Duisburg: Lichterkette gegen Rassismus im Neumühl

Bild: Helmut Junge
Bild: Helmut Junge


Am Sonntag, den 16. November, um 17:00 Uhr formieren sich die Neumühler Bürger zu einer Lichterkette gegen den Rassismus in ihrem Stadtteil. Von unserem Gastautor Helmut Junge.

Organisiert von Unterzeichnern der Neumühler Erklärung und von den beiden Kirchen im Zentrum des Stadtteils, der katholischen Herz Jesu Gemeinde und der evangelischen Gnadenkirche, werden sich Neumühler Bürger zu einer Lichterkette zusammenschließen, um gegen die rassistische Stimmungsmache einzelner Neumühler Bürger, die von außen, vor allem von pro NRW gesteuert wird, zu protestieren. Es ist traurig aber wahr, dass es in unserem Stadtteil Leute gibt, die Menschen, die in Not geraten sind, die Hilfeleistung verweigern möchten.

Im Kern geht es darum, dass das Gebäude des ehemaligen Sankt Barbara Krankenhauses von der Regierung des Landes NRW ausgesucht worden ist, um dort Flüchtlinge, die auf andere Städte und Gemeinden in NRW verteilt werden sollen, unterzubringen.

Es gibt kein wenn und aber, der Versuch dieses Vorhaben in Misskredit zu bringen, oder gar zu verhindern, hat eindeutige rassistische Wurzeln, und ist menschenverachtend!

Während die rechtspopulistische Pro NRW versucht, daraus Honig zu saugen, ist es offenbar einigen Neumühler Bürgern nicht klar, dass sie mit ihrer ablehnenden Haltung diesem Projekt gegenüber,abgesehen davon, dass sie sich selbst als menschenverachtend entlarven, dem gesamten Stadtteil einen riesigen Imageschaden zufügen.

Um diesen Bürgern, aber auch den Einflüsterern von Rechten Gruppierungen zu zeigen, dass die überwiegende Mehrzahl Bürger und Bürgerinnen des Stadtteils diese Haltung als rassistisch einschätzt und missbilligt, haben sich etliche Neumühler Organisationen und Vereine entschlossen, eine Lichterkette zu formieren.

Da die beiden Kirchen in vorderster Front an der Organisation dieser Veranstaltung mitwirken, ist am Sonntag um 16:00 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst in der katholischen Herz Jesu Kirche, an dem sich nach Wunsch der Organisatoren möglichst viele Neumühler Bürger und Bürgerinnen beteiligen sollen, eingeplant. Anschließend, gegen 17:00 Uhr, soll die Lichterkette von dort bis zum Barbara Krankenhaus gebildet werden, und dann von dort bis zum Hohenzollernplatz. Am Kirchenausgang werden dann, für diejenigen, die keine eigenen Lichter mitgebracht haben, kleine Lichter verteilt.

Obwohl ich selten Karikaturen oder Poster zeichne, habe ich hier einmal ein Experiment in diese Richtung gewagt.

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