Nur Fans die den BVB schon nach Donezk begleitet haben bekommen vom Verein auch eine Karte für das Spiel in Malaga – Ich finde das gerecht.

Der Pott. Quelle: Wikipedia Foto: Jprw Lizenz: cc
Der Pott. Quelle: Wikipedia Foto: Jprw Lizenz: cc

An vielen Stellen im Internet fanden sich gestern Nachmittag einige recht böse Kommentare von BVB-Fans, welche teilweise bereits Flüge nach Malaga gebucht hatten, aber dann feststellten, dass der Verein entschieden hatte die nur ca. 1.500 zur Verfügung stehenden Gästekarten für das Champions League Spiel in Malaga ausschließlich den Fans anzubieten, welche den Deutschen Meister bereits zum Auswärtsspiel in das ca. 2.500 km entfernte Donezk begleitet hatten.

Dies scheint mir eine Art ‚nette Belohnung‘ für die Hartgesottenen zu sein, welche bereits die Reise in die Ukraine mit antraten. Das da nun natürlich einige Fans enttäuscht und sauer sind, dass sie nun keine Chance auf eine der offiziellen Karten vom Verein haben, das ist verständlich, harte Kritik an der Entscheidung des Vereins ist aber, aus meiner Sicht, in dieser Sache total unangebracht!

Was hätte der Verein denn anderes/gerechteres tun können? Eine Verlosung der Karten unter einem Vielfachen an Bewerbern? Auch das hätte zwangläufig zu vielen Enttäuschungen und zu Ärger geführt. Und manch einer, der sich nun gestern Mittag bereits voreilig ein Flugticket nach Spanien für den April gebucht hatte, ohne die Zusage für eines der wenigen Tickets zu haben, wäre wohl auch dabei leer ausgegangen.

Ich finde es sogar eine richtig gute Idee nur die Fans direkt mit einem Ticket für das Viertelfinale zu belohnen, welche auch das scheinbar reisetechnisch so unattraktive Achtelfinale in der Ukraine besucht hatten. Irgendeine Art der Auswahl musste es bei einem so knappen Kartenkontingent (das Stadion in Malaga fast bekanntlich keine 30.000 Besucher) geben. Und das Prozedere der Borussia scheint mir eine logische Art der Vergabe zu sein.

Das auch eine große Kartenverlosung unter allen Interessenten, wie z.B. bei der WM 2006 praktiziert, zu keinem befriedigenden Ergebnis führen muss, das habe ich damals selber erlebt, als ich bei der Vergabe der Tickets völlig leer ausging, ein Freund von mir, der im beitragspflichtigem, offiziellen ‚Fanclub der Nationalmannschaft‘ des DFB war, aber gleich mehrere Karten, sogar für das Halbfinale und das Finale, abbekam. Als gerecht empfand ich das damals auch nicht.

 

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