Hart aber Fair – Den “Giftschrank” des “Frauenrates” gibt es nicht mehr

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Die Landesarbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten hat sich gegenüber dem WDR-Rundfunkrat über eine Folge der Show Hart aber Fair über Gender aufgeregt und der Frauenrat jubelt, weil die Sendung nicht mehr gezeigt werden darf. Angeblich waren die Gäste einseitig ausgewählt, was wohl nur bedeutet, dass die Mehrheit nicht der Meinung der Landesarbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten  war. Der Frauenrat schwadroniert nun in einer Pressemitteilung etwas von einem “Giftschrank”, in dem die Sendung verschwindet:

frauenrat

Was natürlich selten blöd ist, weil sie natürlich jeder weiter sehen kann wer will. Es gibt da ja jetzt dieses Interdings. Die Sendung war ganz amüsant, kein großer Aufreger, ausser für Leute, die dafür bezahlt werden sich den ganzen Tag was auszudenken, worüber sie sich aufregen können. Viel Spaß – hier ist der Link zur Sendung. Die Nummer zeigt natürlich, dass die öffentlich-rechtlichen Sender kein Hort der Pressefreiheit sind. Die Gremien entscheiden und dort sitzen Politiker und Funktionäre die ihre Karriere hinter sich haben und es schätzen, wenn sie sich ab und an noch einmal wichtig fühlen dürfen.

11 Kommentare

Sich mit denArgumenten, die dort vorgebracht worden sind auseinanderzusetzen, um sie notfalls zu widerlegen, scheint dem Frauenrat und der Landesarbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten zu schwierig. Stattdessen sorgen sie dafür, daß seitens des von ihnen offenbar dominierten Rundfunkrates eine administrative Maßnahme vollzogen wird.
Das ist wieder mal so schwach, daß es ganz sicher kein gutes Bild von den Genderaktivisten zeichnet.

Bei dem Thema gibt es zwei lächerliche Personenkreise. Erstens sind es die Typen, welche ihre eigenen Defizite durch die Diskriminierung von Frauen kompensieren. Zum Zweiten sind es Menschen, die sich mit einem dämlichen Aktionismus selbst profilieren wollen. Beide Gruppen sind leider gleichermaßen dumm und krawallig.

Dieser Beitrag wurde vom Frauenrat zensiert. Der Autor ist ein weisser heterosexueller Mann und noch nicht vom Genderwahnsinn befallen. Wahrscheinlich hat er eine genetische(sic) Immunität.

Hart aber fair hab ich irgendwie besser in Erinnerung als es noch beim WDR lief. Weiß nicht, ob ich es nur in falscher Erinnerung hab…
aber nicht nur die, irgendwie sind alle politischen Talkshows der ÖR totaler Käse. Nie habe ich da mal eine sachliche Diskussion gesehen… unter den Linden ausgenommen.

Da es immer die gleichen Gäste sind, kann man sich schon im Vornherein denken, was die sagen. Und da Argumente eher an der Oberfläche kratzen, mit Polemik, Halbwahrheiten oder kompletten Falschbehauptungen gearbeitet wird, ist man am Ende weder überrascht noch irgendwie schlauer.

Könnte man viele Gebühren einsparen. Muss man sich mal vorstellen, dass man für so eine Sendung, wie die verlinkte, Geld ausgibt.

1.
Wer sich bisher für Plasbergs "hart aber fair" nicht interessiert hat, dessen Interesse könnte durch die "Aktion der …." geweckt sein; also beste Werbung für die Sendung.

2.
Der WDR-Rundfunkrat und die Medienfreiheit?
Stefan,
kann man Nähers über den Willensbildungsprozess im Rundfunkrat erfahren -wer hat warum für diesen Eingriff in die Medienfreiheit gestimmt?
Ich hoffe sehr, daß diese Entscheidung des WDR-Rundfunkrates massiven Widerspruch in den Medien finden wird. Mich hat jedenfalls dieser Vorgang sehr errschreckt, zeigt er doch, welch seltsames Verständnis von Medienfreiheit Mitglieder eines Rundfunkrates in NRW haben!

Es liegt zudem nahe, daß sich demnächst andere Organisationen auf diese Entscheidung des Rundfunkrates berufen und ähnliche Sanktionen fordern werden. Warum auch nicht.

Was kommt als nächstes, wenn schon diese Sendung zensiert wird?
Vermutlich wird der Genderwahn bald vorbei sein. Irgendwann wird es zu offensichtlich, dass es sich hier nur um eine teure Beschäftigung von einigen Personen handelt. Wir haben wirklich andere Probleme!

@Jörg Fuhrmann, schön zu sagen:
"Bei dem Thema gibt es zwei lächerliche Personenkreise. Erstens sind es die Typen, welche ihre eigenen Defizite durch die Diskriminierung von Frauen kompensieren. "
Nur was bedeutet das in der Praxis, wenn Frauen andere Frauen diskriminieren?
Ich bin mal dem Link zum selbsternannten Frauenrat gefolgt, den Stefan oben im Text angibt.
Die machen sich jetzt über die in der Sendung beteiligte Journalistin Birgit Kelle her.
Auf der betreffenden Seite des Frauenrates liest man nämlich:
"In Düsseldorf gibt es derzeit eine Protestwelle gegen einen Auftritt der antifeministischen, rechtspopulistischen Autorin Birgit Kelle, die mit ihrem Buch „Gender Gaga“, Frank Plasberg und seine Redaktion zu jener „Ampelmännchen“-Sendung inspiriert haben soll. Kelle soll in einer Schulaula auftreten. Darauf habe es nach Angaben des Schuldezernenten „zahlreiche massive Beschwerden“ gegeben. Der Auftritt darf dennoch stattfinden, weil er nicht den Schulfrieden gefährdet. Denn abends darf die Aula an Alle vermietet werden."
Ich habe mir dann die Mühe gemacht, über Birgit Kelle etwas zu erfahren.
Wikipedia schreibt über sie:
https://de.wikipedia.org/wiki/Birgit_Kelle
Demnach ist sie selbst Frauenrechtlerin und keineswegs rechtspopulistisch, wenn auch CDU-Mitglied.
CDU-Mitglied zu sein bedeutet nicht automatisch Rechtspopulistin zu sein.
Oder anders formuliert, denke ich, daß persönliche Diskriminierungen anstelle von Diskussionen und Überzeugung kein Markenzeichen der politischen Linken sein kann und darf, und es dann auch nicht rechtspopulistisch sein kann, wenn jemand die Gegenposition vertritt.
Eine Linke, die Gegenpositionen verteufelt, statt ihnen argumentativ zu begegnen, würde ich erbittert bekämpfen. Ganz erbittert sogar, denn das hatten wir bereits.

Arnold, gut daß Du das fragst. Eigentlich wäre das die Sache von Frauen, darüber zu entscheiden. Ich selbst könnte nur einen Männerrat gründen, aber da ich in all den Diskussionen über gender hier bei den Ruhrbaronen nur ein einziges mal den Eindruck hatte, mit einer frau zu diskutieren, und das auch noch trotz Nicknamens, glaube ich, daß solche Organisationen auch im wesentlichen ausschließlich aus Männern bestehen. Darum eben dieses Element der Geheimhaltung. Klar daß die nicht offen auftreten wollen. Denn, wenn man sich fragt, warum Herr Hofreiter die Frauenposition vertreten hat, kann man sich eigentlich kaum eine andere Begründung ausdenken.

Helmut, Arnold,

ich halte es für falsch, wenn hier über Inhalte der "Genderphilospohie im allgemeinen" , über den Inhalt der Sendung "hart aber fair" und über die hier relevante Aktion der Gleichstellungsbeauftragten debattert wird. Denn dadurch wird vom eigentlichen Problem, ich meine sogar sagen zu sollen, vom eigentlichen Skandal abgelenkt, der darin besteht, daß der Rundfunkrat des WDR auf Betreiben einer Gruppe/einer
Organisation massiv die Meinungsfreiheit, die Medienfreiheit verletzt hat.

Wir haben hier mehrfach über den Wert der Meinungsfreiheit, der Pressefreiheit, der Medienfreiheit diskutiert, vornehmlich verstanden als Freiheit vom Staat. Und nun das.
Es sieht so aus, daß es nach wie vor in Deutschland, hier in NRW, nicht selbstverständlich ist, daß die Inhalte von Pressesbercihten, von Kommentaren, daß der Inhalt von Fernsehsendungen für den
den Staat, hier für seine Repräsentanten im Rundfunkrat des WDR, tabu sind, tabu sein müssen, also
jeder staatliche Bewertung, jeder staatliche Kontrolle, jedem staatlichenZugriff -präventiv und repressiv- ohnenWenn und Aber entzogen sind,; es sei denn, es geht um strafrechtlich relevante Fakten.

Nach wie vor verstehe ich nicht, daß die Medien , daß die Politik entweder diese Entscheidung des WDR-Rundfunkrates kiommentarlos zur Kenntnis zu nehmen scheinen oder sie bestenfalls "ganz nebenbei" erwähnen.
"Man regt sich vehement auf -entweder über die Position der Gleichstellungsbeauftragten und der ihnen "nahestehenden Parteien" oder über die Position der "Gender-Gegner", nicht aber über die m.E. gesellschaftspolitisch bedenkliche Verletzung der Medienfreiheit.
Läßt sich aus dieser Gewichtung etwas herleiten, wenn über die gesellschaftspolitische, die verfassungspolitische "Grundeinstellung der Deutschen" zu Staat und Gesellschaft nachgedacht wird?
Ich bin jedenfalls dieserhalb nachdenklich..
Oder habe ich hier etwas völlig mißverstanden und messe der Entscheidung des Rundfunkrates übermäßiges Gewicht zu? Kann ja sein, da sie offenkundig als Verletzung der Meinugns-/der Medienfreiheit niemanden so aufzurfegen scheint wie mich.

"Grüne Männer oder grüne Frauen oder,oder. .auf den Amepeln……." ; d a s bewegt die Gemüter, nicht aber der gravierende Eingriff in die Medienfreiheit durch den WDR-Rundfunkrat.
Ist das typisch, ist das symtomatisch für die politische Verfaßheit unserer Gesellschaft?

Tja, das kommt davon wenn es keine demokratische Kontrolle der öffentlich – rechtlichen Medien gibt.
In den meisten Fällen sind Beschwerden beim Rundfunkrat übrigens sinnlos, selbst wenn in Sendungen offensichtliche Fälschungen gezeigt werden. Beste Beispiel ist eine Folge von Panorama, bei der behauptet wurde im Videospiel GTA San Andreas geht es darum möglichst viele Frauen zu vergewaltigen. Um die dazu passenden Bilder zu erzeugen wurde das Spiel mit der Hot Coffee Modifikation verändert und die Szenen mit "Rape Me" von Nirvana unterlegt.
Der einzige Effekt den damals die Beschwerde hatte war das der Intendant zugegeben hat, das diese Art der Berichterstattung der üblichen Arbeitsweise des NDRs entspricht, und das deswegen die Beschwerde abgewiesen wird.

Dabei gibt es schon unabhängige Stellen, die mit der Medienaufsicht beauftragt sind, und aus Gebührengeldern finanziert werden. Die Landesmedienanstalten.
https://de.wikipedia.org/wiki/Landesmedienanstalt
Allerdings sind sie nur für die privaten Medien zuständig. Wenn sich nach 20.00 bei RTL die Leichen wie in einem Till Schweiger Tatort stapeln dann können die Landesmedienanstalten wegen dem Jugendschutz einschreiten.
Wenn dagegen im öffentlich-rechtlichen Tatort Selbstjustiz verherrlicht wird (wie in "Frau Bu lacht" oder "Abschaum") oder gleich in den ersten 15 Minuten drei Menschen erschossen werden können die Landesmedienanstalten nicht einschreiten, da sich die öffentlich-rechtlichen Sender selber kontrollieren.

Eine schärfere, aber demokratische Kontrolle der öffentlich-rechtlichen Medien tut Not.
Die Kontrolle der Finanzen könnte durch einen Rundfunkrat erfolgen, der in freier demokratischer Wahl von den Beitragspflichtigen gewählt wird.
Entsprechende Statuten könnten sicher stellen das die gewählten Rundfunkräte staatsfern sind und nicht in wirtschaftlicher Abhängigkeit von der Sendern stehen.

Die Kontrolle der Sendungen nach medienrechtlichen (Schleichwerbung, ect.) und jugendschutzrechtlichen (Gewalt, Pornografie) Gesichtspunkten könnten die Landesmedienanstalten übernehmen.
Da der Rundfunk Ländersache ist, könnte so eine Reform auch auf relativ schnell umgesetzt werden.

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