Millionenverschwendung im Ruhrgebiet

Der Bund der Steuerzahler hat das neue Schwarzbuch veröffentlicht. Darin führt er die schlimmsten Fälle von Steuerverschwendungen in Deutschland auf. Unter die 128 Beispiele hat es auch das Ruhrgebiet geschafft. Die Steuerexperten kritisieren das geplante Fußballmuseum in Dortmund, für das vor allem die Stadt Dortmund und das Land blechen müssen, während sich der DFB gegen Verluste abgesichert hat. Außerdem gibt es Kritik für ein Projekt zum Kulturhauptstadtjahr 2010. Der geplante Umbau der A 42 zur Parkautobahn ist laut Bund der Steuerzahler ein Beispiel für einen sorglosen Umgang mit 40 Millionen Euro Steuern.

30 Millionen Euro soll das Fußballmuseum in Dortmund allein an Baukosten verschlingen. Davon trägt das Land 18,5 Millionen Euro. Der DFB zahlt den Rest. Der Bund der Steuerzahler kritisiert in seinem Bericht aber vor allem die Rolle der Stadt Dortmund. Sie hat nicht nur das Gelände, dessen Wert angeblich bei der Stadt nicht bekannt ist, kostenlos zur Verfügung gestellt, sondern sich auch bereit erklärt für eventuelle Verluste des Museums aufzukommen. Der DFB hat dagegen, laut Schwarzbuch, seinen Anteil an den Verlusten auf eine bestimmte Summe beschränkt.
Kopfschütteln verursacht beim Bund der Steuerzahler auch die geplante Verschönerung der A 42. Die Autobahn soll zur Parkautobahn werden und den Blick auf die Sehenswürdigkeiten

Der Bund der Steuerzahler hat das neue Schwarzbuch veröffentlicht. Darin führt er die schlimmsten Fälle von Steuerverschwendungen in Deutschland auf. Unter die 128 Beispiele hat es auch das Ruhrgebiet geschafft. Die Steuerexperten kritisieren das geplante Fußballmuseum in Dortmund, für das vor allem die Stadt Dortmund und das Land blechen müssen, während sich der DFB gegen Verluste abgesichert hat. Außerdem gibt es Kritik für ein Projekt zum Kulturhauptstadtjahr 2010. Der geplante Umbau der A 42 zur Parkautobahn ist laut Bund der Steuerzahler ein Beispiel für einen sorglosen Umgang mit 40 Millionen Euro Steuern.

30 Millionen Euro soll das Fußballmuseum in Dortmund allein an Baukosten verschlingen. Davon trägt das Land 18,5 Millionen Euro. Der DFB zahlt den Rest. Der Bund der Steuerzahler kritisiert in seinem Bericht aber vor allem die Rolle der Stadt Dortmund. Sie hat nicht nur das Gelände, dessen Wert angeblich bei der Stadt nicht bekannt ist, kostenlos zur Verfügung gestellt, sondern sich auch bereit erklärt für eventuelle Verluste des Museums aufzukommen. Der DFB hat dagegen, laut Schwarzbuch, seinen Anteil an den Verlusten auf eine bestimmte Summe beschränkt.
Kopfschütteln verursacht beim Bund der Steuerzahler auch die geplante Verschönerung der A 42. Die Autobahn soll zur Parkautobahn werden und den Blick auf die Sehenswürdigkeiten des Reviers zwischen Dortmund und Oberhausen freigeben. 40 Millionen Euro kostet das Projekt, das mit dem Fällen der Bäume entlang der Autobahn schon seinen Anfang genommen hat. 2010 soll A 42 dann eine Parkautobahn sein, bei der die Autobahnkreuze Ohrenparks heißen und parkähnlich bepflanzt sind. Eine unnötige Verschwendung von Steuergeldern, meint der Bund der Steuerzahler und hofft, dass diese Verschwendung noch gestoppt wird.
Grund zur Hoffnung bietet die Stadt Essen, die angekündigt hat aus den Planungen für die Parkautobahn auszusteigen und den Ohrenpark in Essen-Nord nicht finanzieren zu wollen.

 

8 Kommentare

Die Parkautobahn ist Bullshit – Bäume weg für Sträucher. Das ist Müll. Wenn das von den Zigarettensteuern bezahlt wird, sollten wir aufhören zu rauchen.

Gibt es das Schwarzbuch auch zum selber lesen? Irgendwie schafft es niemand einen Link einzubauen…
Schade eigentlich.

Dass ganz im Sinne der Steuerzahler neben Essen und Castrop-Rauxel auch Dortmund kein Geld mehr in den Ohrenparks vergraben wollen und dass neben den Ruhrbaronen auch der BUND gegen das Projekt argumentiert, hält die Projektbefürworter nicht davon ab, ihre Pläne weiterzuverfolgen. Vor kurzem erst hat die NUA in Recklinghausen einen Workshop zur Akzeptanzwerbung veranstaltet und am 2.11. findet beim Regionalverband ein Jour Fixe mit dem Schwerpunkt Ohrenparks in Castrop-Rauxel-Ost (auf Dortmund-Mengeder Stadtgebiet) statt. Die meisten Milliönchen für die Parkautobahn kommen aus Brüssel und den Rest schießt die Landesregierung dazu – Kultur (?) gibt es eben nicht zum Nulltarif.

Wieder was gelernt. Bis gestern habe ich mir immer gedacht, mit “Parkautobahn” sei etwa die B1/A40 gemeint, auf der die Autos im Stau parken. Da kann man mal sehen, wie uninformiert man so ist. Wie schlau die ganze Idee ist, will ich an dieser Stelle gar nicht beurteilen, ich komme jedenfalls immer noch nicht über die ganz besonders bescheuerte Bezeichnung “Ohrenparks” hinweg… wer sich so etwas ausdenkt, der hat einen ganz besonders heissen Satz Löffel verdient.

Schade finde ich, daß das Schwarzbuch nicht so ganz genau differenziert zwischen schon verballerter Kohle und “erst noch zu verprassender”, im letzeren Fall besteht ja noch so etwas wie Hoffnung… oder auch nicht. Was den ersten Fall angeht, so finde ich die Nummer mit der externen Beratungsfirma für das Schulministerium weitaus spannender und die Nummer mit der Trittschalldämmung in Köln um einiges skuriler.

Dem Kommentator Reiner Bielinski ist natürlich uneingeschränkt zuzustimmen, sogar noch mehr. Das bei der Parkautobahn eingesparte Geld fließt vollständig in den Bau des Fußballmuseums, dann können wir die Bude vergolden und versilbern (wenn das dann schwärzlich anläuft, gibt es einen sehr schönen farblichen Effekt 😉 )

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