KNSK bewirbt die Kulturhauptstadt

KNSK ist die Leitagentur für die Kulturhauptstadt 2010.

Die Hamburger Werbeagentur KNSK, eine Tochter der weltweit tätigen Agenturgruppe BBDO, wird die neue Leitagentur für die Kulturhauptstadt 2010. Die Essener Werbeagentur CP/Compartner, die bislang für die Kulturhauptstadt geworben hatte, kam bei dem Schaulaufen der Agenturen zwar unter die letzten sechs, konnte sich aber nicht duchsetzen. Der Auftragsvergabe ging eine europweite Ausschreibung voraus.    

Nun kann also die alte Diskussion beginnen, warum denn bei den fetten Aufträgen aus dem Ruhrgebiet nie eine Ruhrgebietsagentur zum Zuge kommt – ob sie sinnvoll ist oder nicht, sei eimal dahin gestellt. Schon für die legendäre KVR-Kampagne "Das Ruhrgebiet – ein starkes Stück Deutschland" zeichnete ein Vorläufer der heutigen  Agentur…

KNSK ist die neue Leitagentur für die Kulturhauptstadt 2010.

Die Hamburger Werbeagentur KNSK, eine Tochter der weltweit tätigen Agenturgruppe BBDO, wird die neue Leitagentur für die Kulturhauptstadt 2010. Die Essener Agentur CP/Compartner, die bislang für die Kulturhauptstadt geworben hatte, kam bei dem Schaulaufen der Agenturen zwar unter die letzten sechs, konnte sich aber nicht duchsetzen. Der Auftragsvergabe ging eine europweite Ausschreibung voraus.    

Nun kann also die alte Diskussion beginnen, warum denn bei den fetten Aufträgen aus dem Ruhrgebiet nie eine Ruhrgebietsagentur zum Zuge kommt – ob sie sinnvoll ist oder nicht, sei eimal dahin gestellt. Schon für die legendäre KVR-Kampagne "Das Ruhrgebiet – ein starkes Stück Deutschland" zeichnete ein Vorläufer der heutigen  Agentur Butter aus Düsseldorf verantwortlich, den Pott kochen ließen Springer & Jacoby und Grey begeisterte mit TeamworkCapital. Mal schauen was die Hambuger so abliefern – vielleicht haben wir ja mal Glück. Tatsache ist aber, das andere Regionen ihre Kampagnen von Agenturen aus der Nachbarschaft entwickeln lassen – Be Berlin wurde von Berliner Agentur Berlin Partner konzeptioniert und auch Hamburg und München setzen bei ihren  Image-Aktivitäten bewußt auf heimische Agenturen. Dieter Gorny, ex-Viva Chef und bei der Kulturhauptstadt Direktor für den Bereich Kreativwirtschaft, setzt auf die wirtschaftliche Entwicklung  dieser Branche im  Ruhrgebiet – die Vergabe des Kulturhauptstadt-Etats an KNSK, zu deren größten Kunden Evonik gehört, dessen Vorgängerunternehmen RAG sich ja stark für die Kulturhauptstadt engagiert hat (Danke Schuri),  ist für dieses Ansinnen leider kein gutes Zeichen.

11 Kommentare

Schuri: Große Kunden im Ruhrgebiet haben viele Agenturen – nur leider sind wenige große Unternehmen Kunden bei Ruhrgebietsagenturen 🙁

Stefan: Evonik ist nicht irgendein großer Kunde im Ruhrgebiet, sondern war als RAG der Vor- und Wegbereiter von 2010. Dass jetzt deren Hausagentur den Zuschlag kriegt, finde ich – nun ja – interessanter, als die Frage ob die Agentur aus dem RGB oder nicht aus dem RGB stammt.

@Matthias: Ich habe einmal zwei verschiedene Gründe gehört, warum Revier-Agenturen leer ausgehen:
1. Wenn sie gute Leute haben werden die schnell abgeworben – nur die großen Networks können über Jahre Qualität garantieren.
2. Ich zitiere: “Ich setze die Besprechung bei der Berliner Agentur auf 10.00 Uhr Vormittags an. Da mache ich am Vortag um 12.00 Uhr Feierabend, nehm den Zug nach Berlin, habe einen schönen Abend in der Hauptstadt und fahre am nächsten Tag zurück.”
Die Wahrheit könnte zwischen beiden Argumenten liegen…

Ist doch schnurzescheiss´ejal wat und woher die Werbung für nen Event kommt, den eh kein Sau interessiert. Frag mal nach Kulturhauptstadt in Deutschen Landen, aber Weimar kann ja schon nen Liedchen davon singen . . .
Nee, ma ääährlich, wat soll dat mit die janze Werbung. einfach mal Beigbeider (39,90)lesen (respektive kinoglotzen), abducken und abkotzen, über die große Verarsche.
Ejal, ob aus Essen oder Hamburg, da will uns doch nur wieder jemand die größte Show, de tollste Event und jede Menge Staunen mit Suff oder son´sewat vakaufen, wa?
Geh mich wech!

@Ramon: Die Frage, wo die Wertschöpfung stattfindet ist glaube ich wichtiger als die, in welchen Orten die Geschäftsführer einst zu Schule gingen. Mir war immer egal, woher die Agenturen kommen, die die Revierkampagnen gemacht haben – Hauptsache die Kampagnen waren gut. Andere Regionen nutzen aber offensichtlich ihre Etats zur Standortförderung – wir nicht. Und das die letzten Kampagnen (Der Pott kocht etc.) nicht gerade Nobelpreisverdächtig waren wird kaum jemand bestreiten.

@Stefan Laurin: Okay, da gebe ich dir recht. Ich habe trotzdem große Hoffnung auf eine effektive Kampagne aus besagtem Hause, die dem Ruhrgebiet dienen wird.

Jesses, glaub´ ich´s denne?

Entspannt Euch alle mal, sonst seid Ihr beid auch noch in dem Spot die Hauptdarsteller: http://www.youtube.com/watch?v=uF2djJcPO2A

Ich sach nur: Wir können alles, außer hochdeutsch. Und jezz lass ma´ gut sein mit dem Geschwafel vom Standort fördern oder nich, früher wurd hier Kohle gefördert . . . das war auch nicht gradnobelpreisverdächtig. Hat aber wenigstens noch nach Blut, Schweiss und Tränen gerochen.

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