Hymne an den Meister

Einer meiner liebsten Comic-Zeichner ist Ralf König. Er ist nicht nur in Deutschland in der Champions-League. Er spielt überall in der ersten Liga. Dabei sind in meinen Augen zwei Dinge besonders an ihm. Er hat einen eigenen Stil und: er hat echte Geschichten.

Ralf König ist nicht nur auf den Gag aus. Er erzählt –von sich, von den Menschen, von Liebe, Sterben, Aids und Hoffnung. Seit dem Streit um die Mohammed-Karikaturen ist noch ein Motiv dazu gekommen. Der Comic-Meister macht sich auf die Suche nach der Religion. Das kann manchmal komisch sein. Manchmal traurig. Immer aber steht da mehr auf dem Blatt, als eine lustige Zeichnung und ein kluger Spruch. Solche Comic-Zeichner gibt es nicht viele n Deutschland…

Einer meiner liebsten Comic-Zeichner ist Ralf König. Er ist nicht nur in Deutschland in der Champions-League. Er spielt überall in der ersten Liga. Dabei sind in meinen Augen zwei Dinge besonders an ihm. Er hat einen eigenen Stil und: er hat echte Geschichten.

Ralf König ist nicht nur auf den Gag aus. Er erzählt –von sich, von den Menschen, von Liebe, Sterben, Aids und Hoffnung. Seit dem Streit um die Mohammed-Karikaturen ist noch ein Motiv dazu gekommen. Der Comic-Meister macht sich auf die Suche nach der Religion. Das kann manchmal komisch sein. Manchmal traurig. Immer aber steht da mehr auf dem Blatt, als eine lustige Zeichnung und ein kluger Spruch. Solche Comic-Zeichner gibt es nicht viele n Deutschland. König reicht an die Großen aus Frankreich ran. An Claire Bretéchers. Aber auch an die Jungen und Alten Cracks aus den USA. An Jason Lutes oder Kurt Eisner, was weiß ich. An die ganze Ehreliga der Zeichenstars, die Stories erzählen können. Nicht zuletzt hat er deswegen den renommiertesten Comic-Preis Deutschland, den Max und Moritz-Preis bereits mehrfach abgeräumt.

In seinem neuen Buch: „Prototyp“ hat Ralf König die Frage nach Gott gestellt. Er bleibt nicht bei der Kirche stehen, die er immer wieder angreift – besonders in der Person des Kardinals Meisner.

Es geht direkt um Gott. Um den einzigen, den wahren, den der Fraktur spricht mit falschem ß. Und es geht um die Schlange Luzifer. Die das ganze Paradies-Ding versaut. Adam beißt in den Apfel und Schluss ist mit Dauerbeten und Lobpreisen.

Aber König verneint nicht Gott. Er spricht von der Erkenntnis, die Gott verschwinden lässt. Er zeigt die Wege auf, die von Gott wegführen. Er beschreibt die Befreiung des Geistes von Gott, die Aufklärung und irgendwann auch Sex mit Giraffen. OK.

Aber er verneint nicht Gott und das beeindruckt mich an dem Buch. Hinter der Aufklärung kommt noch etwas. Da draußen irgendwo. Hoffnung?

Ja und, das alles in tollen lustigen Bildern.

Am meisten beeindruckt hat mich der Satz zur Angst vor dem Tod: „Ich habe keine Angst, denn bin ich – ist er nicht und ist er – bin ich nicht.“ Das war von irgendwem zitiert. Ist ja auch egal. Einfach ein guter Spruch, der das Denken an den Tod erleichtert. Und das im Comic.

Prototyp erscheint am 1. OKtober.

Kommentar verfassen