Köpi statt Fiege – Bierwechsel bei Bochum Total

bo_total_grossViele Bochumer werden es als Kulturbruch sehen – künftig ist gibt es König Pilsener statt  Fiege auf dem Festival Bochum Total.

Die zur Bitburger Holding gehörende Duisburger Brauerei König Pilsener ist neuer Premium  Sponsor des Bochumer Open Air Festivals Bochum Total. Auch an den Bierständen des viertägigen Festivals wird künftig Köpi aus den Zapfhähnen fließen. König Pilsener löst damit die Fiege Brauerei ab. Das Bier des Familienbetriebs aus Bochum wird künftig nur noch in den Rucksäcken der Festivalbesucher zu finden sein.

In einer gemeinsamen Presserklärung lässt man die Kronkorken knallen:

Adrian Kozlowski, Sport- und Kulturmanager König Pilsener:  „Das Festival und die Brauerei sind echte Revier-Sprösslinge. Gleichzeitig haben sich beide  weit über die Heimatregion hinaus in ganz Deutschland einen Namen gemacht – der eine  im Veranstaltungsbereich, der andere im Biersegment. Das verbindet uns und deswegen  sind wir sehr glücklich über diese Zusammenarbeit.“

Veranstalter Marcus Gloria:  „Darüber hinaus muss natürlich auch das Gesamtpaket stimmen. Wir bieten  jedes Jahr bis zu einer Million Besuchern vier Tage lang ein Kulturprogramm auf Top-Niveau  – und das bei freiem Eintritt. Dafür brauchen wir starke Partner, die diese besondere  Veranstaltung im Herzen des Ruhrgebiets auch wirtschaftlich absichern und uns helfen,  Bochum Total auch weiterhin auf hohem Niveau darstellen zu können“

Der Deal zwischen Köpi und Bochum-Total wird in Bochum sicher für Diskussionen sorgen – Fiege ist für viele Bochumer eine Kultmarke, die zur Stadt gehört wie der VfL und das Opel-Werk. Die Reihe zeigt schon, dass es um die Insignien der Bochumer Identität nicht gut bestellt ist.

13 Kommentare

Fiege im Rucksack? Wie soll das gehen?

Aber ich bin nicht wirklich traurig drum: Man hat es in den vergangenen Jahren nicht mal geschafft, alle Fiege-Produkte (hier beziehe ich mich besonders auf das Radler) dort anzubieten.

War ja schon beim Bochumer Musiksommer so. Und hat zu langen Gesichtern bei den Bochumern geführt, die sich mehr den (vielfältig vorhandenen) Weinständen zuwandten.

Wie könnte mann in Abwandlung der berühmten Volksweisheit formulieren: Wes’ Bier ich trink, des’ Lied ich sing …

Ich als “Auswärtiger” (15km) muß gestehen mein erster Gedanke war “dann kann man bei BO-TO endlich mal wieder ‘offizielles’ Bier trinken”.
So dürfte auch der Gedanke der Veranstalter gewesen sein, mag “schmeckt wie mit Spülwasser gebraut” für die Einen Heimatgefühle erzeugen ist es für die Mehrheit nun mal ne Zumutung die garantiert auf den Umsatz schlägt.
Naja, und nun steinigt mich…

Schade das sich der erfolgreiche lokale Veranstalter nicht mehr zu einem lokalen Produkt bekennt (und damit ein sehr negatives Signal sendet). Köpi kann natürlich mit einer Großbrauerei im Rücken finanziell deutlich mehr bieten – das hat wohl Cooltour überzeut und nur das scheint wichtig. Viel Geld zieht immer auch wenn man damit dann lokal viel kaputt macht.
Über Geschmack kann man sich ja streiten und Köpi ist zwar nicht das schlechteste Bier, aber es geht immer mehr in dem charakterlosen Einheitsgebräu der Großbrauerein unter. Wie auf dem Musiksommer werde ich einen großen Bogen um die Bierstände machen.

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