Neuer ECCE Flop: Living-Games Festival vor dem Aus?

Bernd Fesel, ECCE

Die Messe Living-Games war eines der Aushängeschilder des European Centers for Creative Economy (ECCE). Nun steht sie vor dem Aus.

Die Messe Living-Games in Bochum steht vor dem Aus. Die Homepage wurde seit fast einem Jahr nicht mehr aktualisiert und auf Nachfrage dieses Blogs erklärte der Veranstalter, das es wahrscheinlich sei, dass die Messe in diesem Jahr nicht mehr stattfinden wird. Die weitere Zukunft ist fraglich. Es fehle noch an Förderzusagen.

Die Messe Living-Games gehörte  zu den Luftnummern, die Dieter Gorny und sein Kofferträger Bernd Fesel, die beiden ECCE Chefs, im Kulturhauptstadtjahr und der Zeit  davor protegiert haben, um Geldgebern und Politik einen super Kreativwirtschaftsszene im Ruhrgebiet vorzugaukeln. Noch heute schreibt ECCE auf seiner Homepage:

Und zu guter Letzt wird das Augenmerk auf die Förderung von Messen wie der Living Games oder den Aufbau einer neuen europäischen Kongressmesse gelegt – parallel zur Verleihung des Innovationspreises für Kulturstädte in Kooperation mit der EU-Kommission.

Auch die Stadt Dortmund, die künftig ECCE mitfinanzieren soll, ist noch im April von der Messe als ECCE-Aufgabe ganz begeistert gewesen:

Messen wie die Living Games sollen ebenfalls die Branche in der Metropole Ruhr stärken.

Das war dann wohl wieder mal nix. ECCE Mastermind Dieter Gorny scheiterte übrigens schon einmal mit einer IT-Messe. Die Komm, mitte der 90er in Düsseldorf gestartet, war eine Flop und wurde schnell wieder eingestellt.

4 Kommentare

Oh mann, ist das anstrengend dem ECCE beim Geld rausschmeißen zuzusehen, wenn es doch so viel Potential in dieser Gegend gibt, die mit dem Geld so viel Gutes und wirtschaftlich Nachhaltiges für diese Region anstellen könnten.

einige Beispiele die mir spontan einfallen:
– kleine Theaterprojekte (Theater Lebendich,…)
– Freelancer (Johannes Lührs, Rainer Holl,…)
– (Sub)Kultur(Kreativ-)zentren (Duisburg, Essen, Dortmund)
– Patenschaften für Zwischennutzungen in Leerständen

…und dann noch eine kleine inhaltliche Joberklärung gerichtet an das ECCE:

Oh mann, das haben die echt am 4.4. geschrieben? Da muss eigentlich schon fast klar gewesen sein, dass die Messe dieses Jahr nicht mehr stattfindet. Am 8.4. hab ich jedenfalls auf Nachfrage von Betreiberseite eine e-Mail erhalten, in der u.a. stand, dass es das Living Games Festival “in der gewohnten Form 2011 leider nicht mehr geben” werde und es womöglich, aber nicht sicher, “in kleinerem Umfang zu einer Rahmenveranstaltung des Deutschen Entwicklerpreis” gemacht werden könne. Peinlich, peinlich…

@Himynameis: Ich glaube wir alle machen immer einen grundsätzlichen Fehler: Wir denken, die interessieren sich für Inhalte. Für Sachen, die passieren. Tun sie nicht. ECCE interessiert sich nur für ECCE und die Stadt Dortmund will irgendwas haben, was ihrer Meinung nach gut klingt. Inhalte? Effektivität? Ideen? Absolut egal!

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