Guerreiro und Götze: Drohen dem BVB zwei ‘Stinkstiefel’, die den Erfolg gefährden?

Mario Götzes Vertrag in Dortmund endet bisher im kommenden Sommer. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Es könnte das Wochenende der schlechten Nachrichten bei Borussia Dortmund werden. Nach der bitteren 1:3-Pleite am Samstagabend bei Bundesliga-Aufsteiger Union Berlin droht dem BVB in den nächsten Stunden weiteres Ungemach.

Sportdirektor Michael Zorc versucht nach eigener Aussage schon seit Wochen die im kommenden Sommer auslaufenden Verträge mit den Spielern Mario Götze und Raphael Guerreiro zu verlängern.

Beide zieren sich bisher jedoch die neuen Arbeitspapiere in Dortmund zu unterzeichnen. Dem BVB droht somit ein ablösefreier Abgang der beiden Profis nach dem Ende der gerade begonnenen Runde.

Doch damit nicht genug der Befürchtungen. Da am morgigen 2. September in Deutschland der sogenannte ‘Deadline Day’ ist, also die aktuelle Transferfrist in diesem Sommer endet, droht den Schwarz-Gelben im ungünstigsten Fall zudem die Herausforderung zwei im Kopf quasi schon abgewanderte Profis in den ambitionierten Kader integriert zu halten, aus ihnen, trotz vermeintlicher ‘Gleichgültigkeit’ in den kommenden Monaten noch sportliche Hochleistungen herauszukitzeln, wenn sie gebraucht werden.

In Anbetracht der Tatsache, dass Trainer Lucien Favre in den ersten Wochen der Saison kaum auf sie zählte, die Spieler entsprechend missmutig sein dürften, eine nicht zu unterschätzende Aufgabe.

In Berlin kam Guerreiro erst rund eine Viertelstunde vor Spielende zu seinem erstem Einsatz in der Bundesliga, Götze durfte gar nicht mitwirken. Tatsachen, die die Neigung der beiden ihre neuen Verträge beim BVB zu unterzeichnen nicht gerade erhöht haben dürften.

Ohnehin scheinen die beiden Spieler mit ihrer Situation in Dortmund nicht wunschlos glücklich zu sein, ansonsten hätten sie die ihnen von Zorc schon vor vielen Wochen vorgelegten Papiere längst verlängert.

Götze befindet sich zu Saisonbeginn 2019/20 in einer für ihn ähnlich unbefriedigenden Lage wie schon vor einem Jahr. Er gehört bislang nicht zur Stammelf, was seinen Ambitionen schlicht nicht gerecht wird.

Guerreiro wurde von Vereinsoffiziellen in der Vergangenheit immer wieder offen dafür kritisiert, dass er sich angeblich nicht professionell genug verhalten würde. Gut möglich, dass auch das bei ihm zu einer Entfremdung vom Klub geführt hat, so dass er sich nun lange ziert eine Entscheidung über seine Zukunft zu treffen.

Der BVB würde den Portugiesen, so wurde mitgeteilt, gerne ‘verkaufen’, wenn er nicht vorzeitig verlängert. Dass bedeutet, dass er streng genommen bis Morgen wechseln müsste, damit der BVB noch eine nennenswerte Ablösesumme für ihn kassieren kann.

Bei Götze hingegen würde der Verein wohl auch notfalls ein ‘Auslaufen’ des Arbeitspapiers im Sommer 2020 in Kauf nehmen, auch wenn das wirtschaftlich eine mittlere Katastrophe wäre

Beide Kicker haben aktuell jeweils einen Marktwert von rund 30 Millionen Euro. Zorc jongliert hier also scheinbar gelassen mit immerhin 60 Millionen.

Doch auch damit noch nicht genug der Sorgen. Nicht nur, dass dem BVB diese beachtliche Geldsumme verloren zu gehen droht, wenn beide nicht doch noch verlängern. Dem Team drohen zudem zwei ‘Stinkstiefel’, die sich, wenn sie tatsächlich dafür entscheiden sollten ihre Verträge einfach auslaufen lassen, was niemand verhindern könnte, die das Mannschaftsklima in Dortmund nach ‘innerer Kündigung’ mächtig belasten könnten, sollte Trainer Favre unverändert wenig auf sie setzen.

Vieles deutet derzeit also auf eine sportlich bedrohliche und wirtschaftlich missliche Lage hin, dieam Ende mehr Bedeutung für den Saisonausgang haben könnte als die Pleite bei Union Berlin vom Samstag.

Aber wer weiß, vielleicht gibt es hier bis Montagabend ja noch eine Lösung, die dieses sich abzeichnende negative Szenario am Horizont verhindert… Ich würde jedoch vor den genannten Hintergründen nicht darauf wetten wollen.

 

3 Kommentare

Offensichtlich finden sich für beide Spieler keine Interessenten, die bereit wären, die Ablösesumme, die sich der BVB vorstellt, geschweige denn die Gehälter, die sich die Spieler vorstellen, zu zahlen.

Nun muss man aber auch überlegen, warum die beiden Spieler 8hre neuen Verträge nicht unterschreiben, will meinen, was steht eigentlich n den Verträgen?

Der BVB hält sich da sehr bedeckt. Gefällt den Spielern dir Laufzeit nicht, müssen sie Gehaltseinbußen hinnehmen?
Letztlich scheint es doch so zu sein, dass die Verträge den Spielern nicht gefallen.Sonst würden sie
ja unterschreiben..

Ich glaube, dass die Probleme derzeit andere sind. Die Vereinsführung hat viel Geld investiert und will Meister werden.

Diese lauten Töne sind die Sache Favres, der ja weiß, was in einer Saison alles passieren kann, nicht.

Was wird aus Favre, wenn die Meisterschaft-das klar formulierte Ziel-nicht erreicht wird?

Favre ist eigensinnig – er verärgert Götze und Guerreiro, auch Schulz dürfte nicht erfreut sein, bereits am dritten Spieltag auf der Bank zu sitzen.

Ich denke, wenn Favre in der Hinrunde nicht liefert, ist er spätestens Weihnachten weg

Wolf: vom Stammspieler und umjubelten Pokalsieger bei der SGE über Ergänzungsspieler beim BVB zum Notverkauf an Hertha BSC. Höchststrafe, Dumm gelaufen, der muss sich noch unentwegt in den Hintern beißen.

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