Im Labyrinth des Minotaurus

Anders noch als bei meiner schlussendlich erfolgreichen Suche nach der Labyrinth-Höhle des Minotaurus im letzten Sommer, hieß die große Herausforderung in diesem Jahr, den schmalen Einstieg zu meistern, um die Höhle zu erkunden.

Mein Begleiteter Mick sprang galant durch die schmale Öffnung, eine Drehung und drin war er. Dass er in frühester Jugend begeisterter Speläologe in Wales war erzählte er jedoch erst später. Mir selbst blies dagegen der kalte Hauch der Unterwelt entgegen und ich war kurz davor zu sagen: Ist ja schön, aber ich warte draußen. Doch all meinen Mut zusammennehmend machte ich mich einem Schlangenmensch gleich durch den schmalen Eingang auf in die Dunkelheit der vor mir liegenden 2,5 km langen Gänge.

Im in den 50er Jahren erbauten betonierten Eingangstunnel angekommen war ich dann ob der relativen Helligkeit erstaunt, die durch das Eingangsloch hineinschien. Schwager Karsten stand als nächster vor dem gleichen Problem: Wie bloß die Klaustrophie überwinden…

Der Weg durchs Labyrinth entsprach schon der Bedeutung des Wortes. Einige Schritte geradeaus gelaufen die panzerbrechende Munition betrachtet, die dort neben leeren Hülsen und anderem Munitionmaterial zu Hauf herumliegt, stellt sich beim Blick zurück schon die Frage, aus welchem Gang wir gerade gekommen waren.

Da helfen auch die vielen Fäden der Ariadne nicht weiter, die von vorherigen Besuchern auf dem Boden ausgelegt waren. Zu dritt kurz abgesprochen kamen wir jedoch schnell überein wo der Weg zurück verlief. Mehr Bedenken als die Orientierung in der nur von unseren Stirnlampen erhellten Höhle machte uns jedoch der Zustand der Höhlendecke. Denn beim Labyrinth handelt es sich um einen unterirdischen Steinbruch aus der Antike. Zudem sprengten die Nazis im Oktober 1944 bei ihrem Abzug das von ihnen als Munitionsdepot genutzten Labyrinth. Die Sprengung war Gottseidank nicht zur Gänze erfolgreich, führte jedoch zu geologischen Instabilitäten. Unsere Befürchtung war, dass sich Teile der Sandsteinplatten lösen könnten oder sich gar eines der in Kreta nicht gerade seltenen Erdbeben just zum Zeitpunkt unseres Aufenthalts ereignet. Die vielen Verschüttungen in den Gängen untermalten unsere Ängste ganz gut.

Auch wenn uns dreien der Aufenthalt lang vorkam, letztendlich haben wir uns nur in den Räumen des Eingangsbereichs aufgehalten. Der Besuch des Salle Trapezas mit den Beschriftungen der Besucher seit dem 15. Jahrhundert oder gar die vollständige Erkundung des Labyrinths haben wir auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Weitere Bilder meines Besuchs im Labyrinth und ein weiteres Video. Dieses ist vermutlich von der Griechischen Speläologischen Gesellschaft Mitte der 80er Jahre aufgenommen worden.

Historische Bilder der Wehrmacht beim bild.bundesarchiv.de unter dem Stichwort Labyrinth

Anders noch als bei meiner schlussendlich erfolgreichen Suche nach der Labyrinth-Höhle des Minotaurus im letzten Sommer, hieß die große Herausforderung in diesem Jahr, den schmalen Einstieg zu meistern, um die Höhle zu erkunden.

Mein Begleiteter Mick sprang galant durch die schmale Öffnung, eine Drehung und drin war er. Dass er in frühester Jugend begeisterter Speläologe in Wales war erzählte er jedoch erst später. Mir selbst blies dagegen der kalte Hauch der Unterwelt entgegen und ich war kurz davor zu sagen: Ist ja schön, aber ich warte draußen. Doch all meinen Mut zusammennehmend machte ich mich einem Schlangenmensch gleich durch den schmalen Eingang auf in die Dunkelheit der vor mir liegenden 2,5 km langen Gänge.

Im in den 50er Jahren erbauten betonierten Eingangstunnel angekommen war ich dann ob der relativen Helligkeit erstaunt, die durch das Eingangsloch hineinschien. Schwager Karsten stand als nächster vor dem gleichen Problem: Wie bloß die Klaustrophie überwinden…

Der Weg durchs Labyrinth entsprach schon der Bedeutung des Wortes. Einige Schritte geradeaus gelaufen die panzerbrechende Munition betrachtet, die dort neben leeren Hülsen und anderem Munitionmaterial zu Hauf herumliegt, stellt sich beim Blick zurück schon die Frage, aus welchem Gang wir gerade gekommen waren.

Da helfen auch die vielen Fäden der Ariadne nicht weiter, die von vorherigen Besuchern auf dem Boden ausgelegt waren. Zu dritt kurz abgesprochen kamen wir jedoch schnell überein wo der Weg zurück verlief. Mehr Bedenken als die Orientierung in der nur von unseren Stirnlampen erhellten Höhle machte uns jedoch der Zustand der Höhlendecke. Denn beim Labyrinth handelt es sich um einen unterirdischen Steinbruch aus der Antike. Zudem sprengten die Nazis im Oktober 1944 bei ihrem Abzug das von ihnen als Munitionsdepot genutzten Labyrinth. Die Sprengung war Gottseidank nicht zur Gänze erfolgreich, führte jedoch zu geologischen Instabilitäten. Unsere Befürchtung war, dass sich Teile der Sandsteinplatten lösen könnten oder sich gar eines der in Kreta nicht gerade seltenen Erdbeben just zum Zeitpunkt unseres Aufenthalts ereignet. Die vielen Verschüttungen in den Gängen untermalten unsere Ängste ganz gut.

Auch wenn uns dreien der Aufenthalt lang vorkam, letztendlich haben wir uns nur in den Räumen des Eingangsbereichs aufgehalten. Der Besuch des Salle Trapezas mit den Beschriftungen der Besucher seit dem 15. Jahrhundert oder gar die vollständige Erkundung des Labyrinths haben wir auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Weitere Bilder meines Besuchs im Labyrinth und ein weiteres Video. Dieses ist vermutlich von der Griechischen Speläologischen Gesellschaft Mitte der 80er Jahre aufgenommen worden.

Historische Bilder der Wehrmacht beim bild.bundesarchiv.de unter dem Stichwort Labyrinth

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