NBA-Star Dennis Schröder mit ‚Protz-Tweet‘: „Harte Arbeit zahlt sich aus!“

Dennis Schröder. Quelle: Wikipedia, Foto: Keith Allison, Lizenz: CC BY-SA 2.0
Dennis Schröder. Quelle: Wikipedia, Foto: Keith Allison, Lizenz: CC BY-SA 2.0

Dennis Schröder hat es geschafft! Er spielt in der besten Basketball-Liga der Welt, der NBA. Dort sammelt er Punkte und Siege für die Atlanta Hawks. In den letzten Jahren hat sich der Profi dort als aktuell zweiter Deutscher (neben Superstar Dirk Nowitzki) in der Liga fest etabliert.

Das macht sich offenbar auch überaus deutlich auf seinem Bankkonto bemerkbar. Zum modernen Profisport gehört das auch mit dazu. Gar keine Frage!

Damit umzugehen ist dann aber doch wohl eher eine schwierige und individuelle Frage. Der eine genießt sein Geld und schweigt, der andere ist vielleicht besonders wohltätig, wieder ein anderer wohlhabender Profisportler lebt auch weiterhin relativ bescheiden und sorgt finanziell lieber erst einmal für später vor. Und dann gibt es noch diejenigen, die mit ihrem Wohlstand gerne und reichlich öffentlich protzen, das Geld auch besonders gerne mit vollen Händen ausgeben. Und zur letzteren Kategorie scheint wohl auch Dennis Schröder zu gehören.

In einem aktuellen ‘Tweet’ zeigt er seinen Fans ganz offen seinen ihm frisch zuteilgewordenen finanziellen Wohlstand. Frei nach dem altbekannten Motto ‚Mein Haus, mein Boot, mein Pferd!‘ Im Falle des NBA-Spielers sind es allerdings dann wohl doch eher Haus und extravagante Autos.

Goldene Sportwagen? Ein überaus klotziges Haus? Nun gut, die Geschmäcker sind halt verschieden.

Unzweifelhaft ist aber wohl, dass sich Schröder mit diesem Tweet insgesamt gründlich vergriffen hat. Denn der dabei dem Foto angefügte Spruch ‚Harte Arbeit zahlt sich aus‘ (#HardWorkPaysOff) muss viele Fans so mächtig vor den Kopf stoßen.

Es ist ja nicht so als ob auch der Durchschnittsbürger nicht häufig hart arbeiten müsste um sich sein dann im Regelfall wohl wesentlich bescheideneres Leben irgendwie finanzieren zu können. Und gerade diese häufig hart arbeitenden ‚Normalos‘ sind es doch auch, die auch dem 23-jährigen Schröder sein Leben im absoluten Luxus mit ihren Geldern ermöglichen.

Das hat der NBA-Star aktuell aber wohl so noch nicht ganz verinnerlicht, wie es scheint.

Von einem echten Sport-Superstar wie Dirk Nowitzki wäre solcher Twitter-Beitrag wohl tatsächlich auch unvorstellbar gewesen. Manchmal ist Schweigen und stilles Genießen dann doch auch besser als öffentliches Protzen mit seinen angehäuften Besitztümern. Das lernt dann vielleicht auch irgendwann noch der (relativ) junge Dennis Schröder…

Hoffentlich zumindest! 😉

 

8 Kommentare

Naja Robin, schon ne sehr deutsche Haltung…in den USA ist das anders, das weißt du selbst …und wenn du dir die Reaktionen auf Twitter anschaust ist da nix von Shitstorm….der Gedanke des Geld verdienen ist den Amis fremd (Mit der stillen Frage im Hintergrund, ist das gerecht, verdiene ich was ich verdiene)…Amis haben halt mehr die Haltung, I made money, sagen die ja auch so…. ob Schröder ein grosser NBA-Star wird….keine Ahnung….ein Typ mit schlechtem Geschmack was Lackierung von Autos und Häuser angeht ist aber schon jetzt….

@Thorsten: Geht mir ja auch im Kern nicht darum ob er viel (zu viel) verdient oder nicht. Das kennt man von den Profisportlern ja inzwischen auch so. Kein Grund darüber sonderlich zu jammern. Finde seine Art damit umzugehen hier aber ziemlich diskutabel. Darum ging es mir dabei heute. So ein Tweet wäre z.B. von einem Dirk Nowitzki halt unvorstellbar. Und der dürfte ja sogar noch deutlich mehr Geld auf der Bank haben. Nur geht er offenkundig anders damit um. Zumindest in der Öffentlichkeit. 😉

Verstehe ich schon Robin…aber wenn eines gewiss ist, jeder Sportler erlebt seinen Moment der Demut, sei es durch Verletzungen oder Schicksalsschläge…die Lernkurve wird auch ein Dennis Schröder nehmen….und dieses Haus ist einfach nur hässlich… 🙂

Sehe ich auch so. 🙂 Und auch die Autos sind so nicht mein Stil. Aber das ist ein anderes Thema. 😉

In den USA zeigt man im Gegensatz zu Deutschland gerne seinen Reichtum. Aus dem Blickwinkel der deutschen Neidkultur ist so etwas schwer vorstellbar. Dieselben Leute können auch das Phänomen Donald Trump nicht begreifen und warum er gerade bei den kleinen Leuten so gut ankommt. Verwerflich ist also das Verhalten von Dennis Schröder nicht, ob es intelligent ist, steht natürlich auf einem anderen Blatt Papier, aber auch bei uns können viele Menschen, nicht nur Sportler, mit plötzlichem Reichtum nicht umgehen und werden wieder arm.

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