OB Kandidaten sind nur “andere SPD-Verantwortlichen aus dem Ruhrgebiet”

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Humor ist, wenn man trotzdem lacht: Für die SPD im Ruhrgebiet sind zwei OB Kandidaten nur Nebendarsteller der großen Gabriel Show.

SPD-Chef Sigmar Gabriel war zu Gast bei seinen Genossen. Gabriel sagte, was man als SPD-Chef nun einmal so sagt, wenn man im Ruhrgebiet ist:

“Niemand soll vergessen, dass das Ruhrgebiet 150 Jahre lang den Wohlstand in Deutschland gesichert hat. Es ist die einzige Region in Deutschland, die nicht nur den eigenen Strukturwandel schultern musste, sondern auch den Aufbau Ost maßgeblich mitfinanziert hat. Deswegen steht für mich außer Frage, dass jetzt auch mal das Revier dran ist”

Gehört und vergessen. Vielleicht sollte man Gabriel daran erinnern, dass das Münsterland  über 100.000 Jobs in der Textilindustrie verloren hat und  Bremen und Hamburg lange an der  Werftenkrise litten. Vielleicht sollte man aber solche PR-Auftritte nicht allzu ernst nehmen.

Unterhaltsamer ist, dass in der Pressemitteilung zwei Personen auf dem Foto nicht mit Namen genannt werden, die gerade als Oberbürgermeister in ihren Städten kandidieren: Reinhard Paß (Essen, Erster von links) und Thomas Eiskirch  (Bochum, Zweiter von Links) firmieren nur unter ferner liefen und werden weder im Text noch in der Bildunterschrift erwähnt. Dort heißt es nur:

Foto: Sigmar Gabriel (Mitte) mit Martina Schmück-Glock (2.v.l.), Frank Baranowski (3.v.r.), Michael Groß (rechts) und anderen SPD-Verantwortlichen aus dem Ruhrgebiet beim Spitzengespräch

Schön zu sehen dass SPD  Humor hat – selbst im OB-Wahlkampf.

5 Kommentare

Reinhard Paß ist (leider) nicht nur OB-Kandidat sondern auch amtierender OB in Essen, der von der SPD gedisst wird 😉

Auch wenn die Überschrift des Artikels mit einem Zitat formuliert wurde, graust es mich bei dieser grammatischen Konstruktion!

Sicher kann ich mir auch deutsche Poltitprominenz vorstellen, die NRW-Spitzenkandidaten vorstellt, um dann über die Problematiken anderer Bundesländer zu schwadronieren. Ganz vorne weg sicher die FDP, die mit ihrer Langzeitstrategie der Spaßpartei und dem aktuellen Aufreißer
<a href="http://www.urbandictionary.com/define.php?term=mut&quot; title="Urban Dictionary: mut">German Mut</a>
bei einem ausgefüllten Dirndl einfach nicht stehen bleiben will. Bitte berichten Sie !

@Stefan Laurin: In diesem Kontext ist das neue Motto der FDP natürlich ein gelungener Konter und der Beweis dafür, daß man dort die Frau an sich doch eher ganzheitlich wahrnimmt und nicht allein auf die offensichtlichsten Reize reduziert !

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