Mönchengladbach: Nazi-Hool beging Selbstmord

Der in Mönchengladbach tot aufgefundene Nazi-Hooligan Marcel Kuschela beging Selbstmord. Das ist das Ergebnis der Obduktion, das die Polizei soeben bekannt gab:
“Obwohl bereits erste Anzeichen für ein suizidales Handeln des Mannes sprachen, schlossen die ersten polizeilichen Feststellungen eine Fremdeinwirkung und somit eine Gewalttat nicht aus. Heute Vormittag wurde der Leichnam in der Rechtsmedizin Düsseldorf obduziert. Die Untersuchungen bestätigen ein suizidales Geschehen, bei welchem der 32-jährige Bremer sich selbst mit einem Messer das Leben nahm. Der Tod des 32-Jährigen hat insbesondere in den sozialen Medien zu diversen Spekulationen geführt, bei welchen der Todesfall bereits als vorsätzliches Tötungsdelikt bewertet wurde. Dies haben die Ermittlungen der Mordkommission nicht bestätigt.”

Selbstmordgedanken? Betroffene finden Hilfe bei der Telefonseelsorge unter den Telefonnummern 0800 – 111 0 111 und 0800 – 111 0 222

35 Kommentare

So ein Schwachsinn!!!
Medien berichten so einen scheiß nur weil sie Angst haben vor Ausschreitungen.
Nie im Leben hat er Selbstmord begangen.
Lüge#####!!!

Wie ersticht man sich selber mit 7 Stichen??? Als nächstes wird ihm noch ein Herzinfarkt prognostiziert!

Lügenpresse !!!!!!

Hoffentlich für das nicht zu einer Epidemie in D. Wäre doch schlimm, wenn in jeder Kleinstadt die Straßen von tausenden Nazis gesäumt werden, die sich selbst entleibten.

Verschwörungstheorien sind doch praktisch das Substrat auf dem unterschiedlichste rechtsradikale Gruppen gedeihen. Kein Wunder dass das auch hier hinein schwappt.

Stellt sich nur noch die Frage wer den Mann denn erstochen haben soll. Die Polizei? Die "Ausländer"? Die Illuminaten?

Die Lösung wird man von den einschlägig bekannten Typen bei Facebook und Twitter erfahren – und vermutlich auch hier im Kommentarbereich.

Wie verblendet und ignorant muss man denn bitte sein um DAS zu glauben?
Selbst wenn man den Typ und seine Gesinnung absolut hasst, das ist doch der größte Witz der letzten Monate hier auf Selbstmord zu machen. Vor allem mit sovielen Messerstichen vor dem Museum und ohne psychische Krankheiten oder sonstigen Motiven.

@Ulrich

reflexhaft natürlich gleich "Verschwörungstheorie !" raushauen ohne mal über Umstände, Motive nachzudenken und hinterfragen wie es eigentlich menschlich und normal wäre..

Wenn der Quatsch einem passt scheints ja sofort geglaubt zu werden, egal wieviele Widersprüche drin sind. Es wird verlautbart also muss es stimmen. Alles andere ist natürlich VT. Dogmen gehören in die Kirche!

@#3: indem man nicht am ersten Stich stirbt. Bei der Leibesfülle ist es auch unwahrscheinlich, dass bspw. das Herz direkt betroffen ist. Allerdings verblutet man relativ schnell, wenn Arterien oder stark durchblutete Organe wie Leber oder Niere betroffen sind. Insofern ist ein Suizid durchaus möglich. Bei Menschen mit impulsiv-aggressivem verhalten richtet sich dieses in stresssituation auch eher gegen sich selber.
Und du meintest wohl „diagnostiziert“. Prognosen sind nicht mehr notwendig.

Ich finde es allerdings äußerst seltsam, dass bei einigen durchaus Freude über den Tod eines Menschen erkennbar ist. Auch bei diesem Mensch wird es Ursachen für sein Verhalten und seine Biographie geben. Insofern sollte man gerade als guter Mensch hier lieber seine fresse halten, wenn man zu Empathie nicht in der Lage ist. Unwertes Leben gibt es nun mal nicht. Zumindest für mich.

Der hat sich selbst mit der Nazi-Keule den Schädel eingeschlagen … #scnr

Der Beitrag bezieht sich den Artikel und die Kommentare. Auch ein Hogesianer darf posthum mit Pietät behandelt werden.

Der Verfassungsschutz hat ihn natürlich ermordet. Um von Maaßen abzulenken. Aber Spaß beiseite: Wenn das ein neuer Heldenkult bei denen wird, wär's mir sehr recht.

@ Ronny: Ich glaube nicht, dass man nach dem ersten Stich so schnell stirbt, dass man nicht die Zeit hat, sich innerhalb von ein paar Sekunden noch ein paar Mal zu stechen.

ist das Messer bei ihm gefunden worden, steckte es noch in ihm…und warum an diesem Ort, auf
der Treppe…Fragen über Fragen. Wie muß ich mir das vorstellen, ich ramme mir das Messer in
den Bauch, ziehe es heraus, ramme es wieder in meine Körper, ziehe es heraus, ramme
es wieder……..????
Aber okay, Selbstmord ist einfach, man braucht keinen Mörder zu suchen.
Ob die Familie das alles glaubt, oder seine Freunde?

Wenn ein bekannter Rechtsextremist sich eigentlich gar nicht töten will, aber absichtlich mit einem Messer auf sich selbst einsticht, könnte man auch von einem bestimmten anderen Zweck ausgehen. Dass er sich verschätzt hat bei der Tiefe der Stiche, ist schon möglich.

Ohne jede Häme: bei der Masse Mensch ist es sicherlich schwierig für einen Laien, den tödlich Stich so einfach aus der lamäng zu setzen, also beim ersten Stich tot zu sein.

Eine klare Unterscheidung zwischen selbst beigebrachten Stichwunden und solchen durch Fremdeinwirkung sollte für jeden Gerichtsmediziner/Forensiker eine leichte Übung sein und damit ein gerichtsfestes Oduktionsergebnis erzeugen. Ein paar rudimentäre Unterscheidungsmerkmale siehe z.B. hier: https://www.lecturio.de/magazin/stumpfe-und-scharfe-gewalt/#scharfe-gewalt

Die Dolchstoß-Fanatiker unter unseren Braungebrannten hier werden aber höchstwahrscheinlich alles auf ein riesiges Staatskomplott in der Gerichtsmedizin setzen.

In einer hessischen Kleinstadt hat sich dieser Tage übrigens auch jemand mit einem Messerstich selbst gerichtet, nachdem er vorher vermutlich einen Totschlag oder Mord begangen hatte. Das geht also ohne Weiteres, und hier waren nicht sieben Stiche erforderlich.

Märtyrertechnisch geht doch eigentlich nichts über eine öffentliche Selbstverbrennung. Warum wird dies eigentlich bei den Faschistendeppen so wenig praktiziert? Benzin gibt es an jeder Tankstelle, Streichhölzer und Feuerzeuge sowieso, und wenn Du kurz vorher bei dpa oder REUTERS anrufst, ist weltweite Medienpräsenz absolut sicher. Dazu noch ein dreiseitiges Pamphlet vorher verbreitet und in ganz Europa wackelt die Wand. Dagegen sind doch sieben Messerstiche vor einem Museum wirklich für den Arsch. Sorry, ist vielleicht pietätlos, aber es musste mal raus.

Kann man nur hoffen, dass sich möglichst viele den „Kameraden“ Marcel Kuschela zum Vorbild nehmen. 9 x 18 mm tun es aber auch…

Ok, ist böse, aber: Bei Leuten, die Auschwitz für eine Lüge halten oder bedauern, dass damals „nur“ sechs und nicht elf Millionen Juden vernichtet wurden und die von einem „4. Reich“ träumen bzw. den Untergang des „3. Reichs“ nicht akzeptieren, kann ich keine Trauer empfinden. Sich da auf eine (vermeintlich) schief gelaufene Sozialisation zu berufen, rechtfertigt letztlich deren menschenverachtende Gesinnung. In letzter Konsequenz sind die Menschen für ihr Handeln verantwortlich – mögen die äußeren Umstände noch so widrig sein. Aber schon interessant, dass hier so viele Leute Empathie für einen überzeugten Nazi einfordern während jährlich mehrere Tausend Menschen/Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken, ohne dass es jemanden interessiert.

@ #8 Daniel: In dem Zusammenhang die Kategorie „unwertes Leben“ zu gebrauchen, ist schon ein starkes Stück, um es mal vorsichtig auszudrücken. Wir reden bei Kuschela über einen Menschen, der sich in der Tradition derjenigen sah, die die systematische „Vernichtung lebensunwerten Lebens“ erfunden haben. Wer ist hier (potenzieller) Täter und wer Opfer?

Hier zeigen die vermeintlichen „antifaschisten“ also mal wieder, dass sie sich in ihrer Menschenfeindlichkeit kaum von ihrem Gegner („Täter“) unterscheiden. Da ist das Bedürfnis zur dissonanzreduktion natürlich hoch.

Es verlangt hier auch keine Trauer. Den Suizid eines psychisch kranken Menschen abzufeiern, mit höhnischen Kommentaren zu reagieren oder zur Nachahmung aufzufordern zeigt imO aber deutlich, was für moralisch verwahrloste elendsgestalten sich unter den „guten“ Menschen tummeln. Ihr seid kein Stück) besser als diejenigen, über die ihr hier Späße macht.

Wenn er wirklich krank war, wieso hat ihm da keiner aus seiner Truppe geholfen, Verständnis gezeigt? Vielleicht, weil psychisch krank in diesen Kreisen nicht so gut kommt? Bei denen ist solches doch eher Anlass für verschärftes Mobbing, was dann natürlich suizidale Überlegungen beim Betroffenen fördert.

@#26: "Wenn er wirklich krank war"?! Werden jetzt auch hier Verschwörungstheorien verbreitet?
Bei dieser Art von Suizid, dem vorherigen kondom psychoaktiver Substanzen (in diesen kreisen sind amphitamine ja beliebt), der Einnahme von Antidepressiva und den Aussagen seiner Partnerin und Eltern steht die Erkrankung wohl außer Frage.
Dass psychische Erkrankungen mit Scham und Stigmatisierung verbunden sind, ist nicht nur bei rechtsradikalen Hooligans zu beobachten.
Ich bin wirklich erstaunt, wie asozial und empathielos man sein kann, wenn der Betroffene ein "Gegner" ist. Da hilft ein "aber die ja auch!" zur Rechtfertigung in keiner Weise weiter.

Bob Hope …
9x18mm ist ein Ostblock Kaliber – Makarov, Ordonanzwaffe (Dienstpistole) der Staaten des Warschauer Paktes.
Ost-Sozialisation oder keine Ahnung?

Nato / Westen ist 9x19mm Parabellum / Luger, wobei ich den Namen Parabellum, qua seiner sprichwörtlichen Herkunft (si vis Pacemaker para bellum – wenn Du Frieden willst, bereite (den) Krieg vor), lieber mag 😉 .

Tödlich sind beide, wobei ich Laien den Umgang mit Waffen nicht empfehle, es könnte zu umfreiwilligem Gewinn des Darwin-Awards führen …

Humanismus zeigt sich im Umgang mit Feinden, aber ritterliche Tugenden und Ehrenkodex sind vermutlich zu oldschool?

#27 Er war also krank. Das macht ihn mir aber nicht sympathischer. In meiner langjährigen und abwechslungsreichen Laufbahn als Sonderschullehrer in Bethel habe ich u.a. eines gelernt: Krankheit und/oder eine Behinderung darf kein Freibrief für gewalttätiges Verhalten oder sonstiges Fehlverhalten sein, dass man hinzunehmen und zu entschuldigen hat.

@29: es heißt mittlerweile Förderschule. Und es geht nicht um die Entschuldigung seines Verhaltens oder Sympathie. Ich habe im hervorragenden kommentar #25 schon beschrieben, was imO inakzeptabel ist. Es gibt einfach Situationen, in der politische Einstellungen oder selbst Straftaten keine Rolle spielen sollten.
Die wirren Verschwörungstheorien von rechtsradikaler Seite sind natürlich genauso inakzeptabel.

Tja #30 ich habe aber nun mal den allergrößten Teil meiner Laufbahn als Sonderschullehrer an einer Sonderschule unterrichtet und erzogen.

Logisch richtig. Du weißt, was du schreibst. Ich weiß nicht, was du schreibst. Oder von was du redest. Förderschullehrer eben. Denen muss ich häufiger Sachverhalte auf einfachem komplexitätsniveau erklären. Wenn man sich so lange mit lernbehinderten auseinandersetzt, verstärkt das offensichtlich die Selbstüberschätzung. Da du die inhaltliche Auseinandersetzung scheust, verabschiede ich mich an dieser Stelle und warte gespannt auf dein letztes Wort. ?

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