Heilt Michaele Hustedt RWE?

Nur die Besten sollen RWE-Innogy beraten und deswegen hat die RWE-Tochter auch einen Super-Beirat berufen. Ein Mitglied: Die ehemalige Grünen-Abgeordnete Michaele Hustedt. Sie könnte das Unternehmen auch in Gesundheitsfragen beraten – Hustedt ist auch "Heilerin".

Heilerin und RWE-Innogy-Beirat Michaele Hustedt. Foto: Eli-Berin

Michaele Hustedt war von 1994 bis 2005 Bundestagsabgeordnete für Bündnis90/Die Grünen und in ihrer  Fraktion auch für Energiefragen zuständig. Nunist  Hustedt, die nach dem Ende ihrer politischen Arbeit als freie Beraterin tätig ist, im Beirat von RWE-Innogy, der RWE-Tochter, die sich um das Geschäftsfeld Erneuerbare Energien kümmert.

Nur die Besten sollen RWE-Innogy beraten und deswegen hat die RWE-Tochter auch einen Super-Beirat berufen. Ein Mitglied: Die ehemalige Grünen-Abgeordnete Michaele Hustedt. Sie könnte das Unternehmen auch in Gesundheitsfragen beraten – Hustedt ist auch "Heilerin".

Heilerin und RWE-Innogy-Beirat Michaele Hustedt. Foto: Eli-Berin

Michaele Hustedt war von 1994 bis 2005 Bundestagsabgeordnete für Bündnis90/Die Grünen und in ihrer  Fraktion auch für Energiefragen zuständig. Nunist  Hustedt, die nach dem Ende ihrer politischen Arbeit als freie Beraterin tätig ist, im Beirat von RWE-Innogy, der RWE-Tochter, die sich um das Geschäftsfeld Erneuerbare Energien kümmert. Interessant ist, dass Hustedt, die in ihrer Zeit bei den Grünen eine überzeugte Reala war,  auch als Heilerin tätig ist. Hustedt hat Ausbildungen in den Bereichen Shiatsu, Ayurvedische Yoga-Massage, Meditation,Stilles QiGong und Coaching. Zusätzlich ist sie auch noch Heilpraktikerin. Auf der Heilertagung 2007 sorgte sie zusammen mit ihrem ehemaligen Fraktionskollegen Albert (Ali) Schmidt, einstmals ein profilierte Verkehrsexperte, für die Musik. Zitat aus dem Programm der beiden: "Wenn Sang und Klang sich mit Hingabe mischen, entstehen Wärme, Kraft und liebevolle Verbindung. Mantren aus aller Welt, alt und doch frisch wie klares Quellwasser, wirken heilsam auf Körper, Geist und Seele – ohne Anstrengung und Rezept." Zusammen mit Schmidt unterhält Hustedt auch das Entwicklungs- und Lebensfreude Institut (ELI) in Berlin. Jetzt fehlt RWE nur noch ein Druide und jemand, der such im die Chakren kümmert – dann kann es los gehen mit dem Boom der alternativen Energien.

5 Kommentare

Wenn ich mich daran erinnere, wie dieser Konzern bzw. seine damalige Spitze mal ne knappe Milliarde bei einem Ausflug in die Telekommunikation versenkt hat, dann ist das doch eine relativ harmlose Entscheidung. Und gegen mehr Lebensfreude kann nun wirklich keiner etwas haben. Andererseits, davon haben die doch auch schon mehr als genug seitdem die Energiepreise so herrliche (Luft-)Sprünge machen.

B90/DG hat sich ja schon immer bemüht durch Quotenerfüllung ihrem ganzheitlichen Ansatz Genüge zu tun. Wenn mensch dann auch mal so richtig in (inter/nationaler) gesamtgesellschaftlicher Verantwortung angekommen ist kann das natürlich auch solche Phänomene nach sich ziehen. Ein schönes, typisches Beispiel, gerade für die altbekannte “kann da nicht weh tun”-Taktik im Rahmen des Marsches durch die Beiräte. Wie hieß das noch? Das Mitmachen ist das Ranschmeißen unter den Dabeiseins, oder so. So wird die B90/DG-Mittelstandspolitik auch noch einmal deutlich: Heiler/innen, Pädagog/innen und Lehrer/innen auf der Suche nach guten Kunden im Bereich der Großindustrie. Sind die alle erst einmal bedient und in sich gegangen, dann ist die Grüne Revolution auch gleich mit vollzogen.

Keine Ahnung, aber davon viel. Auf diesen kurzen Satz könnte man die politischen Fähigkeiten von Michaele Hustedt reduzieren. Ich frage ich immer häufiger, warum RWE, EON und Anverwandte sich mit solchen Leuten umgeben, die ihre Beliebtheit bestimmt nicht steigern und obwohl sie doch andere haben könnten.

Wolfgang Kühr (Elektroingenieur, Energiewissenschaftler, Referent für Energie- und Umweltpolitik, zuletzt als Sachverständiger im parlamentarischen Untersuchungsausschuß II des Landtages NRW (Brennelementekugeln AVR-Jülich) tätig.)

Schön wäre es, wenn Frau Hustedt darauf hinwirken könnte, dass der inzwischen säkularisierte Dom zu Immenrath als Denkmal erhalten bliebe. Technisch müsste eine Umgehung dieses Bauwerks selbst für die monströsen Braunkohlebagger der RWE möglich sein. Der Dom würde unseren Kindern dann etwas über die heutige Geschichte erzählen : Das schwere, opferreiche und von Rückschlägen geprägte Ringen um die Energiewende.

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