Pro Unfug – Widerstand gegen Uhlenberg-Jury für Ehrenruhri

Foto: Umweltministerium / Der Umweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU) steht links

Bei der RuhrStadt-Initiative sorgt die Benennung von NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU) zum Chef der Jury für die Auswahl des Ruhrgebiets-Ehrenbürgers für Unruhe.

Besonders unter Ruhrgebiets-Unternehmern stößt die Personalie auf. Zur Erinnerung, der Verein Pro Ruhrgebiet hat ausgerechnet den CDU-Wahlkämpfer aus Werl/Soest/Sauerland zum Kopf der Kommission gemacht, die einen Mann oder eine Frau aussuchen soll, die außergewöhnliches für die Integration des Ruhrgebiets geleistet hat. Werl gehört nicht zum Ruhrgebiet und Soest, wo der gelernte Landwirt Uhlenberg der Ehrenvorsitzende des CDU-Kreises ist, ist gefühlt schon Sauerland. Zumindest aus der Sicht des Reviers.

Nach Ansicht von Peter Krämer, führender Aktivist der RuhrStadt-Initiative ist diese Personalie suboptimal.

Der Titel Ehrenbürger, wenn auch in diesem Fall ‚nur’ von einem Verein einer Unternehmergruppe verliehen, dafür aber konkurrenzlos in RuhrStadt, sollte ernsthaft intern diskutiert und entschieden werden. Ein Externen als Chef des Gremiums erweckt den Eindruck, wir könnten es nicht alleine. Dabei wollen wir doch Weltstadt werden oder eigentlich schon sein.“

Damit aber nicht genug. Meiner Ansicht nach ist auch die parteipolitische Aufladung durch den Wahlkämpfer Uhlenberg eigentlich nicht hinnehmbar. Wie soll der Mann, der gerade für die schwarz-gelbe Mehrheit in NRW streitet, unabhängig einen Ehrenbürger für das Ruhrgebiet wählen. Im Zweifel müsste doch der CDU-Mann Uhlenberg die Interessen seiner Sauerländer Freunde vertreten. Und die sind im Zweifel gegen das Revier gerichtet. Zumindest kam in der Vergangenheit immer aus der Ecke Widerstand gegen jede Anstrengung, einen einheitlichen Bezirk oder eine Metropole Ruhrgebiet zu schaffen.

4 Kommentare

Weltstadt??? Ihr habt sie doch nicht mehr alle mit Eurer obzessiven mauerbauenden Ruhrgebietstümelei. Die Hellwegstadt Werl- kommt uns Ruhrgebietlern dieser Hellweg nicht bekannt vor? ist im übrigen Standort der offiziellen Kulturhauptstadt und Ruhrgebietentreebeschildrungen an der A44.

Bei allem Respekt für David Schravens investigative Ausdauer: Von Unruhe wegen der Causa Uhlenberg ist in den Reihen der Bürgerschaftlichen Initiative RuhrStadt nichts zu spüren. Denn der Verein pro Ruhrgebiet e.V. ehrt seit einigen Jahren nicht nur Promis als Bürger des Ruhrgebiets, sondern auch engagierte Ehrenamtler, in jedem Jahr aus einem anderen Tätigkeitsfeld. In diesem Jahr werden Vorschläge zum Thema Umwelt gesammelt. Herr Uhlenberg ist Umweltminister und in dieser Eigenschaft Vorsitzender der Jury zu Auswahl der zu Ehrenden. Sein Wohnsitz oder Geburtsort spielt dabei keine Rolle.

@Uwe Knüpfer

Prima. Da fällt mir spontan ein, wie sich Herr Uhlenberg um das Ruhrwasser verdient gemacht hat. Ich kann ja mal die aktuellen Giftwerte raussuchen. Oder seine Mühen um die Reine Ruhr dokumentieren. Besser kann die Wahl ja nicht auf einen Wahlkämpfer fallen. 🙂

Der Umwelt wegen die Partei unterstützen.

Es ist doch vollkommen unstreitig, dass Uhlenberg durch den von ihm verursachten Skandal um Dr. Friedrich für jedes Amt und jede Funktion ungeeignet ist.

Dieser Mann müsste, wenn er noch einen Funken von Anstand besäße, von seinem Amt als Minister zurücktreten.

Eine Partei, die einen solchen Menschen den Listenplatz 2 einräumt, ist ethisch verkümmert.

Herr Uhlenberg kann sich gerne einer Jury zur Verfügung stellen, die sich die unehrenhafte Aufgabe zum Ziel setzt, die Denunzianten oder die Intrige des Monats in NRW auszuzeichnen.

Von solchen Machenschaften versteht dieser Bauer aus dem Suaerland doch einiges.

Das ist sein Metier. Dort ist er ein wahrhafter Vertreter seiner Zunft.

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