Homophobie: Klare Botschaft in Richtung Sotschi



In diesen Minuten werden die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi feierlich eröffnet. In den nächsten gut zwei Wochen werden Athleten aus über 80 Ländern der Erde um Olympisches Edelmetall kämpfen.

Im Vorfeld der Veranstaltung haben Äußerungen der Russischen Politik, speziell auch von Wladimir Putin gleich mehrfach für ‘Irritationen‘ und Verärgerung gesorgt. Besonders die homophoben Äußerungen haben wiederholt die Frage aufgeworfen, ob die Entscheidung die Spiele diesmal an Russland zu vergeben nicht vielleicht doch ein Fehler war.

Das ‘Canadian Institute of Diversity and Inclusion’ (Kanadisches Institut für Vielfalt und Integration) hat nun per Internet ein Video mit einer klaren Botschaft in Richtung Russland geschickt, welches aktuell Verbreitung im Netz findet.

LogoZudem ruft man unter dem Motto „Die Spiele waren schon immer ein wenig homosexuell. Lasst uns darum kämpfen, dass dies auch so bleibt! Zeigen Sie Ihre Unterstützung für die Gleichberechtigung aller Athleten.“ offen dazu auf für die Dauer der Wettbewerbe das eigene Profilbild auf Facebook gegen dieses Logo (siehe links) auszutauschen.

Eine Aktion, welche auch mir hier bei den Ruhrbaronen durchaus einer Meldung wert zu sein scheint, in der Hoffnung, dass es vielleicht dann doch noch den einen oder anderen Zeitgenossen hierzulande etwas zum Nachdenken anregt.

Weitere Infos gibt es direkt hier: http://bit.ly/keepthegamesgay

8 Kommentare

Sotchi ist Festplatz und Bereicherungsmaschine für die neue russische Oligarchie. Nur deswegen ist es auch so teuer. Je teurer desto mehr Aufträge und desto mehr Gewinne für die Auftragnehmer die, mit Ausnahme internationaler Beiträge, fast alle aus Putins Dunstkreis stammen.

Homophobie ist in diesem Rahmen nur das Zusatzmittel aus der russischen Alltagskultur und wird offiziell natürlich geleugnet. Die Spiele werden unbehelligt davon stattfinden weil die weltweite Vermarktungsmaschinerie laufen muss an der sich wiederum die Omlympischen Funktionäre gütlich tun.

Sotchi als solches ist pervers, egal ob homophobisch oder nicht.

Die einzig klare Botschaft in Richtung Sotschi wäre gewesen, die Olympischen Spiele aufgrund der permanenten Menschenrechtsverletzungen, bei denen die Gesetze und das Vorgehen gegen Homosexuelle nur ein Teil des Problems darstellen, unter keinen Umständen an Rußland zu vergeben. Alles andere ist Pillepalle und wird seine Wirkung verfehlen.

@ Andreas Lichte #6

hat man nicht 2008 die Sommerspiele in China ausgetragen?
Was hat sich seitdem geändert?

Kommentar verfassen