Proteste gegen Krieg gegen den Islamischen Staat

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Die Bundesrepublik engagiert sich verstärkt im Kampf gegen den Islamischen Staat. Am Wochenende wird es auch im Ruhrgebiet zu Protesten gegen den Krieg in Syrien kommen. 

In Bochum  ruft die “Revolutionäre Linke in Solid”, letzteres ist der Jugendverband der Linkspartei, am Freitag unter dem Motto “Hände weg von Syrien” zu einer Demonstration gegen das Eingreifen des Westens gegen den Islamischen Staat auf. “Solange es den Imperialismus gibt, wird es also keinen Frieden geben.”, ist die zentrale These des Aufrufs.

Am Sonntag ist dann Dortmund dran. Dort ruft ein Bündnis von SDAJ Dortmund, Linksjugend Solid Dortmund, SAV, DKP Dortmund, DortmunderFriedensforum, Gruppe K, attac, DIDF Jugend, Bündnis Dortmund gegen Rechts und DFG-VK zu Protesten gegen Deutschland Beteiligung in der “Liga der imperialistischen Staaten”. In Dortmund gab es bereits 2013 eine Demonstration  “gegen imperialistische Kriegstreiberei” in Syrien. Damals wurde sie von der Nazi-Partei Die Rechte angemeldet.

Ob sich auch an diesem Wochenende Neonazis den Protesten anschließen werden oder nur mit dem Herzen dabei sind, ist offen. 2014 demonstrierten  in Dortmund Nazis, Islamisten und  der Vorsitzende der Linkspartei NRW, Ralf Michalowksy, gemeinsam gegen Israel.

28 Kommentare

Lieber Herr Laurin, das haben Sie aber jetzt ganz in den falschen Hals gekriegt, oder? Warten Sie mal ab: Diese antiimperialistischen Friedensfreunde werden doch bestimmt gegen den neuen Imperialismus des Islamischen Staates und sein kalifatisches Kriegstreiben in Syrien, im Irak und in Libyen demonstrieren. Oder etwa nicht?

" Eure Kriege füren wir nicht ! "? Welche fü(h)ren sie denn dann? Nur ihre eigenen? Und fehlt da nicht ein H bei der Kriegsführung? Oder wird hier ein heimlicher (Vernichtungs)Krieg gegen das H geführt? Obwohl, bei Bundeswehr fehlt es nicht.Das Plakat ist offensichtlich als Rätselaufgabe gedacht.

Wie sieht es denn mit den anderen BW-Einsätzen aus?
Mali, Horn von Afrika….

Ich sehe zwar auch keinen Sinn unsere Verteidigungsarmee als Weltpolizist einzusetzen, habe aber nie verstanden, wie man immer wieder auf den Imperialismus kommt. Fehlt da ein Update der Texte?

Leider,leider,leider geraten durch Aktionen, wie die hier kommentierte, meines Errachtens

– wegen ihrer schon "klassisch" zu nennenden Begründungen und Schuldzuweisungen,, wegen der ganz und gar nicht erkennbaren Bereitschaft, sich einem Problem in seiner ganzen Vielschichtigkeit anzunähern, bevor man eine Möglichkeit der Problemlösung rigoros ablehnt-

alle diejenigen in Mißkredit, die der Beteiligung der Bundeswehr an dem Krieg in der Region Syrien/Irak

– nach sehr sorgfältiger Prüfung des gesamten Sachverhaltes, soweit überhaupt möglich, die nach einem kritischen Hinterfragen der Kriegsziele (des Kriegszieles?), die mit Blick auf notwendige , den Krieg begleitende Maßnahmen, die zu einer Konfliktlösung führen könnten, die mit Blick auf mögliche überregionale Auswirkungen des Krieges-

sehr kriitsch oder gar ablehnend gegenüberstehen.

Ein öffentlicher, ein offener Diskurs, den die Kriegsskeptiker, den die Kriegsgegner nach wie fordern müßten, kann nicht funktionieren,
1.
wenn anstelle der abgelehnten Problemlösung – Beteiligung der Bundewehr an einem Kriegseinsatz – von den Gegner dieser Lösung keine anderen Problemlösungsmöglichkeiten in den Diskurs eingebracht werden

2.
wenn,
leider regelmäßig, so auch jetzt, fesgestellt werden muß, daß dogmatisch nach den Kategorien "richtig" oder "falsch" eine politische Entscheidungen bewertet wird.
Es geht nicht um "richtig" oder "falsch", sondern darum, ob in der konkreten Situation, die eine politische Entscheidung erforderte, die getroffene Entscheidung als zweckmäßig oder als unzweckmäßig bewertet, beurteilt werden kann und
3.
wenn es an der Einsicht der Diskutierenden fehlt, nicht nur der Gegenüber, nicht nur der Gegner in der politischne Auseinandersetzung irrre, sondern man selbst sei auch nicht frei von der Möglichkeit, ,irren könnte.

An alldem -1 bis 3.-fehlt es nach mekner Wahrnehmung den an dieser hier kommentierten Aktion Beteiligen.
Dieses Fehlen mag eine logische Folge dessen sein, daß "man" einen Diskurs möglicherweise gar nicht will, sondern eine "diskursfreie" Beurteilung, eine "diskursfreie" Verurteilung bzw. wieder einmal eine "diskursfreie" Gelegenheit sucht, einen Sachverhalt, ein Problem, eine Problemlösung dem eigenen dogmatischen Weltbild "ohne Weiteres und ohne Wenn und Aber" zuordnen zu können.

Ich habe gegen die Beteiligung der Bundeswehr am Krieg in Syrien unter den gegenwärtigen Bedingungen und angesichts vieler offener Fragen nachwie vor erhebliche Bedenken.
Ene Aktion wie die hier kommentierte ist jedoch absolut ungeeignet, mich in meinen nachwievor bestehenden erheblichen Bedenken zu stärken -ganz im Gegenteil!!

Ja,ja, Gerd

warum wird auch hier -5- in den Pegida-AFD-Song eingestimmt: "Flüchtlinge…..= Terroristen= Krieg in Deutschland.

(Sh.ähnlich : Flüchtlinge = Vergewaltiger; Flüchtlinge = Diebe; Flüchtlinge = Sozialschmarotzer; Flüchtlinge = Christenverfolger.)

Populistisch-demagogische Stimmungsmache?
Warum, mit welchem strategischen Ziel?
Sind der derzeitige Zuzug von Flüchtlingen nach Deutschland und die sich daraus ergebenden besonderen Anforderungen an Gesellschaft und Staat willkommener Anlass für Pegida-AFD, die "Systemfrage" zu stellen? Es spricht vieles dafür, davon auszugehen.

Wenn ein Diskurs -nach den Worten von Habermas- "Schauplatz rationaler Kommunikation " ist, kann es einen solchen mit den Anhängern, den Sympatisanten von Pegida und AFD grundsätzlich nicht geben, schon gar nicht auf der Basis o.a. "Gleichungen".

Walter, welchen Wert mag deine Interpretation des Habermasgedanken wohl in dieser zerrissenen Gesellschaft, oder gar in der zur Zeit laufenden heftigen Auseinandersetzung innerhalb der EU haben,
wenn es zwischen den Kontrahenten eine Diskusion "grundsetzlich nicht geben kann"?
Falls Habermas das wirklich so gemeint haben sollte, dann hat er für unsere Zeit keine brauchbare Botschaft.

Die Gleichung ist hier eine andere:

Dass unsere jahrelange Untägtigkeit gegen Assad uns jetzt in den A… beißt. Keine Gewalt ist eben auch keine Lösung.

#8
Assad regiert in Syrien.
Welche Taten hätten denn passieren sollen und wieso?
Wenn Kriterien da sind, könnte geprüft werden, für welche Länder diese auch gelten würden, D.h. auch dort wären wir untätig.

-7-Helmut,
"…keine für diese Zeit brauchbare Botschaft."

Ich denke doch!

Habermas hat den Diskurs wörtlich defniert mit "Schauplatz rationaler Kommunikation".

Ich stimme Dir zu, daß der Diskurs im "habermaschem Sinne"zwischen Menschen, zwischen menschlichen Gemeinschaften, zwischen und in Gesellschaften und Staaten keine Selbstverständlichkeit, sondern die Ausnahme ist – und mehr und mehr zur Ausnahme zu werden scheint.

(Ich denke dabei -zufällig? – an die Auseinandersetzungen in Wahlkämpfen, dabei vor allem an den wahlkämpfenden US-Bürger Trump. Ob der fähig ist, über das Nachzudenken, was Idas Wesen lt eines Diskurses im habermaschem Sinne ausmacht?)

Nur ist damit nicht die Sinnhaftigkeit der habermaschen Definition eines Dikurse widerlegt.

Helmut,
wenn ich hier -wieder einmal- den Diskurs im Sinne von Habermas bemühe, dann

um
a.)
anhand und mittels dieser Definition alles das kritisch hinterfragen zu können, was landauf und landab, was weltweit -und was gelegentlich hier bei den Ruhrbaronen- unter einem Diskurs verstanden und "so verkauft" wird, aber nichts, gar ncihts damit zu tun hat, denn oftmals erkenne ich nicht 'mal ansatzweise das Bemühen um rationale Kommunikation -hier im Blog, in den Medien und in der "kleinen und in der großen Politik";

und um

b.)
darzutun, von welcher Idee ich mich ganz persönlich leiten lasse, wenn ich mich in einen Meinungstreit begebe, nämlich von der Idee, möglischt jeden Meinungsstreit zu verstehen und zu führen im Sinne "rationaler Kommunikation" und
c.)
weil ich wegen der zunehmend religiös motivierten und religiös begründeten, also sozusagen anti-aufklärerischen Meinungsbildungsprozesse meine, dem begegnen zu sollen mit der habermaschen Definition eines Diskurses.

Ich bezweifle allerdings, Helmut, also in Deinem Sinne, daß z.B. die so von mir bezeichneten radikal- fanatischen Islamisten, daß die radikal-fanatischen Evangelikalen in den USA, daß……….., daß all diese sich mit der "Botschaft", wie Du es formuliert hast, vom Diskurs als "Schauplatz rationaler Kommunikation" auseinanderzusetzen fähig und willens sein könnten.

Nur wäre auch damit nicht die Sinnhaftigkeit der habermaschen Definition eines Diskurses widerlegt.

So wie unsere Ur-Ur-Ahnen vom "Geist der Aufklärung" besellt und wider alle Realitäten der "damaligen Welt" für den freien Menschen, für ein von der Vernunft bestimmtes Zusammenleben der Menschen geschrieben und gekämpft haben, für eine freie-plurale Gesellschaft gleichwertiger Menschen, könnten wir in ihrem Sinne und in ihrem Geiste versuchen, dem (wieder?) näher kommen zu können, indem wir als das dafür am besten geeingnete Mittel des Diskurses als "Schauplatz rationaler Kommunikation" propagieren.
Damit kann "man" im kleinen, z.B. bei den Ruhrbaronen, zu beginnen versuchen.

Obama hatte mit Luftangriffen gedroht, sollte Assad Chemiewaffen einsetzen. Was Assad auch getan hat, aber Obama und der Rest der Welt blieben untätig.

Und das (und noch vielmehr) haben wir davon.

#11
Der Einsatz von Chemiewaffen in Syrien ist unbestritten. Unklar ist aber, der sie alles zubwelchen Zeiten eingesetzt hatte. Hier gibt es einige Versionen.

Nach der Zusage über die Vernichtung der Waffe gab es diesen Grund, in Syrien einzugreifen, nicht mehr.

Kein ausländischer Präsident wird seine Truppen leichtfertig am anderen Ende der Welt einsetzen.

@Gerd, m.W. geht es doch nicht mal jetzt gegen Assad, sondern gegen den Islamischen Staat, gegen IS, Daesh oder wie es sonst noch genannt wird. Jedenfalls sind das die Aussagen unserer Politiker in Berlin. Und diesen Krieg kann niemand allein mit der Luftwaffe gewinnen. Da die IS- Kämpfer klappt ein Krieg nur mit Soldaten, die sich ihrerseits nicht vor dem Tod fürchten, und hochmotiviert sind. Man muß jedes einzelne Haus frei kämpfen. Daraus ergeben sich alltäglich lebensgefährliche Situationen für die Soldaten. Es würde hohe Verluste geben. Wer also soll da hingehen?
Die Spaßgesellschaftskinder etwa? Darum suchen alle, die dort Krieg führen, Verbündete, die das übernehmen. Die Amerikaner haben die Kurden nur gewonnen, weil die Eigeninteresse hatten.
Die Russen würden mit den Assad-Truppen allein auch nicht weit kommen, wenn Assad nicht Freiwilligenverbände der iranischen Revolutionsgarden auf seiner Seite hätte, und deren Verbündete, die Hisbollah. Die nämlich haben auch den Märtyrerkult. Die haben bereits 4 Generäle verloren, was vielleicht etwas über die Härte der derzeitigen Kämpfe aussagt. Aber das ist kein Grund, den IS nicht anzugreifen, denn andernfalls wäre der dann bald hier. Nur, wer diesen Krieg militärisch gewinnt, hat dann immer noch keine Zivilgesellschaft, die funktioniert. Die versprengten Anhänger von IS und Al Khaida werden in kleinen Gruppen weitermachen. Das muß man wissen. Es werden entsetzliche Maßnahmen durchgeführt werden müssen, um all das durchzustehen. Europa hat aber nicht die Menschen für diese barbarischen Akte, die dort Ruhe herstellen könnten. Selbst die härteren Amis haben keine Lust.
Darum fü(h)rt auch niemand (wessen eigentlich?) Krieg. Ob mit Assad, ohne Assad, mit Assad, ohne Assad, das ist nur dummes politisches Geschwätz, weil die Pfarrrerstöchter in Berlin keine geeigneten eigene Soldaten haben.

1. Der Angriff erfolgte nachweislich aus einem von Assad gehaltenen Gebiet.
2. Ein Einsatz von Bodentruppen gegen Assad war nicht nötig. Es hätte gereicht seine Luftwaffe auszuschalten.
3. Der IS ist quasi ein Produkt Assads. Er überlässt ihnen Territorium, er kauft ihr Öl, er bekämpft nicht extremistische Sunniten.

Helmut,Gerd,

ich bin doch ein wenig überrascht davon, daß Ihr Euch imstande seht, die Kriegsursachen in der Kriegsregion "Syrien-Irak" -da kann man m.E. nicht trennen -hier Syrien,da der Irak- exakt genug zu erfassen, um über sie fundiet streiten zu können. Das Gleiche gilt mit Blick auf die Kriegsparteien, mig Blick auf ihre jeweiligen Verbündeten und mit Blick auf Koalitionen unter den Verbündeten -inner -irkaschisch Konliktparteien, innersyrische Konfliktparteien, außer-irakisch/außersyrische Konfliktparteien -den IS, der ja nur eine Konfliktpartei ist, eingeschlossen-.

Ich "blicke da nicht durch", jedenfalls nicht so, daß ich fundiert, ohne eigene Zweifel an der Richtigkeit des von mir wahrgenommenen Sacherhaltes eine begründete Meinung vortragen könnte.

Helmut, Gerd.
das alles hat wie bekannt bei mir dazu geführt, erhebliche Bedenken zu äußeren an der Zweckmäßigkeit des Kriesbeitrittes Deutschlands.

Zudem erkenne ich d a s Ziel des Krieges , an dem Deutschland jetzt beteiligt ist, nachwievor nicht. Das schließt meine Unkenntnisse darüber ein, wie denn nach dem Willen Deutschlands als Kriegspartei nach Kriegsende -Waffenstillstand, Friedensvertrag?- die politische Neuordnung in der Region Syrien-Irak aussehen soll. Das schließt folglichm mein Nichtwissen darübr ein, ob Deutschland sich -sozusagen in einem Plan B-darüber im klaren ist, was zu geschehen hätte, wenn das Kriegsziel/wenn die Kriegsziele nciht erreicht werden können.

Ich meine mich zu erinnern, daß Militärs, daß weltbekanntes "hochdekoriertes" militärisches Führungspersonal, daß Militärhistoriker immer wieder einfordern, in einen Krieg nur dann einzutreten, wenn das Kriegsziel klar definiert ist und wenn zugleich bedacht worden ist, was zu geschehen hat, wenn dieses Ziel nicht erreicht werden kann.

Zusammengefaßt:
1.
Ich bin mangels hinreichender Sachkenntnis nicht in der Lage, mich an Eurem Disput zu beteiligen.
2.
Ich habe unter politsch-militärischen Gesichtspunkten nachwievor erhebliche Bedenken gegenüber der Zweckmäßigkeit der Kriegsbeteiligung Deutschlands. Und diese Bedenken resultieren ganz und gar nicht aus einer etwa ethisch begründeten prinzipiellen Ablehnung des Krieges im allgemeinen bzw. einer deutschen Beteiligung an einem Krieg -im Gegenteil!

@WALTER Stach: Solche instabilen "Gemengelagen" wie z.Zt. im vorderen Orient werden doch von allen Populisten und Demagogen der Welt gern und ausführlich dazu genutzt, ihre eigenen "Theorien" – besser: Fantasien – über die angeblichen Ursachen mit einem brüllenden "Isso!" unters dumme Volk zu schmeißen. Da macht unser Gerd keinen Unterschied;-)

@Walter Stach, NEIN! Über die Kriegsursachen weiß ich nicht genügend, sie interessieren mich auch nicht, und ich habe darüber nichts geschrieben.

Der syrische Bürgerkrieg ist Teil einer Auseinandersetzung zw. Sunniten und Schiiten, die gegenwärtig in mehreren Ländern des Nahen Ostens tobt.

Assad’s Hauptfeind ist die sunnitische Bevölkerungsmehrheit Syriens, die unter dem alewitischen Regime nix zu melden hat. Würden die Sunniten mit vereinten Kräften und halbwegs vernünftiger westlicher Unterstützung gegen Assad kämpfen, wäre dieser schon lange Geschichte.

Dass dem nicht so ist verdankt er neben Obamas Untätigkeit dem IS. Der IS spaltet das sunnitische Lager. Statt gemeinsam gegen Assad zu kämpfen, geht der IS anderen sunnitischen Rebellen an die Gurgel. Das nützt Assad.

Die überwältigende Mehrheit der Kriegsopfer geht auf das Konto von Assad, aber die Brutalität des IS und der Umstand, dass der IS seine Untaten medienwirksam zelebriert, lässt den IS als das größere Übel aussehen. Und damit Assad als das kleinere.

Dann sind da die Angriffe des IS auf andere Länder. Die helfen Assad ebenfalls, nach der Logik: Der Feind meines Feinds ist mein Freund. Im Falle Russlands ist der IS Vorwand zur Bekämpfung der nicht extremistischen Oppositionsgruppen.

Und wer nicht mehr über die Umbrüche der Region zu sagen weiß, als dass dort eine "instabile Gemengelage" herrscht, sollte es mit Dieter Nuhr halten.

Lieber Gerd, ausnahmsweise hat Klaus Lohmann (16) m. M. in vollem Umfang Recht, und er hat es geschafft, daß du noch einmal dein Gehirn anstrengst. (18). Ich war von dir schon ziemlich enttäuscht, während ich Klaus Lohmanns Entgegnung überraschend gut fand.
Wenn ich auch eine andere Auffassung als du davon habe, welche Motivation ein westliches Land dafür haben sollte, sich zugunsten der Sunniten gegen die Schiiten einzusetzen, ist dein Kommentar immerhin ein Ansatzpunkt zu diskutieren. Nur scheinst du dir immer noch keine Informationen über die von dir zitierten "der nicht extremistischen Oppositionsgruppen." eingeholt zu haben. Denn es sind Gruppen, wie wie Nusra-front (al Khaida) dabei, und das sogar maßgebend.
Meine Meinung ist, daß man mit denen kein demokratisches Sytem aufbauen konnte. Aber bitte, Gerd, meine Meinung ist kein Beweis. Und du kannst durchaus deine eigene Meinung dazu haben. Aber dannn mußt du sagen, daß es mit denen gehen wird. Dann sag das mal.
Und sag mal, wie das gehen soll. Das wäre die Frage für die Zukunft des Landes Syrien. Also, Gerd, wie könnte e unter Einbezihung von Al Khaida ein demokratisches Syrien geben?

Lohmanns Wissen und Analyse erschöpft sich in einem Einzeiler. Sprich er gibt zu, dass er von der Materie keine Ahnung hat, erlaubt sich aber dennoch eine Meinung. Lohmann halt.

Was die nicht extremistische Opposition angeht, die ist in den vier Kriegsjahren von Assad und dem IS stark geschwächt worden. Assad würde sagen: "Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert."

Was die Zukunft Syriens angeht, so wird nur eine Teilung des Landes entlang der religiös-ethnischen Binnengrenzen zu nachhaltiger Stabilität führen. Gleiches gilt auch für den Irak.

@Gerd: Das Wichtige steht bei mir im *zweiten* Satz. Solange müssen auch Sie trotz brauner Brille und "Isso"-Gelaber mal durchhalten;-)

Gerd -18-,
leider, leider muß ich immer wieder registrieren,wie selbstverständlich es für Sie zu sein scheint, apodiktisch etwas festzustellen, was zumindest selbstkritisch zu hinterfragen wäre, was z.T. objektiv nicht zutrifft.
Aktuell gilt das für : "Der Bürgerkrieg ist…." -sh.18- einleitend.

Es ist ojektiv (!!) viel, viel mehr, was sich derzeit kriegerisch in der RegionSyrien/Irak abspielt.

Wenn z.B. Klaus Lohmann -16- von einer undurchsichtigen Gemengelage spricht, dann beschreibt er damit jedenfalls den Sachverhalt des Krieges (der Kriege) in der Region Syrien/Irak zutreffender als damit, ihn ausschließlich zu reduzieren auf " Teil einer Auseindersetzung zwischen Sunniten und Schiiten" -sh.18,einleitend-. Hemut Junge -sh.20-sieht das genau so wie ich.

Leider, leider,leider ist zu registrieren, daß das, was öffentlich gesagt wird, vor allem dann, wenn es per Internet geschieht, immer mehr nach der Regel verläuft, unreflektiert Behauptungen in die Welt zu setzen, und zwar so, daß sie stets in das eigene "Weltbild" passen, in ein "Weltbild", das ein sehr einfaches, ein zu stark vereinfachtes zu sein scheint.

So wird man -Gerd- den komplexen, den komplizierten Sachverhalten, den komplexen, den komplizierten Interessenslagen der weltweit poltisch, militärisch, wirtschaftlich – aus welchen Motiven auch immer- agierenden Mächten nicht gerecht, man kommt ihnen so nciht einmal nahe.

Das gilt eben auch, aber nicht nur, für den Krieg/die Kriege in der Region Syrien/Irak.

Insofern gibt es für mich gut Gründe, auf das hinzuweisen, was ich unter -15-vogetragen habe.

Im übrigen fällt mir auf, daß "man" als Vereinfacher zunehmend im öffentliche Raum für seine Position Zustimmung findet; denn beispielsweise Pegida, AFD, Trump in den USA profitiereni von solchen Vereinfachung, von Schwazr-Weiß-Malerei, von der Polarisierung zwischen einem vorgeblich absolut Guten und dem vorgeblich absolut Bösen oder eben davon, den Krieg, die Kriege in der Region Syrien/Irak bzeüglich seiner Ursachen, seiner Akteure, der Kriegsziele so zu vereinfachen, daß sich jedermann ohne nachdenken zu müssen "sein Bild" machen kann und daß, daß jedermann so dazu gebracht werden kann, "einfache Antworten" auf "einfache Fragen" deshalb (weil sie einfach sind) zuzustimmen. U.a. deshalb ist es "gut", daß nicht via Internet die dort Diskudierenden oder per Volksentscheid die wichtigsten staatspolitischen Enntscheidungen getroffen werden, sondern auf der Basis einer repräsentativen Demokratie und im Rahmen ihrer Prozesse -trotz aller ihrer -selbstverständlichen- Defizite.

Walter,

du betonst wieder und wieder wie komplex und kompliziert die Situation ist, führst das aber nicht weiter aus. Wahrscheinlich weil du wie in #15 zugibst keine Hintergrundinformationen hast. Aber dennoch wertest du meine detaillierten Ausführungen als Vereinfachungen ab.

Man kann sich mit etwas Zeit und Englischkenntnissen in das Thema einlesen. Nach es, danach kannst du mitreden.

Gerd,
soll das ein schlechter Scherz sein: "Wahrschenlich hast Du keine Hintergrundinformationen"?

Nicht wegen mangelnder Informationen, sondern wegen des mir in Quantität und vor allem auch in seiner Qualität verfügbaren Informationsmateriales aus den unterschiedlcihsten Quellen im In- und im Ausland hat sich bei mir die unter -15-skizzierte derzeitige Meinung gebildet.

Ihre Bemerkung: "mach es, dann kannst Du mitreden", ist -gelinde gesagt- eine Unverschämtheit.

Wessen "Geistes Kind", z.B. bezogen auf das, was ich "intellektuelle Redlichkeit" zu nennen pflege, ist dieser "Gerd" eigentlich?

Ich werde jedenfalls ab sofort nicht mehr versuchen, über den Inhalt von "Gerd-Beiträgen" nachzudenken und mich folglich dazu auch nicht mehr äußern.

Darf ich dich aus #15 zitieren:

"Ich bin mangels hinreichender Sachkenntnis nicht in der Lage, mich an Eurem Disput zu beteiligen."

Dann sollte man das auch nicht machen! Eine "intellektuelle Unredlichkeit" ist es dennoch die Aussagen von mir derart abzuwerten wie du es getan hast. Die in #25 nachgeschobene "Erklärung" ändert daran nichts.

@Gerd,
ich hatte dich in (20) gefragt: "Das wäre die Frage für die Zukunft des Landes Syrien. Also, Gerd, wie könnte e unter Einbezihung von Al Khaida ein demokratisches Syrien geben?"
Deine Antwort in (21) lautet: "Was die Zukunft Syriens angeht, so wird nur eine Teilung des Landes entlang der religiös-ethnischen Binnengrenzen zu nachhaltiger Stabilität führen. Gleiches gilt auch für den Irak."
Ich werte deine Antwort so, daß du meinst, daß man mit al Khaida ein demokratisches Regime errichten kann, wenn man die religiös dazu passende Bevölkerung dort zusammenfaßt.

Stark verspäteter Nachtrag:

Die Sunniten im Irak -der gleiche Stamm der in den IS-Gebieten Syrien lebt- haben sich nur mit dem IS verbündet, weil sie dringendst jede Hilfe gegen die schiitische Zentralregierung brauchen. Als sie noch von den USA geschützt wurden haben die Sunniten Al Kaida und Co. die kalte Schulter gezeigt.

Und in jedem Fall ist ein Versuch die tief verfeindeten Völkerschaften in einen Staat zu zwingen zum Scheitern verurteilt. Es wird wie in der Vergangenheit darauf hinaus laufen, dass die an der Macht befindliche Gruppe, die anderen unterdrückt.

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