Mieterforum Ruhr: Wohnungen vom Evonik Börsengang ausnehmen

Evonik soll an die Börse. Vielleicht noch in diesem, spätestens jedoch im kommenden Jahr. Das Mieterforum Ruhr will, dass die Evonik-Wohnungsbestände vom Börsengang ausgenommen werden.

Betroffen vom Börsengang könnten laut einer Meldung des Mieterforums Ruhr die 130.000 Wohnungen von Evonik und der THS sein. In einem Appell hatte das Mieterforum Ruhr das Kuratorium der RAG-Stiftung aufgefordert, die Wohnungen vom Börsengang auszunehmen.

“Ob Annington, Gagfah, Immeo oder LEG – es gibt inzwischen genug Erfahrungen mit sogenannten Finanzinvestoren, dass man eindeutig sagen kann: Wohnungen gehören nicht an die Börse!” kommentiert Aichard Hoffmann vom Mieterforum Ruhr. “Ist ein Unternehmen erst einmal an der Börse notiert, hat es keine Kontrolle mehr darüber, wer die Aktien erwirbt. Neue Anteilseigner können dann auch ganz andere Mehrheiten bilden, die zu ganz anderen Ergebnissen bezüglich der Immobilien kommen. Alle Pläne, die da lauten “Wir werden das beste Wohnungsunternehmen in NRW” können dann ganz schnell Makulatur sein.”

Die RAG-Stiftung hat die Aufgabe Evonik an die Börse zu bringen. Mit den erzielten Einnahmen sollen die Ewigkeitskosten des Bergbaus zumindest teilweise finanziert werden. Zu denen gehört unter anderem der Betrieb von Pumpen, die dafür sorgen, das weite Teile des Ruhrgebiets nicht absaufen. Allein das kostet gut 100 Millionen Euro im Jahr.

2 Kommentare

Bezugnehmend auf andere Reportagen, das Ruhrgebiet wird fremd bestimmt.
Der kölsche Klüngel hat dafür gesorgt, das die Unternehmen nicht an
fremde verscherbelt wurden.
So gibt es mehrere Wohnungsbau AG der alten Form.
Die KVB, die Rheinenergie etc. sind in der Hand von Leuten, die in der
“Kölner Bucht” leben und das auch weiterhin tun wollen.
Oder hat Annington außer Ärger der örtlichen Elite langfristigt etwas gebracht.
Die Kölner Mächtige wollen nicht bevormundet werden.

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