N#MMER – Das Magazin für Autisten, AD(H)Sler und Astronauten

Denise Linke ist Asperger-Autistin, und bald Chefredakteurin (Foto: Ben de Biel)

Crowdfunding – es wird eine neue Zeitschrift geben!

Seit Mittwoch, 19 Uhr, hat das Crowdfunding für “N#MMER – Das Magazin für Autisten, AD(H)Sler und Astronauten” die magische 10.000 €-Grenze durchbrochen. Ein spannendes Projekt, wird doch sonst bestenfalls mit den Betroffenen (meist leider nur über sie) gesprochen. Nun wird es erstmals eine Zeitschrift geben, die “aktiv die Grenzen zwischen Autisten, AD(H)Slern und neurotypischen Menschen abbauen” will, indem es zeigt, wie diese die Welt sehen.

Bevor die Geldsammelei am Donnerstag um 23:59 Uhr endet, beantwortete die Chefredakteurin-in-spe und Asperger-Autistin Denise Linke (25) uns einige Fragen.

 

Ihr habt jetzt (Mittwoch, 19:06 Uhr) 10.051 € sicher, gebt aber an, 40.000 € zu wollen – sag mal was dazu!

Man will ja immer mehr. (lacht) Also: wir hatten mal vor, mindestens 20.000 Euro zu sammeln für eine Ausgabe mit einer 5000er Auflage. Jetzt geht es erstmal um eine 2500er Ausgabe mit den 10.000, und wenn wir die 40.000 hätten wären echt zwei Ausgaben mit ´ner 5000er Auflage gesichert.

Wieso sollte man euer Projekt jetzt noch unterstützen?

Je mehr Geld wir haben, desto mehr können wir machen, auch qualitativ, was besseres Papier, bessere Fotos angeht. Aber ich möchte auch die Menschen bezahlen, die mitmachen werden – und zwar nicht auf Abzockerniveau. Ich selbst verdien` da erstmal nix. Vielleicht ändert sich das ja in einem Jahr oder so.

Was habt ihr mit Astronauten am Hut?

Ach, das ist so`n Gag, irgendwie ein Insider. Es heisst in den Medien ja immer, Asperger lebten in ihrer eigenen Welt. Das finden einige von uns mittlerweile schon lustig, diese Umschreibung. Andere nervt es. Und die Astronauten wären dann die, die uns auf unserem Planeten besuchen. Außerdem: klingt als Alliteration natürlich auch nett.

Hast Du überhaupt schon journalistische Erfahrung?

 Ja, ich mach das seit 1999. Wirklich! Seit meinem 10. Lebensjahr. Habe zunächst für ein Lokalblatt gearbeitet, dann mit 16 ein Buch geschrieben, war zuletzt bei der FAZ und bin ab September bei der ZEIT. Ja, ich denke, ich habe Erfahrung.

 

1 Kommentar

Wichtiges Projekt, finde ich.

Ich bin auch erst heute zufällig darüber gestolpert und habe es soeben auch unterstützt.

Vielleicht entscheidet sich ja der ein oder andere Leser hier auch noch dazu. Fände ich toll.

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