Mein Ende der Politik?

Trump wird Präsident. (keine Ahnung, wieso ich dieses Bild passend finde.) Foto: Purple Slog/ Flickr/ cc-by-sa
Trump wird Präsident. (keine Ahnung, wieso ich dieses Bild passend finde.)
Foto: Purple Slog/ Flickr/ cc-by-sa

Während ich diese Zeilen schreibe, stehen die USA davor, einen Präsidenten Trump gewählt zu haben. Mir fehlt die Kraft, einen elaborierten Text zu schreiben, ihn durchzugestalten, ihn zu bebildern. Ich bin kraftlos. Ich bin verzweifelt. Und ich sehe, dass es viele Andere auch sind – und deswegen muss ich mir das hier von der Seele schreiben, für mich. Und es in die Welt tragen.

Ich muss das einfach tun. Ich glaube heute, glaube derzeit, nicht, dass es irgendetwas ändert. Aber ich glaube jetzt, in diesem Moment, nicht, dass irgendetwas etwas ändert, was ich schreibe. Ich muss es trotzdem schreiben, weil ich sonst befürchte daran zu ersticken. Es muss raus.

Ich bin verzweifelt. Verzweiflung ist das einzige Gefühl, das mein Gefühl derzeit beschreibt. Dieses Jahr, die letzten Jahren sind für mich von einer beispielslosen Paradoxie gekennzeichnet: mein Unternehmen boomt, auch privat habe ich Glück, aber meine Welt, meine politische Landkarte geht vor die Hunde. Ich bin Jahrgang 1979. Ich erinnere mich, wie wir als Kind den Fall der Mauer gefeiert haben, wie meine Verwandten aus Polen nicht mehr unter der Knute des Sozialismus standen, wie sogar die Sowjetunion zerbrach. Wir waren so voller Hoffnung, die politische Utopie von Star Trek schien eine Frage der Zeit zu sein.

Dann kam 9/11. Ich habe damals nicht verstanden, was für eine Zeitenwende das war. Ich verstehe es erst seit 2, vielleicht 3, Jahren. Hass und Misstrauen kam flächendeckend in meine Welt. Und breitete sich aus. Zuerst langsam, dann immer schneller. Das Internet ist nicht Schuld am Hass – es verbreitet jedes Gefühl. Wir haben uns dazu entschieden, Hass, Empörung, Häme und Misstrauen zu verbreiten. WIr haben uns entschieden, das alles nicht Ernst zu nehmen, es als Teil einer intellektuellen Elite im Diskurs sebst verständlich zu nehmen. Wir haben die Rechnung bekommen.

Vor 8 Jahren waren meine Frau und ich in der Türkei im Urlaub. Mehrfach. Das machen wir nicht mehr. Ich fahre nicht nach Polen, und ohne Not sogar nicht mehr nach Sachsen. Meine Welt wird kleiner. Meine Euphorie über den Austausch mit Menschen im Internet verfliegt bzw. ist verflogen. Jeder weiß alles immer besser – und überzieht den anderen mit Rabulistik. Auch ich. Manchmal ich ganz vorne. Wir machen die Welt zu einem schlechteren Ort.

Ich finde das nicht mehr lustig, ich kann nicht mehr so tun, als würde ich darüber lachen können. Ich kann es nicht. Ich bin da nicht (mehr) souverän. Ich will gerade auch nicht mehr souverän sein. Ich will das alles nicht. Alles.

Ich habe keine Ahnung, ob wir eine Katharsis, ob wir einen Neustart brauchen, und wenn ja, wie das aussehen soll. Ich weiss nicht, ob Trump, Kaczynski und Erdogan Vorboten eines neuen dunkleren Zeitalters sind, oder ob sie der schwärzeste Punkt der Nacht ist, von dem aus der Tag am nächsten ist.

Ich weiß einfach so wenig im Moment. Wahrscheinlichkeiten sind nichts mehr Wert. Der Bundeskanzler wird 2017 neu gewählt. Petry. Wagenknecht. Merkel. Ich weiß es einfach nicht. Österreich wählt einen Bundespräsidenten. Irgendwann.

Ich will keine Politik mehr schreiben und diskutieren. Gerade jetzt, Mittwoch, 9.11.16, 7:44 Uhr, möchte ich mich nur noch einigeln, und nie wieder über Politik, über Visionen, über Utopien, über Gesellschaft sprechen oder schreiben. Ich will bei meinem Sohn sein, bei meiner Frau, will gut essen, gutes Geld verdienen – und abwarten, bis die Welt wieder ruhiger wird. Und freier.

Und ich möchte gehen. Weg. Von hier. Aus diesen Diskursen. Aus diesen Wirklichkeiten. Und irgendwann ankommen.

…wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist.

23 Kommentare

Die Gefühlslage des Autors kann ich sehr gut nachvollziehen, auch wenn ich etwas älter bin. Mir geht es ähnlich.
Fall der Mauer, "Wind of Change",
Reisen in die weite Welt. Ich bin begeistert von den arabischen Ländern, war mehrfach in der Türkei.
Nur in den letzten Jahren hat sich etwas geändert.
Ich fahre nicht mehr in diese Länder.

Was ist die Ursache?

Für mich ist der gescheiterte arabische Frühling die Hauptursache. Es zeigte sich nämlich, dass in vielen arabischen/afrikanischen/asiatischen Ländern keine Mehrheit für eine offene Demokratische Gesellschaft eintritt. Es ist eher eine sehr konservative Welt, die oft auch wenig mit den europäischen persönlichen Freiheiten, die ich so liebe, zu tun hat. Selbst Karikaturen führen zu Mordaufrufen etc.

Aktuell werden wir mit dieser Welt immer mehr im eigenen Land konfrontiert. Unsere alten Werte erodieren immer weiter. Vor ein paar Tagen haben namhafte Politiker Gründe für die positiven Effekte von Kinderehen gefunden.

Einige Parteien in Europa wollen Europa abschotten, andere suchen auch eine Umkehr zu sehr konservativen Werten (siehe Osteuropa).

Eigentlich sind das typische Korrekturbewegungen, die aber immer extremer ausfallen. Vermutlich verführt die Mediengesellschaft Politiker dazu, immer extremere Aussagen zu machen, um aufzufallen. Dann muss auch gehandelt werden. Wer hätte Trump ohne seine Extrempositionen bemerkt?

Nachdem das Boot lange Zeit nach links fuhr, schwenkt es jetzt immer weiter nach rechts. Es bleibt zu hoffen, dass sich das ändert.

Es wird sich zeigen, was Herr Trump am Ende seiner Präsidentschaft auf dem Erfolgszettel hat. Der aktuelle Präsident war für mich eine Enttäuschung.

Vielleicht brauchen wir hier mit Blick auf nächstes Wahljahr diese Trumps, Putins, Orbans, Kaczynskis und Erdogans inkl. deren nationalistisch-autokratische Katastrophen einfach mal, um zu merken, wie gut es uns in einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft bislang ging und was wir zu verlieren haben. Hoffentlich ist die grassierende Merkbefreiung nicht schon zu groß…

das Interessante an dem Bild ist ja:
Es zeigt ein gebildetes, freundliches, intelligentes Wesen – mit (für manche) abstossendem Äusseren.
Ich finde es irgendwie auch passend.

Hat schon jemand Dieter Bohlen als möglichen neuen Bundespräsidenten ins Spiel gebracht? Dann hätte Donald Trump hier wenigsten einen Gesprächspartner "auf Augenhöhe".

"Mein Ende der Politik"
ich hoffe nicht.
Der Blick in die NYT und in den hier im Parallelfaden von Stefan verlinkten Weltartikel sollte vor allem den Blick schärfen.
Die NYT fragte heute morgen auf ihrer Internetseite "Are the USA a failed socety?" und lieferte die Antwort gleich mit, es sei eine Tatsache der man ins Auge blicken müsse. Die Grafiken die den Erfolg Trumps erklären sollen, sind bei der Einkommenssgtruktur am überzeugensten. Liegt das Jahresgehalt unter 50t $ wurde Trump gewählt unabhängig von Geschlecht oder Rasse. (Nur Schwarze waren in großer Mehrheit gegen Trump.)
In einem Weltartikel vor wenigen Tagen wurde ein Blick auf das Wirtschaftswachstum in den USA geworfen. Demnach gibt es in den USA etwa 3000 Counties. Diese Counties hatte und hat seit den letzten 20 Jahren die Wirtschaftskrise fest im Griff. Es sind gerade mal 20-30 Counties in denen das gesamte US-Amerikanische Wirtschaftswachstum stattfindet.
In den Staaten des mittleren Westens ist die Lebenserwartung weißer Männer der Unterschicht in diesen 20 Jahren um 15 Jahre gesunken. Gleichzeitig ist Schmerzmittelsucht (nicht nur) in diesen Regionen ein Massenphänomen. Genehmigt wurden diese Schmerzmittel von den Bundesstaatsparlamenten entgegen der Empfehlung des Gesundheitsministeriums, das auf das erhebliche Suchtpotential hingewiesen hat.
Wie wird diese weiße häufig politisch unkorrekte Unterschicht gerne genannt "white trash".

Würde man das auf deutsche Verhältnisse übertragen, wären Teile Berlins und des Ruhrgebiets auf dem Niveau Senegals, den Leuten würden wir nicht nur ihr Wegebier madig machen, wir würden sie auch gleich mit Ersatzdrogen ausstatten und weil die dann ja echt scheiße drauf sind, würden wir sie "Deutschmüll" nennen. Gleichzeitig diskutieren wir aber zeitaufwendig, wie wir würdevoll mit Menschen umgehen, die nicht wissen ob sie auf die Jungs- oder Mädchentoilette gehen wollen. Nehmen am Ende eines solchen Tages sogar richtig Geld in die Hand, um eine XY-Pippilette zu installieren, und erwarten als Anwalt des sozialen Ausgleichs wahrgenommen zu werden.

Meine Vermutung ist nicht, daß ein "Erlöser" gewählt wurde. Trotz aller anders klingender Rethorik vermute ich, hier wurde vielmehr so abgestimmt, "wenn wir untergehen, nehmen wir euch mit".

Was dies für eine in nicht wenigen Teilen postfaktische Bildungs- und Sozialpolitik in Deutschland bedeutet ist zu diskutieren. Sowohl alte linke, wie alte rechte "Zombiewahrheiten" sollten endlich ihren natürlichen Tod durch Widerlegung sterben.

#7:
"Liegt das Jahresgehalt unter 50t $ wurde Trump gewählt unabhängig von Geschlecht oder Rasse."

Ich habe bei der NYT nur diese Statistiken gefunden:

http://www.nytimes.com/interactive/2016/11/08/us/politics/election-exit-polls.html

Diese widersprechen dieser Aussage. Es gab dar zwar einen "Rutsch" in Richtung des Kandidaten der Republikaner, eine Mehrheit hatte er dort aber nicht. Diese findet sich z.B. ziemlich eindeutig bei der Unterscheidung zwischen "gebildeten" und "ungebildeten" Weissen, allerdings wird dies natürlich auch irgendwie mit dem Einkommen korrelieren.

Interessant wäre in meinen Augen, wenn man z.B. Bildung und Einkommen gleichzeitig betrachten könnte, sprich: "Wählt ein 'gut gebildeter', aber (verhältnismässig) 'armer' Weisser ebensowenig Trump wie ein 'gebildeter reicher' Weisser?". Leider liefern solche Grafiken nie so recht die nötigen Daten für sowas.

Über die realen Lebensumstände großer Teile der US-Bevölkerung erfahre ich erst etwas seit etwa 6 Uhr heute morgen. In all den letzten Jahren habe ich nichts darüber gelesen. Ebenso merkwürdig sind die Wahlprognosen. Offenbar sind all diese Leute die Trump wählen wollten, nicht befragt worden.
Die sichere Aussicht, daß Trump es nie schaffen würde, hat aber einige deutsche Spitzenpolitiker in undiplomatischter Weise zu Äußerungen verleitet, die ihnen zukünftige politische Kooperarionen mit dem neuen amerikanischen Präsidenten sehr schwer machen werden.
Das scheint ausschließlich deutsche Politiker zu betreffen, was die Sache noch schlimmer macht.
Aber zum Verhältnis zu Amerika gibt es für Deutschland keine Alternative. Es sind übrigens die gleichen Politiker, die über Erdogan kein böses Wort verlieren, die aber den amerikanischen Präsidenten während seiner Kandidatur fast als Verbrecher hingestellt haben. Das hätte ich in ihrer politischen Position nie gemacht. Als Privatmensch schon.

Ein Wahlkampf der immer wieder allen erklärt, dass es dem Lande gut geht, erreicht eben nicht die Einwohner, denen es nicht gut geht. Das ist so lange kein Problem, so lange sie nicht (mehr) wählen gehen. Tun sie es aber (wieder), dann ändert das die Mehrheitsverhältnisse. Es handelt sich für diese Menschen also nicht um das Ende von Politik, sondern um das Gegenteil. Für die hat Politk gerade erst (wieder) angefangen.

"Würde man das auf deutsche Verhältnisse übertragen, wären Teile Berlins und des Ruhrgebiets auf dem Niveau Senegals, den Leuten würden wir nicht nur ihr Wegebier madig machen, wir würden sie auch gleich mit Ersatzdrogen ausstatten"

Wer es gern als Doku haben möchte (leider nicht ganz kostenlos): http://blog.zeit.de/netzfilmblog/2013/07/17/oxyana-schmerzmittel-drogen-vimeo-dokumentation/

Das Problem ist mittlerweile, dass solche Opioide wie Oxycodon/Oxycontin, die hierzulande nur unterm BTM-Gesetz abgegeben werden, zwar nun auch in den USA strengeren Kontrollen unterliegen, aber die schon "Angefixten" (nicht zwangsläufig sozial Schwache) auf Heroin umsteigen bzw. umgestiegen sind, da dieses um ein Vielfaches billiger ist. Ironischerweise fürs Ruhrgebiet ist die in der Doku porträtierte Kleinstadt Oceana in West Virginia eine ehemalige Bergarbeiterstadt….

Komm mal aus der Filterblase raus und werd erwachsen.
Die Welt wird sich weiterdrehen, auch wenn andere Menschen anders denken als du. Auch wenn du mal deinen Willen nicht kriegst. Auch wenn du meinst, dass die Welt untergeht.
Ihr Femifuzzis führt Euch auf wie Kleinkinder, wollt auch so flauschig behandelt werden wie Kleinkinder und heult im Zweifelsfall rum? Janz toll.

Such die positiven Dinge raus (kein TTIP) und hör auf, die beleidigte Leberwurst zu spielen. Ich fahr nicht mehr in die Türkei ist auch wieder so ein "ich bin nicht mehr dein Freund"-Kindergarten. Womit Du übrigens bei den Türken auch nur Hass säst.

Achja, auch bei den Collegeabschluß-Weissen hatte Trump die Mehrheit. Kommt mal klar. Jeder macht Clientel-Politik: Özdemir für die Türken, Obama für die Schwarzen und Trump für die Weissen. Ist doch völlig normal – wenn man mehr bieten kann als Clientelpolitik wird man vielleicht sogar von anderen Menschen gewählt. Sonst: neu anfangen.

@Peter
"Jeder macht Clientel-Politik: Özdemir für die Türken, Obama für die Schwarzen und Trump für die Weissen."

Das muss schön sein, wenn man sich seine kleine Welt so babyeinfach malen kann. Welche Drogen nimmst Du und wo kriegt man die günstig?

#9
Der französische Präsident hat sich von allen europäischen Politikern am deutlichsten gegen Trump gewandt. Ich denke aber nicht, daß dies für die Protagonisten ein großes Problem sein muß, Schreihälse können es häufig ganz gut miteinander.
Seehofer und Trump könnten sich vielleicht ganz gut verstehen. Der Bayer posaunt auch dauernd irgendwelchen Murks in jedes bereitstehende Mikrofon, nur um unter ganz was anderes seine Unterschrift zu setzen und das auch zu machen. Da Verträge für die Medien zu lang sind, glauben genug Wähler er würde machen was er sagt.

Die Angehörigen des Bionade-Biedermeier-Millieus kommen in der Wüste der Wirklichkeit an.
Die (gefühlte) Apokalypse ist nur die des eigenen naiven Weltbildes.

Über die Wüste der Wirklichkeit gibt es zumindest bezüglich der USA ein ganz grandioses Buch, dass ich hier früher schon einmal empfohlen habe:

George Packer: Die Abwicklung – Eine innere Geschichte des neuen Amerika.

Geschrieben 2013. Ausgezeichnet mit dem National Book Award. Spannend und informativ und eine vorweg genommene Erklärung für den Wahlsieg Donald Trumps.

Ach ja, und meinen US-amerikanischen Lieblingsfilm von 1993 !:
Falling Down- ein ganz normaler Tag
Regisseur Joel Schumacher
Mit einem großartigen Michael Douglas in der Hauptrolle.

https://www.youtube.com/watch?v=x1-axqBZdNk

Meine Meinung dazu: Als Obama gewählt wurde, jubelte das Feuilleton und das bei #16 so praktisch benannte "Bionade-Biedermeier-Milieu", dass nun alles besser werden würde. Wurde es aber nicht. Nun bei Trump jault das Feuilleton, dass alles schlechter werden wird. Wird es aber nicht. Just my 2 cents, wie man so sagt.

@8: " Liegt das Jahresgehalt unter 50t $ wurde Trump gewählt unabhängig von Geschlecht oder Rasse. (Nur Schwarze waren in großer Mehrheit gegen Trump.)"
Na, ganz so einfach ist dies doch nicht, bis 100.000 wurde Clinton gewählt; dann erst wurde fast Parität erreicht.

@ Autor: "Ich will bei meinem Sohn sein, bei meiner Frau, will gut essen, gutes Geld verdienen – und abwarten, bis die Welt wieder ruhiger wird. Und freier.
Und ich möchte gehen. Weg. Von hier. Aus diesen Diskursen. Aus diesen Wirklichkeiten. Und irgendwann ankommen.
…wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist."
Rückzug ins private, wenn es nicht so läuft? Vielleicht sollten Sie sich darüber freuen, daß Sie die relativ kurze Zeit, in der man fast gefahrlos in alle Ecken der Welt fahren konnte, als junger Mensch nutzen konnten;
daß Sie zeit Ihres Lebens in Frieden & Wohlstand gelebt haben und
daß Sie eine Familie haben…
nicht darüber larmoyieren, daß die Welt sich weiterdreht.
Ansonsten empfehle ich für solche Gefühlslagen mehrere Flaschen Rotwein, Klasse Pennerglück, kombiniert mit dem einen oder anderen Kurzen sowie "The sun also rises" und Pizza. Ein ordentlicher Kater rückt die Dinge dann doch oft in die rechte Ordnung.
Und sodann an den großen Sportler & Philosophen von vor-sokratischer Eindringlichkeit, unseren Titanen Olli Kahn, zu denken :" Immer weiter."

Offenbar haben diejenigen, denen die Reformen Obamas gegolten haben, diese nicht haben wollen. Wenn mir das einer mal erklären kann. 70% der Arbeiter sollen Trump gewählt haben. Andererseits hätte Berni Sanders bei denen punkten können, aber die hier bei uns so hochgelobte Frau Clinton nicht. Bisher habe ich nur kapiert, daß es den Amerikanern egal ist, was unsere Medien, unsere Politiker laut sagen. Was auffällt, das ist die Unverläßlichkeit der Wahlforschung. Dieses Phänomen beobachte ich nämlich auch in Deutschland. die Institute liegen bei der Summe der zwei Regierungsparteien 4,5% auseinander. Das Wahlvolk ist auch hier einfach nicht mehr transparent. Überraschungen am Wahlabend sind da wahrlich nicht verwunderlich.
Aber wer sein Geld an Institute vergibt, die seit Jahren nicht richtig lagen, der will das vielleicht so.
An Trump werden wir uns übrigens gewöhnen. Da bin ich sicher, weil wir uns an alle US-Präsidenten gewöhnt haben. Ich hatte übrigens, von Europa aus gesehen, nie den Eindruck gehabt, daß die sich wesentlich unterschieden hätten.

Beim Präsidenten Trump muss ich an die Geschichte des Gouverneuers
Jesse Ventura denken.

Während des Vietnamkrieges wurde Jesse Ventura zum Kampfschwimmer
ausgebildet. Bei einer möglichen Invasion in Nordvietnam hätte er die Lamduingsorte
ähnlich wie damals 1944 in der Normandi erkundet.
Die Invasion und deren Vorbereitung wurde aber nie befohlen.

Nach dem Krieg schied er aus dem Militärdienst aus und trat unter dem Künstlernamen Jesse Ventura als Catscher auf.
Nach einer Karriere als Schauspieler und Kommunalpolitiker lies er sich zum
parteiunabhängigen Gouverneur wählen.

Während seiner Amtszeit verfügte er über keine Hausmacht.

Jetzt betreibt er eine Show mit Verschwärungstheoriien.

Auch Trump war schon mal Produzenmt einer Realtyshow deren Inhalt
aus der Demütigung von Jobbewerbern bestand.

Achim

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