NRW: Kein Kind darf in Ruhe gelassen werden – Nach Absage aller Klassenfahrten plant Landesregierung ein tolles Alternativprogramm

NRW 2014: Schüler engagieren sich bei einem Umweltprojekt
NRW 2014: Schüler engagieren sich bei einem Umweltprojekt

Bis 2015 wird es nach einem Bericht der Bild-Zeitung in NRW keine Klassenfahrten geben. Das Land ist so pleite, dass es die Reisekosten der Lehrer nicht übernehmen kann. Aber  die rot-grüne Landesregierung lässt die Jugendlichen natürlich nicht hängen und hat längst einen Plan, was sie den Jugendlichen anstelle  der  Klassenfahrten anbieten. Nach Informationen dieses Blogs hat das Kabinett unter Leitung von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) einen 3-Punkte-Plan unter dem Motto “Kein Kind darf in Ruhe gelassen werden” beschlossen. Die Maßnahmen finden Heimnah statt, Reisekosten entfallen:

1. Ernteschlacht 2014:  Die Landesregierung ruft die Jugend Nordrhein-Westfalens auf, sich an der Ernteschlacht 2014 zu beteiligen. Bildungsministerin Sylvia Löhrmann (Grüne): “Unsere nordrhein-westfälischen Jungs und Mädels können durch ihre Arbeit auf den Feldern unseres schönen Landes dazu beitragen, dass auf den Einsatz zu manchen Traktors verzichtet werden kann. Das so zu eingesparte CO2 hilft uns, den Klimawandel zu verlangsamen.”

2. Horch und Guck: Wer trennt seinen Müll nicht ordentlich? Wie kommt die Plastiktüte in den Stadtpark? Hat jemand heimlich ein Wiener-Würstchen in die vegetarische Suppe geschnibbelt? Kinder haben eine wunderbare Beobachtungsgabe – in einer Woche der Aufmerksamkeit können sie dieses in den Dienst von Mutter Natur stellen.

3. Die kleine Windmaschine: Durch den Klimawandel sind die Jahreszeiten ganz durcheinander gekommen. Schulklassen sollen sich, anstatt sinnlos in Jugendherbergen rumzuknutschen, vor bei Windstille vor Windräder stellen und sie durch kräftiges pusten zur Stromproduktion bringen.

10 Kommentare

4. “Die Heimat endlich rauchfrei!” Ein Riesenspaß für alle Kinder mit Wasserpistolen (werden nicht gestellt). Sucht die qualmenden Störenfriede in euren Fußgängerzonen, spritzt die ungesunde Kippenglut mit eurer Pistole in den Rinnstein, schmettert dem Opfer seiner Sucht noch ein fröhlich-lautes “Stinker-Arsch!!” hinterher und rennt schnell weg.

@Klaus Lohmann: Das bietet dann sogar Chancen für interkulturelles Lernen: Die Kinder können mit den Salafisten der Sharia-Polizei zusammen durch die Straßen ziehen und bauen so Vorurteile ab!

Bevor es zur Legendenbildung kommt. Sieht in allen Bundesländern mittlerweile so aus.

Nachdem das Bundesarbeitsgericht das so – zurecht – geurteilt hatte, haben alle ihre Richtlinien so gestellt, dass man irgendwie noch versucht hat, den Lehrern die Kosten wieder aufzudrücken. Aber das ist wohl auch illegal. Aber die Etats sind in allen Landeshaushalten gering ohne Ende. Manche Reiseanbieter stellen sich sogar drauf ein und geben Freiplätze für Lehrer aus, aber auch das löst nicht das Grundproblem.

Ich nehme an, dass viele Beamte in den Ministerien das immer noch als bezahlten Urlaub sehen

Kinder könnten schon früh lernen, wo die Prioritäten der Polizeiarbeit liegen sollten.
Sie könnten sich an Blitzaktionen beteiligen und gleichzeitig für schöne Bilder mit den zuständigen Politikern sorgen.

Wichtig ist nur, dass die Eltern zu Hause sind und auf die Wohnung aufpassen, während die ganze Polizei Pressearbeit leistet.

Ebenso wird die Frustrationstoleranz der kleinen Kinder gestärkt, da – bis auf die tollen Fotos – die Polizei vermutlich doch lieber wieder an der breiten einsamen Ausfallstrasse mit Tempo 50 steht, weil dort mehr Geld zu verdienen ist als vor Schulen und Kindergärten.

@ keineEigenverantwortung: Einfach an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten und man muss nichts zahlen … oder ist das ein Plädoyer für den Rückbau der zu groß dimensionierten Straßen?

@keineEigenverantwortung #6:

Besonders wichtig bei der Teilnahme an Blitzaktionen ist, dass sich zu schnell fahrende Autofahrer von den Kindern befragen lassen müssen…. und streng nach den Regeln der chinesischen Kulturrevolution Selbstkritik üben müssen (von den Chinesen lernen heisst siegen lernen).

Bitte Leute, bringt hier niemanden auf dumme Gedanken…..

Was nun die Reisekosten für Lehrer betrifft. Kann man die nicht sowieso von der Steuer absetzen?

@KClemens: Es wurde gerichtlich festgestellt, dass auch Lehrer einen Anspruch auf Erstattung aller dienstlichen Reisekosten haben. Daher dürfen Schulen keine Klassenfahrten mehr genehmigen, wenn die Reisekosten nicht gedeckt sind.

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