Krupp-Stiftung sagt Ausstellung ab

Erneuter Rückschlag für die Kulturhauptstadt: Die Ausstellung "Das Menschenbild in der deutschen Kunst 1450 bis 1550 " wird nicht stattfinden.

Die Krupp-Stiftung zieht die Notbremse: Wegen des schwieriger gewordenen wirtschaftlichen Umfeldes wird die Ausstellung "Das Menschenbild in der deutschen Kunst 1450 bis 1550 "  in der Villa Hügel im Kulturhauptstadtjahr 2010  nicht stattfinden.  In Zusammenarbeit mit dem Kunsthistorischen Museum Wien sollten im alten Krupp-Sitz Gemälde, Arbeiten  Lucas Cranach, Albrecht Dürer, Hans Holbein und Tilman Riemenschneider gezeigt werden.

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Erneuter Rückschlag für die Kulturhauptstadt: Die Ausstellung "Das Menschenbild in der deutschen Kunst 1450 bis 1550 " wird nicht stattfinden.

Die Krupp-Stiftung zieht die Notbremse: Wegen des schwieriger gewordenen wirtschaftlichen Umfeldes wird die Ausstellung "Das Menschenbild in der deutschen Kunst 1450 bis 1550 "  in der Villa Hügel im Kulturhauptstadtjahr 2010  nicht stattfinden.  In Zusammenarbeit mit dem Kunsthistorischen Museum Wien sollten im alten Krupp-Sitz Gemälde, Arbeiten  Lucas Cranach, Albrecht Dürer, Hans Holbein und Tilman Riemenschneider gezeigt werden.

 

5 Kommentare

Besser vorher bedenken, als hinterher über Geldprobleme stöhnen.

Immerhin ist die Krupp-Stiftung (jedenfalls habe ich es so im Kopf, bitte informiert mich, wenn es anders sein solle) doch an dem Umbaukosten des Folkwang-Museums (Essen) beteiligt.

Auch wenn man es sich heute nicht eingestehen will oder auch nicht darf.Das Sponsering für die Kulturhauptstadt steht auf sehr tönernden Füßen.Viele Firmen äußern, wenn auch zur Zeit verhalten,ihr geringes Interesse an der Finanzierungsmitwirkung.Und die Verantwortlichen der Kulturhauptstadt unterschätzen scheinbar die Pflicht zur individuellen Pflege eben dieser Unternehmen. Dazu kommt natürlich nun auch noch die katastrophale Wirkung aus dem Rückzug der Kruppstiftung. Wenn es einer so bedeutenden Stiftung in Essen nicht gelingt, die besondere Verantwortung für Essen,für die Region und das Kulturziel zu erkennen,wird es für Sponsoren leicht sein, ohne großen Gesichtsverlust sich von einem Engagement zu ziehen.
Dieses für die Region so typische “Verständnis von Vorbildlichkeit und Verantwortlichkeit” stellt alle Bemühungen infrage. Die lateinische Herkunft des Wortes Solidarität ist solidus.Und das heißt verläßlich.

Mich interessiert mal was anderes. Soweit ich weiß, wird die Villa Hügel doch von ThyssenKrupp bezahlt. Muss das Engagement für den Krupp-Sitz nun auch gekürzt werden? Steht gar bald ein Möbelwagen vor der Villa?

@ Jürgen Dressler: Wenn ich richtig erinnere, war die Ausstellung ohnehin kein Kulturhauptstadtprojekt; die Krupp-Stiftung ist auch kein offizieller Sponsor der Kulturhauptstadt (sondern finanziert mit 55000000 ? den Neubau des Folkwangmuseums, das wiederum im Programm von RUHR.2010 ein wichtige Rolle einnimmt) ? von einem ?Rückzug? mit ?katastrophalen Wirkungen? zu sprechen, wie Sie das hier tun, geht an der Sache vorbei. Ärgerlich wird es, wenn dann auch noch in guter alter korporatistischer Manier die Vorbildfunktion der Krupp-Stiftung ins Feld geführt wird ? so als müssten alle anderen potenziellen Sponsoren nicht selbst in der Lage sein zu entscheiden, ob sie sich bei RUHR.2010 engagieren.
Die Krupp-Stiftung ist wichtig, keine Frage, aber wenn sie meint, 55 Millionen sind genug, und wenn sie eine Ausstellung absagt, die ihr zu teuer wird (und die im Kulturhauptstadtjahr eh nur eine unter vielen wäre und womöglich nicht die gewünschte Aufmerksamkeit erfahren würde), dann ist das längst kein Grund, jetzt panikmachenderweise irgendeine Solidarität mit der Region einzufordern ? zumal bei dieser Form von ?Solidarität? immer der alte Paternalismus mitschwingt, der dieser Region leider immer noch zu eigen ist. Wenn das Wohl und Wehe der Kulturhauptstadt wirklich von der Güte eines alten Herrn auf Villa Hügel abhängig wäre, hätten in den letzten Jahren ziemlich Viele ziemlich viel falsch gemacht.

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