Lage bei RWE spitzt sich zu

Der Tarifstreit beim Versorger RWE spitzt sich zu. Nach Unterlagen, die mir vorliegen, planen die Gewerkschaften Verdi und IGBCE eine Demo am 20. Februar vor dem RWE-Turm in Essen. Mindestens 5000 Mann sollen kommen. In ihren Privatwagen. Passenderweise ist am gleichen Tag eine Aufsichtsratsitzung. Ach, und Verdi-Chef Frank Bsirkse wird einen Tag vorher zu den Betriebsräten und Vertrauensleuten von RWE sprechen. Streiks sind auch schon in Planung. Und zwar ab Anfang März. Bsirske hat sein OK gegeben. Die REler sollen sich durchsetzen.

Sollte RWE nicht bis kommenden Donnerstag ein verbessertes Lohnangebot vorlegen mit einer 4 vor dem Komma, wird es hart auf hart gehen. Wenn die Gewerkschaft ersteinmal auf einen Konflikt festgelegt ist, wird ein Kompromiss nicht mehr billig zu haben sein.

Bislang bietet RWE 4,5 Prozent, allerdings mit einer langen Laufzeit…

Der Tarifstreit beim Versorger RWE spitzt sich zu. Nach Unterlagen, die mir vorliegen, planen die Gewerkschaften Verdi und IGBCE eine Demo am 20. Februar vor dem RWE-Turm in Essen. Mindestens 5000 Mann sollen kommen. In ihren Privatwagen. Passenderweise ist am gleichen Tag eine Aufsichtsratsitzung. Ach, und Verdi-Chef Frank Bsirkse wird einen Tag vorher zu den Betriebsräten und Vertrauensleuten von RWE sprechen. Streiks sind auch schon in Planung. Und zwar ab Anfang März. Bsirske hat sein OK gegeben. Die RWEler sollen sich durchsetzen.

Sollte der Konzern nicht bis kommenden Donnerstag zur Sitzung der großen RWE-Tarifkomission ein verbessertes Lohnangebot vorlegen mit einer 4 vor dem Komma, wird es hart auf hart gehen. Wenn die Gewerkschaft erst einmal auf einen Konflikt festgelegt ist, wird ein Kompromiss nicht mehr billig zu haben sein.

Bislang bietet RWE 4,5 Prozent, allerdings mit einer langen Laufzeit. Auf das Jahr gerechnet liegt das Angebot immer noch unter der Preissteigerung, sagt Verdi. Und lehnt das Angebot ab.

Der RWE-Streit wird besonders hart durch seine Einbettung in eine größere Verdi-Linie. Denn die Versorgungsfraktion in Verdi will versuchen, den Tarif für die Stadtwerker an die Tarife für die großen Versorger anzugleichen. Bislang orientierten sich die Stadtwerker in ihrem Tarifvertrag Versorgung (TV-V) am öffentlichen Dienst.

Auch in den laufenden Verhandlungen zum TV-V wird im Augenblick eine Konfliktlinie von Verdi verfolgt. In einer gemeinsamen Strategie haben sich die Gewerkschafter entschlossen, die Lage zum März hin zuzuspitzen. Wenn es hart auch hart kommt, kann zu dem Zeitpunkt die gesamte Energiebranche in Flammen stehen.

Schließlich nimmt E.on Ende Februar die Verhandlungen zu einem neuen Tarifvertrag auf. Und die Gespräche bei Vattenfall sind ebenfalls vom Scheitern bedroht.

Kurz und gut: Der Streit beim RWE wird zum Initial der gesamten Branche. Der Abschluss in Essen wird zum Leitabschluss für die gesamte Energiewirtschaft.

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