minute per Schlauch in den Innenraum des eigenen Wagens blasen lassen. Und selber drinn bleiben. Aber bitte nicht mehr als eine Minute!

Ich würde es befürworten, wenn dem Rauchen endlich der Schein des Freien und der Verwegenheit genommen wird, und als das erkannt wird, was es ist: eine tödliche Sucht! Raucher sollten Gesellschaft ähnlich geächtet werden wie Alkoholiker und andere Junkies!

Natürlich steht es jedem frei, seinen Körper zu misshandeln wie er möchte, man kann ja auch so viel fressen und saufen wie einem beliebt, aber genau wie der ungewaschene Penner in der Supermarktkasse stören Raucher mit ihrem Gestank mein Bedürfnis nach freiem atmen.

Ganz zu schweigen davon, dass sie durch ihre Ignoranz eine Industrie am Leben erhalten, welche durch den Verkauf von todbringenden Suchtstoffen Milliarden erwirtschaftet und für den Tot Tausender Menschen verantwortlich ist.

Und das ganze wird unter dem Deckmantel der Freiheit versucht zu legitimieren.

Auch wenn ich kein Freund der Regulierungswut bin, finde ich es ein positives Signal, wenn eine Regierung versucht sich gegen die übermächtige Tabaklobby zu behaupten, hat es so doch wenigstens den Anschein, sie ist nicht komplett gekauft.

Der Artikel könnte glatt von einem Tea-Party-Mitglied sein, so hasserfüllt ist er. 😀 Nur die Hitlervergleiche fehlen leider.. in den Kommentaren gabs aber immerhin schon einen DDR-Vergleich. Ist noch ausbaufähig!

Ein Italiener ohne Zigarette beim Espresso? Oder der Franzose im Bistro?? Und in Grossbritannien werden alle Pubs dichtmachen muessen…Warum in Deutschland nicht moeglich sein kann, was in so ziemlich allen EU-Laendern funktioniert ist mir ein Raetsel…

Liebe Leute
Zunächst einmal würde ich es so sehen, daß die Radikalisierung dieser Debatte insonderheit von fanatischen Nichtrauchern betrieben wird. Besonders schön läßt sich das am verkrampften Verbeißen in den Sucht-Begriff erkennen, der – und das läßt sich leider nicht verleugnen – dazu dienen soll, die Raucher als fremd-, nämlich suchtgesteuert und mithin unmündig zu diskreditieren.
Auch wird mir wohl ewig verschlossen bleiben, welche Geisteshaltung Menschen innewohnt, die an einer Gaststätte vorbeigehen, die sie niemals betreten haben oder würden, feststellen, daß dort geraucht wird und diesen Umstand – na sagen wir mal nachsichtig: den Behörden zur Kenntnis bringen. Vielleicht sollten wir Blauhelme den Nichtraucherschutz überwachen lassen? Das bringt mich zu
@Thomas Kurtenbach
Berufsbedingt bin ich bundesweit viel unterwegs und ÜBERALL ist die Suche nach einem Raucherlokal aufwendiger, denn die Suche nach einer rauchfreien Gaststätte. Dein Raucherbeherschtes 80.000-Einwohner-Örtchen würde ich gerne mal sehen! Viel mehr neige ich zu der Annahme, daß in den Kneipen, IN DIE DU GERNE GEHEN WÜRDEST, geraucht werden darf. In diesem Falle nach dem Gesetzgeber zu krakelen wäre allerdings schwer bedenklich.
Sollte Deine Darstellung jedoch zutreffend sein, so hast berechtigten Grund zur Klage, allerdings mehr über das Ordnungsamt, welches die bestehende Regelung unzureichend durchsetzt. Deshalb eine landesweite Brechstange zu fordern, auch für jene Städte und Kommunen, in denen Rauchern wie Nichtrauchern ihren Wünschen oder Ansprüchen gemäße Gaststätten vorhanden sind, halte ich für übersteigert bis cäsarenhaft vermessen.
Was die armen rauchgeknechtete Kellnerschaft angeht, so findet sich zunächst einmal im großen, dicken Buch der Berufskrankheiten für diese Berufsgruppe so mancherlei Schmankerl, eine passivrauchbedingte Lungenschädigung ist aber interessanterweise dort nicht verzeichnet. Im übrigen meine ich, solange Arbeitgeber von ihren Angestellten eine konfessionelle Bindung verlangen, sollte es den Inhabern von Raucherlokalen vorbehalten sein dürfen, ihr Personal unter den Kippenjüngern zu rekrutieren oder zumindest solchen Personen, die dem Einatmen von Tabakqualm weniger furchtsam gegenüberstehen.
Fasele ich wieder zuviel?
Tschulligung, bin ja schon still.

@ Arnold Voss:

Stellen Sie einfach mal vor: Ich habe gar kein Auto. Fahrradfahren macht mehr Spaß, ist gesünder, günstiger und attraktiver 🙂

@36
Appropos haßerfüllt: haste den Kommentar von #35 gelesen? Der Mann, der, wenn ich es recht verstanden habe, den “ungewaschenen Penner an der Supermarktkasse” gleich mitverbieten möchte. Ich gratuliere zur aufrechten Gesinnung. Zum aufrechten Gang allerdings kann ich wohl leider nicht gratulieren.

Lieber Arnold Voss, ein ziemlich kruder Vergleich, aber einverstanden, behandeln wir Kippen wie Autos. Dürfen Autos mit Verbrennungsmotoren in Gebäuden betrieben werden? Nein? Gut so. Halten wir es also mit Kippen genauso.

@40
36 ist recht bizarr, aber irgendwo müssen sich die nicht mehr anonymen derwesten-User ja austoben.. Der Artikel ist nichtsdestotrotz sehr hysterisch geschrieben. Genausowenig wie die Gesundheitsreform in den USA den Kommunismus bringt, werden demnächst OMGNeopuritanerspießer uns alle terrorisieren und der Freiheit berauben.

Nein, ich (von #35) will den Penner nicht verbieten, genau so wenig wie das Rauchen.

Es war eine hysterische Reaktion auf einen hysterischen Artikel, der so auch aus der Propagandaabteilung der Tabaklobby kommen könnte.

An der Diskussion um ein strengeres Rauchverbot in NRW wird deutlich, dass sich die Grünen immer mehr zur Volkspartei entwickelt und mitunter versuchen, auch gegensätzliche Interessen unter einen Hut zu bekommen. Ob das funktioniert oder irgendwann ins grüne Höschen geht, steht dabei auf einem anderen Papier.

Da sind nämlich zum einen die Gesundheitsapostel um Barbara Steffens, die sich einbilden, durch politisches Missionieren der Volksgesundheit einen Gefallen zu tun. Da sind auf der anderen Seite die politischen Bewußtseinserweiterer, die in den gut dreißig Jahren, in denen es die Grünen gibt, immer mal wieder fordern, dass in Deutschland der Handel und Konsum von Cannabis erlaubt werden muss. Als Beispiel verweisen die Grünen dabei immer gerne auf die Coffeeshops im Benachbarten Holland. Die jüngste Aufforderung zu einer entsprechenden Gesetztesinitiative eines Grünen Landesverbandes an den Bundesverband ist gerade einmal zwei Jahre alt. Besonders auffällig in Sachen Por-Cannabis in NRW ist in diesem Zusammenhang immer wieder die Grünen Jugend, beispielsweise in Bonn, Köln, Aachen und anderswo.

Ich weiß nicht, wie Barbara Steffens in einer Bundesrepublik, in welcher der kontrollierte Handel mit Cannabis und der Komsum von Haschisch, Gras und Co. erlaubt sein soll, einen Joint zu sich nehmen will. Wahrscheinlich kifft sie sogar gar nicht. Aber auch einer Gesundheitsmissionarin, die sich einbildet, ein Volk erwachsener Menschen erziehend bekehren zu müssen, sollte sich klar darüber sein, dass man das Zeug nicht spritzen oder schnupfen kann und eine Abgabe besser in geschlossenen Räumen als auf öffentlichen Plätzen oder Bahnhofsklos erfolgen sollte…

@Peter Podewitz: treffend formuliert. Grundlage des Verbotswahns soll ja der Nichtraucherschutz sein. Gilt denn die schädliche Wirkung des Passivrauchens tatsächlich als erwiesen, sind Maßnahmen deshalb alternativlos (wie es immer so schön heißt)? Wissenschaftlich gesehen ist der Zusammenhang aber längst nicht eindeutig. Es gibt Kritiker, darunter Prof. Dr. Beda M. Stadler, Direktor des Instituts für Immunologie an der Universität Bern – er hat eine ganz andere Perspektive.

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/spotlight/und_jetzt_tief_luft_holen/

(der link zum mp3-file funxt wohl nicht mehr, glücklicherweise hatte ich mir den hörenswerten Beitrag damals runter geladen).

Ich wünsche all denen, die aus der Mehrheit heraus Verbote fordern (ein merkwürdiges Rechtsstaatsverständnis), dass sie beim nächsten Mal zur Minderheit gehören. Ich wiederhole mich gern, der Staat soll sich gefälligst aus dem Leben der Menschen heraushalten.

Steige ich auch noch in den Kommentarsturm ein. Ich bin Nichtraucher. Mich stört wie Stefan jeder Versuch der politischen Obrigkeit, das Volk erziehen zu wollen – geht eh meistens schief und ist auch gut so. Diese Versuche, das wissen auch Lüsten durchaus zugeneigte NichtraucherInnen, werden beim Rauchen nicht aufhören.
Was mich aber auch stört ist, dass ich morgen in einer Sky-Kneipe BVB-S04 gucken will, und in meiner Stadt einfach keine für NichtraucherInnen finde. Ich habe den Sky-Heinis vorgeschlagen, das auf ihrer Internetseite zu regeln, aber die wollen ja lieber, dass ich ihr Programm zuhause gucke …..
Und irgendjemand da oben meint, Barbara Steffens sei “lustfeindlich”? Ist sie nicht 😉

Als Betroffener eines Bundeslandes mit dem schärfsten Rauchverbot in der Gesamtgastronomie darf ich Euch in NRW nur vor einer Spaltung des gesellschaftlichen Konsenz warnen. In den Medien wird nur immer berichtet, das klappt ja auch in Bayern. Die Bayrische Gesellschaft ist seit dem Volksentscheid (undemokratische Entscheidung) gespalten wie seit dem Sendlinger Bauernaufstand nicht mehr. Viele Wähler, die sich für ein Rauchverbot durch falsche Tatsachen Gesundheitsfanatiker wie z.B. errn Frankenberger, hinreißen ließen, merken erst jetzt, was sie mit Ihrer Stimme angerichtet haben. Einige Wirte (Bayernweit über 100, aber die langjährigen Verträge in der Gastronomie laufen erst noch aus und nach dem strengen Winter wird man die erste wirkliche Bilanz über das Kneipensterben errechnen können. Bei denen kleinen Wirten, die sich an das Rauchverbot hielten, khrten die Nichtraucher auch nicht ein. Jetzt haben diese Wirte 2 verschiedene Kundengruppierung erloren: die Raucher wollen nicht vor die Türe gehen und bleiben lieber zuhause und die Nichtraucher kommen auch nicht, wel sie mit niemanden sich in dieser Kneipe unterhalten können. Als der 1. Frost kam, wurden viele kleine Wirte “erfinderisch”. Das oberste Bayrische Verfassungsgericht bestätigte in einem Urteil, das geschlossene Gesellschaften vom Rauchverbot ausgeschlossen sind. Also werden in den typischen Kneipen, wo immer geraucht wurde, geschlossene Gesellschaften (täglich wechselnder Grund)gegründet und der Nichtraucher muß jetzt vor der Türe bleiben. Bei denjenigen Gastronomen, die ihre Raucher vor die Türe stellen, müssen wegen erhöhter Lärmbelästigung der Anreiner ebenfalls um Ihre Existenz fürchten, da man vielerorts durch Politker erfährt, das man durch die Belästigung der Anwohner nun gedenke, die Sperrzeit für die Gastronomie zu verlängern. Soweit von der gesellschaftlichen Spaltung in Bayern. Ich kann Euch nur davor warnen in NRW: Wehret den Anfängen. -der bayrische Kommentar-

1. Bemerkung: Am Tabak klebt Blut, wenn dem Bedürfnis/der Sucht des Nikotineurs die vielen Hungerschicksale der Menschen, die in den Armutsregionen dieser Welt mit dem Tabakanbau ausgebeutet werden, gegenübergestellt werden.

2. Bemerkung:Süchte, insbesondere die verhaltensgebundenen abzustellen, ist ein Kampf gegen Windmühlenflügel. Raserei, Kaufsucht, Ordnungwahn, Fress-Sucht, Sex-Sucht. Steffens übernehmen Sie.

3. Zit. Laurien: “wenn Du es nötig hast, dass eine Regierung Dir sagt, wie Du zu leben hast, ist das Neospießertum die richtige Politik für Dich.” Richtig, Winterreifenpflicht und Gurtpflicht abschaffen, freie Fahrt für freie Bürger, schleichender Selbstmord mit Messer und Gabel durch Verfettung und ihre gesundheitlichen Folgen. Hauptsache entspannt die Zichte an allen Orten und Aborten. Freuen Sie sich lieber Autor, dass sich hier kein klinisch tätiger Lungenfacharzt/-onkologe zu Wort meldet, wie vor einigen Monaten bei Hart aber fair.

4. Fazit: Aufklärung und Überzeugung sind nachhaltiger, als Gesetze.

Ich finde es schwierig, Passivrauchen als unschädlich darzustellen und damit gegen Rauchverbote zu argumentieren. Ich möchte einfach nicht in meinen Bürgerrechten beschnitten werden, egal wie viel Macht die Tabaklobby hat.
@Martin Böttger
das mit der Sky-Kneipe kann ich vollkommen verstehen und finde es umso besser, dass sie als Nichtraucher einem generellen Rauchverbot kritisch gegenüber stehen.

Denkt den keiner an die Angestellten da? Dürfen da dann nur Raucher arbeiten? Ist dann der Lungenkrebs eine Berufskrankheit? Und wie stellt man fest, das der durch das passiven Rauchens entstanden ist, oder durch die eigene. Erstere wäre eine Berufskrankheit … letzteres keine.

Kommt mir nicht mit: Man muss da nicht ja arbeiten usw. So einfach ist das auch nicht, wenn zB die ARGE jemanden so eine Arbeit anbietet, kann er das dann wegen dem Rauchen absagen? Kann da auch ein anderer Unternehmer, ein Wirt ist ja auch einer, sagen das bei ihm alle Leute freiwillig arbeiten, deswegen brauchen wir keinen Arbeitsschutz?

Die Schadstoffe in einer Kneipe wo geraucht wird sind so hoch, das nach Arbeitsschutzverordnung die Angestellten Atemschutz tragen müssten.

Vielleicht sollte man so Automatenkneipen aufmachen.

So jetzt muss ich auch mal mein Senf dazu geben.

An die Neospießer, falls das Gesetz kommt, ERWARTE ich das ihr alle nur noch in Rauchfreien Kneipen abhängt!!!! Es scheint ja so toll in den Kneipen zu sein, in den man ja als Nichtraucher nicht rein gehen kann, weil dort geraucht wird.

Ich hoffe das dieses Gesetz gekippt wird. Rauchen gehört zur Gesellschaft. Vllt hat Rauchen auch etwas von Kultur. (Ich kann mir nen Malocher nicht ohne Kippe vorstellen, sowas geht gar nicht!). Im Orient trifft man sich zum Rauchen. Das gehört dazu.
Aber diese ganzen Neospießer denken ja das alle ach so toll ist wenn der Staat vorgibt wie man Lebens soll. Fehlt ja nur noch das man euch auch zum Wählen abholt. Sicherlich findet ihr das auch noch toll.

Jetzt mal im Ernst, grade wir hier im Ruhrgebiet, atmen doch wohl die dreckigste Luft überhaupt ein. Wie war das noch vor 20-30 Jahren mit der Weissen Wäsche draussen trocknen lassen? Ging nicht, weil die Weissen Sachen danach Schwarz waren.

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Achso, und alle Produkte/Güter die Sie Konsumieren sind aus Eigenanbau und Garantiert frei von Blut. Ja ne is klar! Womit sollen wir anfangen? Mit dem Sprit fürs Auto? Mit der Plastiktüte vom Aldi? Mit der Verpackung vom Brotaufstrich? Mit dem schnäppchen von H&M/Brands4friends/etc?
An allem was wir hier Konsumieren klebt Blut.

Mit der Aufklärung haben Sie recht. Kommentar 50, gibt ein Einblick was Passiert. Da haben wir Aufklärung.

Ps. Ärzte raten von allem ab. Am besten auch vom Leben. Es ist Gesundheitsschädigend.

Das erste was mir dazu einfällt: Erbärmlich.

Wenn mit so viel Herzblut die echten Probleme diskutiert und angepackt (!) würden, dann wäre uns allen geholfen. Aber beim Rauchen hört in Deutschland der Spass auf. Dann doch lieber Tempo 60 auf den Autobahnen. Oder halt doch noch mehr Schulden. Aber pack meine Kippen nicht an!

Bei so viel Irrelevanz kann ich nur den Kopf schütteln.

Was mir bisher noch niemand erklären kann: Warum ist das so schwierig, zum Rauchen kurz aufzustehen und nach draußen zu gehen, um damit Rücksicht auf andere Menschen und deren Gesundheit zu nehmen? Wo um Himmels Willen ist das Problem?

In diesen auf Identifikation beruhenden aus- und abgrenzenden Denkhaltungen geht es ausschließlich darum, zu gehorchen. Insofern handelt es sich bei der Ausweitung des so genannten “Nichtraucherschutzes” um gesellschaftliche Vorstellungen, die auf Vergehen und Gehorsam basieren. Der beste Umgang würde jedoch derjenige sein, der das eigenverantwortliche Denkvermögen von der Pflicht zu gehorchen freistellt und sich in seinem eigenen Interesse davor hütet, es der Vorschrift des Staates, die nur für die Handlungen gilt, zu unterwerfen. Sobald das Denken und Entscheiden aufhört, frei und lebendig zu sein, hört auch das Handeln auf, dies zu sein, sind auch alle anderen Unterdrückungen möglich und schon realisiert und alle Handlungen potentiell schuldhaft.

Ich glaub das geht so. Wenn sich völlig überraschend aus einem Urlaubsland heraus ein Feuer über Nordostafrika bis über den Suezkanal hinweg entfacht, kommt von irgendwo ein Soziologe her und erklärt dazu, so etwas, wie sich wieder einmal zeige, nie vorhergesehen werden könne, es aber dafür immer denselben Grund gibt, und der heißt: Armut. Die dann sogar taugt, eigentlich gegensätzliche Lager auf derselben Barrikade zu vereinen. Und dann, ja dann, wird hier ganz plötzlich die Debatte um die läppische Hartzer-Aufstockung, die Millionen zur Verarsche als ganz großer Wurf verkauft werden sollte, und erschrickt alles und erstarrt zur “Halt-Bloß-Die-Fresse-Säule”, und so wirds ganz leise. Weil das trifft schon nur 5 Millionen, und all die anderen die auch von ihrem Gehalt nicht genug zu Fressen kaufen können sind da noch gar nicht drin. Aber nach Rauchverbot zu schreien ist so viel einfacher als etwas zu Fressen zu besorgen. Und dann lobt der Bundeswulff die Ehrenamtlichen, die Fressen einsammeln und an “Tafeln” wieder austeilen, denn wenn es das nicht gäbe, brannte auch Deutschland, gleich morgen früh schon. Und dann kommt dieser Soziologe wieder und erkennt, die in Ägypten, da wären Studenten mit dabei, sogar überwiegend, weil die da so viele junge Menschen haben und dort alleine die alle unterzubringen jedes Jahr eine Millionen Jobs geschaffen werden müssen, was die natürlich nicht können, ebensowenig wie wir hier in Germany, wo man aber zumindest Studiengebühren zahlen kann als Dank für seine Mühe, bevor man es dann zur Arge schafft oder eine Karriere als Taxifahrer einen davor rettet, aber mit Geld aus Amerika und Europa und Deutschland nur so um sich schmeißen und das fürs ägyptische Regime Entwicklungshilfe nennen was bei uns hier Arge heißt, aus unserer Armut finanziert ist. Ja dann müssen ganz schnell andere Themen her bis sich das da, zwei Flugstunden von hier weg, wieder beruhigt hat. Da greifen die dann schnell mal auf die Frauenquote, an der ohnehin keine Frau ein Interesse hat, sich wie blöde 14-16 Stunden am Tag abzurackern wenn dazu nicht mal ein Kind bei heraus kommt, und daher so etwas als Dauerbrenner für “Krisenzeiten” immer geht. Und auf Länderebene, wo noch immer Studiengebühren die Bevölkerung schröpfen damit Bundespolitiker mit unserem Geld den Euro und ihre Macht retten so Leuten wie dem Militärchef in Kairo die Richtung diktieren zu können, weil die “Puppen tanzen zu lassen” so geil ist für Machtmenschen, vor allem wenns nicht die eigene Kohle kostet, kommen dann eben die doofen Themen wieder hervor für die man zuständig – obwohl, ich habe auch schon Bundespolitiker gesehen, als die noch keine solchen Brandheißen Probleme wie jetzt hatten, die da über ein Jahr drüber diskutierten, ja Gesetze verabschiedeten, dann festzustellen, nicht zuständig zu sein; für was Aktionisten so alles zuständig sind wenn man sonst keine Probleme hat, denn nur wer etwas zu sagen hat ist auch zuständig und hat Verantwortung, und wer die hat ist Chef. Oder man kann so eben auch Chef werden. Frau Leyen etwa ist jetzt neuerdings Arbeitgeberchef und stellt hierzu auch gleich Ultimaten einher der Vorabdrohung, ab wann zurückgeschossen wird (und den Tonfall trifft sie dazu auch perfekt) – das machen Chefs so. Und wenn man aufgrund der Feuer über nichts mehr reden darf was ebenso brennt, dann redet man eben über Mist den eh keinen interessiert und auch nicht lösbar und daher auch für die nächste Krise krisensicher wieder zur Verfügung stehen wird. Da fällt mir ein: “Haste ma ‘Feuer’?”

puh.. neospießer also. warum neo? was ist denn so neu an diesem konflikt? gab es dort jemals irgendwelche veränderungen? nur weil jetzt die nichtraucher das erste mal ihre chance ergreifen eine veränderung der situation herbei zu führen?

ich bin auch gegen durchreglementieren der gesellschaft, aber sich selbstgerecht auf die neospießer zu stürzen, weil eine veränderung ansteht, also die als spießer dahin zustellen die möglicherweise einen fairen diskurs fordern ist doch etwas arg einseitig. also mein fazit: gegen striktes durchziehen boreiliger gesetze, statt dessen lieber ein offener und fairer diskurs ohne etikettenschwindelei a la neospießertum. bonmot der selbstgerechten.

Wo ist eigentlich, wenn man sie mal braucht, Mrs. Lovejoy? Aber gut, muss sich eben jeder das lautgemalt selbst vorlesen…

“Kann denn nicht ein einziges Mal jemand an die Kinder denken?!”

Gut, wäre das geklärt.

Demnächst kommt also Comic-guy und fordert, daß es nach dem Vorbild der Vulkanier nur noch alle sieben Jahre zur Paarung kommen darf… gut, für ihn mag das eine Verbesserung sein… Aber so ist das eben, wenn die klügsten Köpfe die Regierung übernehmen, echt doof, daß Quimby geflohen ist.

Bevor ich nun gleich mit den drei Muscheln übe (ich krieg es einfach nicht hin), hier noch ein kleines Zitat:

Edgar Friendly: “Ich lese gern. Ich bin für Redefreiheit und für die Freiheit der Wahl. Ich bin ein Typ der gerne in einer schmierigen Kneipe hockt und sich fragt: Nehm ich ein T-Bone-Steak oder ‘ne Riesenportion Spare Ribs mit richtig schönen fetten Pommes dazu? Ich bin cholesterinsüchtig! Ich will Speck, Butter und will tonnenweise Käse reinhauen. Ich will ‘ne fette Havannah, so groß wie Cincinnati in der Nichtraucherzone rauchen. Ich will nackt mit grünem Wackelpudding beschmiert durch die Straßen laufen, und ich will mir die Freiheit nehmen, den Playboy zu lesen. Warum? Weil ich das Bedürfnis dazu verspüre!”

In diesen auf Identifikation beruhenden aus- und abgrenzenden Denkhaltungen geht es ausschließlich darum, zu gehorchen. Insofern handelt es sich bei der Ausweitung des so genannten “Nichtraucherschutzes” um gesellschaftliche Vorstellungen, die auf Vergehen und Gehorsam basieren. Der beste Umgang würde jedoch derjenige sein, der das eigenverantwortliche Denkvermögen von der Pflicht zu gehorchen freistellt und sich in seinem eigenen Interesse davor hütet, es der Vorschrift des Staates, die nur für die Handlungen gilt, zu unterwerfen. Sobald das Denken und Entscheiden aufhört, frei und lebendig zu sein, hört auch das Handeln auf, dies zu sein, sind auch alle anderen Unterdrückungen möglich und schon realisiert und alle Handlungen potentiell schuldhaft.

@ 41 Thomas Kurtenbach

Die Vergiftung durch den Autoverkehr wird nicht dadurch weniger, dass sie außerhalb von Gebäuden passiert. Vor allem Kinder leiden darunter, weil sie schon auf Grund ihrer Kleinheit, sofern sie an einer befahrenen Straße gehen, spielen oder radfahren, viel näher an den Auspüffen sind als die Erwachsenen. Im Winter können sie übrigens wunderbar sehen, wie sehr Autos die Nahlluft von Menschen verpesten.

Mir geht es bei meinem zugegeben radikalen Vergleich (# 34) um die Relativierung der Raucherdiskussion. Ich wollte nur sehr drastisch deutlich machen, dass der Nichtraucherschutz in geschlossenen Gebäuden völlige irrelevant gegenüber dem ist, was außerhalb von Gebäuden jenseits des Zigarettenqualms an ständiger passiver Vergiftung geschieht.

Gänzlich irrwitzig wird dann die Kiste, wenn in von Autos umtossten städtischen Parks das Rauchen, aber nicht der Autoverkehr drumherum verboten wird.

Ob des anvisierten Rauchverbots bekommen also die Zigarettengenießer einen zusätzlichen Anfall von Schnappatmung, weil sie sich von den vermeintlichen Neospießern in ihrer Freiheit eingeschränkt fühlen.
Wenn es das Einzige ist, von dem sich rauchende Fraktion bedroht, eingeengt oder drangsaliert fühlt, dann kann die Welt beruhigt schlafen gehen bzw. sich auf die wirklich wichtigen Ereignisse konzentrieren.

PS: Derjenige, der die Spießerkeule gerne in die Hand nimmt, ist meist selbst der wirkliche Spießer, hat er doch nur sich und sein kleines Dasein im Blick, so denn dieser vom Qualm noch nicht getrübt ist, und scheut jegliche Veränderung, die im wahrsten Sinne des Wortes ein wenig Bewegung in die gewohnten Strukturen seiner Existenz brächten. Er müsste ja zum Rauchen vor die Tür.

ein Joch reicht wohl nicht?!
Dumm genug sich von der Tabakindustrie süchtig machen zu lassen, nun mit den immergleichen Pseudoargumenten für die rücksichtslose Krankheit werben und sich so zum Büttel der infamen TI machen.

Militante Nichtraucher 🙂 unifarbende Unterhosen und eine Ministerin die zu wenig öffentliches Interesse bekommt.
Wie sehr muß man sich als Politiker verbiegen anstatt den Popo in der Hose zu behalten?
Nein meine Freizeitgestaltung ist meine und nicht das irgendwelcher Nichtraucher, mir sollen die doch nicht die Ohren voll heulen. Peinlich wird es wenn Statistiken und Pseudountersuchungen als Argumente heran geführt werden, schlimmer noch, regelmäßiges waschen mit dem Besuch einer Kneipe zu Entschuldigen!
So jetzt noch eine Kippe und dann von der Industrie vergiften lassen…

Ich bin für Rauchverbote. Damit kann endlich die Luft rein werden. Auch in Kneipen wie dem Intershop.

Hier wird viel über Aufklärung geschrieben. Hier ist mein Beitrag dazu: “Niemand kann mich zwingen, auf seine Art (wie er sich das Wohlsein anderer Menschen denkt) glücklich zu sein, sondern ein jeder darf seine Glückseligkeit auf dem Wege suchen, welcher ihm selbst gut dünkt.” (I. Kant)

Formuliere gerade eine Petition an den Bundestag: Für ein Verbot jeglichen Fleischkonsums unter freiem Himmel (Oktoberfest). Einstieg in die vegane Gesellschaft zum Zwecke des Klimaschutzes. Gesetzliches Verbot von Schlachthöfen zum Jahr 2013.

Was mich wundert ist das man immer wieder ließt Rauchen sei Kulturgut.
Zur Kultur gehörte auch mal das Brandschatzen, rauben, morden und noch viele andere grausame Taten. Das hat sich mittlerweile geändert.

Früher wurde im Ruhrgebiet gebuddelt, verkokst, Stahl gekocht. Auch das hat sich verändert.

Natürlich steht es jeder Person frei zu rauchen. Man kann jedwede Information über die medizinischen Folgen und Risiken ignorieren und rauchen. Zur Freiheit des einzelnen gehört auch ein Recht sich selbst zu schaden.
Im Rahmen der Solidargemeinschaft bin ich sogar bereit nicht aus der gesetzlichen Krankenversicherung in die Private Krankenversicherung zu flüchten.

Nur 2 Fakten muss man sich als Raucher halt anhören:
Rauchen birgt Risiken für die eigene Gesundheit
Rauchen gefährdet auch andere, das ist inakzeptabel

Auch wenn es unbequem ist das immer und immer wieder zu hören, das ist die Realität.
Realität ändert sich nicht durch Wunschdenken oder ignorieren.
Aus dem Recht sich selbst zu schaden kann man kein Recht ableiten anderen zu verbieten sich selbst schützen zu wollen und Fakten auszusprechen.

@ Olaf

“Nur 2 Fakten muss man sich als Raucher halt anhören:
Rauchen birgt Risiken für die eigene Gesundheit
Rauchen gefährdet auch andere, das ist inakzeptabel.”

Olaf setzen sie in diesen Aussagen für Raucher z.B. Autofahrer und für das Rauchen entsprechend Autofahren ein und dann merken sie, dass diese Art der Argumentation, so gut sie gemeint ist, nicht weiterhilft.

@Arnold nur weil etwas hinkt ist es nicht gleich ein Vergleich:
Wo ist es gestattet in geschlossenen Räumen mit dem Auto zu fahren? Welche Gaststätte/Restauran/Kneipe erlaubt das?
Seit wann kann ein Raucher seinen Qualm steuern? Wo ist die Bremse an der Kippe? Wo das Lenkrad?

Äpfel mit Birnen vergleichen, das hilft nicht weiter.

Schon die Überschrift des Artikels ist falsch. Die Gesetzesinitiative sieht KEIN radikales Rauchverbot in NRW vor. Das Rauchen bleibt nach wie vor grundsätzlich erlaubt, es geht lediglich darum, dass nicht mehr überall geraucht werden darf, vor allem dort nicht, wo Unbeteiligte zum Mitrauchen gezwungen werden. Eine korrekte Überschrift hätte lauten müssen, dass NRW mit dem Nichtraucherschutz ernst machen will.
@ Arnold: Lieber Arnold, bei allem Respekt vor Ihren ansonsten brillanten Beiträgen hier bei den Ruhrbaronen, Ihre Logik, es sei nur dann sinnvoll, das Rauchen im öffentlichen Raum einzuschränken, wenn gleichzeitig der Autoverkehr eingeschränkt wird, ist abstrus. Ebenso hätten Sie sagen können, dass der Gesetzgeber erst mal die Fettleibigkeit verbieten muss, bevor das Rauchen eingeschränkt wird. Es handelt sich hier doch wohl um verschiedene Baustellen, die alle angegangen werden müssen. Wenn in einem Bereich (Autoverkehr) nichts passiert, dann kann das keine Rechtfertigung dafür sein, in einem anderen Bereich (Nichtraucherschutz) nichts zu unternehmen. All diese Probleme müssen angegangen werden. Weiterhin dürfte die Schadstoffkonzentration in einer vollbesetzten Raucherkneipe erheblich höher sein als die an einer befahrenen Straße – insoweit hinkt Ihr Vergleich auch noch.

1. Rauchen ist eine Suchtkrankheit und hat damit wenig bis gar nichts mit individueller Freiheit zu tun. Daher kann man von den Süchtigen keine sinnvolle Argumentation erwarten.
2. für die Ausübung einer Sucht gibt es keine objektiven Argumente, auch wenn sie den Süchtigen noch so zwingend erscheinen.
3. Die Mechanismen: Leugnen, Trotz oder beides in aggressiven Formen sind sehr beliebt, werden auch hier ja nahezu exemplarisch vorgeführt.
4. Da die Steuereinnahmen aus der direkten Suchtmittelsteuer und der Umsatzsteuer der TI für den Gesetzgeber viel zu verlockend und mit diesem sowieso der Bock meist zum Gärtner gemacht wird, scheinen die NRSGs eh so formuliert zu sein, dass eine Wirksamkeit minimiert wird.
5. Da die Kosten des Rauchens von der Gemeinschaft der KVersicherten getragen werden, rechnet sich das ganze sogar für den Fiskus, scheinbar. Denn eigentlich sollte der Gesetzgeber ja im Sinne des Volkes handeln. Und nicht das krankhafte Verhalten von Süchtigen dulden oder unterstützen.
6. @ Arnold
Auch dieser unpassende Vergleich wird gerne angeführt. Doch hat das Autofahren zumeist oder oft einen Zweck: Transport. Dieser Zweck, lässt man die Bereicherung der Dealer außen vor, fehlt bei der Sucht.
Denn die nächste Zigarette mindert nur kurz das Verlangen nach der übernächsten.
Das empfindet der Süchtige dann als Entspannung, weil seine Sucht ja kurz befriedigt wird.
7. Nur weil der Süchtige es bisher nicht geschafft hat von der Sucht los zu kommen, sollte er keine Angst haben, wenn äußere Anlässe wie die auch noch so schwache Gesetzgebung, ihm eine Möglichkeit bieten seine Sucht auch mal objektiv zu bewerten und so vielleicht doch noch davon loszukommen. ( siehe oben: “Trotz” )

@IR: OK; wir sind süchtig. Aber warum lässt man uns gefälligst nicht ein paar Räume wo wir uns treffen können – normal, in der Öffentlichkeit mit der Chance ein Bier zu kriegen? Es geht nur noch um ein paar Kneipen. Deinen Eifer in Ehren, aber wir beide gehen sowieso nicht in dieselben Läden. Lass mich einfach in Ruhe – ich komm schon nicht in Deine Weißweinschorlenwelt 🙂

@Olaf: Ich gehe gerne raus – und in den Kneipen in denen ich bin rauchen fast alle. Es gehr einfach niemanden etwas an. Es gibt kein Problem. Es gibt nur ein paar Wichtigtuer. Und die ernähre ich auch noch mit meinen Steuergeldern. Ach, man hat nur Ärger mit dem Personal…

Ich lese hier von mehreren Baustellen, die neben dem Rauchverbot angegangen werden müssen. Den Bürokraten auf allen Ebenen (insbesondere in der EUdSSR) wird sicher noch einiges einfallen, um die Menschen zu ihrem Glück zu zwingen. Das ist doch genau das Problem von heute. Ich nenne das Gesellschaftsklempnerei, man muss überhaupt nichts angehen. Wir benötigen keine neuen Gesellschaftsentwürfe – weil Menschen unfähig sind, Gesellschaftsentwürfe zu erstellen, die funktionieren. Sämtliche Sozialingenieure der „Neuen Welt“ rühren im Soziotop herum und zerstören damit ersatzlos natürliche Ordnungen. Das muss aufhören. Mehr als Rechtswahrung im Innern und die Aufrechterhaltung der äußeren Sicherheit hat eine Regierung nicht zu leisten. Eine offene Gesellschaft der „freien Welt“ ist eine Ordnung, in der abstraktes Recht den Einzelnen und sein Recht auf Leben, Freiheit und Eigentum vor der Willkür sowohl der Regierung als auch von Minderheiten und Mehrheiten in der Gesellschaft schützt und jeden sein Leben selbst gestalten lässt, solange er die Rechte anderer nicht verletzt. Innerhalb dieser Ordnung können sich Menschen aus freien Stücken zusammentun, um ihren sozialen und kulturellen Bedürfnissen zu folgen und nach ihren eigenen, selbst gewählten Regeln leben.

Ich bin sehr froh, wenn dieser Nichtraucherschutz endlich umgesetzt wird. Anscheinend müssen die Leute zu Ihrem Glück gezwungen werden, nicht an
Lungenkrebs bzw. Herzkreislauferkrankungen elendig zu Grunde zu gehen. Sie haben keinerlei EInsicht und gefährden alle anderen, die sich ebenso in den Räumlichkeiten befinden. Es ist ohnehin ein Wúnder, dass noch so viele starke Raucher bisher nicht akut erkrakt bzw. an den Folgen des starken Rauchens gestorben sind. Ich gehe sogar soweit, dass starke Raucher erhöhte Krankenkassenbeiträge leisten sollten. Es ist keineswegs einzusehen, dass die Kosten für teure Therapien von der Allgemeinheit getragen werden sollen.
Seht endlich ein, dass Ihr Raucher nichts weiter als Drogenabhängige seit, die dem Grunde nach eine Therapie benötigen, um weder sich noch andere weiter zu gefährden.

@Andre: Kein Laster? Kein Übergewicht? Ein perfekter Mensch? Wie aus der Bionade-Werbung? Toll. Braver Junge. Ich will Dich gar nicht gefährden. Ich will noch nicht einmal meine Freizeit am selben Ort wie Du verbringen. Wo ist das Problem?

@ OLaf # 73

Sorry, aber der Vergleich hinkt eben nicht. Es geht um die Schädigung anderer durch eigene Aktivitäten. Dabei ist das Auto eine der größten Schädlinge die es auf der Welt gibt. Niemand würde es aber deswegen abschaffen wollen.

Genausowenig wie Raucher absichtlich andere umbringen oder verletzen wollen, wollen das Autofahrer. Statistisch tun es aber auch Letztere und das jedes Jahr zigtausendfach und das unausweichlich. Trotz Bremse und Lenker. Für die Verletzen und Getöteten ist es dabei völlig gleichgültig ob das absichtlich oder unabsichtlich geschieht.

Nimmt man die passiven Vergiftungsschäden von Umwelt und Menschen noch hinzu, dann ist die Schädigung durch das Auto insgesamt also um ein Vielfaches höher als die durch das Mitrauchen. Trotzdem wird Letzteres bekämpft und das Autofahrern weiter massiv gefördert. Das nenne ich irrational.

Ach ja, ich bin übrigens überzeugter Nichtraucher.

Nein, perfekt bin ich wahrlich nicht. (zudem habe ich aber kein Übergewicht und lebe gesund!) Aber mit den Lastern die ich habe, gefährde ich keine anderen Menschen und mache diese mit mir selbst aus. Seht endlich ein, dass ihr abhängig seid, und nutzt das Nichtraucherschutzgesetz als Chance mit von diesen Drogen loszukommen. Es ist schwierig jemandem zu helfen, der das Unrecht seiner Handlung nicht einsieht. Anscheinend muss man Euch durch staatliches Handeln zum Aufhören zwingen, damit ihr keine anderen Menschen (und euch selbst!) mehr gefährdet. Vergleichen kann man dies sehr gut mit einer Entzugsklinik. Auch die dort Abhängigen leiden zunächst sehr, ihnen geht es aber bereits nach einiger Zeit wesentlich besser. Die Drogenabhängigen (damit meine ich jetzt keine Raucher) gefährden zumindest keinen ihrer Mitmenschen. Das unterscheidet sie drastisch von euch, da ihr andere Menschen stark gefährdet. Denkt bitte darüber nach und lasst euch durch staatliches Handeln helfen. Euch und auch allen anderen wird es schon sehr bald besser gehen und ihr könnt noch einige Jahre unbeschwert leben. Euer Andre.

@ Ir #77 Punkt 6

Die meisten Autofahrten dienen in unserem Land mittlerweile der Freizeit. Das ist zweifellos auch ein Zweck, der allerdings dem Rauchen schon sehr ähnelt.

Aber es gibt Autofahren mittlerweile auch massenhaft als gänzlich zweckloses Bequemlichkeitshandeln. Wie sagte mir einmal ein Bekannter der einfach nicht verstehen konnte, dass man die meisten Nahstrecken auch gut mit dem Fahrrad bewältigen kann: “Ohne Auto fühle ich mich nur wie ein halber Mensch.” Klingt irgendwie nach Sucht, oder?

ha, ha eine tolle diskussion.

irgendwo anders gelesen. “pissen im schwimmbecken ist auch unerwünscht. Dafür gibt es die Toiletten im Schwimmbad. Erscheint mir völlig logisch kurz raus zu gehen.”

Persönlich würde ich noch eher im Urin vom Herrn Laurin baden als das Vergnügen zu haben im Zigarettenrauch zu sitzen

Beängstigende Kommentare! Die viel diskutierte driekte Demokratie nach dem Vorbild der Schweiz hätte in Deutschlang wohl wenig Sinn. Wir sind offensichtlich noch lange nicht so weit. Glaubt weiter an die Allmacht des Staates, spätestens nach dem die Volksfront auch die Geschicke des Bundes bestimmt, werdet ihr euch alle noch wundern.

@85 und die anderen Sucht-Argumentatoren
Tenor: Raucher sind also krank und man muß ihnen helfen. Ihrem Kopf entspricht kein gesunder Gedanke, der nicht von der Sucht beherrscht wird, deshalb sind sie weder diskussionsfähig, noch -würdig.
Menschen, die derlei von sich geben, suchen ja eingestandenermaßen nicht den Diskurs, es geht hierbei offenbar wirklich um Missionierung. Oder einfach nur darum, anderen selbstgerecht vorzuhäkeln, was für ein überlegenes, lasterfreihes, von gottgefälliger Askese und Reinheit durchdrungenes Musterleben sie führen.. Wahrscheinlich weil sonst niemand, nicht einmal diese Herrschaften selbst, merken würde, wie toll ihr Leben ist. Sagt mal: gibt es echt böse Kreaturen die euch mit ihrem Gequarze die Bibelstunden versauen? Sorry, ganz ehrlich: das wollten wir nicht.
@Ihr-könnt-doch-draußen-Rauchen-Fraktion
Keine Angst: ich will Tabak- und Alkoholkonsum gerade mal nicht auf eine Stufe stellen, nur zur Veranschaulichung nutzen: ihr sitzt in einer Kneipe und habt ein Bier vor euch (oder wasauchimmer) – was wäre, wenn ihr für jeden Schluck “mal kurz” vor die Tür müsstet? Würde das nicht Gemütlichkeit und Geselligkeit ein bißchen beeinträchtigen? Und deshalb möchte ich gerne drinnen rauchen. Und weil ich dabei gerne Mennschen treffe oder kennenlerne möchte ich dieses in gastronomischen Betrieben tun dürfen. Die dürfen dann auch gerne mit großen roten “Gefahr!”-, “Biohazard”- und Totenkopf-Warnhinweisen überpflastert sein.

@ARnold #84
Ich kann noch immer nicht erkennen wieso die These das Autoverkehr schlimmer und gefährlicher als Rauchen sein soll gegen einen Nichtraucherschutz spricht.

Nur weil ich die Todesstrafe durch Steinigung abscheulich und barbarisch finde muss ich doch nicht aufhören auch die Todesstrafe durch Giftinjektion zu verhinden und zu verurteilen… um mal einen weiteren Vergleich einzufügen der nichts mit Nichtrauscherschutz zu tun hat …

“Gemütlichkeit und Geselligkeit” als Argument gegen Nichtraucherschutz für Gäste und Mitarbeiter? neeee
Ja, ich bin mir bewusst das es Mitarbeiter gibt die selber Rauchen, Gäste auch, der Inhaber ist mir latte ;).

Das man einem Raucher nichts über Suchtmechanismen u.ä. erzählen braucht wenn er das nicht hören/wahrhaben will, ändert nichts an der Tatsache das eben jene Suchtmechanismen
gleich dem von Heroinabhängigen sind. Wenn auch nicht so intensiv.

@ Berry
Danke, diese Analogie finde ich auch immer wieder sehr treffend.

@Peter Podewitz
Du setzt also den Sozialarbeiter oder Arzt in der Suchtrehabilitation als eifrigen Missionar herab?
Ich bin auch nicht sucht- oder lasterfrei, aber denke, dass ich da nicht der Industrie so sehr auf den Leim gehe, dass ich andere Menschen wissentlich und nur durch meine Unbeherrschtheit (siehe Schwimmbecken) schade.

@Arnold Voss
Ich schrieb deswegen: “zumeist oder oft einen Zweck”, dass es Mitmenschen gibt die dank ihres Kfz-Nutzungsverhaltens nicht diese Bezeichnung verdienen, dachte ich steht außer Frage. Abgesehen davon hat die Zahl der Verkehrstoten nicht Autoinsassen, also passive Verkehrsteilnehmer (2042 im Jahr 2009) bereits die Zahl der an den Folgen des Passivrauchens(offiziell ~3000/a in D) unterschritten.
😉
http://de.wikipedia.org/wiki/Verkehrstote#Dimensionen

@Stefan Laurin
1. trinke ich keine Weißweinschorle, ts! Sollte der Bedarf nach einem Rausch bestehen, bediene ich mich da ganz einfach Bier und/oder Wodka.
2. genau das wünsche ich mir ja, dass du deine Luft da verpestest wo ich nicht bin, das heißt aber nicht, dass ich mir von dir, deinem Rauch, vorschreiben lasse in welche Lokalitäten ich (nicht) gehe. Und da bleiben ja auch wenige übrig – dank der rücksichtslosen Raucher. Sei es bei Konzerten, in der Disko oder beim Date im Café/Kneipe. Warum forderst du für dich, was du den Nichtrauchern entziehen willst?
Ich bin auch nicht für ständige Eingriffe des Gesetzes in das Leben, doch würdest du ohne Regelung den Raum verlassen, wenn ein anderer Gast dich darum bittet, weil er die nicht nur feinstaubliche, sondern auch ästhetische Belästigung durch deine Sucht nicht ertragen will? Denn der Anblick eines Rauchers ist doch längst nicht mehr der coole Marlboromann, für den sich die meisten Raucher noch zu halten scheinen, sondern nur der Anblick eines vermeidbaren Jochs, soviel Empathie, wenn schon kein Mitleid, musst du mir eingestehen.
Es ist doch immer wieder der aufstampfende Kleinkindfuß der Raucher die ihr Recht, bzw. Willen durchsetzen wollen. Und der ist nicht selbstbestimmt, sondern durch die Sucht fremd.

OMG was is den jetzt los. Sind jetzt die ganzen Trolls von Derwesten hier? Das ist ja erschreckend was hier alles steht.

Danke 89!

@JK#92
ähmm dein Beitrag ist aber auch wenig erhellend…
nicht motzen sondern handeln wenn die intelli.. vorhanden ist

Veganer werden ist die Losung

Gesundheitsministerin Babara Steffens soll erst einmal alle Autos OHNE Dieselpartikelfilter die zur Personenbeförderung eingesetzt werden umgehend stilllegen!!!

es geht beim nichtraucherschutz doch nicht darum, dass irgendwer den leiten den spass am rauchen nehmen will, sondern darum, dass die menschen , die keinen rauch mögen, dadurch nicht länger belästigt werden, denn auch die haben ein recht auf ein rauchfreies gesellschaftliches leben ohne qualm und gestank. kapiert das noch endlich!!!!! wenn rauchen überall erlaubt ist, dass muss auch im gegenbzug dazu alles andere erlaubt werden, also klos abschaffen und auch sowas wie sämtliche verhaltensregeln. konsquenz: anarchie und keine schutz einzelner mehr…^^

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