Gewerkschaftsfunktionär wird WR-Chef

Kurz vor der Betriebsversammlung am morgigen Freitag in der Lichtburg muss sich ein Kollege aus der WAZ-Gruppe keinen Sorgen um seinen Job machen.

Malte Hinz, seines Zeichens Vorsitzender der Deutschen Journalisten Union (DJU) bei verdi, wird neue Chefredakteur der Westfälischen Rundschau. Er folgt nach einem Bericht der FAZ der bisherigen WR-Chefin Kathrin Lenzer, die überraschend gekündigt hat und sofort beurlaubt wurde.

Im Blog der WAZ-Mitarbeiter hält sich die Begeisterung über die Berufung von Hinz, der auch im Betriebsrat der WAZ-Gruppe ist, in Grenzen. Was die FAZ als einen "geschickten Schachzug der Geschäftsführung" bezeichnet, kommentieren die WAZ-Mitarbeiter in ihrem Blog durchaus differenziert.   …

Kurz vor der Betriebsversammlung am morgigen Freitag in der Lichtburg muss sich ein Kollege aus der WAZ-Gruppe keinen Sorgen um seinen Job machen.

Malte Hinz, seines Zeichens Vorsitzender der Deutschen Journalisten Union (DJU) bei verdi, wird neue Chefredakteur der Westfälischen Rundschau. Er folgt nach einem Bericht der FAZ der bisherigen WR-Chefin Kathrin Lenzer, die überraschend gekündigt hat und sofort beurlaubt wurde.

Im Blog der WAZ-Mitarbeiter hält sich die Begeisterung über die Berufung von Hinz, der auch im Betriebsrat der WAZ-Gruppe ist, in Grenzen. Was die FAZ als einen "geschickten Schachzug der Geschäftsführung" bezeichnet, kommentieren die WAZ-Mitarbeiter in ihrem Blog durchaus differenziert.   

4 Kommentare

WR-Chefredakteurin Kathrin Lenzer kündigt in der WAZ-Krise, 260 Stellen sollen abgebaut, Lokalredaktionen geschlossen werden…

Kathrin Lenzer (siehe Bild, welches von waz-mediengruppe.de stammt), die Chefredakteurin der Westfälischen Rundschau hat nach einem Bericht der FAZ ihren Posten (selbst) gekündigt und wurde umgehend beurlaubt, wie inzwischen auch die Ruhrba…

Wenn ich das alles richtig gelesen und verstanden habe, hat da jemand aus Protest gekündigt. Zumindest aber aus Unzufriedenheit mit dem nun abzusehenden Umgang der Konzernspitze mit seinen respektive ihren lokalen Mitarbeitern, d.h. mit den eigenen Untergebenen. Sehr mutig, wenn man bedenkt, dass es diese Person selbst am allerwenigsten getroffen hätte. Eine also im gewerkschaftlichen Sinne geradezu vorbildliche fast schon solidarische Aktion.

Nun wird diese Person blitzflink durch einen führenden Gewerkschaftsfunktionär und vormaligen Betriebsrat ersetzt. Welch eine persönlich hinterhältige und strategisch zugleich kontraproduktive Reaktion gegenüber dieser Kollegin bzw. ihrer Tat. Ja da hat man bei der WAZ doch so richtig Freude an seiner Gewerkschaft bzw. ist man als Außenstehender froh, dass man sich von solchen Leuten nicht vertreten lassen muss.

@ Arnold

Die Lenzer hat nicht aus Protest gekündigt. Das möchte die vielleicht so verkaufen. Die Lenzer ist ihrem Rauswurf zuvor gekommen. Das ist alles. Zumal sie einen ziemlich miesen Zeitvertrag hatte.

Die Lenzer hat in ihrer Zeit bei der WR so ziemich alles an Solidarität versucht kaputt zu machen, was es in der Redaktion gab. Sie hat den Sportchef ruiniert und Zweitracht gesät.

Das Gegenteil von dem, was Du denkst, ist leider richtig. Ich hab mit den Kollegen vor Ort gesprochen.

Du kannst auch diese Geschichte lesen, da wird einiges klar:

http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/553/172046/print.html

Danke, gut zu wissen. Das ändert natürlich die persönliche Seite meiner Einschätzung entsprechend. Sorry Malte Hinz! Aber zu diesem Zeitpunkt ist und bleibt es strategisch trotzdem ein riesiger Fehler.

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