Honke Rambow: Der nächste Präsident muss ein Südhesse sein!

Wulff ist Geschichte. Zeit nach vorne zu schauen. Zeit für Honke Rambow. Das haben wir zwar schon am 20. Dezember geschrieben, aber nie war ein alter Text so wertvoll wie heute!

Er kennt Glanz und Elend der Republik: Aus dem reichen Südhessen kam er ins Ruhrgebiet. Ob in der  glitzernden Welt der hessischen Verwaltungsmetropole Wiesbaden oder in einem kargen Zechenhaus in Bochum-Riemke: Kein Parkett, auf dem Rambow nicht mit seiner natürlichen und freundlichen Art zu überzeugen weiß. Schon der Klang des südhessischen Dialekts wird dafür sorgen, dass ihm die Herzen zufliegen. Dafür, dass er kein Frankfurter ist, sollte man ihn indes nicht allzu arg schelten.

Honke Rambow wird ein Präsident für die Krise, für die Zeit, in der wir alle den Gürtel enger schnallen müssen. Denn mit Rambow kann gespart werden: Der Journalist wird seine Reden selbst schreiben.  Da freut sich die schwäbische Hausfrau ebenso wie der TV-Zuschauer, denn langweilige Präsidentenreden werden der Vergangenheit angehören.

Honke ist ein Bildungsbürger wie er im Buche steht: Er hat Stücke fürs Theater geschrieben und musiziert. Arbeitet für das Rottstr5Theater. Er hat einen eigenen Wikipediabeitrag, ist Raucher und gegen Atomkraft – ein Mann für alle, ein Mann des Volkes, aus dem Volk und nicht zuletzt auch für das Volk. Und deswegen springen wir hier bei den Ruhrbaronen über unseren Schatten und sagen: Ja, der nächste Präsident muss ein Südhesse sein!

14 Kommentare

Boarch Scheisse nääääh… Nieder-, Nord-, Ober-, Süd- oder irgendwas Hesse geht gar nicht, da kann auch der (Zigarren) Raucher nix daran ändern… Aber mich fragt ja niemand, ich bin ja noch nicht einmal Wahlmann, ich darf ja noch nicht einmal dagegen sein… Trotzdem werde ich gleich meine facebook Freundschaftsanfrage senden… kann ja nicht schaden, einen beinahe und dann doch wieder nicht Bundespräsidenten in der Freundschaftsliste zu haben.

@Robin Patzwaldt: Honke hat mir im Gegenzug zu diesem Text im Sommer seine Villa auf den Malediven zur Verfügung gestellt. An jedem ersten Wochenende im Monat hab ich Zugriff auf seinen Lear-Jet und vom späteren Ehrensold erhalte ich 25 Prozent. Und nein, einen günstigen Kredit habe ich nicht bekommen. Aber diskrete Geldgeschenke. Bar, kleine Scheine, gebraucht. Ich bin ja kein niedersächsischer Provinzadvokat 🙂

Hallo….? lese ich hier ein Anti-Hessisches Ressentiment??

Darf ich dann doch mal an die alte süd-hessische Weisheit erinnern: “Mit nur einem Messer im Rücken geht ein richtiger Hesse noch lang noch nicht heim?”

Was heißt: Bei einem Hessen erübrigt sich die Bestechung komplett. Und der rennt auch nicht gleich weg.

@Rolf: Wenn Sie in diesem Text ein antihessisches Ressentiment sehen, war wohl der Handkäs heut Mittag schlecht 🙂

Die Witze die sich da aufdrängen sind so flach wie das Umland von Frankfurt… aber nun gut… Da fühl ich mich aber echt veräppelt, bei Äppelwoi da sag ich noi… aber halt, das geht ja auch ohne lautmalerische Verballhornung des Idioms… also: Apfelwein, da sag ich nein… das reimt sich und was sich reimt ist gut, auch wenn es knittelt… Ansonsten lass ich mich natürlich gerne bis zum Schielen einladen und davon überzeugen, daß es ein Hesse sein muss… warum muss ich nur gerade an “Sleepy Hollow” denken?

Ganz vergessen… 😉

@Michael Kolb: Das Umland von Frankfurt ist nicht flach. Im Norden grenzt die Stadt Goethes an den Taunus. Der 880 Meter hohe Feldberg ist der Frankfurter Hausgberg.

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