Buchtipp: „Kleine Geschichte des Steinkohlenbergbaus im Ruhrgebiet“

Zeche Haus Aden. Foto: C. Oboth
Zeche Haus Aden. Foto: C. Oboth

Den heutigen Buchtipp hier bei den Ruhrbaronen verdanken wir unserem Stammleser Thomas Weigle. Dieser hat mich in der Vorwoche ausdrücklich auf die Neuerscheinung ’Kleine Geschichte des Steinkohlenbergbaus im Ruhrgebiet‘ aufmerksam gemacht, welche im Februar im Hause DGEG Medien GmbH, der Deutschen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte erschienen ist, und welche er für dieses Blog als besonders passend und spannend angesehen hat.

Zudem versicherte mir Thomas damals ausdrücklich, dass ihn dieser Verlag in der Vergangenheit schon häufiger vollauf mit seinen Büchern überzeugt habe. Grund genug für mich also, mir das von Thomas empfohlene Buch tatsächlich einmal näher anzuschauen.

Im frisch vorliegenden Hardcoverbüchlein ’Kleine Geschichte des Steinkohlenbergbaus im Ruhrgebiet‘ präsentieren Frank Jochims und Christoph Oboth auf rund 130 Seiten, darauf rund 180 teils farbige Abbildungen, kurz und kompakt Aufstieg und Niedergang des Ruhrbergbaus.

Dabei stellen sie gut verständlich (und auch wirklich angenehm zu lesen) dessen einmalige Bedeutung für das westdeutsche Wirtschaftsleben heraus.  Neben der reinen geschichtlichen Abhandlung wurde hier auch eine Erläuterung der wichtigste Begriffe und Vorgänge vorgenommen. Wirklich empfehlenswert!

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Drei Jahre sind es aktuell bekanntlich nicht einmal mehr, dann macht ‚Prosper-Haniel‘, der letzte ‚Pütt‘ im Ruhrgebiet, dicht. Das Revier wird damit dann endgültig seine einst mächtigste Keimzelle verlieren. Über Jahrzehnte hinweg sowohl Lebensalltag als auch Identifikationsstifter von Millionen, bald jedoch für immer nur noch eine Art Kulisse.

Für mehr als eineinhalb Jahrhunderte stellte der Steinkohlebergbau hier in der Region einen absolut herausragenden Wirtschaftszeig dar.

Dieses Buch wirft nun, auch für Nicht-Fachleute übrigens jederzeit gut verständlich, einen Blick auf die Geschichte des Bergbaus von den vorindustriellen Anfängen bis hin zum Kohleausstieg der Gegenwart.

Foto: RAG-DGEG
Foto: RAG-DGEG

Betrachtet werden hier auch die sozialen und architektonischen Begleitumstände, sowie begleitende Fragen wie: Soll man sich die ‚gute alte Kohle-Zeit‘ zurückwünschen? Was kommt nach der Kohle?

Beim Anblick der hier zusammengestellten Bilder kann man die Fragen dann trefflich diskutieren.

Für im Ruhrgebiet aufgewachsene Menschen ist das sicherlich ebenso interessant zu lesen und zu betrachten, wie vermutlich auch für Menschen, die den Steinkohlebergbau des Ruhrgebiets bisher lediglich aus Erzählungen von Freunden oder Verwandten kennen.

Foto: Stadtarchiv Hamm
Foto: Stadtarchiv Hamm

Man merkt dem fertigen Buch dabei durchaus an, dass die beiden Autoren selber aus dem Revier stammen, und noch immer in Essen bzw. Bochum wohnen. Hier wurde ein Buch mit viel Liebe zum Detail zusammengestellt, ohne dabei übermäßig anspruchsvoll zu sein, nur noch für Fachleute wirklich nachvollziehbar zu sein. Ich hatte jedenfalls tatsächlich meinen Spaß damit.

Ein großes Dankeschön daher an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich an Thomas Weigle für den Tipp! 🙂 Ich werde die Bücher aus diesem Verlag, nach diesem schönen Erlebnis, nun zukünftig jedenfalls auch regelmäßig auf interessante Neuerscheinungen hin im Auge behalten!

Alle hier gezeigten Abbildungen aus dem Buch natürlich wieder mit freundlicher Genehmigung des Verlages!

 

Gebundene Ausgabe: 132 Seiten

Verlag: DGEG Medien

ISBN-13: 978-3937189932

Preis: 24,80 Euro

Foto: Christoph Oboth
Foto: Christoph Oboth

 

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