Krieg gegen die Industrie: Am Kipppunkt

Die alte Schleuse am LWL-Museum Henrichenburg. Industriekultur ist schön anzusehen, bringt aber kaum Geld ein. Foto: Robin Patzwaldt

Nach über 40 Jahren der Vorherrschaft grüner Ideologien  haben wir gestern mit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes, das es den Städten ermöglicht, Diesel-Fahrzeuge zu verbieten, einen Kipppunkt erreicht. Was ein Kipppkunkt ist, beschreibt Wikipedia wie folgt: “Tipping-Point:  einen Punkt oder Moment, an dem eine vorher geradlinige und eindeutige Entwicklung durch bestimmte Rückkopplungen abrupt abbricht, die Richtung wechselt oder stark beschleunigt wird.”

Nun bestehen drei Möglichkeiten: Dem erfolgreichen Angriff durch die Deutsche Umwelthilfe auf den Diesel erfolgen weitere auf den Benziner. In wenigen Jahren wird Deutschland dann kein Standort mehr für die Automobilindustrie sein. Da Gen- und Kraftwerkstechnik schon nicht mehr im Land sind, Chemie unter Druck steht und es keine bedeutende IT-Wirtschaft gibt, bleibt der Maschinenbau übrig – zu wenig um all die Betroffenheitsbeauftragten und Tanztheaterexperten durchzufüttern. Es käme dann schnell zu massiven Wohlstandsverlusten, wer kann würde das Land verlassen – der Rest bleibt und erlebt wie sich Postwachstumsökonomie wirklich anfühlt. Kleiner Tipp: Es wird kalt im Winter.

Auch dass die AfD in den kommenden Jahren massiv wächst ist gut möglich. Dem “America First” von Trump könnte ein “Deutschland zuerst” folgen. Keine Regenbogenkoalition wird es schaffen eine Partei aufzuhalten, die den Menschen die Angst vor dem Abstieg haben Hoffnung gibt. Und das tun CDU und SPD zur Zeit nicht.

Wir könnten aber gestern auch den letzten Triumph des Ökologismus erlebt haben.  Wenn SPD und CDU klug sind reissen sie das Steuer um. Grenzwerte werden dann auf den Prüfstand gestellt, Jobs in der Industrie höher bewertet als die Ökoparanoia. Dazu müsste den Menschen klar gemacht werden, das dieses Land von Exporten lebt und das alles getan werden muss, dass es auf den Weltmärkten erfolgreich bleibt.

Gestern war ein Kipppunkt – wie es weiter geht ist offen. Nur dass es nicht mehr so weiter geht wie bisher ist klar.

71 Kommentare

Ich bin immer wieder erstaunt darüber, wie automobilindustriehörig viele in diesem Land sind. Die großen Hersteller haben in den vergangenen Jahren durch die Bank gelogen und betrogen. Statt Motoren zu entwickeln und zu verkaufen, welche die Normen erfüllen, haben sie mit großer krimineller Energie auf Softwarebasis getäuscht; gedeckt und geschützt durch Verkehrs- und Wirtschaftspolitiker. Und die Reaktion einiger Journalisten:

Es wird ein Weltuntergangsszenario heraufbeschworen, dessen Ausmaße in den Augen dieser Verteidiger der Automobilmafia fast schon apokalyptische Züge annimmt. Und damit es richtig wirkt, wird zusätzlich auch die »Trumpfkarte« Schlumpfnazis gezogen. Das ist in meinen Augen erbärmlich und rhetorisch nicht weit entfernt von dem Niveau eben dieser BlauBrauen.

Leute, die großen Kfz-Hersteller haben sich jahrzehntelang auf den Früchten ihrer ehemals guten Arbeit ausgeruht, begünstigt auch durch das kritiklose Kaufverhalten ihrer Kunden. Nun hecheln sie technologisch hinterher. So ist das eben in der Marktwirtschaft.

@acepoint: Sie hecheln technologisch nicht hinterher – das ist Unsinn. Ein Elektroauto hat bei dem jetzigen Winterwetter nur eine geringe Reichweite – die Kisten will einfach niemand, egal was sie sich in Dinkeldeutschland erträumen.

Was für ein Unfug. Die Abgase sind schädlich. Das ist keine Erfindung. Das ist wissenschaftlich bewiesen.

@David Schraven: Und Armut und Deindustrialsierung sind noch schädlicher. Dinkeldeutschland wird ein armes Land sein.

Wird man in Zukunft das Warnen vor apokalyptischen Entwicklungen, die angeblich zu einem "Dinkeldeutschland" oder anderen Untergangsszenarien führen, aber nicht eintreten werden, LAURINEN nennen?

Genau! Was der gemeine Dinkel einfach nicht verstehe ist, dass die Manipulation der Abgaswerte durch die Autoindustrie, nicht zur Verschleierung totaler Unfähigkeit vorgenommen wurde, sondern um den Rekordüberschüsse produzierenden Industriestandort Deutschland, mit seinen hervorragenden Bürgern, vor der Geißel der Massenarbeitslosigkeit zu bewahren.
Deshalb werden auch sämtliche automatischen Produktionen von Waren, die menschliche Arbeit ersetzen, per sofort eingestellt.
Es lebe unsere fantastische Wirtschaft.
*Hust* *Räusper*

„Was ist typisch deutsch? Wenn studierte Theaterwissenschaftler utopische Grenzwerte beschließen, Ingenieure und Automanager aus Feigheit vor einer öffentlichen Konfrontation kuschen und dann hintenrum versuchen, das Ding mit unlauteren Mitteln hinzubiegen.“ Vince Ebert

Ist es nicht so, dass in London Autofahrer, deren Autos bestimmte Abgaswerte überschreiten, bei Einfahrt in die City ordentlich zur Kasse gebeten werden? Ist da nicht von bis zu 25 Euro die Rede -täglich? Spricht man bereits von "DinkelLondon"?

»Und wenn man dann noch bedenkt, dass in Wohnungen und Arbeitsräumen höhere Grenzwerte gelten, erkennt man die Unsinnigkeit des Ganzen.«

Möglicherweise befinden sich nicht ganz so viele Babys, Kinder, Schwangere, alte Menschen und Asthmakranke an diesen (ausgewiesenen) Arbeitsplätzen? Dafür aber länger als acht Stunden am Tag und fünf Tage die Woche (Urlaub nicht mitgerechnet) innerhalb der öffentlichen Messgebiete? Dieses Pseudoargument ist ein alter Hut und schon mehrfach in so ziemlich allen großen Medien durchgekaut.

Ach ja, wo genau kann ich etwas über Grenzwerte bezogen auf Wohnraum lesen?

Und ich dachte immer typisch Deutsch ist es Täter als Opfer darzustellen.
Unserer sensibelen, schüchternen Manager. Völlig ohne Lobbybeistand den finsteren Machenschaften größenwahnsinniger Theaterkritiker ausgesetzt.
Wie kann ich helfen?
Gibt es eine Spenden-Hotline?

@thomas weigle: Nein, aber es gab einen Brexit, weil die einfachen Leute auf die Londoner Kultur keine Lust mehr hatten. Dinkellondon ist bald nicht mehr in der EU.

@HorstHansen: Den Unternehmen wird das nicht schaden – die machen auch eine schöne Rendite wenn in Deutschland ein paar Fabriken schließen und Hunderttausende ihre Jobs verloren haben. Es st schlecht für die Menschen, die in der Industrie arbeiten. sas mich tröstet: Irgendwann erwischt es dann auch die anderen.

"Dinkeldeutschland wird ein armes Land sein."
Wie ist es nur möglich in einer Krise nicht die Spur einer Chance zu sehen, sondern sich stupide irgendwelche hanebüchenen Schlussfolgerungen aus der Nase zu ziehen.
Die Bürger in diesem Land sind so fleißig und großartig, das ein wirtschaftlicher Erfolg nach dem anderen vermeldet wird. Das ist die Realität. Und daran wird sich in Zukunft nichts ändern.
Ansonsten hält man sich in Deutschland an Regeln. Und unterm Strich fahren damit alle gut.

@HorstHansen: Weil in der Deindustrialisierung keine Chance liegt. Die Deutschen sind auch nicht besonders fleißig, die Unternehmen sind nur hocheffizient und produktiv.

Stefan Laurin,,
dass darüber zu diskutieren ist, w i e zukünftig Deutschland als Industrie-Standort beschaffen sein wird -sein sollte?-, dürfte von niemanden bestritten werden, denn dazu zwingen u.a. die Digitalisierung und das weitere Roboterisieren in allen Produktions- und Dienstleistungsbereichen.

Wichter Bestandteil einer solchen Diskussion ist -ebenfalls unstrittig- die Suche nach Antworten auf die Frage nach der Quantität und der Qualität des Produktionsfaktors Arbeit in einer
zukünftig weitestgehend digitalisierten und roboterisierten (Arbeits-)Welt.
( Ich hatte dazu präziser formulierte Zielvorstellungen im sog. Koalitionsvertrag erwartet als geschehen.

Wenn Du, Stefan Laurin, darauf bezogen und dieses (mit-) bedenkend das Urteil des BVerwG zur Diesel-Abgasproblematik als "Kipp-punkt" bezeichnest , deshalb von einem Triumph des Ökologismus (über den Ökonomismus?) sprichst und darüber hinaus dieses Urteil ("…den sich ihm äußerten Ungeist wider die wirtschaftliche Vernunft…?") als weiteren Schritt zum "Untergang des Industriestandortes Deutschlands" oder gar als weiteren Schritt in Richtung "Gefährdung der Export-Nation Deutschland" zu beschreiben versuchst, dann bleibt mir insofern, wie der Volksmund zu sagen pflegt, "die Spucke weg"!

PS
1.
Kurz- bis mittelfristig hätte es jedenfalls der Automobilindustrie in Deutschland sehr genutzt, sich
wesentlich frühzeitiger und wesentlich intensiver als geschehen z.B. mit dem Produkt "Elektro-Auto" zu befassen statt die Kunden in aller Welt bezüglich der Diesel-Abgaswerte zu betrügen.
Wer dieserhalb in Deutschland – u.a. im Gegensatz zu den USA- unter dem Vorwand, die m die Autoindustrie in Deutschland schützen zu wollen, statt von Betrug lediglich und beschönernd
von Manipulationen spricht, muß sich fragen lassen, ob das -mittel-/langfristig- ein Beitrag zur Sicherung des (Automobil-) Industrie-Standortes ist oder diesem ehe schaden dürfte.

2.
Zudem erscheint es mir bedenkenswert zu sein, daß dieser Einzelfall deutlich macht, daß es eines Gerichtsentscheides bedurfte, um definitiv rechtswidriges Tun/Unterlassen einhergehend mit strafrechtlich relevantem Betrug (hier seitens der Automobilindustrie) zumindest teilweise
zu sanktionieren, weil dazu weder die Legislative noch die Exekutive bereit waren, dh. eben auch zu zu fragen, warum sie sich (Legislative und Exekutive) im Bund und in den Ländern jeglicher Überlegung verweigern, die Verursacher dieses Skandals für die Folgekosten in die Verantwortung zu nehmen -Verursacher, die zur Kostenübernahme der sog. "Dieselnachrüstung" dank weiterhin milliardenschwere Gewinne in der Lage wären, ohne Gefährdung der Unternehmen und damit ohne Gefährdung von Arbeitsplätzen.
Solche Überlegungen dürften jedoch im "Autoland Deutschland" wie bisher obsolet sein, da es eine "überwältigende Dominanz" der Automobil-Lobby in den Parlamenten, in den Regierungen auf Bundes- und Landesebene gibt und in den Medien!
"Gut so", daß dieser Lobbyismus -immerhin und nach wie vor -zumindest die Judikative nicht davon abhält, Recht zu sprechen, ggfls. auch wider vorgeblicher oder tatsächlicher Wirtschaftsinteressen.

@thomas weigle: Nein, eine Entfremdung der urbanen Eliten zum Beispiel von den Arbeitern ist es.

#11:

Wie viele Babys, Kinder, Schwangere, alte Menschen und Asthmakranke stehen acht Stunden am Tag an einer viel befahrenen Strasse?

Hat das Bratwurst-Proletariat wieder zugeschlagen und versagt?

Einfach drei Punkte zum überlegen:

Lamentiert ständig über, mögliche, lokalen Gesetze mit der Begründung das die Autoindustrie vom Export abhängig ist… WHAT?
Schon allein der Gedanken zeugt von einen einzigartigen Intellekt, aber okay, ich nehm die Argumentation mal in so fern ernst das ich sagen " Ja, unsere Autohersteller sind auf Export ausgerichtet"
Dummerweise jedoch sind deren Hauptmärkte (Besserverdiener USA/China/Europa) mittlerweile ebenfalls von massiven Umweltrichtlinien betroffen.
Aber sicher, ich glaube wie das Laurinchen, das wenn auf der Landshuter Allee in München auch noch Euro 5 Diesler fahren dürfen, die Zuständigen in der KPC tief beeindruckt sind und ihre Richtlinien lockern…

– Mal abgesehen davon, woher kenne ich die Aussagen " (Der Staat) Deutschland muss alles tun damit XY in der Welt erfolgreich ist" …. stimmt von unseren Ökopriestern der Energiewende, am Deutschen Umweltwesen soll die Welt genesen!
War damals schon scheiße, und Staatsgläubigkeit wird auch nicht besser wenn die größten "Freiheit! Ruckzug des Staats!" Brüllaffen jetzt winselnd am Rock von Mutter Merkel hängen damit die gefälligst hilft. Erbärmliche Jammerlappen.

– Zu der Staatsgläubigkeit allgemein: Ja, Elektroautoförderung zB ist nicht gut, genauso wie die ewige Dieselsubvention… da hab ich aber noch keinen Beitrag gelesen der mit großen Worten erklärt wieso diese in Wirklichkeit die Bevölkerung ärmer macht weil Umverteilung.
Genauso wenig wie ein kritische Betrachtung über das ständige Mantra "Wir brauchen den Diesel für den Umweltschutz"… dämliche, weil ökologischgläubige, Begründung. Aber hey, man ist ja irgendwie im gleichen Team, weil andere Ökogläubige Diesel doof finden, also hält man den Mund.

Ehrlich, je je mehr ich von manchen auf Ruhrbarone lese, desto verlockender kommt mir die Gegenseite vor.

Zu Thema selber, finde mögliche Fahrverbote furchtbar, aber man ist in diesen Schlamassel weil der Staat schon vor langer Zeit die Weichen dazu gestellt hat.

Hat das Bratwurst-Proletariat wieder zugeschlagen und versagt?

Einfach drei Punkte zum überlegen:

Lamentiert ständig über, mögliche, lokalen Gesetze mit der Begründung das die Autoindustrie vom Export abhängig ist… WHAT?
Schon allein der Gedanken zeugt von einen einzigartigen Intellekt, aber okay, ich nehm die Argumentation mal in so fern ernst das ich sagen " Ja, unsere Autohersteller sind auf Export ausgerichtet"
Dummerweise jedoch sind deren Hauptmärkte (Besserverdiener USA/China/Europa) mittlerweile ebenfalls von massiven Umweltrichtlinien betroffen.
Aber sicher, ich glaube wie das Laurinchen, das wenn auf der Landshuter Allee in München auch noch Euro 5 Diesler fahren dürfen, die Zuständigen in der KPC tief beeindruckt sind und ihre Richtlinien lockern…

– Mal abgesehen davon, woher kenne ich die Aussagen " (Der Staat) Deutschland muss alles tun damit XY in der Welt erfolgreich ist" …. stimmt von unseren Ökopriestern der Energiewende, am Deutschen Umweltwesen soll die Welt genesen!
War damals schon scheiße, und Staatsgläubigkeit wird auch nicht besser wenn die größten "Freiheit! Ruckzug des Staats!" Brüllaffen jetzt winselnd am Rock von Mutter Merkel hängen damit die gefälligst hilft. Erbärmliche Jammerlappen.

– Zu der Staatsgläubigkeit allgemein: Ja, Elektroautoförderung zB ist nicht gut, genauso wie die ewige Dieselsubvention… da hab ich aber noch keinen Beitrag gelesen der mit großen Worten erklärt wieso diese in Wirklichkeit die Bevölkerung ärmer macht weil Umverteilung.
Genauso wenig wie ein kritische Betrachtung über das ständige Mantra "Wir brauchen den Diesel für den Umweltschutz"… dämliche, weil ökologischgläubige, Begründung. Aber hey, man ist ja irgendwie im gleichen Team, weil andere Ökogläubige Diesel doof finden, also hält man den Mund.

Ehrlich, je je mehr ich von manchen auf Ruhrbarone lese, desto verlockender kommt mir die Gegenseite vor.

Zu Thema selber, finde mögliche Fahrverbote furchtbar, aber man ist in diesen Schlamassel weil der Staat schon vor langer Zeit die Weichen dazu gestellt hat.

@ Stefan Laurin Die Eliten waren noch nie besonders dicke mit der Arbeiterklasse. Kamen die Lautsprecher des Brexits aus der Arbeiterklasse?
#19 Um so besser!

@thomas weigle: Das steht da nicht – leg mir nichts in den Mund was ich nicht geschrieben habe.

Die Katastrophe an dem Abgasskandal und möglichen Fahrverboten ist doch, dass die Politik wieder mal im Tiefschlaf ist und das Handeln seit Jahren vergisst.

Die Grenzwerte sind nicht nachvollziehbar. Man hätte sie gar nicht beschließen müssen bzw. ändern können. Jetzt wird wegen ein paar Einheiten einer Einheit, mit der keiner etwas anfangen kann, ein Riesentheater aufgeführt. Gehirn aus, Hauptsache die Messwerte an ein paar Stationen stimmen.

Was soll das?
Die Werte sinken seit Jahren, die Grenzwerte sind in anderen Bereichen höher und auch an den schlimmsten Stationen meistens im Bereich der Zielgröße.
Hier fehlt jede Verhältnismäßigkeit und das Gericht hat wieder ein Urteil gefällt, dass nur zu mehr Verwirrung führt. Vermutlich werden auch Grundrechte eingeschränkt, wenn Verbote kommen.

Der Automarkt wird in den bevölkerungsreichen Ländern entschieden. Diese haben aktuell mit Wetter, das wir optisch von den Venussonden kennen, zu kämpfen.
D.h. unsere Autoindustrie muss sich sowie an den Märkten orientieren und da ist D nicht der Nabel der Welt.

Es ist auch auffällig, dass ausländische Hersteller, deren Fahrzeuge durchaus auch getunte Verbrauchswerte haben, sich an allen Aktionen nicht beteiligen. Es sieht so, dass viele Spaß am eigenen Untergang der Wirtschaft haben.

Die Hauptakteure dieses Theater werden weiter irgendwelche Messgrößen finden, sie skandalisieren und dann Interessen verfolgen.
Wir haben alle Heizungen im Haus, Öfen, Fahrzeuge. Dann nutzen wir Plastik, Farben und viele andere Sachen. Da werden sich schon Ausdünstungen von irgendwas finden lassen, wenn man will.

Emotionen sind wichtig, Naturwissenschaften werden überbewertet.

Der Flächenverbrauch durch den Individualverkehr wird auch nicht durch E-Autos reduziert.

Was soll eigentlich das ganze Gewese? Weil man vielleicht demnächst in einigen Jahren irgendwo in manche Cities nicht fahren darf, verschrotten die Leute jetzt ihre fast neuen Diesel. Oder ist mir da was entgangen?
@ Stefan Laurin #24 Ich verbessere mich. Die Eliten waren noch nie besonders nahe bei den Arbeitern. Eigentlich waren die sich schon immer ziemlich fremd, selbst dort, wo die Eliten angeblich die Arbeiter(klasse) vertraten. Eine Entfremdung kann ja nur da eintreten, wo man sich vorher nicht fremd war.

Bernd Höcke sieht das ähnlich:

/// Etwas wirr wird es freilich, als er mit den Worten „Hände weg von der deutschen Automobilindustrie!“ Merkels Umgang mit den Autobossen geißelt und sehr ernsthaft erklärt, dass Amerikaner und Chinesen nur Elektromotoren bauten, „weil sie den Anschluss an den Verbrennungsmotor verloren haben“. Anders als Elektromotoren könne so etwas Hochkomplexes wie einen Verbrennungsmotor nämlich nicht jeder bauen. Da gucken dann auch – vermutlich Ingenieure – im Saal doch leicht betreten. ///

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/afd-und-pegida-deutsche-gluecksgefuehle-mit-bjoern-und-lutz-15449936.html

Ist Stefan Laurin neidisch auf dessen Auftritte in der heute-show?

@sol1: Höcke ist gegen Freihandel und TTIP. Nur soziale Nationalisten ohne Ahnung von Wirtschaft sind gegen Freihandel und TTIP. Warum soll ich neidisch auf so eine Handlampe sein?

@Christian Perzl, ist das nur Häme, oder gehässige Polemik?
Sie hatten doch schon mal sachliche Kommentare geschrieben.
Mannomann, da reagieren ja sogar die Grünen sachlicher. Manche können sich eben im Triumpf nicht mehr halten.

Typisch deutsch: Wenn der Staat dem Bürger für Produkt A weniger Geld aus der Tasche zieht als für Produkt B, wird von einer Subvention gesprochen. Daß für A wesentlich mehr Kfz-Steuern anfallen, interessiert nicht. Weniger Steuern sind keine Subvention, sondern nur weniger Steuern.

@sol1: "Doch trotz Forderungen von Linken und Grünen sowie des Bundesrats hat die Bundesregierung bisher noch keinen konkreten Zeitraum genannt, wann der Verkauf von Verbrennungsmotoren hierzulande verboten werden soll." Linke und Grüne sind gut im verbieten, von Wirtschaft und Technik haben beide in der Regel nicht der geringste Ahnung – sonst hält man es in diesen Parteien ja auch kaum aus 😀

Gegen Feinstaub, aber pro Cannabis? 😉
Wie sagte Wolfgang Clement so schön: Rauchverbot? Ich komme aus dem Ruhrgebiet. Früher konnte ich die Luft sehen, die ich atmete.

#30 Ab ca.10.000 gefahrenen Kilometern jährlich ist der Steuernachteil des Dieselfahrzeuges ausgeglichen. So war es zumindest vor einigen Jahren, als ich mich für die Neuanschaffung eines PKW kundig machte.
Tatsächlich ist die niedrigere Steuer eine Subvention, denn als sie eingeführt wurde, fuhren fast nur LKWs, Busse und Traktoren mit Diesel. Da damals die Transportkosten im Vergleich zu heute, deutlicher höher waren, war die Absicht, diese Gewerbe durch eine niedrigere Steuer kostenmäßig zu entlasten. Klassische Subvention also.

@homas weigle: Eine geringere Steuer ist keine Subvention, sie ist nur ein geringerer Raub.

@36 S. Laurin:
Endlich wurde das mal ausgesprochen!

Für den Staat sind die Autos doch ein einzigartiger Geldregen.

@35: Genau, sehr deutsche Ansicht: Der Staat nimmt mir weniger Geld weg als anderen, dann subventioniert er mich. Und eine Rückerstattung nach der Steuererklärung ist ein Geschenk…

/// Linke und Grüne sind gut im verbieten, von Wirtschaft und Technik haben beide in der Regel nicht der geringste Ahnung – sonst hält man es in diesen Parteien ja auch kaum aus ? ///

/// Eine geringere Steuer ist keine Subvention, sie ist nur ein geringerer Raub. ///

Gleich ist das libertäre Bullshit-Bingo voll.

#36,#38 und#39 Ich wohne in der Bundesrepublik Deutschland. In welchem Land lebt ihr? Ist ganz weit weg, woll?

Wir werden alle nur noch Dinkelbrot und krumme Möhren essen können und uns nichts als kratzige Wollpullover leisten können. Sex wird keinen Spaß mehr machen, weil Öko-Leinen-Kondome unangenehm sitzen und nicht gut wirken. Die Bundeslige schafft sich aus Sponsorenmangel ab. Und Sonnenschein muss rationiert werden, weil der meiste davon für Photovoltaik gebraucht wird.

Das ist traurig.

@#16 Stefan Laurin: Dampfmaschinen waren im letzten Jahrzehnt ihrer technologischen Vorherrschaft auch dermaßen hocheffizient und produktiv, dass sich ihre Verfechter nie etwas anderes vorstellen konnten. Nennt man Tunnelblick mit gesteigerter Selbstüberschätzung, führte in der Erdgeschichte häufig zum Verschwinden ganzer Populationen.

@Klaus Lohmann: Es geht nicht um Vorstellung. Ich habe keine Ahnung wie Antriebe in Zukunft aussehen und wie Energie gewonnen wird. Was nicht geht ist eine auf Hysterie fußende Enteignung: Die Stickoxidbelasztung sinkt eh und man hätte einfach einen Stichtag für Neuzulassungen machen können. Aber es geht mir nicht in erster Linie um die Technik: Das Dieselverbot wird die AfD stark pushen. Und wenn der Kampf gegen die Industrie so weiter geht – Gentechnick, Kraftwerkstechnik etc. sind ja schon weg – wird sich das wirtschaftlich rächen.

@sol1: Welchen Anteil hat in Belgien der Autoexport am Wohlstand des Landes? Eben. Man muss die Bedeutung der Exportindustrie berücksichtigen. Für die Wirtschaft in Indonesien würde sich ein komplett Verbot des Autos kaum auswirken. In Deutschland ist das ein anderes Spiel.

Das liebe ich so an Teutschland – auf der einen Seite permanent jammern, dass deutsche Ingenieurskunst und damit die Industrie an Wertschätzung verlieren, aber auf der anderen Seite ums Verrecken nicht in der Lage sein, simple technische Rahmenbedingungen in legal verkaufbare Produkte umzusetzen, weil man für wirklich neue Konzepte nicht mutig und pfiffig genug ist. Auch auf diese Weise schaffen sich ganze Systeme selbst ab.

In den superkapitalistischen USA würden die Automanager der Betrugskonzerne im Knast landen und der von ihnen angerichtete Schaden von den Konzernen bezahlt. Hier werden die Gerichte angegriffen und der Staat in Haft genommen.

/// Ich habe keine Ahnung wie Antriebe in Zukunft aussehen und wie Energie gewonnen wird. ///

Man merkt es.

@sol1: Warum habe ich das nicht? Weil die Zukunft offen ist und ich nicht weiß, welche technischen Innovationen in den kommenden Jahren gemacht werden. Wer heute sagt dass er weiß genau was, in den Bereichen kommen wird, leidet unter Selbstüberschätzung.

Die Demokratie in den USA stammt eben nicht von monarchistischen Vorstrukturen ab. Deshalb landet dort auch manch einer, der bei uns als Halbmonarch eingestuft würde, im Knast. Bei uns sind die Knäste voll mit Leuten, die schon mal ohne zu zahlen an der Kasse vorbeigehen, aber die richtig Gutverdiener kommen da m.W. nicht rein, vermutlich wegen der Überbelegung.
Auch die tradierte Denkweise, daß Armut die Kriminalität fördern würde, spielt da mit rein. Demzufolge sind Reiche einfach nicht kriminell.

Von den USA lernen, heißt siegen lernen. In dieser Angelegenheit jedenfalls. Paradox ist, dass hartgesottene Neoliberale zu Weicheiern werden, die rumjammern, wenn ihre Gesinnungsgenossen in den Konzernen Freihandel tatsächlich als freies Handeln nach eigenem Gusto auslegen und dabei alle moralischen Grundsätze für möglichst hohe Boni über Bord werfen. Selten konnte man die HALTETDENDIEB-Methode so unverhüllt betrachten.
"Auch die tradierte…nicht kriminell." Schön auf den Punkt gebracht, Helmut.

/// Wer heute sagt dass er weiß genau was, in den Bereichen kommen wird … ///

Man kann nicht mit der Unmöglichkeit genauen Wissens totales Unwissen rechtfertigen.

-51-
Arnold Voss
"hier werden……"!
Ja, und das wird tagtäglich medial nicht nur gutgeheißen, sondern aus- und nachdrücklich begrüßt.
Auch insofern -nicht nur mit Blick auf die Straf- und die Zivilgerichtsbarkeit- sind gravierende Unterschiede zwischen den USA und Deutschland festzustellen.
Warum?
Gibt es in Deutschland eine langwährende ( eine zulange währende?) und folglich zum hiesigen Selbstverständnis gehörende Tradition der "Kungelei" zwischen Großunternehmen -hier der Autoindustrie-, der Politik und Administration nebst der sog. "Leitmedien"? Und das Ganze regelmäßig mitgetragen, befördert, unterstützt durch die betr. Industriegewerkschaft (en)?

-Mir erschien es überzogen, würde ich in diese "Kungelei" grundsätzlich auch die Strafgerichtsbarkeit einbeziehen -vorab die ermittelnden und anklagenden Staatsanwaltschaften-.

Immerhin -lese ich so eben- hat ein Richter in Stuttgart die Herausgabe von Unterlagen seitens des VW-Konzerns -gegen dessen massiven Widerstand- verfügt, die dazu beitragen könnten, daß der ehemalige Konzernvorstandsvorsitzende Winterkorn in der Betrugsaffäre um die "Dieselabgasmanipulation" sich persönlich noch nicht auf der straf- (und evtl. zivli-) rechtlich sicheren Seite wähnen darf -"gut so"!!!

PS
Und noch einmal etwas Grundsätzliches im Zusammenhangt mit der sog. Dieselabgas-manipulation:

Da wird weltweit ein in der ohnehin affärenreichen Industriegeschichte an Dreistigkeit wohl einmaliger betrügerischer Komplott aufgedeckt, hier initiiert und zu verantworten seitens der größten deutschen Automobil-Konzerne, und in Deutschland wird in der Folge dieses Betrugs-Komplottes aktuell das BVerwG als "der große Bösewicht" entdeckt, kritisiert , beschimpft. Es wird dabei zudem nicht versäumt, dem "neo-liberalen Geist entsprechend " 'mal wieder den "steuerhebenden" Staat und/oder den "subventionierenden" Staat als das größte aller denkbaren Übel für die im freien (!!) und im fairen (!!) Wettbewerb zum "Wohle Aller " tätigen Unternehmen herauszustellen. Und das ohne Skrupel selbst angesichts einer Betrugsaffäre, die ich bis dato wegen der dahintersteckenden kriminellen Energie im Managment von Großunternehmen und wegen ihres Ausmaßes für undenkbar hielt.

Es ist wohl so, @ Walter Stach, dass es keine informelle Kungelei zwischen der kriminellen Banden in den Konzernetagen und der Justiz gibt. Ganz gewiss aber gibt es eine ideelle Verbundenheit, die wirkmächtiger ist als jedwedes informatives Mitwissen. Anders sind die Mehrzahl der Urteile in Sachen Steuerhinterziehung gegen Industrielle und ihre politischen Helfershelfer in den letzten Jahrzehnten nicht zu erklären.

@Stefan Laurin #47
Zitat: "Die Stickoxidbelasztung sinkt eh und man hätte einfach einen Stichtag für Neuzulassungen machen können."

Das ist mal ein nüchterner und sachlicher Vorschlag zum Problem, dem ich auch zustimmen könnte. Das erwünschte Ziel – Senkung der Umweltbelastungen – würde so zwar etwas langsamer, aber dafür weitaus unaufwendiger (Verzicht auf Bürokratie und Schilderwald) und bürgerfreundlicher (es werden nicht ausgerechnet diejenigen belastet, die wenig Geld haben) erreicht.

Der Vorschlag hat nur ein Problem: Er wurde von der Idee her bereits ausprobiert. Es gab ja Stichtage und Regelungen, welche Anforderungen Autos bei der Neuzulassung erfüllen müssen – aber die Automobilkonzerne haben sie durch ihre Betrügereien schlicht umgangen. Das heißt, wenn man es wieder damit probiert, müsste es flankiert werden durch so drastische Strafen für dagegen gerichtete Betrügereien (und zwar sowohl die bisher aufgedeckten als auch evtl. zukünftige), dass sie sich für die Industrie nicht mehr lohnen. Davon ist hierzulande leider nichts zu sehen.

Bei der Forderung nach solchen Strafen höre ich dann aber schon wieder den Vorwurf, das wäre dann auch ein "Krieg gegen die Industrie". Es ist dieser hysterische Grundton (den ich oben ironisierte), der sich von der Überschrift aus durch den ganzen Artikel zieht und zu diesem sachlichen Vorschlag überhaupt nicht passt. Da wird eine wirtschaftliche Apokalypse an die Wand gemalt, wo es schlicht um die tatsächliche Durchsetzung vernünftiger Umweltschutzmaßnahmen geht, die von einer tasächlich effektiven und innovativen Industrie problemlos erfüllbar wären.

Nur zur Erinnerung: Bei dem Dieselabgas-Skandal ging es darum, dass vorhandene und funktionierende Systeme, die die entsprechenden Schadstoffe vermeiden, bewusst außerhalb der Prüfungen abgeschaltet wurden. Vor diesem Hintergrund ist es doch einfach absurd, so zu tun, als ginge es um "utopische Grenzwerte". Bei diesem Beispiel muss man ja noch nicht mal auf die Innovationsfähigkeit der Industrie vertrauen, dass sie es schon schaffen wird, technisch bessere Lösungen zu entwickeln (was ich als technikfreundlicher Mensch durchaus tue) – sie hätte ja nur die bereits vorhandenen Lösungen auch benutzen müssen, statt sie gewollt zu vermeiden, damit die Wagen in anderer Hinsicht etwas "leistungsfähiger" werden.

Der Grenzwert für Dieselfahrzeuge hätte technisch problemlos eingehalten werden können. Der ADAC !! hat es gerade nochmal bewiesen. Aber das gleiche ist vor vielen Jahren schon mit dem Katalysator für Benziner passiert. Für den Export in die USA wurde er von den deutschen Konzernen eingebaut. In Deutschland weigerten sie sich das zu tun und die deutsche Politik hat das viele Jahre hingenommen. Von einem Krieg gegen die Industrie kann hier also nicht gesprochen werden. Vielmehr zerstört die Industrie sich selbst, in dem sie technisch mögliche Standards, die sie problemlos liefern kann, systematisch verweigert und sich am Ende wundert, dass das auf Dauer nicht gut gehn kann.

@60 A Voss:
Natürlich kann man vieles einbauen. Nur muss jedes Extra auch bezahlt werden.
Die Neuwagenpreise steigen schon seit Jahren enorm und über jeden Lohnzuwachs.

Industrie agiert auf Märkten. Als Verbraucher habe ich eine Wahl. Dass die Verbrauchswerte der Normstrecken nichts mit der Realität zu tun hat, war seit Jahren bei jedem Tankstellenbesuch sichtbar.

Dass hier Gerichte meistens sehr hohe Abweichungen durchgehen ließen, konnte ich nie nachvollziehen. Dass Behörden seit Jahren angeblich nicht in der Lage sind, Schadstoffe an frei verkäuflichen Fahrzeugen zu überwachen und damit die Marktregeln einzuhalten, ist eine Katastrophe.

Aber ich komme aus Dortmund:
Dort hat man auch lange nach dem PCB Verursacher gesucht. Hier ist ein alter Bericht:
https://www.ruhrnachrichten.de/Staedte/Dortmund/PCB-Quelle-weiter-unentdeckt-870867.html

Arnold, "Von einem Krieg gegen die Industrie kann hier also nicht gesprochen werden. Vielmehr zerstört die Industrie sich selbst,"
Das stimmt zwar, aber es könnte doch Beides stimmen, ähnlich wie bei den tradititionellen politischen Parteien.

1.
Das Feuilleton in den Printmedien befaßt seit einiger Zeit bei kritischen Reflexionen über den "beklagenswerten Zustand der Gesellschaft" immer häufiger mit dem Verlust von "Werten" wie Respekt und Anstand. In den Blick genommen werden dann vor allem Jugendliche, junge Erwachsene und dabei vor allen solche
Vergessen die Feuilletonisten dabei die "Bosse" bei VW, Audi, BMW, Daimler oder werden diese vorsätzlich "ausgeklammert"?

2.
Typisch für jeden Betrüger:
Wenn er bei seinem Betrug "ertappt" wird, findet er stets Gründe, seinen Betrug darauf zurückzuführen, daß die "Umstände" ihm nichts Anderes als den Betrug möglich gemacht hätten.
Umstände, die von Dritten , oftmals vom Betrogenen, zu verantworten seien.
Ich finde es pervers, wenn sich die Vorstände von Weltkonzernen angesichts ihres Betruges am Kunden und gegenüber Gesellschaft und Staat exakt so verhalten.

3.
Ich finde es "schlicht und einfach" irre, wenn u.a. hier versucht wird, die Betrüger zu exkulpieren mit Behauptungen über eine angeblich technisch nicht machbare Grenzwerteinhaltung und mit Verweis auf unverantwortliche hohe Kosten.
Und selbst wenn es "gute Gründe" gegen die jetzige rechtsverbindliche Grenzwertfestsetzung geben würde, kann dass doch "allen Ernstes", nachdem man beim vorsätzlichen Verstoß dagegen erwischt wurde, nicht herhalten, um sich fälligen Sanktionen -rechtlichen und moralischen- zu entziehen. Von welchem Rechtsverständnis geht das Managment in deutschen Großunternehmen aus?

Aber….
Warum , so frage ich mich abschließend, argumentiere viele Menschen so wie ich, wohlwissend, daß die Unternehmensvorstände in den Großunternehmen -und die leitenden Manger, aber auch und der größte Teil der Beschäftigten nebst Betriebsräten und zuständigen Gewerkschaften, sich nach wie vor "im Recht fühlen"?
Das Versinken in ausweglosem Frust kann -leider- nur die Justiz verhindern. Und die sollte sich mehr denn je straf- und zivilrechtlich auch mit den verantwortlich handelnden Akteuren befassen, nicht nur mit denkbaren Schadenersatzpflichten des jeweiligen Unternehmens. Dieser halb "ist noch Luft nach Oben".

PS
Die größten Feinde der "Freiheit", die u.a. hier bei den Ruhrabonen immer wieder angemahnt wird, nicht nur, aber eben auch im "wirtschaftlichen Bereich", sind die für diese Betrügereien verantwortlichen Vorstände, leitenden Unternehmensmanager, für die Freiheit offensichtlich gleichbedeutend ist mit grenzenloser Willkür, wenn diese den eigenen Interessen zu nutzen scheint.
Denkbar, daß z. B in den Unternehmensverbänden darüber nachgedacht wird und es dazu durch sie eine "öffentliche Rüge" gegenüber den "Bosses" bei VW geben könnte (…den Unternehmen und der Idee einer sog. freien Marktwirtschaft grob schädigend..?).

Nachtrag:
Im ersten Absatz fehlen hinter den Worten " ……..und dabei vor allem solche mit sog.Migrationshintergrund…".

@30 Helmut Junge
Guten Tag,

ich gebe gleich unverblümt zu:
Ja das was ich geschrieben habe ist auch eine Polemik und ich bin sehr froh das Sie diese auch so benennen. Heißt es doch auch, das nicht jeder mit solch einer Sprache angegangen werden muss.

Aber ich schreibe hier, aus meiner vollsten Überzeugung das eine sachlicher Sprache, ein Dialog oder Konsensfindung bei Laurin nicht angebracht und vergebene Liebesmüh ist.

Salopp gesagt, Laurin knallt halt gerne seinen jeweiligen Gegner was vorm Latz.
Er schimpft sie Versager und ähnliches, stellt ihre Intelligenz in Frage, wünscht ihnen möglichst großen Misserfolg und findet irgendwelche Nebensächlichkeiten(Vor kurzen war ja da was mit einer Brille) beschissen.
Das alles mit den Ton das er und seine Ansicht ja die reine Freiheit seien und gewürzt mit Untergangsfantasien wo ein Hofreiter/Grüner vor Neid erblassen würde.
Muss man nicht mögen, für mich aber auch eine wahre Schau.

Wenn ein Kommentatoren jetzt aber halt doch über einen Fehler in seiner Argumentation diskutiert will, dann geht’s so bei ihn so weiter, gern in Einzeilern.

Also, wieso überhaupt irgendwie zwanghaft so tun als würde man auf einen Konsens hin debattieren? Wegen irgendwelcher eingebildeten Gemeinschaft, weil man glaubt man muss immer sachlich sein, wegen falsch verstandener Rücksicht?
Hier auf Ruhrbarone wurde es doch mit
„Und Nein, es ist kein echtes Leid, wenn ich euch sage, dass ich eure Meinung falsch finde. Und Nein, es ist auch dann kein Leid, wenn ich eben dies ironisch, polemisch, zynisch zu- und überspitzt tue.“
so schön ausgedrückt.

Außerdem, die Grundthese besteht ja weiter:
Mögliche Fahrverbote sind überzogen, Schlamassel liegt aber nicht nur an den Richtlinien(Die so auch sehr gern von den Herstellern benutzt wurden um den Diesel anzupreisen) sondern auch am europäische Sonderweg des niedriger besteuerten Diesel.
Der ermöglichte es erst das sich ein Markt entwickelte wo sich überkomplizierte( lies Arbeiterintensive) Motoren durchsetzen konnte, wahrscheinlich sogar zum Nachteil der Westeuropäische Automobilindustrie und Verbraucher… man hatte ja eine gesicherte Marktinsel, während man jedoch nicht mehr so stark auf Entwicklungen im Bereich Benziner und neuere Konzepte angewiesen war.

Jetzt am Diesel weiter zu hängen, ist so typisch europäisch wie das beharren auf Gen“frei“ oder die Furcht vor der Digitalisierung.

@Christian Perzl, erwarten Sie ernsthaft einen Dialog mit Konsensfindung, wenn Ihr Dialogpartner gerade um einige Tausender beschissen wurde, Sie aber offensichtlich nicht?
Mein Auto ist gerade über TÜV und AU. Aber dann entscheiden Richter, daß das (a) nicht gilt, und (b) die Hersteller gar nichts damit zu tun haben. Nicht mal die Regierung hat damit zu tun. Dabei geht es gar nicht um meinen Wagen, sondern um einen abstrakten Meßwert, an dem sehr viele unterschiedliche Verursacher beteiligt sind, die alle nicht vom Urteil betroffen sind. Die Richter haben sich einen Verursacher herausgepickt. Und das ohne Frist. Die Politiker lachen sich im Hintergrund einen Ast, denn sie waren es ja nicht, und sie können sich jetzt wieder ihren Pöstchenvergaben widmen. Auch ich diskutiere das nicht mit der Absicht um Konsensfindung.

@66 H. Junge:
Aktuell gibt es kein Fahrverbot.
Aktuell gibt es keine Kontrollkapazitäten.
Verbote müssen verhältnismäßig sein.
Ärgerlich wird es erst, wenn grossflächig und damit unverhältnismäßig gesperrt würde.

Meine Vermutung: Das Urteil muss keine Relevanz haben, wenn die Handelnde bauernschlau und pragmatisch agieren.

Sonst muss man die Handelnde abwählen.

Ein derzeit hergestelltes Auto hat bei guter Pflege und Fahrweise, ordentlicher Wartung dersowie ein wenig emotionaler Zuwendung eine Lebenserwartung von mindestens fünfzehn Jahren.
So betrachtet führt der Wertverfall zu mehr Nachhaltigkeit, da die Fahrzeuge jetzt länger, weil unverkäuflich, gefahren werden. Da ich mich selten in Stuttgart, HH oder Düsseldorf aufhalte, reicht dann auch der Zweit- oder Drittwagen.

#66 @Helmut Junge

Nochmal, nein ich erwarte es doch eh nicht vom Herrn Laurin.
Zumal, gut mag er sauer auf diesen ganzen Zirkus sein, kann ich verstehen. Erklärt aber nicht warum er ständig zu Polemik(Beschimpfung als Versager, Nichtigkeiten verhöhnen, Untergangsfantasien ect.) greift.
Mehr noch, ich finds dann noch lachhafter.
Wäre auch eine typisch deutsche Unsitte wenn man betroffen ist, gleich daraus ein Wir(Am besten WIR ALLE) zu machen. Das hat er mit, Deutschland wird den Bach runtergehen vorzüglich bewiesen.
Außerdem könnte man ihn dann ja auch noch ein kleines Stockholmsyndrom unterstellen, den wie oft kommt im Text der Kunde vor der jetzt der größte Gelackmeierte ist?
Kein einziges Mal, dafür aber ein "… das alles getan werden muss, dass es auf den Weltmärkten erfolgreich bleibt.". Oder anderes gesagt, Laurin ist es anscheinend scheiß egal ob jetzt sie, Herr Helmut Junge, ein Problem mit ihren alten Diesel haben, solang die Industrie fein raus ist.

Es bleibt einfach dabei, manchmal muss man Quatsch Quatsch nenne und mit der gleichen Sprache kontern.

@Christian Perzl, wenn es um die Schuldfrage im Kindergarten geht, ändert sich im Perfekt das Personalpronomen (Helmut Junge)
Der Satz ist von mir.
Es heißt dann immer "der hat angefangen" und nie, obwohl es richtig wäre "ich habe angefangen".

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